Recent Activity
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
January 11, 2026
Wunderschönes Winter-Sonnen-Wetter. Auf dem Stausee schwimmt ein Schwarm Reiherenten.
00:44
3.23km
4.4km/h
20m
10m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
January 10, 2026
Ganz Deutschland zittert und versinkt unter einer tiefen Schneedecke. Nicht so das glückliche Beyenburg, über das die heilige Odilie wacht. Ein paar Schneeflocken dekorieren sanft die Berge und das Tal und ermöglichen das Schlittenfahren der Kinder ohne den Verkehr zu behindern. Ebenso fröhliche wie hungrige Vögel veranstalten an den Futterplätzen ein munteres Konzert und lassen sich gerne in einer Stunde der Wintervögel zählen. Nach der Vogelzählung drehen wir eine Runde durchs Dorf. Wir bewundern den ICE-gerecht sanierten Bahnsteig und passieren die alte Wupperbrücke, die Teil der Überlandstraße von Köln nach Paderborn war. Schon Karl der Große ist hier geritten und die wunderschöne Klosterkirche verdanken wir der Brückenmaut. Auf der anderen Wupperseite gehen wir hinauf zu den Steinbrüchen, die malerisch um Schnee liegen. Der anschließende Pfad hoch über der Wupper und über Felswänden muß mit Respekt und der Bereitschaft zur Umkehr begangen werden. Trotz der Witterung erscheint er aber hinreichend sicher und wir freuen uns über seine Ursprünglichkeit. Über den vereisten Wuppersteg geht es zurück zum Dorf (traurigerweise ist die große Wiese neuerdings nach Jahren der Passierbarkeit wieder abgesperrt). Vor dem großen Kruzifix am Schützenhaus bemerken wir eine andächtige Figur. Im Nähertreten sehen wir einen andachtsvoll ins Gebet vertieften Schneemann. Sowas gibt’s auch nur an „dem lieben Gott sein Urlaubsdomizil“.
00:48
3.05km
3.8km/h
30m
40m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
January 6, 2026
Dreikönigstag in Köln. Seit der große Influencer Reinald von Dassel seine Kirche mit dem Content der heiligen drei Könige gefüllt hat und Köln zum westlichen Jerusalem geworden ist, ist der Dom am 6.1. der place to be. Aus Weihrauchschwaden ziehen die Standarten der Könige in die feierlich geschmückte und beleuchtete Kathedrale, gefolgt vom Troß des Klerus, der in purpurner Pracht endet. Ein engelsgleicher Chor, eine triumphierende Orgel, eine vuluminöse Stimme der Festgemeinde in Gesang und Gebet. Es ist ein Erlebnis, den Dom in seiner Bestimmung zu erleben. Und der dicke Pitter schickt seine machtvolle Stimme weit über die Dächer der Stadt. In diesem Jahr können wir nicht unter dem Schrein hindurchziehen sondern ihn nur im Westen passieren; in geheimnisvollem Dunkel erahnt man die Formen der Schädel der Magier. Festlich-fröhliche Sternsinger bieten die Haussegensaufkleber, die den Rest des Jahres an den Tag erinnern. Nach kurzer Rast im Domforum mit leckerem Kakao geht es weiter zum 4711-Haus, wo wir dem schönen Glockenspiel zur vollen Stunde lauschen, den Figurenumlauf bewundern und ein kurzes Bad im Duftbrunnen nehmen. Ein Abstecher zu Maria in den Trümmern und zu unserem Familienheiligen, dem Schlamperltoni, der hier in seiner Rolle als Fischprediger zu sehen ist. Durch die Stadt geht es zu Maria im Kapitol, wo wir der Maria unseren schnell besorgten Apfel darbieten. Weiter geht es durch das Dreikönigspförtchen zu Maria im Lyskirchen, um die Fedelskrippe zu bewundern. Sehr aktuell: Thema Grönland. Der Apotheker trägt eine Thorarolle und diskutiert mit dem Schupo. Leider fehlt immer noch der Stern im Gewölbe. Kurze Abstimmung: wie in jedem Jahr gewinnt das Schokoladenmuseum haushoch über das Senfmuseum. Wir naschen duftende Schoki aus dem Brunnen, bewundern Tropenwald und Produktionsstraße. Attraktion sind wieder die selbst gestaltbaren Schokoladentafeln. Am Rheinufer entlang geht es schließlich zum Löwenbräu mit seinem netten Wirt, wo wir den Tag bei Himmel und Ääd und Kölsch und kulinarischen Varianten ausklingen lassen. Bis zur Abfahrt des Zugs wandern wir noch auf die Hohenzollernbrücke und bewundern die Liebesschlösser, die inzwischen aus aller Welt stammen. Ein Abschlußbesuch bei der Trümmerkrippe im Bahnhof, die an schreckliche Zeiten erinnert, dann geht es voll mit schönen Eindrücken wieder heim. Es war ein wunderschöner Tag mit toller Begleitung, den ich sehr genossen habe.
01:09
6.67km
5.8km/h
30m
30m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
December 29, 2025
Nach längerer Zeit haben wir wieder einmal das Eisenbahnmuseum Dahlhausen an der Wupper besucht; mit angeknackstem Zeh zum Glück nicht als Ziel einer Wanderung. Meiner lieben Begleitung hatte ich eine riesige Dampflock versprochen, die sich allerdings leider in Luft aufgelöst hat. Später habe ich nachgelesen, daß der Eisenbahnverein seine Aufgabe lieber in der Erhaltung und Reaktivierung der Strecke sieht, die hinter den wichtigen und attraktiven Ausflugsort Wilhelmstal in den Tiefen des Wupperstausees verschwunden ist. Mit der 130 Tonnen schweren Lok, die ins Eisenbahnmuseum Lübbenau verkauft wurde, konnte man zum Abschied die Tragfähigkeit der Brücken testen, die den Test bestanden haben. Bleibt zu hoffen, daß zumindest der Fahrraddraisinenverkehr irgendwann wieder möglich wird. Tochter 2 hat sich ersatzweise in die herrliche, schloßartige Fabrikantenvilla am Wupperufer verliebt, die derzeit bei Immoscout mit Innenaufnahmen zum Kauf angeboten wird. Ein spektakulärer, wunderschöner Bau mit siebenachsiger Hauptfassade, vorgelagertem Portikus, Mezzaningeschoß, 26 Zimmern, 899qm Putzfläche und über 9000qm Park mit Wupperstrand und Teepavillon. Tochter 2 hat spontan erklärt, auf ihren 911 verzichten zu wollen und jetzt eisern das Taschengeld für die nächsten 7.666 Jahre und 7 Monate zu sparen. Wenn man ein Ziel hat….
00:06
927m
9.4km/h
0m
10m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
December 24, 2025
Traditionell verbringen wir den Weihnachtsmorgen im Zoo und besuchen die Tiere. Die Papageien interessieren sich für die Besucher und kuscheln weihnachtlich, die Seelöwen spielen mit den Kindern und der Reiher besucht die Pinguine zum Festmahl. Leider haben die Elefanten ihre Weihnachtsbäume schon verspeist: schon vor Weihnachten gab es ein Baumschmücken mit Elefanten-Leckerlies und anschließende Verkostung. Schon für 2026 vorgemerkt.
00:43
2.60km
3.6km/h
30m
30m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
December 19, 2025
Schon seit vielen Jahren besuchen wir auf dem Weihnachtsmarkt, früher in Duisburg, die letzten Jahre in Dortmund, das historische Fotostudio des ebenso netten wie lustigen Niederländers Hans Poos. Dort kann man sich mit Verkleidungen im Stil der Belle Epoque fotografieren lassen und sich selbst und seinen Eltern und Freunden ein sepiafarbenes Photo unter den Weihnachtsbaum legen. Alternativ gibt es auch Ganoven-Bilder à la Al Capone auf denen unser erweitertes Familienunternehmen schon ganz durchsetzungsfähig wirkt. Um die Standbetreiber, die sicherlich schon durch die Standgebühren völlig ausgeplündert sind und den Kartoffeltwister- und Champignonpreis nicht noch durch Schutzgeldbelastung zusätzlich weiter zu treiben, sehen wir von einschlägigen Familienaktivitäten dann doch ab und erwerben die Leckereien ganz gutbürgerlich. Erfolgreich wird das Riesenrad zur Höhenangsttherapie eingesetzt, wo Tochter 3 fürsorglich den alten Herrn Vater bei der Hand hält und freundlicherweise auf das Abschrauben der Gondel mittels wilden Drehens verzichtet. Noch ein kurzer Blick auf den Riesen-Weihnachtsbaum, dann verlangt der angeknackste Zeh dringend nach Erholung.
00:31
1.71km
3.3km/h
20m
20m
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
December 13, 2025
Advent ist die Zeit der Lichter, des Wartens und der Vorfreude. Leider auch der Jahresendhektik, der wir ins vorweihnachtliche Köln entfliehen. Das heißt allerdings: früh aufstehen. Spätestens um 10 Uhr muß man den Dom nach ausgiebiger Besichtigung verlassen haben, anschließend verwandelt er sich atmosphärisch in eine Bahnhofshalle. Glücklich sind wir um 8:30 am Dom, dessen Hauptschiff mit den wunderbaren Fenstern leider abgesperrt ist. Dafür ist der Kapellenkranz geöffnet. An Heinrich Heines geliebtem Christopherus vorbei geht es zum Altar der Stadtpatrone, der mit geschlossenen Flügeln die Verkündigung zeigt. Wir begrüßen den vor seinen zugunsten der Kirche enterbten Verwandten seit 700 Jahren mit einem massiven Gitter geschützten Fürsten von Arnsberg mit seinen treuen Fußhunden, den genialen Influenzer-Bischof Reinald von Dassel, der mit seinem Drei-Königs-Coup Köln zu einer Weltstadt, zum deutschen Jerusalem gemacht hat und natürlich Gero den Brautwerber Kaiser Ottos II für die unvergleichliche Theophanu, die in der Erzählungsreihe für meine Töchter „starke Frauen der Weltgeschichte“ einen besonders prominenten Platz einnimmt. Das Gero-Kreuz, daß von ihren byzantinischen Kunsthandwerkern geschaffen seit 1000 Jahren den Dom ziert bietet den besten Anknüpfungspunkt für die Erzählung: Nach dem frühen Tod ihres Mannes übernahm sie selbstbewußt die Regentschaft des heiligen römischen Reiches deutscher Nation, setze sich gegen den machtbewußten Bayern Heinrich den Zänker durch (auch damals schossen die Bayern schon gerne quer) und zeichnete Urkunden in bewußter Ausnutzung der Genderproblematik mit Imperator anstatt mit Imperatrix. Erst 1000 Jahre später gab es wieder Vergleichbares, als sich Angela Merkel die unbesetzte Domain „Bundeskanzlerin.de“ sicherte und damit die Konservativen etwas befremdete. Wir wandern, die Fenster betrachtend und dem Weisen Salomon und der Königin von Saba unsere Referenz erweisend durch das inzwischen geöffnete Schiff und steigen dann in die Schatzkammer hinab, die mit wunderschönem Gerät und Paramenten ausgestattet sind. In der Heiltumskammer begrüßt uns lässig hingestreckt Engelbert, auf dessen Spuren wir jüngst unterwegs waren. Außerdem gibt es hier noch den Stab des Petrus und seine Ketten zu sehen, was aber nur wenige interessiert. Interessant ist das historische Innenleben des Dreikönigsschreins, dessen Aufbau mit einem speziellen Sichtfach für die Schädel hier gut zu erfahren ist. Am Kinderfenster mit dem einzigen Auto des Doms vorbei geht es zu St. Maria Himmelfahrt mit ihrem wunderbaren gotischen Netzgewölbe, die die Krippe der italienischen Gemeinde beherbergt Diese hatte zuletzt etwas gelitten und ist jetzt neu in kofferartigen Kisten aufgebaut. Faszinierend ist immer wieder die Verkündigung mit dem geisterhaft erscheinenden Engel, allerdings vermissen wir den Teufel mit den glühenden Augen. Das Teufelsfenster ist immerhin vorhanden, vielleicht haben wir nach Weihnachten Glück. Zum ersten Mal ausführlich erforschen wir das nahe gelegene St. Gereon, die Kirche der heiligen Helena, die es von der Gastwirtstochter zur Kaiserin brachte und mit Ihrem berühmt gewordenen Spruch „whatever it takes“ sämtliche in der Bibel genannten heiligen Gegenstände mit ihrer Expedition ins heilige Land aufspürte. Kreuz, Krippe, Könige, Windel, Lendentuch, Sandale, Mantel, Geißelsäule, Gerichtstreppe. „Wer suchet, der findet“, „packen wir ein, nehmen wir mit“, Helena stattete gefühlt alle Kirchen Mitteleuropas prächtig aus und bewies damit den Menschen die Wahrhaftigkeit der Geschichte. Und schaffte es mit ihren Attributen Krone und Kreuz auf prominente Plätze zahlloser Altäre. Der Vorraum der großen romanischen und gotisierten Kirche empfängt uns mit zwei Kapellen: eine mit deutscher, vatikanischer und europäischer Fahne geschmückte, die eine außerordentlich gelungene und anrührende Pieta enthält und eine etwas verloren Aussehende, die der heiligen Helena gewidmet ist. St. Gereon besteht aus einem antiken länglich gezogenen 10-Eck, das einen wundervollen Raumeindruck bietet. Spektakulär hängt der Schlußstein aus dem hohen Gewölbe hinab. Der angebaute gotische Chor ist stark erhöht und bietet etwas versteckt eine wunderschöne Statue des heiligen Antonius, der mit einem Kind spielt (hier kann man einen Obulus einwerfen) und eine Himmelfahrtsszene über dem mittelalterlichen Stadtbild von Köln mit dem berühmten Dombaukran. Aktuell findet eine Krippenausstellung statt, deren spektakulärstes Exemplar eine der Seitenkapellen einnimmt: eine Punk-Milieukrippe, Glaube, Liebe, Hoffnung zieren hier einen Abbruchcontainer. Als besondere Attraktion gibt es hier die Blutsäule, die bei Berührung böser Menschen anfängt, zu bluten. HotCupNoodle traut sich und besteht den Test, Wolf und Wolfskind sind da etwas vorsichtiger. Um etwas Abwechslung in die Kirchenbesichtigung zu bringen, schauen wir im 4711-Haus vorbei und baden kurz im dortigen Duftbrunnen (ja, den gibts wirklich). Eine wunderschöne, gediegene und stilvolle Ladeneinrichtung, völlig anders als in den Massengeschäften moderner Pafümerien. Ein Abstecher zu Maria in den Trümmern: immer wieder lockt mit das Frühwerk Gottfried Böhms mit den schönen Fenstern und dem Zeltdach über dem Boden aus Marmortrümmern. Selbstverständlich gibt es hier auch eine Kerze für unseren seit vielen Generationen verehrten Familienheiligen Antonius, der für das Auffinden verlorener Gegenstände zuständig ist (Die Formel „heiliger Antonius, kreuzbraver Mann, hab was verloren, für mich nah dran“ funktionierte schon bei meiner evangelischen Großmutter sehr zuverlässig). Inzwischen ist es 14 Uhr: Glockenspiel am 4711-Haus. Mit Beginn des Figurenumlaufs kommt eine Taube geflogen, setzt sich auf den Kopf des Reitpferdes und läßt sich genüßlich durch die Gegend fahren. Das Leben ist schön! Mit der U-Bahn gehts zum Barbarossaplatz, der dortige Rewe bietet die gesuchten Blumen (für Theophanu) und Äpfel (für die Apfelmadonna in St. Aposteln). Und willkommene Chicken-Nuggets im Sitzen gibt es hier auch. St. Pantaleon, die Kirche und Grablege von Theophanu, erweist sich leider als geschlossen. Gerne hätten wir die neu gestaltete Kapelle der großen Kaiserin angesehen. Wir bewundern die krächzenden Halsbandsittiche in den Bäumen vor der Kirche und machen uns. etwas enttäuscht machen auf den Weg zu St. Aposteln. Aber wie immer, wenn etwas nicht klappt gibt es die Entschädigung: plötzlich rauscht es hinter uns und dann schieß in farbig leuchtender Pracht ein Schwarm aus mindestens 100 Sittichen wie kleine Kunstflugjets ganz dicht über unser Köpfe. Byzantinische Prachtentfaltung. Zu Sankt Aposteln kommen wir stilecht durch die Dreikönigspforte, durch die Reinald von Dassel die Reliquien nach dem Triumph-und-Werbezug durch Europa in seine Stadt einbrachte. Vor der Kirche empfangen uns die beiden wundervollen romanischen Schmunzellöwen, auf denen unsere Älteste (vermutlich verbotenerweise, ist aber verjährt) als kleines Kind gerne ritt. Heute laden sie zu einem fröhlichen Selfie ein. Die Kirche ist still und dunkel, der große Lettner sperrt den Dreikonchenchor. Die Apfelmadonna bekommt unsere Äpfel und zusätzlich Theophanus Blumenstrauß; etwas Abwechslung ist ja auch mal ganz schön. Das eigentümliche Gabelkreuz aus der Pest-Zeit überragt die Krippe in der Kapelle, die als einziger Raumteil des dämmrigen Kirchenraums hell erleuchtet ist. Noch ein Blick auf die wundervolle romanische Tür, deren Engelsmotiv jahrzehntelang das Wohnzimmer der Schwiegereltern zierte, dann spazieren wir, noch kurz das ausgesprochen romanische St. Georg mit den Thorn-Prikker-Fenstern und dem schönen, beengelten Sakramentsschrank ansehend, ins ehedem zwielichtige Hafenviertel zu St. Maria Lyskirchen, der Schifferkirche. Auch diese ist dunkel und leer, wir haben die wundervolle Milieukrippe ganz für uns (normalerweise ist die Krippe so beliebt, daß man vor Besuchern nur mühsam einen Blick erhaschen kann) und lassen betrachtend die Schwimmkerzen schwimmen. Der Apotheker liest Zeitung, die Kinder spielen und führen den Esel, der Schupo paßt auf. Leider ist auch das im Krieg unzerstörte, herrlich bemalte Gewölbe im Dunkeln verschwunden. Das Restaurant Malzmühle erinnert familiär auch an das Studentenleben der Eltern der frühen 60er Jahre. In der holzgetäfelten Traditionsgaststätte mit hohen Decken, großen Fenstern und schweren Leuchtern, die mit Tannengirlanden geschmückt sind, müssen wir länger auf einen Tisch warten, werden aber mit dem tollen Essen reichlich dafür entschädigt. Rheinischer Sauerbraten mit Rosinen, Mühlenburger und Gulaschsuppe mit dem süffigen Kölsch erfüllen mit Wohlgeschmack und Behagen. Auf dem Heumarkt ist eine riesige Eisbahn um Friedrich-Wilhelm IV und seine Offiziere aufgebaut; den sympathischen König, dessen Leben Glück und Unglück prägte umtost das fröhliche Treiben. Die Brücke über die Eisbahn bietet einen tollen Blick, allerdings bei erheblichen Gedränge. Ein Eisbär grüßt fröhlich als Köbes. Der Rathausplatz lockt mit Kunstgewerbeständen, ein paar Maronen passen noch in den Magen. Dann wandern wir noch durch die Lichter der Altstadt und am Rhein entlang zurück zum angestrahlten Dom. Voll mit wunderschönen Eindrücken des Tages, berauscht vom Glanz der Kirchen und der Geschichte ergattern wir mit müden Beinen und viel Glück einen der raren Sitzplätze im Zug zurück. Ein großer Dank an die so herrlich interessierte und tapfere Begleitung für diesen wundervollen Tag. Es hat mir eine riesige Freude bereitet! Und ja: alles ab 10 Km ist eine Wanderung, kein Spaziergang.
01:57
12.3km
6.3km/h
40m
30m
December 14, 2025
Advent ist die Zeit der Lichter, des Wartens und der Vorfreude. Leider auch der Jahresendhektik, der wir ins vorweihnachtliche Köln entfliehen. Das heißt allerdings: früh aufstehen. Spätestens um 10 Uhr muß man den Dom nach ausgiebiger Besichtigung verlassen haben, anschließend verwandelt er sich atmosph
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
November 15, 2025
Traditionsgemäß beginnen wir unsere Stadterkundung beim Dom, in dem wir so früh allein sind und das Gebäude auf uns wirken lassen können. Der größte romanische Dom der Welt: eine Machtdemonstration der Salier, die im kleinen Speyer eine Kirche errichteten, die den damaligen Petersdom, die konstantinische Basilika, in der Länge deutlich übertraf. Wir spazieren durch das riesige Bauwerk, besuchen die Afro-Kapelle zum Gebet, bewundern die Reliquiensammlung in der Sakramentskapelle mit dem Haupt des Papstes Stephanus und einer Tuchreliquie von Edith Stein, deren Altar in der Kapelle St. Emmeram darunter steht. Pünktlich zur Öffnung der Krypta finden wir uns neben dem Kerzenopfertisch ein, auf dem sich bei genauerem Hinsehen viel kleines, niedliches Getier zwischen den Kerzen und den Verzierungen ausmachen läßt. Ziemlich „geschafft“ und müde blickt Rudolf von Habsburg unten von seiner Grabplatte: das erste natürliche, nicht idealisierende Bildwerk der Gotik. Nicht gephotoshopt. Unten ruhen die Kaiser unter der in der Vierung hängenden riesigen Grabkrone. Eisenumspannt der Sarkophag Konrads aus Furcht vor Plünderungen, war der Kirchbau doch noch nicht fertig und der Sarg relativ ungeschützt. Daneben die Heinriche, einschließlich des Vierten, bekannt für seinen Gang nach Canossa. Eine sich wunderbar zum Ausschmücken eignende Geschichte. Und eine Verbindung zu Italien: die Burgherrin von Canossa, Mathilde, haben wir im Petersdom besucht. Am Eingangsportal der Kirche bestaunen wir noch die Sieben Todsünden, die inzwischen gesellschaftliche Karriere gemacht haben. Hier ist durchaus für jeden etwas dabei: ganz besonders freuen sich meine Töchter über das Modeäffchen. Nur wenige Schritte sind es hinüber zum technischen Museum für das 1 1/2 Tage mehr als knapp bemessen sind. Schon die Auto- und Lokomotivenhalle, die ehemalige Bahnhofshalle von Lille, die im 1. Weltkrieg hierher entführt wurde, ist überwältigend. Unmöglich, die Einzelheiten aufzuzählen. Wir machen Spiegelportraitreihen in glänzenden Autokühlern, setzen das große Musik-Karussell in der Mitte in Gang und bringen einen unter der Decke hängenden Jet vorsichtig in leichtes Schaukeln. Dann lockt die Raumfahrthalle mit dem Buran, dem einzigen in Europa ausgestellten Raumgleiter, der in abenteuerlicher Reise hierher kam. Raumkapseln, Modelle von Forschungsmodulen, Raumanzüge und ein echter, ca 10 cm großer Mondstein, der in seinem bescheiden-grauen Auftritt von den meisten Besuchern trotz seiner großen Rarität unbeachtet bleibt. Die große Besonderheit erschließt sich erst, wenn man weiß, daß die NASA von den etwas mehr als 100 kg Mondgestein für sehr sorgfältig ausgewählte Forschungsprojekte nur Kleinstmengen Material zuteilt, die dann per Bote zugestellt werden. Draußen warten schon die Jets und die großen Verkehrsflugzeuge. Höhepunkt ist eine Boeing 747, die auf einem filigranen Gestell hoch über dem Museum schwebt und begangen werden kann. Hinunter kommt man per Rutsche. Seitlich warten noch ein riesigen Antonow-Frachtflugzeug und ein großes deutsches Uboot auf die Erkundung. Auf Wunsch sehen wir im IMAX-Kino den Film „The Magic of Flight“ über die Blue Angels, eine Kunstflugeinheit der US-amerikanischen Marine. Sechs Flugzeuge, die absolut synchron und zum Berühren nahe die erstaunlichsten Kunststücke beherrschen. Den ausgestellten Jet der Blue Angels sehen wir hinterher mit ganz anderen Augen. Abends gibt es im Domhof den traditionellen Pfälzer Saumagen zur Erinnerung an die große Geschichte, die wir miterleben durften. Eine wunderbare Zeit der Offenheit, der Internationalität, der Hoffnung auf das „Ende der Geschichte“, des Ärmel-Hochkrempelns, des Optimismus. Bei aller Begeisterung für die Geschichte begegnet die „heutige Jugend“ dem Saumagen allerdings eher mit Vorsicht.
01:45
10.1km
5.8km/h
20m
30m
November 23, 2025
As is our tradition, we begin our exploration of the city at the cathedral, where we have the place to ourselves so early in the morning and can let the building work its magic on us. The largest Romanesque cathedral in the world: a demonstration of power by the Salian dynasty, who erected a church in
Translated by Google •
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
November 14, 2025
Dunkele November-Nacht. Von der Domuhr tönen viele Schläge. Eine Gestalt schält sich aus dem Dunkel des Parks, sie hält ein Ruder und schaut erschrocken. „Fährmann, hol über!“ ruft eine gebieterische Stimme, 8 dunkle, verwegene Gestalten entern den Nachen, der wie von Geisterhand gesteuert, schnelle Fahrt aufnimmt und den Rhein nach Westen quert. Einige Nächte später die gleiche Stimme, die gleiche Gruppe. Vorsichtig mustert der Fährmann. Blitzende Schwerter und goldenes Gehänge. Am nächsten Morgen besieht er sich die Münzen des Fährlohns. Golden sind die Münzen und zeigen die Gesichter der 8 Männer. Den Fährmann durchschauert es. 8 Kaiser und Könige sind im November 1813 aus ihrer Domgruft gestiegen und haben ihr Reich vor Leipzig verteidigt, während Barbarossa im Küffhäuser die Völkerschlacht verschlief. Auf der Terrasse unter dem Dom erinnern bronzene Gestalten an die Legende und begrüßen uns kaiserlich mit einer Gruselnachtwanderung in der Kaiserstadt. Eine Runde um den Dom, vergessene Medikamente erweitern den kleinen Ausflug zur abendliche Stadtwanderung zur Apotheke am Bahnhof. Und morgen hat der Stadtführer frühes Aufstehen angemahnt. Die Kaiser warten!
00:36
3.26km
5.5km/h
10m
0m
November 14, 2025
A dark November night. The cathedral clock chimes many times. A figure emerges from the darkness of the park, holding an oar and looking startled. "Ferryman, take us across!" calls a commanding voice. Eight dark, dashing figures board the boat, which, as if steered by a ghostly hand, quickly picks up
Translated by Google •
Wolf Beyenburg and HotCupNoodle went for a hike.
November 8, 2025
Dunkelheit umhüllt uns, als wir nach langem Pilgertag in Gevelsberg ankommen. In den Ruinen des Sühneklosters herrscht allerdings buntes Mittelalter-Treiben. Unser Ziel befindet sich in einer Seitenstraße. An einer Gartenmauer vor einer Gründerzeitvilla hängt verlassen eine Tafel, die an das Ereignis erinnert, daß sich hier vor 800 Jahren, einem Tag und einigen Stunden zugetragen hat und die damalige Zeit erschütterte: die Ermordung des mächtigen Reichskanzlers, Erzbischofs von Köln, Grafen von Berg, Engelbert I, später nicht offiziell aber in der Volksanschauung zum Heiligen erhoben. Annette von Droste-Hülshoff hat später einen Tatbericht in Balladenform verfaßt und schildert, wie Friedrich von Isenberg mit 25 Anhängern den mächtigen Mann stellt und meuchelt und später schrecklich bestraft wird. Etwas weiter den Hang hinunter findet sich hinter einer Häuserreihe der letzte erhaltene Teil des historischen Holwegs, in dem sich die Tat ereignete, heute privater Grund. Am heutigen Abend sind wir durch den in Gevelsberg bekannten Jahrestag geschützt und tasten vorsichtig eine steile Treppe hinab zum Grund des Hohlwegs. und dort reitet er: ein strahlender Engelbert mit wehendem Mantel, aufgestellt und beleuchtet von geschichtsbewußten Anwohnern, 50 Metern vor dem überlieferten Tatort. Auf dem Mittelaltermarkt steigen wir durch die Ruinen des an die Tat erinnernden Sühneklosters, normalerweise ein Anwohnerparkplatz und heute mit Ständen besetzt. Wir prägen eine Engelbert-Münze mit historischem Gerät, unterhalten uns mit einer Löffelschnitzerin und suchen vergeblich die vom Wolfskind gewünschten, mittelaltertypischen Fleischspieße, die die etwas zeituntypischen Käsespätzle thematisch nur unbefriedigend ersetzen. Beim Verlassen des Marktes fallend die mobilen aber massiven Barrieren auf, die den Markt zeittypisch schützen: die besondere Bedeutung von Engelbert lag darin, daß er als machtvoller Herrscher den Menschen einen Ordnungsrahmen der Sicherheit schuf und Übergriffe des niederen Adels eindämmte. Diese Sicherheit war wohl auch das Fundament seiner Verehrung. Mit dem Attentat zog Unsicherheit herauf. Manche Probleme ziehen sich durch die Geschichte…
00:20
1.59km
4.7km/h
20m
40m
November 9, 2025
Darkness envelops us as we arrive in Gevelsberg after a long day of pilgrimage. However, the ruins of the former monastery are bustling with colorful medieval activity. Our destination is located on a side street. A plaque hangs forlornly on a garden wall in front of a late 19th-century villa, commemorating
Translated by Google •
February 4, 2026
Beautiful
Translated by Google •
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