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Von Hohenhaslach nordwestlich durch den Naturpark Stromberg‑Heuchelberg und zurück.
Von Hohenhaslach nordwestlich durch den Naturpark Stromberg‑Heuchelberg und zurück.
Karl-Heinz went for a bike ride
April 22, 2026
03:24
69.7km
20.5km/h
49.6km/h
850m
850m
Eine Entdeckungstour durch Stromberg und Kraichgau
Meine Radtour startete auf idyllischen Wirtschaftswegen, führte am Horrheimer See vorbei und durch Gündelbach bis nach Schützingen.
Dort wartete ein besonderer Zwischenstopp: Bei der Sattlerei Polster Luke werden gerade unsere 30 Jahre alten Esszimmerstühle mit neuem Schaumstoff und frischen Bezügen fit gemacht. Es ist schön zu sehen, wie dort mit viel Herzblut und handwerklichem Können Werte für die nächsten Jahrzehnte erhalten werden.
Von Schlössern und geheimnisvollen Mauern
Nach einer kurzen Fahrt durch Wiesen und Wälder erreichte ich Diefenbach und steuerte über Sternenfels das Wasserschloss Kürnbach an. Leider gewährt es Besuchern nur einen kleinen Blick über den Zaun.
Mein nächstes Ziel war Flehingen. Das dortige Wasserschloss liegt zwar heute weitestgehend „auf dem Trockenen“, blickt aber auf eine bewegte Geschichte zurück – unter anderem als Erziehungsheim. Auch hier blieb mir leider nur der Blick von außen, bevor ich über eine ruhige Landstraße nach Zaisenhausen und weiter über den Radweg entlang der K3511 nach Sulzfeld rollte.
Geschichte zum Anfassen (und Anschauen)
Östlich von Sulzfeld thront die beeindruckende Burg Ravensburg (oft auch fälschlich Ravenstein genannt). Da sie sich in Privatbesitz befindet, ist der Zutritt regulär nicht möglich. Vor zwei Jahren hatte ich noch das Glück, mich länger mit der Betreiberin der dortigen Event-Gastronomie zu unterhalten – ein seltener Blick hinter die Kulissen, der heute so wohl nicht mehr ohne Weiteres möglich ist.
Wissenswertes zur Burg Ravensburg: Sie gilt als eine der bedeutendsten Burganlagen des Kraichgaus. Besonders markant ist der Bergfried mit seinem seltenen, fast quadratischen Grundriss.
Landschaftliche Höhepunkte und wehmütige Blicke
Nach einem Abstecher zum Mühlbacher See, der im Sommer ein herrlicher Badesee ist, forderte mich ein steiler Anstieg Richtung Ochsenburg heraus. Die Mühe wurde jedoch mit einem fantastischen Panorama belohnt: Die Silhouette der Burg vor der weiten, sanften Hügellandschaft ist einfach Postkarten-reif!
Ein Wermutstropfen auf solchen Touren ist jedoch das „Wirtshaussterben“. Viele alte Dorfgaststätten stehen leer, Schilder an den Fassaden künden vom Ausverkauf einer Tradition, während Fast-Food-Ketten und Shishabars das Dorfbild verändern.
Der Ausklang: Wasser und Wein
Kurz nach Leonbronn legte ich eine Pause an der Ehmetsklinge ein. Während im Sommer hier reger Badebetrieb herrscht, genossen heute die Nilgänse die Ruhe. Mein Weg führte mich weiter zum Katzenbachsee bei Zaberfeld – bekannt dafür, dass sich hier im Sommer die „Nackedeis“ die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.
Zum Abschluss ging es noch einmal bergauf in die bewaldeten Hänge, vorbei am Weißen Steinbruch – einem beeindruckenden „geologischen Fenster“ der Region – bis nach Hohenhaslach. Ein zünftiges Abendessen markierte das Ende dieser wunderbaren Tour.
Fazit: Schee wars! 😊
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (520 m)
Lowest point (210 m)
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