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E5 Alpenüberquerung Etappe 5: Braunschweiger Hütte zur Martin-Busch-Hütte
E5 Alpenüberquerung Etappe 5: Braunschweiger Hütte zur Martin-Busch-Hütte
Alex-wandert-halt 🥾 and Hans Peter went for a hike
September 18, 2025
06:22
27.5km
4.3km/h
1,230m
1,500m
Garmin epix Pro (Gen2)
Für mich war die Nacht auf der Braunschweiger Hütte die Wichtigste. Total erschöpft angekommen, war guter Schlaf essenziell – und den erhielten wir. Deshalb starteten wir nach umfangreichem Frühstück wieder zu viert in Richtung Karleskopf.
Ungefähr 200 Meter vor dem Gipfel Karleskopf sahen wir plötzlich vier oder fünf Steinböcke ganz nah, die einige Höhenmeter über uns rasteten. Sie genossen die Stille und beobachteten uns ganz ungeniert. Wieso sollten sie auch vor vier vollbepackten Wanderern Angst haben, die sich mit ihren Stöcken den Berg hinaufquälten?
Oben angekommen hieß es: Rucksäcke abschnallen und das wunderschöne morgendliche Panorama genießen. Die Berge um uns herum wurden noch nicht voll bestrahlt, wir wurden aber bereits von der Sonne dort oben aufgewärmt (wir mussten uns eigentlich an jedem Tag der Tour eincremen).
Nach unserer kurzen Fotosession wanderten wir weiter zum Jochköpfle. Die Route wurde nun unwegsamer und schwierig (eine kleine Kletterei inklusive). Beim Festhalten an einem Stahlseil schnitt ich mich unglücklich an einem ausgefransten Draht. Dies blieb jedoch meine einzige Verletzung während unserer Alpenüberquerung.
Gut geübt stiegen wir dann über den steinigen Weg zügig ab zum Söldner Gletscherskigebiet. Die Umgebung veränderte sich nun vollständig: ein steiniges, unbewachsenes Gebiet mit einem merklich negativen Einfluss des Skitourismus. Da der Weg vor der Gondelstation nicht sonderlich gut markiert war, steuerten wir einfach direkt darauf zu.
Nun galt es, den Bus durch den Skitunnel zu finden und zu nehmen. Da sich dies aufgrund einer Verspätung als schwieriger herausstellte, bot uns ein glücklicher, privater Berliner Busfahrer die Fahrt durch den Tunnel an. Dieser führte bergauf, was etwas Aufstöhnen ließ, als der Busfahrer erklärte, dass die Busbremse nicht mehr richtig funktionierte. Wir überlebten die kurze Fahrt und starteten nun den weiteren Wanderteil. Kurz darauf sahen wir dann auch den Linienbus durch den Tunnel fahren.
Wer „Rohan“ aus Herr der Ringe kennt, kann sich nun die folgende Umgebung vorstellen. Mittelerde-Lieder singend arbeiteten wir uns am Hang des Ötztals bei bestem Wetter entlang bis nach Vent. Dabei trafen wir zwei weitere E5-Wanderer an, die gerade mit einer Drohne Bergvideos drehten und dabei von Murmeltieren kritisch beäugt wurden. Ein sehr lustiges Bild!
In Vent sollten sich unsere Wege wieder trennen. Trotz telefonischer Nachfrage bei der Martin-Busch-Hütte konnte Lotte keinen Schlafplatz mehr erhalten. Später stellte sich dies als ziemlich frech von den Hüttenwirten heraus, da sie doch noch Plätze frei hatten. Stattdessen zwangen sie Lotte, weiter bis zur Similaunhütte zu ziehen. Wir drei hatten an diesem Tag größten Respekt vor ihrer Leistung, da sie auf eine beachtliche Zahl an Kilometern kam.
Weil unser Weg kürzer war, entschlossen wir uns zu einer Mittagspause in Vent. Ich bestellte ein Tiroler Knödeltrio (Speck, Spinat und Käse) und bereute im Nachhinein die große Portion.
Der Weg bis zur Martin-Busch-Hütte führte leicht steigend, aber technisch einfach durch das Tal. Auf einer Schotterstraße konnte man kaum falsch laufen. Die Martin-Busch-Hütte auf 2.501 m bot uns eine warme Dusche und leckeres Abendessen. Wir ließen den Abend mit unterhaltsamen Biberachern ausklingen. Eine absolut geniale Wanderung ließ uns erschöpft in den Hüttenschlafsack fallen.
https://alex-wandert-halt.de/e5-alpenueberquerung-von-oberstdorf-nach-meran
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (2,980 m)
Lowest point (1,910 m)
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