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DIY Backfischbrötchen-Brevet nach Büsum, bei meinen Eltern verplaudert, Regenbogen gesehen, vom Regen nass geworden, in Pinneberg Cheat-Mode "S" gezogen
DIY Backfischbrötchen-Brevet nach Büsum, bei meinen Eltern verplaudert, Regenbogen gesehen, vom Regen nass geworden, in Pinneberg Cheat-Mode "S" gezogen
long_distance_solo_cyclist went cycling
July 11, 2026 at 03:45
11:32
303km
26.2km/h
41.7km/h
590m
540m
Wahoo ELEMNT BOLT v2
Um 5:45 Uhr war ich auf der Straße, weniger Augenblicke später genoss ich schon das erste traumhafte Bild: Die goldene Morgensonne schien auf ein goldbraunes Feld, leichter Morgennebel im Hintergrund. Herrlich, so durfte es weitergehen! Allerdings war es frisch, gut, dass ich Armlinge und Knielinge angezogen hatte. In kurz/kurz hätte ich gefröstelt.
Auf St. Pauli wurde es aber trüber, ab Ottensen war Nebel, ich musste auch das Rücklicht einschalten. Der Helm wurde nass, Wassertropfen fielen, als würde es regnen.
Raus aus Hamburg, wieder einmal nicht vergnügungsteuerpflichtig, durch Schenefeld in den Klövensteen über befestigte Kieswege, die auch mit dem Rennrad Spaß machen. Und dann war ich auf einmal in Elmshorn und hatte strahlend blauen Himmel und Sonne über mir. Doch kaum hatte ich Elmshorn verlassen, war ich schon wieder von Nebel umgeben, der sich nur langsam auflöste. Dabei konnte ich an den Windrädern teilweise kaum die Rotoren erkennen, oft nur die unteren Meter des Turms. Später konnte ich zwei Rotoren sehen, einer steckte gut verhüllt im Nebel. Erst Richtung Glückstadt klarte es endgültig auf und ich konnte bei Sonnenschein und steigenden Temperaturen Arm- und Knielinge ausziehen.
Nun frischte auch der Wind auf, der mir entgegenwehte. Aber das war ja so geplant, dafür würde ich auf dem Rückweg noch mehr Rückenwind haben. Ab Elpersbüttel war der Gegenwind schon stärker, aber im Speicherkoog dümpelten die Windsurfer noch immer vor sich hin, keiner kam ins Gleiten.
Am Deich entlang fuhr ich nach Büsum, meinem Backfischbrötchen entgegen, zum Hafenpick. Dort ging der Backfisch in solchen Stückzahlen über den Tresen, dass der in Serie frittiert wurde und immer mehrere bereit lagen. Leider wird auch dort der Backfisch in Panade frittiert und nicht im Bierteig, das gibt Punktabzug. Und leicht salzig war mein Backfisch. Meine persönliche Rangfolge: Husum, Heiligenhafen, Hohwacht, Büsum, Eckernförde.
Anschließend hab ich kurz mit meiner Mutter telefoniert und geklärt, dass meine Eltern zuhause sind, wenn ich da einschneie. Dort gab es dann Kaffee und Eis und prompt haben wir uns verplaudert, sodass die Pause deutlich länger dauerte als geplant.
Als ich wieder starten wollte, stellte ich fest, dass im Hinterrad ein wenig Luft fehlte. Ein kurzer Blick auf den Reifen konnte aber nicht erklären, woher der Luftverlust kam. Also hab ich das Hinterrad nur aufgepumpt, habe mich von meinen Eltern verabschiedet und meine Tour fortgesetzt, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass am Hinterrad etwas nicht gänzlich in Ordnung wäre.
Bei km 215, in Schafstedt, habe ich dann gestoppt und im Hinterrad Dichtmilch nachgefüllt. Beim Aufpumpen ist mir meine Luftpumpe mehrmals auseinandergeflogen; das gute Stück wird jetzt nach mehr als dreißig Jahren außer Dienst gestellt.
Da mir flau war, habe ich die Gelegenheit genutzt, nur wenige Meter später in Hohenhörn an der Kanalfähre meine Energiespeicher mit zwei Flaschen Cola aufzufüllen. Das hat glücklicherweise auch funktioniert; in Gedanken hatte ich schon erwägt, in Itzehoe in die Bahn zu steigen. Das war nicht mehr nötig. Wie auf der ersten Hälfte der Tour konnte ich wieder dosiert Gas geben. Stattdessen hab ich in Itzehoe eine weitere Pause gemacht.
Schon längst war abzusehen, dass es heute spät würde, bis ich nach Hause käme. Deshalb entschied ich, dass ich den Cheat-Mode "S" aktivieren und in die S-Bahn steigen würde. Als ich schon in der S-Bahn saß, zeigte meine App, dass auch Cheat-Mode "R" mit dem RE7 möglich wär; doch als ich aus dem Fenster schaute, fuhr der gerade wieder los. Dann eben nicht.
Am S-Bahnhof Mittlerer Landweg stieg ich aus und machte mich auf die letzten Km nach Hause. Und auf einmal zeigte meine Garmin-Uhr keinen Fortschritt mehr ab bei km 298,5! Und als würde das nicht reichen, hing sie sich auf und schaltete sich ab, nur das Garmin-Logo und das Dreieck des Grauens wurden noch angezeigt. Na gut, würde ich zuhause also wieder mit Gotoes frickeln müssen, um einen Datensatz mit Herzfrequenz zu erhalten. Das klappte dann auch, später.
Trotzdem, wieder eine schöne Tour. Und das nächste Mal werde ich in Büsum ein anderes Fischlokal wählen, vielleicht Fisch Möller oder Meeresglück.
Waypoints
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Elevation
Highest point (40 m)
Lowest point (-10 m)
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