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Richard went for a hike
August 23, 2026 at 08:04
05:54
9.53km
1.6km/h
1,030m
1,030m
Garmin Forerunner 245
Der Unterere Gaisalpsee (oft einfach Gaisalpsee genannt) liegt auf 1.508 m Höhe am Fuße des Entschenkopfs und des Rubyhorns unweit von Oberstdorf. Er gilt als einer der schönsten Gebirgsseen im Allgäu und verdankt seine tiefblau-grünliche Farbe seiner Lage in einem eiszeitlichen Kar.
Der Gaisalpsee und seine unmittelbare Umgebung tragen nicht nur eine imposante Naturgeschichte in sich, sondern sind auch eng mit der Besiedlungs-, Kultur- und Alpwirtschaftsgeschichte des Allgäus verwoben.
Entstehung & Geologie: Die Eiszeit als Architekt
Eiszeitlicher Ursprung: Die Geschichte des Sees begann vor rund 10.000 bis 20.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit (Würm-Kaltzeit). Gletscher frästen die tiefen Hochkessel (Kare) in das Gestein von Rubihorn und Entschenkopf.
Der Karsee: Als das Eis schmolz, blieb in der tiefen Vertiefung das Schmelzwasser zurück. Die natürliche Schwelle aus widerstandsfähigem Gestein verhinderte das Abfließen – so entstand der Karsee in seiner heutigen Form.
Alpwirtschaft & Erste Besiedlung
Namensherkunft: Der Name Gaisalp geht auf die frühe Nutzung der steilen, felsigen Hänge zurück. Während das ergiebigere Thal für Rinder reserviert war, wurden die felsigen Steilthaler rund um den See jahrhundertelang vorwiegend für die Haltung von Geißen (Ziegen) genutzt.
Jahrhundertealte Tradition: Die Gaisalpe unterhalb des Sees zählt zu den ältesten urkundlich erwähnten Alpen der Region. Bereits im späten Mittelalter nutzten die Bauern aus Reichenbach und den umliegenden Dörfern die hochgelegenen Karwiesen als Sommerweide für ihr Vieh.
Pionierzeit des Alpinismus
Erschließung im 19. Jahrhundert: Mit dem aufkommenden Alpentourismus in der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Rolle des Gaisalpsees. Wo vorher nur Hirten unterwegs waren, entdeckten Pioniere und Romantiker die dramatische Kulisse des Sees unter der Rubihorn-Nordwand.
Bau von Steigen und Schutzhütten: Um 1890 bis 1900 wurden die ersten gesicherten Pfade durch den Reichenbach-Tobel und hinauf zum See angelegt. Die Gaisalpe entwickelte sich schleichend von einer reinen Sennhütte zu einem beliebten Einkehrort für Bergsteiger.
Sagen & Legenden
Wie viele tiefe, dunkel schimmernde Gebirgsseen im Allgäu ist auch der Gaisalpsee im Volksglauben tief verwurzelt:
Die versunkene Stadt: Einer alten Allgäuer Sage nach soll an der Stelle des Sees einst eine reiche, aber frevelhafte Stadt oder Burg gestanden haben. Als Strafe für den Überfluss und die Entweihung von Brotleiben als Baustoff versank die Siedlung in den Fluten.
Unergründliche Tiefe: Lange Zeit hielt sich unter den Talbewohnern der Glaube, der Gaisalpsee besitze keinen Boden und sei über unterirdische Höhlensysteme direkt mit dem Bodensee verbunden.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (1,520 m)
Lowest point (870 m)
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