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Markus Recker went mountain biking
June 6, 2026
08:36
157km
18.2km/h
47.2km/h
1,290m
1,370m
Wahoo ELEMNT ROAM v2
Ab Pontremoli abwärts ist der Rest der Straße zum Passo della Cisa wenig attraktiv, aber wir nehmen sie trotzdem, um schnell in die nächste Bar zu gelangen. Es sollte eine Art Ruhetag werden und in Lucca ist als Tagesziel vorgesehen. Es führt uns unterhalb von Carrara über Massa. Die gewaltigen Steinbrüche sind zu sehen, in denen schon der Marmor für das antike Rom abgebaut wurde. Wir haben noch gut 500 Kilometer bis dahin - ein überwältigender Aufwand.
Der Weg oberhalb der Küste ist abwechslungsreich und es gibt immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer. Massa ist weitere propere Stadt, aber in der Hitze kaum auszuhalten. Gut, dass es in Italien überall öffentliche Trinkwasserstellen gibt und die Versorgung kein Problem ist. Erfrischend kühl kommt es aus den Brunnen aber es dauert keine 10 Minuten, bis es in den Trinkflaschen pisswarm geworden ist. Egal - Hauptsache Flüssigkeit!
Über die Via Francigena nach Lucca einzufahren ist traumhaft. Man kommt aus den Hügeln hinab und der ländliche Weg endet fast direkt vor den mächtigen Mauern der Stadt. Wir holen uns an der Kathedrale San Michele einen Stempel ab und fahren in der Gluthitze gleich wieder hinaus.
Da wir die Stadt früh erreicht hatten, schlug André vor, noch weiter zu fahren. In San Miniato, ca. 50 Kilometer entfernt, sollten mehrere Pilgerunterkünfte zu finden sein und da wir gestern Glück mit unserer Unterkunft hatten, wollten wir es nochmals mit einem Kloster versuchen. Die Strecke dorthin sollte ausschließlich flach verlaufen und so richteten wir uns auf eine entspannte Fahrt ein. Kurz vor San Miniato (Basso!) bemerkte ich, dass die Altstadt mit den angestrebten Unterkünften mal wieder auf dem Berg lag. Wo sollte San Miniato al Monte auch sonst liegen? Also stopften wir uns völlig leer noch ein bisschen Trockenobst und ein Panzerotti hinein und schafften es noch hinauf.
Spät angekommen begaben wir uns umgehend zu der ersten möglichen Pilgerunterkunft, trafen aber niemanden mehr an. Dann holte ich mir telefonische Absagen bei der zweiten und dritten ab, bevor wir uns am Kloster die letzte Abfuhr abholten. Auf dem Rückweg ins Zentrum entdeckten wir einen unscheinbaren Eingang kurz vor unserem ersten Versuch, auf dem das Wort Ostello stand. Es waren noch genau zwei Betten in den Mehrbettzimmern frei - die Rettung in letzter Sekunde.
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