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LostPlace Fort Sabinowo • Festungen Stadt Küstrin 🇵🇱
LostPlace Fort Sabinowo • Festungen Stadt Küstrin 🇵🇱
Felsenwege ● Outdoor Adventure went for a hike
March 15, 2026
03:48
14.8km
3.9km/h
60m
60m
Startpunkt ist der kleine unbefestigte & kostenfreie Parkplatz an der Bastion Filip (Kietzer Tor). Direkt daneben befindet sich ein kleines Museum, das spannende Einblicke in die Geschichte der Festung bietet. Ein kurzer Besuch lohnt sich vor dem Start der Tour.
Hinweis: Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig und meist von Frühjahr bis Herbst am Wochenende geöffnet – vor der Tour am besten kurz prüfen.
Von hier folgt die Route den alten Festungsanlagen von Küstrin, dem heutigen Kostrzyn nad Odrą. Die mächtigen Bastionen, Wälle und Gräben stammen überwiegend aus dem 16.–18. Jahrhundert, als die Stadt zu einer bedeutenden preußischen Grenzfestung ausgebaut wurde. Noch heute lassen sich viele Elemente der historischen Verteidigungsanlagen gut erkennen. Am Berliner Tor befindet sich ein Besucherzentrum.
Weiter geht es über die Warta-Brücke in die Stadt Kostrzyn nad Odrą. Am Weg liegt u.a. die historische Dampflok PT47-121, ein eindrucksvolles Zeugnis der polnischen Eisenbahngeschichte.
Anschließend führt die Tour aus der Stadt hinaus durch ruhigen Wald zum Fort Sabinowo.
Das im Wald gelegene Fort Sabinowo entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Teil des äußeren Festungsrings der Festung Küstrin (heute Kostrzyn nad Odrą). Hintergrund war die rasante Entwicklung der Artillerie: Die alten Bastionen der Stadt reichten militärisch nicht mehr aus, weshalb Preußen rund um Küstrin mehrere vorgeschobene Forts errichten ließ, um feindliche Truppen bereits in größerer Entfernung von der Stadt aufzuhalten.
Fort Sabinowo wurde als eigenständiges Verteidigungswerk mit Erdwällen, Gräben und kasemattierten Räumen gebaut. Von hier aus konnten wichtige Annäherungswege sowie die Umgebung der Oder- und Wartheübergänge überwacht werden. Die Bauweise mit dicken Erdschichten über den gemauerten Kasematten sollte die Anlage gegen Artilleriebeschuss widerstandsfähiger machen.
Im Laufe der Zeit verlor das Fort – wie viele Festungsanlagen dieser Epoche – durch die technische Entwicklung moderner Waffen zunehmend an militärischer Bedeutung. Während des Zweiten Weltkriegs spielte der gesamte Raum um Küstrin jedoch erneut eine wichtige Rolle, besonders in den schweren Kämpfen Anfang 1945, als die Stadt zur sogenannten „Festung Küstrin“ erklärt wurde.
Heute liegen die überwachsenen Reste von Fort Sabinowo ruhig im Wald. Teile der Wälle, Gräben und einige der gemauerten Strukturen sind noch gut erkennbar und geben einen Eindruck davon, wie groß das Verteidigungssystem rund um Küstrin einst war.
⚠️ Hinweise zum Fort:
Teile der Anlage sind verfallen – lose Steine, offene Schächte und ungesicherte Bereiche erfordern Vorsicht.
Für Erkundungen in den dunkleren Bereichen ist ein Taschenlampen Backup zwingend empfehlenswert.
Während der Fledermaus-Schutzzeit (meist November bis März) sollten die unterirdischen Bereiche nicht betreten werden, um die Tiere nicht zu stören.
Der Rückweg führt anschließend wieder Richtung Kostrzyn nad Odrą und entlang der historischen Festungsanlagen zurück zum Ausgangspunkt an der Außenseite der Bastion Filip.
⚠️ Hinweise. zur Tourzeit:
Diese Zeitangabe ist reine Bewegungszeit und ist ziemlich optimistisch, durch das anschauen und erkunden sowie Forografieren kommt viel Zeit dazu. Plant also ausreichend Zeit für diese Tourvariante ein. ; )
⚠️ Ihr handelt auf eigene Gefahr!
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