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Simone Eggert

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March 1, 2026

Sternplatz- Luchsstein- Tränkebachhütte- Kalte Birke- Lageswarte- Oehrenbrunnen HWN 102-103-104

Manchmal ruft nicht der Berg – sondern der Wald. Und wenn der Wald ruft, kommen zehn Wandermädels aus allen Himmelsrichtungen zusammen: von Leipzig bis Hannover, vom Eichsfeld bis Wernigerode. Treffpunkt: Sternplatz. Zehn Frauen, zehn Rucksäcke, gefühlt zwanzig Thermoskannen und ein Motto, das klarer nicht sein konnte: „Raus aus dem Kopf und rein in den Körper.“ Einmal kurz innehalten. Durchatmen. Die Sonne blinzelt durch die Bäume, als hätte sie extra für uns den Dienst übernommen. Und dann ging’s los – Richtung Luchsstein. Zwischen Baumumarmung und Bauchgefühl Der Weg führte uns weiter zur Tränkebachhütte, wo das Frühstück schwesterlich geteilt wurde. Brote wanderten, Thermoskannen kreisten, und irgendwo zwischen Apfelspalten und Käsewürfeln wurde schon die erste Lektion des Tages klar: Teilen macht satt – im Bauch und im Herzen. Doch wir waren ja nicht nur zum Wandern da. Nein, die Mädels mussten im Rahmen meiner Ausbildung zum Waldbaden auch die eine oder andere Übung über sich ergehen lassen 😂 Augen schließen. Lauschen. Fühlen. Einen Baum nicht nur sehen, sondern wirklich wahrnehmen. Und siehe da – aus anfänglichem Kichern wurde plötzlich Stille. Dieses tiefe, ehrliche Waldesrauschen-Stille-Gefühl. Unterwegs sammelten wir Naturmaterialien für ein Mandala: Zapfen, Zweige, Moos, Blätter – kleine Kunstwerke der Vergänglichkeit. Am Ende lag es da wie ein stilles Dankeschön an Mutter Natur. Gipfelschluck & große Weite Am Schnapsplatz – der Name verpflichtet – gab es den vorzeitigen Gipfelschluck. Man muss Prioritäten setzen. Beschwingt (rein spirituell natürlich!) ging es hinauf zur Lageswarte. Vorbei an der Hütte „Kalte Birke“, immer wieder öffneten sich Ausblicke, die uns still machten. Oben an der Lageswarte nochmal eine Pause. Weite atmen. Gedanken ziehen lassen wie Wolken. Spüren, wie der Körper längst weiß, was der Kopf noch sortieren will. Wasser für die Seele Vom Vereinsplatz zurück zum Schnapsplatz und dann weiter zum Öhrenbrunnen. Dort wurden Trinkflaschen mit frischem Quellwasser gefüllt – kühles, klares Lebenselixier. Manche sagen, Wasser speichert Informationen. Wenn das stimmt, dann trägt es jetzt definitiv eine Portion Frauenpower und Waldfrieden in sich. Weiter zum Talsperrenblick – nochmal staunen, nochmal Sonne tanken – und schließlich zurück zum Sternplatz. Atem holen & Kaffee trinken Doch bevor wir auseinanderströmten, verlangten die Mädels noch eine Atemübung zur Entspannung. Einatmen. Ausatmen. Lächeln. Und dann ging es für einige noch weiter nach Wildemann ins Café Pause – wo Kaffee und Kuchen fast so heilsam waren wie das Waldbaden selbst. ⸻ 14 Kilometer. 3 HWN-Stempel. 2 digitale Geister eingefangen. 10 entspannte Frauen. Und unzählige Momente, die bleiben. 🌿 Fazit – Mehr als nur 14 Kilometer Manchmal sind es nicht die Kilometer, nicht die Stempel und nicht einmal die Gipfel, die einen Tag besonders machen. Manchmal ist es dieses stille Wissen: Da ist mehr. Mehr als Schritte zählen. Mehr als Wandern von A nach B. Mehr als „wir waren draußen“. Da ist Verbindung. Mit dem Wald. Mit den anderen. Mit sich selbst. Wenn zehn Frauen sich wirklich einlassen auf „Raus aus dem Kopf und rein in den Körper“, entsteht etwas Magisches. Kein Hokuspokus. Kein Räucherstäbchen-Klischee. Sondern dieses warme, weiche Gefühl im Brustkorb. Dieses tiefe Durchatmen. Dieses ehrliche Lachen. Gänsehaut eben. Und vielleicht ist genau das Waldbaden: Nicht etwas tun. Sondern etwas zulassen. Der Wald hat geliefert. Wir haben empfangen. Und sind ein kleines Stück mehr bei uns selbst angekommen. 🌲✨

03:08

13.7km

4.4km/h

210m

210m

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October 18, 2025

„Bergauf ist kein Zustand – Sechs Frauen auf der Flucht vor dem Flachland“ Wandern gilt als die gesündeste Form der Fortbewegung, sagen sie. Wer auch immer sie sind, sie waren offenbar nie mit sechs Harzer Wandermädels unterwegs – und schon gar nicht in Drei Annen Hohne, diesem Ort, der klingt wie ein Märchen und sich anfühlt wie der Prolog zu einer Selbsthilfegruppe für Leute mit Steigungstrauma. Los ging’s also mit dem Löwenzahn-Entdeckerpfad, pädagogisch wertvoll und – das ist das Gefährliche – noch flach. Zwei Stempel später (einer davon vom Ranger persönlich, vermutlich der letzte Mensch mit Hut, der noch Respekt gebietet) war die Euphorie grenzenlos. Die Stimmung: optimistisch. Die Aussicht: harmlos. Die Ahnung, was noch kommt: nicht vorhanden. Dann begann der Ernst des Harzes. Der Trudenstein – oder: Wie man in drei Minuten zur Demut findet Bergauf. Natürlich. Der Trudenstein begrüßte die Damen mit einer Mischung aus Steigung, Fels und der philosophischen Frage: Warum? Oben dann der Lohn: Panoramablick. „Wenn das so weitergeht, ist das ja gar nicht schlimm“, sagte jemand. Der Harz lachte leise. Der Bärenstieg: Steil, steinig, seelisch grenzwertig Dann kam er. Der Bärenstieg – eine Route, die klingt, als würde man gemütlich durch den Wald trotten, tatsächlich aber aus purem Granit, Wurzeln und moralischer Prüfung besteht. Es ging steil bergauf. Die Steine wackelten, die Muskeln zitterten, und irgendwo zwischen dem dritten Fluch und der vierten Trinkpause wurde beschlossen, dass „Bärenstieg“ vermutlich daher rührt, dass man am Ende brüllt. Oben auf der Leistenklippe: Erleichterung, Schweiß, Stille. Dann – ganz Harzer Tradition folgend – Frühstück auf blankem Fels. Kein Komfort, aber ein Gefühl von Größe. Dazu der obligatorische Gipfelschluck, halb Belohnung, halb Wiederbelebungsmaßnahme. Kurzzeitig glaubte man, den Gipfel des Lebens erreicht zu haben. Oder zumindest den Punkt, an dem man es akzeptiert. Moorstieg: Harzer Yoga für Fortgeschrittene Der Moorstieg versprach Erholung. Er hielt: Wurzeln, Matsch und gelegentliche Balancetests über unklare Pfützen. Die Wanderinnen bewegten sich irgendwo zwischen Ballett, Kampfkunst und Slapstick. Gelacht wurde viel – meistens über sich selbst. Ahrensklint: Noch ein Gipfel geht immer An der berüchtigten Spinne (ein Wegweiser, kein Tier, leider) wurde rechts abgebogen – Richtung Ahrensklint. „Nur noch ein kleiner Anstieg“, hieß es. Bekanntermaßen sind das die gefährlichsten fünf Worte jeder Wanderung. Oben: triumphale Erschöpfung. Unten: das Versprechen, nie wieder bergauf zu gehen. (Spoiler: Sie gingen.) Schierke: Bratwurst als Belohnungssystem Unten am Bahnhof von Schierke lockte das Paradies: Glühwein und Bratwurst. Zwei Dinge, die beweisen, dass der Mensch von Natur aus bestechlich ist. Der erste Schluck Glühwein schmeckte nach Sieg, der zweite nach Reue – aber da war es schon zu spät. Elend – endlich! Über den Annaweg zur Helenenruh, kurzer Blick, müdes Nicken, weiter nach Elend. Der Name des Zielortes war Programm, aber nur geografisch. Denn im Café am Waldbad warteten Kaffee, Kuchen und die Gewissheit, es überlebt zu haben. ⸻ Bilanz einer kollektiven Selbsttäuschung 14 Kilometer, 460 Höhenmeter, vier neue Stempel zum Wanderkaiser und diverse Sonstige. Die Körper am Limit, die Laune erstaunlich gut – eine klassische Wander-Paradoxie. Der Harz war gnädig, die Sonne großzügig, der Glühwein versöhnlich. Und trotzdem bleibt diese Erkenntnis: Wandern ist nichts anderes als Selbstoptimierung in Funktionskleidung. Man läuft, um Stempel zu sammeln, Fotos zu machen, Kuchen zu verdienen – und sich einzureden, dass das alles Erholung ist. Aber wer einmal auf der Leistenklippe stand, mit Holunderblütenlikör in der Hand und Matsch an den Schuhen, der weiß: Es gibt schlimmere Arten, sich selbst zu überschätzen.

03:37

13.1km

3.6km/h

460m

480m

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August 24, 2025

03:35

13.3km

3.7km/h

300m

500m

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April 19, 2022

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February 12, 2022

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December 31, 2021

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October 22, 2021

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September 23, 2021

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