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Henrik went for a hike
July 16, 2026 at 08:53
02:06
4.79km
2.3km/h
540m
520m
Gegen 11:00 Uhr starteten wir unsere Tour an der Aifneralm auf rund 2.000 Metern Höhe. Das Wetter hätte kaum besser sein können: Bei angenehmen Temperaturen um die 24 °C, viel Sonnenschein und nur lockeren Quellwolken herrschten ideale Bedingungen für eine Bergwanderung. Lediglich für den späteren Nachmittag waren einzelne Schauer angekündigt, sodass wir die Tour entspannt angehen konnten.
Bereits die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer. Mit dem eigenen Pkw ist die Aifneralm zwar erreichbar, die letzten knapp sechs Kilometer führen jedoch über einen schmalen, teils steilen Bergforstweg bis zum kleinen Parkplatz. Die Strecke erfordert etwas Vorsicht und ist nicht unbedingt für jedes Fahrzeug geeignet. Wer sich die Fahrt ersparen möchte, sollte sich vorab nach einem Taxi oder einem Wanderbus zur Alm erkundigen.
Direkt hinter der Alm beginnt der gut ausgeschilderte Steig zur Kleinen Aifner Spitze. Zunächst führt der Weg über saftige Almwiesen und durch einen herrlichen Zirbenwald. Kleine Bäche werden überquert und mit jedem Höhenmeter eröffnen sich schönere Ausblicke ins Kaunertal und auf die umliegenden Gipfel. Der Weg steigt gleichmäßig an und ist durchgehend sehr gut markiert.
Oberhalb der Baumgrenze wird die Landschaft zunehmend offener. Der Steig führt nun über weite Almflächen mit Heidelbeersträuchern und niedrigen Alpenrosen. Besonders beeindruckend sind hier die ständig wechselnden Ausblicke auf die Lechtaler und Ötztaler Alpen. An einem markanten Wegweiser zweigt der Pfad zur Kleinen Aifner Spitze ab, von dort sind es laut Beschilderung noch etwa 45 Minuten bis zum Gipfel.
Der Schlussanstieg wird deutlich alpiner. Der Weg wird steiniger und führt schließlich durch ein ausgedehntes Blockfeld. Technisch ist die Tour zwar nicht besonders schwierig, dennoch sind Trittsicherheit und festes Schuhwerk in diesem Abschnitt von Vorteil. Die letzten Meter verlaufen über größere Felsblöcke bis zum Gipfel.
Oben angekommen werden alle Mühen mit einem grandiosen 360-Grad-Panorama belohnt. Der Blick reicht über das Kaunertal und das Inntal bis weit in die Lechtaler und Ötztaler Alpen. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die Hohe Aifner Spitze, die sich direkt gegenüber erhebt. Bei klarer Sicht lassen sich zahlreiche Gipfel der Tiroler Bergwelt erkennen.
Wir nutzten das traumhafte Wetter für eine ausgedehnte Gipfelpause und genossen die beeindruckende Aussicht. Während langsam die typischen Sommerwolken über die Gipfel zogen, blieb genügend Zeit für Fotos und eine kleine Brotzeit.
Der Rückweg erfolgt auf derselben Route. Der felsige Gipfelbereich verlangt beim Abstieg noch einmal etwas Konzentration, anschließend führt der Weg wieder über die offenen Almflächen und durch den lichten Zirbenwald zurück zur Aifneralm.
Mit einer Gesamtlänge von knapp 4,8 Kilometern, rund 520 Höhenmetern im Aufstieg und einer Gehzeit von etwa 3 Stunden und 50 Minuten ist die Tour zwar relativ kurz, bietet aber alles, was das Bergwanderherz begehrt: abwechslungsreiche Landschaften, gut angelegte Steige, herrliche Ausblicke und ein aussichtsreiches Gipfelerlebnis. Gerade an einem sonnigen Sommertag gehört die Wanderung von der Aifneralm zur Kleinen Aifner Spitze zu den schönsten Touren im Kaunergrat.
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