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Marcus Busch went gravel riding
2 days ago
05:59
106km
17.7km/h
53.4km/h
1,040m
970m
Garmin Edge 830
Für heute war Regen von 9 bis 16 Uhr angekündigt. Um den Tag trotzdem halbwegs schön zu gestalten, bin ich um 4 Uhr aufs Fahrrad gestiegen. Dadurch hatte ich die E6 auch fast für mich alleine.
Es kam wie vorhergesagt und ich schaffte es gerade rechtzeitig in das Einkaufszentrum in Kirkenes. Hier war ich gut untergebracht, konnte die Powerbank laden, Geschirr waschen, usw. Ich kaufte eine neue Gaskartusche und in Regenpausen habe ich die Innenstadt erkundet. Es wurde ein halber Pausentag; auch mal nett.
Kirkenes hat mir als Stadt nicht wirklich gefallen. Es ist die einzige große Stadt der Gegend, aber schön ist an der Stadt eigentlich nichts.
Um 15 Uhr stieg ich wieder aufs Fahrrad und fuhr Richtung Grense Jakobselv los, die nördlichste Landspitze an der Grenze zu Russland. Die Fahrt wurde erheblich anstrengender als gedacht. Obwohl man direkt an der Küste fährt, musste ich von Fjord zu Fjord immer wieder über die ins Meer abfallenden Felsrücken fahren, z.T. schweißtreibend steil. Zumindest heute hatte ich dabei zunächst Rückenwind mit bis zu 50 km/h.
Der Grenzübergang Storskog nach Russland (Murmansk) war geschlossen. Ab hier wurde es noch anstrengender und es ging in ständigem Auf und Ab zwischen Meeresspiegel und 200 m ü. NHN hin und her. Hier befand ich mich richtig im norwegischen Fjell. Bis zur Baumgrenze fehlten nur noch wenige Höhenmeter und entsprechend stark bekam ich den stürmischen Wind ab.. Ich sah sogar noch etwas übrig gebliebenen Schnee! Und es war die schlechteste Straße, die ich bisher in Norwegen kennengelernt habe.
Die Landschaft war trotz des schlechten Wetters toll. Ich liebe diese Fjelllandschaft und mit dem Fahrrad erlebt man das so unmittelbar sehr selten.
Die letzten Kilometer vor Grense Jakobselv drehte der Wind plötzlich auf Nord. Es waren nur noch 5 km, aber ich dachte, ich komme nicht mehr ans Ziel! Obwohl die letzten km relativ flach waren, brauchte ich gegen den Wind einen Berggang, den ich zuvor bei 8% Steigung verwendet hatte!!!
Ich schaffte es doch noch bis an die Landspitze und ...
Alles voller deutscher Offroad-Wohnmobile, schön an der Kaimauer aufgereiht.
Angesichts von Wind und Parkplatzflair gab ich meine Zeltpläne auf. Wenige km zurück fand ich eine windgeschützte ruhige Ecke an der Finnbukta. Vom Zeltplatz aus kann ich nach Russland schauen. Und es gibt fast keinen Mobilfunk!
Morgen muss ich alles wieder zurück. Der Wind könnte sehr anstrengend werden.
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