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🐞Grit and 🥾Michael🚴♂️ (Draußen zu Hause) went for a hike
July 21, 2026 at 11:54
01:50
4.55km
2.5km/h
160m
130m
Was sich an einem lauen Sommerabend im Jahre 1796 hier abspielte, klingt wie ein Krimi…
Wer stirbt? Der Storforsen!
Bei Bauarbeiten zu einem waghalsigen Kanal-Projekt kommt es zur Katastrophe. Und so könnte sich das ganze Drama abgespielt haben:
„Du erwachst an einem strahlend schönen Tag, es ist der 6. Juni 1796.
Der Ragundasee liegt spiegelblank.
Die Birken haben ausgeschlagen. Du hörst den Kuckuck und denkst, dass das ein wunderbarer Tag wird.
Das Kanalprojekt durch den sandigen Hügel „Remmen" ist gestoppt. Mehrere Dörfer stromabwärts verlangen Schadenersatzgarantie für den Fall, dass etwas mit dem Projekt schiefläuft.
Magnus Huss leitet die Arbeit mit dem Graben des Kanals durch den Remmen. Der Zweck ist, Holzstämme durch den Kanal flößen zu können. Dem Fortsetzungsverbot zum Trotz weist Huss die Arbeiter an, weiter zu graben. Er hat von den Großbauern in Ragunda und Stugun den Auftrag erhalten, den Kanal fertig zu bauen.
Huss will das Frühlingshochwasser benutzen, um den Kanal schneller tiefer zu graben. Er ist voll Eifer, den Auftrag zu beenden. Alle glauben, dass der sandige Hügel auf felsigem Untergrund aufliegt. Die meisten glauben sogar, dass man Sprengstoff zu Hilfe nehmen müsse, damit der Kanal ausreichend tief würde.
Man muss auf dasselbe Niveau wie der See hinunterkommen, um Holzstämme durch den Kanal flössen zu können.
Aber nach vielen Jahren des Grabens und Spülens ist der Hügel Remmen von Wasser durchtränkt. Kies, Sand und Lehm halten nicht mehr zusammen. Im Lauf der letzten Tage ist Seewasser in den Kanal geflossen. Aber das scheint Huss nicht zu kümmern. Er rechnet damit, dass der feste Felsuntergrund das Wasser stoppen würde.
Der Abend kommt, weich und mild.
Ein paar Männer rudern in einem Boot auf dem Ragundasee.
Sie rudern südwärts, und plötzlich geht es immer schneller.
Sie verstehen, dass das ein schlimmes Ende nehmen kann.
Sie rudern um ihr Leben, um an Land zu gelangen.
Sie glauben ihren Augen kaum - das Wasser im See sinkt rasch.
Noch 50 Meter bis zum Strand - doch nun laufen sie auf Grund.
Das Boot sitzt im Schlamm auf dem Seegrund fest. Fische liegen da und schnappen nach Luft.
Was geht hier vor?“
Zur Erklärung:
„Nach einem Jahr war der neue Kanal fast fertig, Dämme waren gebaut und man hoffte auf baldige Eröffnung. Das Juni-Hochwasser war allerdings besonders hoch und der See vor dem Storforsen war ungewöhnlich gut gefüllt. Die Dämme hielten dem Druck nicht stand, brachen und die Wassermassen rauschten in dem neuen Kanal ins Tal. Innerhalb vier Stunden leerte sich der große See und eine mächtige Flutwelle grub nicht nur ein neues Flussbett, sondern zerstörte auf dem Weg zur Mündung Sägewerke, Straßen, Brücken und schuf im Meer eine neue Insel, auf der heute der Flughafen Sundsvall liegt. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Der Storforsen allerdings trocknete aus und der Döda Fallet war entstanden.“
(Quelle: https://find-the-silence.de/tour-item/2023-08-11-schweden-angermanland-doeda-fallet/, Zugriff am 21.07.2026)
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