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🇨🇿 ERZ, 🥾🥾 Eurorando 2026, Auf den Spuren der Exulanten von Horní Blatná (Platten)-> Potůčky (Breitenbach)

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🇨🇿 ERZ, 🥾🥾 Eurorando 2026, Auf den Spuren der Exulanten von Horní Blatná (Platten)-> Potůčky (Breitenbach)

went for a hike

August 25, 2026 at 07:49

🇨🇿 ERZ, 🥾🥾 Eurorando 2026, Auf den Spuren der Exulanten von Horní Blatná (Platten)-> Potůčky (Breitenbach)

03:53

12.2km

3.1km/h

240m

410m

Garmin (product 4336)

Eine Grenzwanderung mit Geschichte. (die Tour wurde über das Programm Interreg Sachsen- Tschechien 2021-2027 konfinanziert)
(erzgebirge-tourismus.de/eurorando-2026/wanderungen/tour/exulanten-johanngeorgenstadt/tour.html)

Wetter:
Temperaturen bei 13°C, trocken, mit einem Mix aus ⛅️ und ☁️, mäßiger SO Wind, mit 19°C sollte es heute noch einmal recht angenehm werden.

Anreise:
• erfolgte mit der City Bahn Chemnitz Linie C13 bis Aue und von Aue der Erzgebirgsbahn Linie RB 95 bis Johann.Stadt.
• Ceske Drahy Linie 19817 Johann.Stadt -> Horní Blatná (Platten)
Start/- Zielpunkt war der Bhf Horni Blatna (Platten)/ Bhf Potůčky (Breitenbach)

Diese geschichtsträchtige Wanderung beginnt auf dem Marktplatz der tschechischen Bergstadt Platten (Horní Blatná), direkt an der imposanten St.-Laurentius-Kirche. Von hier führt der Weg zunächst entlang der Straße in Richtung Breitenbach, bevor er links in den Wald eintaucht. Bei trockener Witterung lohnt sich ein Abstecher zur alten Kobaltmühle am Breitenbach, einem stillen Ort mit Spuren des einst blühenden Bergbaus.

Die protestantischen Exulanten aus Horní Blatná (Platten) flohen in den Jahren 1653 bis 1654 aus Böhmen, weil sie wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Etwa 60 Familien verließen ihre Heimat und gründeten kurz darauf im nahegelegenen Sachsen die Bergstadt Johanngeorgenstadt am Fastenberg.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg erzwangen die Habsburger die Rekatholisierung in Böhmen.
Die evangelischen Bergleute aus Platten gaben ihre Häuser auf.
Mit Hilfe des sächsischen Kurfürsten bauten sie jenseits der Grenze eine neue Existenz auf.

Durch den immergrünen Erzgebirgswald, vorbei an einzelnen Lichtungen, führt die Strecke weiter Richtung Grenze nach Oberjugel. Hier erreichten im Winter 1653 die protestantischen Exulanten aus Platten ihr rettendes Ziel. Sie wollten ihrem Glauben treu bleiben und wurden deshalb vom Habsburger Kaiser aus ihrer Heimat vertrieben. Auf ihr Bitten gewährte der sächsische Kurfürst Johann Georg I. ihnen Land, wodurch aus Dankbarkeit die Stadt Johanngeorgenstadt entstand.

Durch das beschauliche Oberjugel verläuft die Route weiter über die „Alte Bobbahn“ in den malerischen Lehmer Grund. Der Weg passiert die ehemalige Pochwäsche – einst Teil der Bergbau-Infrastruktur – und folgt anschließend dem Schwefelbach talabwärts. In Unterjugel führt der Pfad vorbei am Schaubergwerk Glöckl, das eindrucksvoll die Geschichte des Silber- und Uranerzbergbaus dokumentiert.

Zahlreiche besondere Marktstände und Restaurants laden an der Grenze nach Tschechien zum bummeln und zur Einkehr ein und bieten damit einen würdigen Abschluss dieser historisch geprägten Route.

• Horni Blatna (Bergstadt Platten):
Die damals zur Herrschaft Schwarzenberg gehörende Region wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Bergleuten erschlossen. Auf der Platten, so nannte man ein flaches Gelände unterhalb des Plattenberges (Blatenský vrch), wurde um 1532 das erste Zinnerz erschürft. In Ermangelung einer eigenen Zinnhütte wurde das Zinn in einer Schmelzhütte von Josef Goldschmidt am Schneeberg (Sněžná Hůrka) bei Zwittermühl (Háje) geschmolzen....
(de.wikipedia.org/wiki/Horn%C3%AD_Blatn%C3%A1)

Horní Blatná entstand ähnlich wie die meisten umliegenden Gemeinden zu Beginn des 16. Jahrhunderts zur Förderung von Eisenerz und Zinn. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde aus der Berggemeinde ein königliche Stadt, womit auch ihre Bedeutung wuchs. Der Entwicklung des Bergbaus und später auch der Industrie half die einmalige Wasserversorgung der Umgebung durch den Plattner Kunstgraben (Blatenský příkop). Neben den Gruben entstanden hier auch viele Renaissancebauwerke, die heute unter Denkmalschutz stehen. Das Denkmalsschutzgebiet wird heute zu den besterhaltenen Renaissancekomplexen in der Tschechischen Republik gezählt.
(bozidar.cz/de/wissenswertes/umgebung-von-bozi-dar/horni-blatna.html)

• Potůčky (Breitenbach):
Potůčky eine kleine Grenzgemeinde, die die Touristen nicht nur durch den Wintersport und die ganzjährige Touristik anzieht, sondern vor allem wegen der vorteilhaften Einkäufe auf dem hiesigen Großmarkt. Aufgrund des Grenzübergangs Potůčky - Johann.Stadt ist sie ein bedeutendes touristisches Zentrum.
Ebenso wie die umliegenden Gemeinden entstand auch Potůčky infolge des Erzbergbaus im Erzgebirge. Bereits im 16. Jahrhundert wurden hier Erze gefördert, wobei die Gemeinde offiziell erst im Jahre 1654 entstand. Ihren tschechischen Namen erwarb sie erst nach dem Jahre 1945, bis dahin hieß sie Breitenbach. Neben der Erzförderung wurde hier auch Kobaltblau für die Färbung von Glas und Keramik hergestellt.
(bozidar.cz/de/wissenswertes/umgebung-von-bozi-dar/potucky.html)

Wegbeschreibung:
Die Wanderung beginnt am Marktplatz von Horní Blatná. Von dort folgen Wanderer der Straße in Richtung Breitenbach und biegen etwa 150 Meter nach den letzten Häusern links in den Wald ab. Dem Waldweg folgen Sie beständig, an der ersten Kreuzung gehen Sie geradeaus weiter, an der zweiten Kreuzung halten Sie sich links. Auf diesem Weg geht es über die Grenze und weiter bis nach Oberjugel.

Über den Preißler Zechenweg gelangen Wanderer auf die Jugelstraße. Nach dem Schullandheim biegen Sie links ab, bleiben damit weiterhin auf der Jugelstraße, und nehmen kurz darauf rechts den Abzweig in den Wald auf die gelb markierte Route. Diese führt über die Alte Bobbahn hinab in den Lehmer Grund. Dort biegen Sie rechts ab und folgen ab jetzt der grün diagonal markierten Strecke entlang des Schwefelbachs talabwärts.
Der Weg trifft schließlich wieder auf die Jugelstraße, der Sie nach links in Richtung Johanngeorgenstadt folgen. Halten Sie sich dann rechts und wandern auf der Wittigsthalstraße weiter, am Schaubergwerk Glöckl vorbei bis zur Hauptstraße. Hier biegen Wanderer rechts ab, gehen am Kreisverkehr links und folgen der Straße immer weiter geradeaus, bis der Bahnhof erreicht wird.

Fazit:
• Streckenaufzeichnung erfolgte mit GARMIN Gpsmap 67s,
• Strecke und Fotos wurden automatisch in Komoot übertragen,
• eine super schöne Wanderung durch die einzigartige, geschichtsträchtige Montanregion Erzgebirge,
• die Ausschilderung ist sehr gut,
• viele Info Tafeln zu:
- Flora und Fauna,
- Gebirgslehrpfad Potůčky (Breitenbach),
- Bergbaurevier Hirschberg,
- Bergbau auf dem Plattenberg,
- Aussichtsturm auf dem Plattenberg,
- Zinngrube Susanna,
• die Beschaffenheit der Wanderwege ist zum größten Teil naturbelassen, es gibt wenige Asphalt lastige Abschnitte,
• die kurze Straßenabschnitt durch die Orte waren kaum der Rede wert und wenig befahren,
• gutes Schuhwerk ist zu empfehlen,
• Einkehrmöglichkeiten gibt es einige an der Strecke,
⚠️Unbedingt vorher nach den Öffnungszeiten erkundigen!⚠️
• für SELBSTVERSORGER stehen wenige Rastplätze/- Hütten entlang der Strecke zur Verfügung,
• wer die Natur, Ruhe und schöne Ausblicke (auf dt. Seite☝️) mag, eine Empfehlung meinerseits.

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Highest point (870 m)

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