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Alexis Quentin
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ST 009 - Ein Festmahl

went for a bike ride

April 30, 2026

ST 009 - Ein Festmahl

04:48

55.0km

11.4km/h

53.2km/h

550m

520m

ST 009 - Ein Festmahl

Der Ruhetag hat mir sehr gut getan. Ich bin jetzt bereit ins Landesinnere zu fahren.
Um 6:30 Uhr stehe ich, packe meine Sachen, um 9 Uhr kann ich erst losfahren. Es ist bereits super heiß. Mein erster Halt ist an der Tankstelle. Dort mache ich mich frisch, kämme meine Haare und esse einen Apfel. Ich hatte geplant hier zu frühstücken, doch es gab keinen guten Platz, um meine Sachen auszubreiten. Wenigstens konnte ich meine Powerbank wieder laden. Wusstest du, dass in Zypern die Steckdose vol Typ … , also der britische Typ Steckdose verwendet wird?
Die Mitarbeiter der Tankstelle, waren sehr freundlich und beim Laden behilflich.

Mit einem Apfel 🍎 im Magen fahre ich jetzt eine gemütliche Steigung von 10 km ins Landesinnere in Richtung Geçitkale.
Am höchsten Punkt der Strecke befindet sich eine Wasserstelle, wo nebenan ein Schild aufgestellt ist, mit „Picknick Bereich - diesen Weg entlang“. Das trifft sich gut.
Dort habe ich bestimmt auch Wasser, sodass das Frühstück, welches nun als Mittagessen gelten wird, eine angenehme Sache sein wird.

Am Picknickplatz angekommen, sehe ich dutzende Kinder auf der Wiese spielen unf auf den Bänke sitzen. Es parken zwei große Busse. Ein Schulausflug der Mittelstufenschüler, wie ich von einem der Lehrer erfahre, zu dem ich mich zu setzte. Er erzählt mir von einigen Sehenswürdigkeiten aus dieser Insel, die ich unbedingt besichtigen muss. Später verabschiede ich mich und suche mir eine eigene Bank im Schatten, wo ich mich hinsetzte und anfange mein Mittagessen zu kochen. Dabei komme die Schüler des Nachbartisches auf mich zu und, mein Gott wie ich die Türken dafür liebe, Die Schüler geben mir einen Teller mit Grillfleisch. Die Lehrer grillen für die Schüler, Kebap am Spies. Wie lecker das schmeckt. Kurz darauf kommt aus der Ferne ein Bikepacker. Ich winke ihm zu und er setzt sich dann zu mir an der Tisch.
Die Jungen geben auch ihm einen Teller voller Fleisch. Vielen lieben Dank. Ihr seid so großzügig. Für mich und dem Bikepacker, er ist Spanier, ist unser Tag vollkommen. Wir genießen jeden Bissen und sind dankbar für diese Begegnung.
Der Bikepacker, Alfredo, hat schon viele Länder mit dem Fahrrad bereist und ist nun auf Zypern unterwegs. Wir machen eine lange Pause. Ich spiele mit einigen Mädchen noch Seilhüpfen und zeige ihnen einige Tricks.
Wir machen noch ein Foto mit Alfredo und nach gut zwei Stunden verabschieden wir uns alle. Auch für die Schüler ist der Ausflug beendet, sie steigen in die Busse.
Alfredo und ich fahren entgegen gesetzte Richtungen.

Gegen 15 Uhr fahre ich nun immer bergab in die Stadt. Zuerst passiere ich Geçitkale, dann İskele, dann komme ich fast schon in Gazimağusa an, doch ich muss jetzt einen Schlafplatz finden. Die Sonne geht bald unter.
Ich biege in ein Dorf ein. Ich suche zunächst einen Friedhof auf. Vorher mache ich kurz Rast in der Moschee des Dorfes. Am Tisch, neben der Moschee, wo an Beerdigungen der Sarg für das Totengebet gestellt wird, liegen Reste von einem Blumenstrauß. Außerdem ist ein Gedenkkranz aufgestellt und eine Kiste mit Trinkbecher wurde verwendet. Ein klares Anzeichen dafür, dass heute eine Bestattung stattgefunden hat. Wenig später kommt das Bestattungsfahrzeug zurück, der Imam steigt aus, in seiner Hand ein Lautsprecher und ein Mikrofon. Die Beerdigung war vor ganz kurzer Zeit. Er kommt wohl vom Friedhof zurück.
Diese Erkenntnis lässt mich zweifeln, heute im Friedhof 🪦 übernachten zu wollen. Mit dem frisch verstorbenen wollte ich nicht zusammen am gleichen Ort sein.

Ich suche also nach einem Sportplatz und finde in der Nähe ein Fußballfeld. Dort wird allerdings gerade Trainiert. Ich setze mich auf die Tribüne und schaue den Kindern beim Fußballtraining zu. Zu gern würde ich hier übernachten wollen, doch es wird wohl hinauslaufen am Friedhof zu schlafen.
In meiner Nähe sitzen zwei Väter und unterhalten sich. Ich will aufstehen und grüße sie, da fragt der eine, ob ich Tourist bin. Hier ist wieder die Schönheit der Türken zu spüren. Durch seine Neugier kommen wir ins Gespräch. Ich erkläre ihnen meine Situation und die Männer erklären ganz gelassen, dass ich auch hier auf dem Rasen übernachten darf.
Ich freue mich. Während wir uns weiter unterhalten, schauen wir gemeinsam den Kindern zu und wenig später ist das Training beendet und wir verabschieden uns. Nachdem nun alle gegangen sind, kann ich endlich mein Zelt aufbauen und jetzt ist es 21:39 Uhr, als ich diesen Text hier verfasse.
Ich darf jetzt ins Bett.
Gute Nacht.

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