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Bernd went for a hike
June 18, 2026
01:43
8.38km
4.9km/h
220m
220m
Heute bin ich alleine bei Bad Dürkhein auf einer kleineren Wanderrunde unterwegs. Gestartet bin ich vom bekannten Riesenfass in Bad Dürkheim in Richtung Südwesten und dann noch Norden hoch bergauf am Kastenberg zum Kriemhildenstuhl
Der Kriemhildenstuhl ist ein ehemaliger römischer Steinbruch am Südosthang des 300 m hohen Kästenberg. Dies ist ein südlicher Ausläufer des Teufelssteins (319 m), der zur Haardt gehört, dem Ostrand des Pfälzerwalds zur Rheinebene hin.
Er wurde um das Jahr 200 n. Chr. von der 22. Legion der römischen Armee betrieben, die im gut 60 km entfernten Stützpunkt Mainz stationiert war. In den Wänden finden sich Zeichen und Darstellungen graviert aus dieser Zeit.
Von dem Vorplatz des Steinbruchs und auch von einem Aussichtspunkt über der Steinbruchkante aus bietet sich ein umfassender Ausblick hinunter auf die Stadt und über die Ebene.
Weiter geht es dann ein gutes Wegstück hinauf zum nächsten Highlight des Weges, dem Monolithen des Teufelsstein.
Der Teufelsstein ist ein Berg mit einer Höhe von 318 m ü. NHN.
Sein Name stammt von einem gleichnamigen Monolithen auf seiner Kuppe, der, wie Bearbeitungsspuren zeigen, in früherer Zeit als Kultobjekt diente.
Der Teufelsstein, der dem Berg den Namen gegeben hat, ist ein etwa 2,5 m hoher und bis zu 4 m breiter Felsen auf 312 m Höhe rund 250 m südöstlich des Gipfels. Fünf übereinander eingehauene Stufen führen treppenartig nach oben, wo sich eine Vertiefung befindet, die als Opferschale für religiöse Riten der vormaligen, vermutlich keltischen Benutzer gedeutet wird und von der aus eine sogenannte Blutrinne neben den Stufen nach unten verläuft.
Zudem trägt der Fels zahlreiche eingehauene Symbole, die aus verschiedenen Zeiträumen stammen: Neben Sonnenrädern, Runen und römischen Ziffern lassen sich einige Markierungen feststellen, die an Steinmetzzeichen des 12. und 13. Jahrhunderts erinnern. Alten Beschreibungen zufolge müssen früher auch noch zwei grob skizzierte menschliche Figuren sowie weitere Einritzungen sichtbar gewesen sein, die inzwischen verwittert sind oder absichtlich zerstört wurden.
In der näheren Umgebung des Teufelssteins liegen einige große Steine, welche die Reste einer ehemaligen Umfriedung des Gipfelplateaus darstellen könnten.
Hier ist auch schon nach insgesamt 220 Meter Aufstieg der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Sachte abfallend weiter nordwärts geht es schließlich links ab zum Kreuzungspunkt Schlagbaum. Ab hier wieder links und somit gegen Süden geht es in Richtung Startpunkt zurück.
Vorbei am Ricardo-/ bzw. Ricardus-Blick, der jedoch fast komplett zugewachsen ist, folgen mehrere hundert Meter weiter noch zwei weitere Aussichten talwärts. Dies sind der "Blick auf das Kloster Limburg" und "der Blick auf den Herzogenweiher und die Klosterruine Limburg".
Knapp vorbei an der Aussicht "Kaiser Wilhelm Höhe", deren Besuch auch lohnt, ist bald wieder der Kriemhildenstuhl erreicht. Von hier ab geht es auf gleichem Weg zurück wie beim Aufstieg.
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