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Jan
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Balkan-Bikepacking | Tag 20

Jan
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Balkan-Bikepacking | Tag 20

went gravel riding

September 21, 2025

Balkan-Bikepacking | Tag 20

06:43

130km

19.4km/h

59.4km/h

990m

850m

Wahoo ELEMNT ROAM v2

Unser Beginn des Tages führte uns durch das obere Savatal in Slowenien, entlang eines alten Bahnradwegs direkt an der türkisblauen Sava Dolinka. Was für ein genialer Abschnitt: perfekt asphaltierte Strecke, wunderschöne Landschaft, und selbst auf diesem Radweg gab’s Verkehrsschilder für Steigungen und Kurven – Slowenien nimmt Radinfrastruktur offenbar richtig ernst.

Und als wären schöne Wege nicht schon Highlight genug: Wir gerieten auch noch mitten in ein Laufevent! Absperrungen, Streckenposten, durchlaufende Menschen mit Startnummern – und wir dazwischen, auf unseren vollbepackten Bikes. Schon verrückt.

Dann kam das große Ziel des Tages: der Grenzübertritt nach Österreich – und der sollte uns noch mal alles abverlangen. Die Grenze liegt auf dem Wurzenpass, einer kleinen, aber gnadenlos steilen Passstraße mitten durch die Karawanken. Der Aufstieg war zwar steil aber absolut machbar.

Aber was dann hinter der Grenze kam, toppte alles: die Abfahrt. 20 % Gefälle – und das auf sehr langen, teilweise geraden Passagen ohne Kehren. Vollbremsung nonstop, Finger im Dauereinsatz, und in den scharfen Kehren fast schmelzende Bremsbeläge. Wir mussten sogar kurz anhalten, weil es wirklich nach heißem Metall roch. Wahnsinn – ich bin heilfroh, dass wir diese Rampe runter- und nicht hoch fahren mussten. Wobei beides sicher nicht angenehm ist.

Unten angekommen, stand erst mal ein Auto mit Bremsschaden am Straßenrand. Dann rollten wir in Richtung Villach und stiegen auf den Drauradweg um – ein Radweg, der seinem Ruf absolut gerecht wird. Es ging flach weiter durch ein weites Flusstal, die Drau immer neben uns, perfekte Wege, kaum Verkehr, teils Asphalt, teils feiner Schotter. Und das zweite Laufevent des Tages! Schon verrückt.

Unsere letzte Nacht verbringen wir nun auf einem Campingplatz bei Möllbrücke – idyllisch gelegen, ruhig, mit Blick auf die umliegenden Berge. Morgen steht dann die finale Etappe an. Es fühlt sich komisch an, das so zu schreiben – als wäre die Reise schon fast vorbei. Aber eins ist klar: Diese Etappe heute hatte noch mal alles, was so eine Tour ausmacht.

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