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Bourtange (Holland) - Festungsanlage

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Bourtange (Holland) - Festungsanlage

went for a hike

July 28, 2026 at 08:27

Bourtange (Holland) - Festungsanlage

00:52

3.08km

3.5km/h

50m

50m

Bourtange ist eine wiederaufgebaute und bewohnte Festungsanlage in mehrfacher übereinanderliegender Sternenformen aus Wallen, Wassergräben, Zugbrücken... . Sie diente vereinfacht dargestellt zur Überwachung der Wege und Straßen mit natürlichen Schutz durch versumpfter Landschaft, dem Bourtanger Moor.

Im Jahre 1580 in perfekter Lage zwischen Heede an der Ems und Groningen mit Moore und Sümpfe umgeben, wo wie man beschrieb kaum zwei Ochsenkarren aneinander vorbei kamen,... im Auftrag von Wilhelm I. von Oranien der Bau
der Bourtanger Festung.
Diese sollte unter anderem die von den Spaniern besetzte Stadt Groningen so von der Außenwelt abschneiden, dass die Spanier zurück gedrängt werden.
Erst dreizehn Jahre später im Jahre 1593 erfolgte die Fertigstellung, die während des dreißigjährigen Krieges (1618, bis 1648) immer wieder verändert und den jeweiligen militärischen und technischen Gegebenheiten angepasste wurde. Durch diese Gegebenheit und der perfekten natürlichen Lage wurde sie niemals erobert, was jedoch gleichsam zum Verfall und notwendige kostenintensive Instandsetzung inne hatte. Im Jahr 1742 während des Ersten Schlesischen Krieges spricht man von ihrer größten territoriale Ausdehnung. Mit dieser und vor allem in Friedenszeiten gewann die Festung Bedeutung als Festungsstadt, wobei durch deren militärischen Aufgabe im Jahre 1851 diese regelrecht als Wohnanlage expandierte und aufblühte. Erst mit Ende des zweiten Weltkrieges 1944/45 und fehlender Infrastruktur die als Basis des Handels und Industrie gilt, kam es fast zur Aufgabe, welche 1960 ihren Höhepunkt erfuhr.
Erst durch die ersten Infrastrukturmaßnahmen im Anfang der 1960 Jahre erfolgte der Stopp des Wegzuges der Einwohner.
Mit den 1964er-Jahre bis 1973 kam es so zum Wiederaufbau und Erweiterung der bis auf steinere Torebauwerke und eine kurze Poterne, hauptsächlich aus Erde und Holz bestehenden Anlage.
(Poterne, ist ein Ausfalltor oder Pforte, ein kleines Nebentor in einer Befestigungsanlage. Es erlaubte der Festungs-Besatzung, bei einer Belagerung ein unauffälliges Verlassen, oder Überraschungsausfall auf den Feind. In Friedenszeiten gerne als Abkürzung genutzt.)
In die 2014er-Jahre spricht man sogar von bis zu 700 Einwohnern, wobei die Mehrzahl vor den eigentlichen Festungsanlage sich ansiedelten.

Die Festungsanlage bietet heute einen hohen touristischen Wert, was Wohnhäuser zu kleinen Ladengeschäfte hat wandeln lassen.
Feiertage bis Halloween werden besondere Märkte, Veranstaltungen geboten.
Was ein Segen für die Region ist, ist bekanntlich auch ein Fluch, denn in touristischen Zeiträumen ist sie schnell überlaufen und die private Wohnqualität sinkt rapide. Ein Haus liegt stets an einem Gäsle und ist durch eine Ziegelsteinmauer, oder Hecke von dieser abgetrennt. Zum Häusle hat man in der Regel einen Innenhof als Sitzhof mit, oder ohne Gärtle.
In den Abendstunden und nicht touristischen Zeiten, ein als perfekter, romantischer Ort, mit besonderem Miteinander.
Ob hier Hâuser zum Verkauf stehen wurde ich soeben gefragt. Ja, derzeit zwei Stück und es reizt mich ungemein mich als Urlaubssitzung mit Untermietung einzukaufen.
Nur der Preis ist außerhalb meiner Vorstellung.

....
Die Festung bietet zwei Möglichkeiten zur persönlichen Bestätigung mit und ohne Innenräume. Wir haben für uns Variante I gewählt und die Anlage durch das Haupttor beschritten. Seitlich die Mühle und den äußeren Damm besichtigt, um uns dann dem Innenbereich, den äußersten Bereich und erneut dem Innenbereich zu widmen. In der örtlichen Gastronomie gab es für meine beste Hälfte einen Wein und ich genoss ein Bourtanger Bier.

Fazit:
Eine Anlage die klar zu empfehlen ist und ein Augenschmaus darstellt. Gastronomie ist angemessen und ihrer Lage entsprechend preislich angepasst und ebenfalls angemessen. Die Bewohner so, dass man einziehen möchte. Und wer mag, hier werden auch Zimmer angeboten.

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