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Hanne mit dem Sesseldreirad
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Zwei Mädels mit den Dreirädern auf der ADFC bike-night 2026 in Frankfurt

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Zwei Mädels mit den Dreirädern auf der ADFC bike-night 2026 in Frankfurt

and went for a bike ride

September 5, 2026 at 16:31

Zwei Mädels mit den Dreirädern auf der ADFC bike-night 2026 in Frankfurt

03:13

46.3km

14.4km/h

32.5km/h

220m

220m

Schon oft hatte ich mir vorgenommen, einmal bei der ADFC Bike-Night in Frankfurt dabei zu sein. Doch irgendwie hatte ich nie jemanden gefunden, der mit mir zusammen zu dieser Veranstaltung fährt. Ich wollte einfach nachts nicht alleine von der Innenstadt nach Hause fahren. Das sollte sich in diesem Jahr ändern.

Anja kam zu mir, und gemeinsam machten wir uns mit unseren Dreirädern auf den Weg. Natürlich durften die Lichterketten nicht fehlen, unsere Dreiräder waren schön geschmückt und sollten im Dunklen leuchten. Ich war total aufgeregt und freute mich riesig auf diesen Abend.

Unser Treffpunkt war 20:00 Uhr am Mainkai in der Innenstadt von Frankfurt. Da wir sehr früh dort ankamen, hatten wir noch genügend Zeit, uns mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszutauschen. Es entstanden interessante Gespräche, es wurde viel gelacht und alle waren ausgesprochen freundlich. Überall sah man Fahrräder, die mit Lichterketten, Lampen und allerlei anderem geschmückt waren. Die Menschen waren nicht nur aus Frankfurt gekommen, sondern auch aus dem gesamten Umland. Ich lernte Gaby kennen. Sie kam mit einigen Radlern aus Gelnhausen. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele unterschiedliche Fahrräder dabei waren und wie viel Mühe sich manche mit der Beleuchtung gegeben hatten.

Am nächsten Tag erfuhr ich aus den Medien, dass rund 2.600 Menschen mit ihren Fahrrädern an der Bike-Night teilgenommen hatten. Wir demonstrierten für bessere Radwege und machten auf schlechte, beziehungsweise fehlende Radwege aufmerksam. Vor dem Start hielten Ansgar Hegerfeld vom ADFC Hessen und Yannik Schwander, der designierte Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt und Falko Görres, ADFC Veranstalter, Ansprachen. Besonders schön fand ich, dass an Stelle von Klatschen, stattdessen die Fahrradklingeln betätigt wurden. Eine ganz eigene Klangkulisse aus unzähligen Klingeln.

Dann setzte sich die große Fahrradkolonne langsam in Bewegung. Am Straßenrand standen viele Menschen und winkten uns zu. Das war ein tolles Gefühl. Wir winkten zurück und freuten uns über die vielen freundlichen Gesichter. Besonders groß war unsere Freude, als wir Heiko, Juliane, Ingrid und Peter auf ihren Dreirädern entdeckten. Es war schön, nicht die einzigen Dreiradfahrer zu sein, und gemeinsam mit ihnen durch Frankfurt zu fahren.

Einige Teilnehmer hatten Musik dabei, manche sogar ganze Musikanlagen. Überall war Bewegung, Lichter und Musik. Trotzdem herrschte eine friedliche und fröhliche Atmosphäre. Die Menschen hatten Spaß, lachten und genossen diese besondere Fahrradtour durch die Stadt.

Doch während wir in der Kolonne fuhren, bekam ich plötzlich ein ganz anderes Problem. Die Hinterräder meines Dreirads fingen an, merkwürdige Geräusche zu machen. Mal waren sie lauter, mal leiser, und die Geräusche wechselten sich ständig ab. Gleichzeitig musste ich immer schwerer treten, fast so, als wären die Bremsen blockiert. Ich hielt dabei immer wieder die Luft an und hoffte, dass nicht plötzlich die Kette, das Schutzblech oder irgendein anderes Teil kaputtgehen würde. Meine größte Sorge war, dass ich am nächsten Tag nicht wie geplant beim „Hohe Straße Fest“ mitfahren könnte oder das ich hier in der Kolonne stehen bleiben muss. Das machte mir während der Fahrt schon einige Gedanken.

Natürlich bedeutete die Bike-Night auch Einschränkungen für den übrigen Verkehr. Autofahrer mussten in der Innenstadt und in einigen Stadtteilen zeitweise Straßensperrungen beachten. Auch Straßenbahnen und Busse mussten an einigen Stellen warten. Manche Menschen stiegen aus ihren Autos aus und winkten uns zu. Andere riefen allerdings auch: „Schneller, schneller“, weil sie ihre Fahrt gerne fortsetzen wollten.

Ich konnte mir gut vorstellen, dass nicht jeder mit dieser Aktion einverstanden war. Schließlich mussten viele Menschen an diesem Abend warten oder Umwege fahren. Während der Fahrt musste ich deshalb auch an die vielen Helferinnen und Helfer, Ordner, Sanitäter und Polizisten denken. Ein großer Dank geht an sie, denn ohne diese Menschen wäre eine solche Veranstaltung mit so vielen Radlern überhaupt nicht möglich gewesen. Ich hatte mich während der Fahrt sogar kurz in die Lage der Autofahrer versetzt, schließlich bin ich selbst auch Autofahrerin. Ich kann nachvollziehen, dass es ärgerlich sein kann, wenn man plötzlich nicht weiterkommt.

Trotzdem war es mir wichtig, an diesem Abend dabei zu sein. Denn auch ich habe ein Anliegen, das sind die fehlenden und teilweise schlecht geplanten Radwege in unserem Stadtteil. Bei uns wurde in den vergangenen Jahren einiges für den Radverkehr getan. Es gibt neue Fahrradstellplätze und inzwischen wurde auch ein neuer Radweg nach Nieder-Erlenbach fertiggestellt. Das finde ich wirklich toll. Aber gleichzeitig frage ich mich manchmal, wer solche Verkehrsführungen plant? Um zu diesem neuen Radweg zu gelangen, muss man zunächst auf der Hauptstraße gemeinsam mit dem Autoverkehr fahren. Anschließend muss ein ziemlich steiler Übergang auf der Straße bewältigt werden. Mit meinem Dreirad ist das nicht gerade angenehm und dabei kann es natürlich passieren, dass ich den ganzen nachfolgenden Verkehr aufhalte. Manch neu errichtete Radabstellplätze sind für Dreiräder leider nicht zu benutzen.

Genau auf solche Situationen möchte ich aufmerksam machen. Ich wünsche mir Radwege, die nicht nur auf dem Papier vorhanden sind, sondern die auch für Menschen mit unterschiedlichen Fahrrädern sicher, bequem und ohne gefährliche Übergänge nutzbar sind. Die Bike-Night hat mir gezeigt, dass ich mit diesem Wunsch nicht allein bin.

Und so fuhren wir an diesem Abend mit unseren leuchtenden Dreirädern durch Frankfurt, mitten in einer riesigen, bunten Fahrradkolonne. Es war eine ganz besondere Erfahrung, vor allem fröhlich, friedlich und voller Gemeinschaft. Gegen 23:00 Uhr traten wir schließlich den Rückweg an. Trotz der merkwürdigen Geräusche an meinem Dreirad war ich erleichtert, dass wir die Fahrt geschafft hatten.

Ich war müde, aber total glücklich. Und vor allem war ich sehr dankbar, dass Du Anja, mich begleitet hast. Ich weiß schon jetzt, dass ich bei der nächsten Bike-Night wieder dabei sein möchte. Danke, Anja, dass du mit mir gefahren bist. Es war wirklich sehr schön.

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