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Hans Jaron
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Deich, Dampf und Drama – unterwegs mit Jan Ullrich im Tarnmodus

Hans Jaron
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Deich, Dampf und Drama – unterwegs mit Jan Ullrich im Tarnmodus

and went for a bike ride

May 2, 2026

Deich, Dampf und Drama – unterwegs mit Jan Ullrich im Tarnmodus

03:54

66.9km

17.1km/h

28.3km/h

110m

110m

Von Wischhafen zur Festung – Deich, Drama und Delikatessen
Kaum waren am Samstag entspannte 19 Kilometer Wandern abgehakt, hatte mein Sonnenschein am Sonntag schon wieder Hummeln im Hintern. Regeneration? Wird völlig überbewertet.
Inspiriert von einer Folge „Neuer Wind im Alten Land“ stand schnell fest: Wir müssen zu einem Drehort – der altehrwürdigen Festung Grauerort im Kehdinger Land. Und wenn man schon mal in der Ecke ist, nimmt man die Hansestadt Stade natürlich im Vorbeifahren mit. Logisch.
Also ging’s los in Glückstadt zum Fähranleger. Mit stolzen 8 Knoten schipperten wir die 3 Seemeilen nach Wischhafen – über meine Elbe, wohlgemerkt. Als Hamburger darf man da Besitzansprüche anmelden, das ist quasi Grundrecht.
Auf der anderen Seite hieß es dann: Deich, Deich und… ja, Deich. Nur hatte ich nicht eingeplant, dass ich es hier offenbar mit einer Mischung aus Lance Armstrong und Jan Ullrich in Bestform zu tun habe. Meine alte Dame zog davon, als gäbe es irgendwo Gratis-Kuchen im Ziel. Ich? Hinterherhechelnd, leicht verwirrt und mit wachsendem Respekt.
28 Kilometer später, bei einem Schnitt von knackigen 19 km/h und charmantem Gegenwind, war klar: Jeder selbsternannte Rentner-Turbo-Fahrer hätte hier kapituliert – inklusive schlechter Laune und Klingelterror.
An der Festung angekommen gab’s erstmal Kulturprogramm – ein bisschen Geschichte inhalieren, bevor es weiter Richtung Stade ging.
Dort dann die große Hoffnung: Matjesbrötchen. Der heilige Gral norddeutscher Ausflüge. Ergebnis: wieder Fehlanzeige. Stattdessen gab’s Stremellachs und eine Buttermakrele, die ernährungstechnisch vermutlich in die Kategorie „mutig“ fällt. Aber der Hunger ist bekanntlich ein überzeugender Verhandler – und bevor man verhungert, wird alles zur Delikatesse.
Auf dem Rückweg nochmal Stopp an der Festung – diesmal für ein Bad in der Elbe. Mein erstes seit Kindheitstagen. Und ja: Sie ist tatsächlich wieder sauber. Früher eher „experimentelles Gewässer“, heute wieder badetauglich. Zeiten ändern sich – zum Glück.
Dann kam die Phase, die jeder kennt: Der Akku sagt leise Servus. Aus Jan Ullrich Junior wurde langsam… sagen wir… ein solides Feierabendpeloton. Die Kräfte meiner Madame ließen sichtbar nach, aber – und das muss man ihr lassen – sie biss sich durch wie eine Heldin mit leicht gereizter Kommentarspur.
Am Ende erreichten wir die Fähre – mit den obligatorischen kleinen Meckereien, aber ohne körperliche Ausfälle. Und das ist ja bekanntlich schon ein voller Erfolg.

Information zur Festung:

Die Festung Grauerort wurde zwischen 1869 und 1879 errichtet und mit zehn modernen Hinterlader-Rücklaufgeschützen (Kaliber 28 cm) ausgestattet. Sie diente der preußischen Armee als zweite Verteidigungslinie, um feindliche Kriegsschiffe auf der Elbe frühzeitig abzuwehren.
Als Standort erwies sich die hohe Altmarsch als ideal. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen mit Frankreich ließ Kaiser Wilhelm I. neben Grauerort auch weitere Befestigungen wie das Fort Kugelbake errichten.
Bereits im Krieg von 1870/71 war das Fort eingeschränkt einsatzbereit – allerdings kam es hier, wie auch in den folgenden Jahrzehnten, zu keinerlei Kampfhandlungen.
Das Hochwallfort Grauerort ist ein typisches Beispiel preußischer Festungsarchitektur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der sechseckige Grundriss wird von einem rund zehn Meter hohen Erdwall geprägt und liegt direkt am Elbdeich. Zur Elbe hin sind die Wälle kasemattiert, während auf den beiden jeweils 68 Meter langen Flanken fünf Geschütze positioniert waren.
Elbseitig wird die Anlage durch eine 4,5 Meter hohe Escarpe, auch Carnot’sche Mauer genannt, gesichert. Diese konnte von zwei Geschütz-Kaponnieren aus verteidigt werden. Die übrigen Wallanlagen waren zusätzlich durch einen etwa 20 Meter breiten und bis zu drei Meter tiefen Graben geschützt.
Mit dem rasanten Fortschritt der Waffentechnik verlor die Festung jedoch schnell an Bedeutung und wurde bereits 1895 aus der Reihe der aktiven Befestigungen gestrichen.
Nach dem Ersten Weltkrieg erweiterte man die Anlage um zusätzliche Gebäude und nutzte sie fortan als Seeminendepot, das bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Betrieb war. Die dabei vorgenommenen Umbauten erschweren bis heute die Sanierung der historischen Kasemattenanlage.
Der Zugang zum Fort erfolgt über eine Brücke, die durch einen Hohlgang in den Innenhof führt und durch eine Gewehr-Kaponniere sowie einen Wachbunker gesichert wird.

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