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Rough Cycling went gravel riding
August 29, 2026 at 04:06
05:38
110km
19.6km/h
47.3km/h
380m
1,090m
Als morgens die ersten Sonnenstrahlen über die Berggipfel Hindurchscheinen, wird es schnell warm. Wir haben erst alles gepackt und am Schluss das Zelt, somit hatten wir noch etwas Schatten. Die Sonne vom Vortag hat uns trotz eincremen Sonnenbrand an Nase, Nacken und Beinen eingebracht. Wir folgten weiter das Karakol Tal, das Tal wurde immer breiter, die Wege auch und dadurch hat das ganze ein wenig an Magie verloren. Nach etwa 30km sind wir dann links abgebogen und folgten weiter eine staubigen Wellblech Piste die uns nach Kojomkul führt, unsere erste Ortschaft seit Tag 1! Kojomkul ist ein kleines beschauliches Dorf, es besteht aus nur einer Straße. Im kleinen Dorfladen toben wir uns erstmal richtig aus, Cola, Ramen, Snickers, Eiscreme usw. Draußen haben wir den Gaskocher angeschmissen und uns erstmal eine doppelte Portion Ramen jeweils zubereitet, wir haben echt zu wenig gegessen bisher. Anschließend haben wir noch am Ortsende ein Denkmal besucht zu Ehren eines Riesen der hier mal gewohnt haben soll, es gibt ein Handabdruck im inneren, Ryan hielt seine Hand rein und sie wirkte wie die eines Kindes im Vergleich zu seiner. Danach ging es weiter in eine Schlucht, hier fließt der Karakol Fluss, der inzwischen zu einem stattlichen Wilden Fluss herangewachsen war hindurch. Bei Hitze, staubigen Wellblech Straßen und Trucks die nicht bremsen, ist es zwar wunderschön hier aber auch anspruchsvoll. Das blaue Wasser des Karakol der sich wild durch die Schlucht mäandert, ist echt ein Genuss anzuschauen, eines der schönsten Flüsse die wir je gesehen haben. Ryan als erfahrener Kayaker, ist besonders angetan von den Stromschnellen und Verblockungen im Wasser. Wir sind echt froh das wir größtenteils bergab fahren, in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, wäre hier echt eine Tortur gewesen. Immer wieder müssen wir ein Buff vor das Gesicht ziehen oder die Hand vor das Gesicht pressen wenn Autos und Trucks an uns vorbeifahren, der Staub den sie aufwirbeln ist enorm. Alle grüßen uns beim Vorbeifahren aber keiner wird langsamer um weniger Staub aufzuwirbeln 😂. Nach unzähligen Kurven öffnet sich schlagartig die Landschaft und wir fahren durch ein weites Tal in die nächste Ortschaft. Im Dorfladen holen wir uns verschiedene hausgemachte Sachen, sie bestehen meist aus Teig gefüllt mit Gemüse und Fleisch, dazu ein großes Bier für jeden.
Anschließend ging es weiter hinunter und an manchen Stellen wurde es nochmal richtig schön mit dem Fluss und den Bergen dahinter. Am Straßenrand stand eine Gruppe junger deutsche in einem gemieteten Fahrzeug und als sie uns sahen auf den Fahrrädern, winkten sie uns heran und schenkten uns kleine Haribo Packungen, die nahmen wir dankend an und fuhren weiter nach einem kleinen Smalltalk. Am Ende der Straße kamen wir am Dorf Aral an, hier ging es links ab für uns auf Asphalt. Anfangs konnten wir gar nicht mehr aufhören zu sagen wie geil es sich anfühlt auf Asphalt zu fahren und wie einfach es sich in die Pedale treten lässt😂. Wir hielten wieder an, Eistee und Würstchen im Teigmantel für jeden. Anschließend ging es bergauf bis nach Chayek, auf dem Weg dahin sind wir an kleinen Dörfern vorbei, von überall kamen Kinder an den Straßenrand gerannt für ein Hallo und ein Hi 5! Entzückt, demütig und voller Freude durch diese kurzen Begegnungen mit den Kindern radelten wir in Chayek ein. Chayek war das größere Dorf von allen Dörfern in der Umgebung. Auf Booking hatte ich eine Unterkunft ausfindig gemacht aber anstatt zu buchen sind wir persönlich vorbei, das erspart den Gastgebern die Gebühren und uns bringt es gelegentlich auch ein Rabatt ein. Unterkünfte sind sehr günstig in Kirgisistan, man zahlt etwa 7-15€ für ein Zimmer mit Frühstück. In der Unterkunft angekommen hat die Frau, die nur russisch sprach uns direkt herumgeführt und uns alles gezeigt. Danach kam ihre Tochter hinzu die in Bishkek lebt und zu Besuch da ist und sie konnte gut Englisch. Wir haben uns für das Abendessen noch lecker was zubereiten lassen uns Wäsche gewaschen. Die Betten waren zwar sehr ungemütlich und unser Zimmernachbar kam dermaßen betrunken nach Hause (Er dotzte von links nach rechts gegen jede Wand), dennoch waren wir zufrieden und freuten uns auf den nächsten Tag...
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (2,430 m)
Lowest point (1,570 m)
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