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J.W. Bohn went for a hike
September 22, 2026 at 10:19
00:34
5.93km
10.6km/h
30m
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Auch Kriegsdorf hat in seiner langen Geschichte so einige Kriege miterlebt. Aber auch nicht mehr oder weniger als andere Dörfer und Gemeinden in seinem Umfeld. Historiker haben nach der Herkunft unseres martialisch klingenden Ortsnamens geforscht: Sie alle kommen zu dem Schluss, dass hierfür ausschließlich die geographische Lage unseres Dorfes an einem Bach ausschlaggebend war.
Die erstmalige Erwähnung Kriegsdorfs findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1143. In dieser Urkunde wird Kriegsdorf noch als „Criekesdorph“ aufgeführt. Schon hier wird die große Ähnlichkeit zum englischen Wort „creek“ (= gemeint ist ein kleiner Bach) deutlich. In der Tat floss durch Kriegsdorf einmal ein kleiner Bach, der Annonisbach. Er hatte seine Quelle im Wald des Altenforstes, floss an der früheren Wasserburg Rott (heute: Haus Rott) vorbei und war dort lange wichtiger Zufluss der dortigen Wassergräben und Teiche. Dann floss er am heutigen Kerpehof vorbei, den er vermutlich ebenfalls mit ausreichend Wasser versorgte. Auf einer alten Karte ist zu erkennen, dass sich der Annonisbach dann weiter in Richtung Westen wendete, um schließlich bei Rheidt in den Rhein zu münden. Aus „Criekesdorph“ wurde schließlich über die Jahrhunderte und vielen Zwischenabwandlungen unseres Ortsnamens (u. a. Creistorp, Kreistorff, Kriegsdorp, Kriegsßdorff, Kriegsdorff, Kriesdorf) erst im Jahre 1880 endgültig der heutige Name „Kriegsdorf“.
Sehr alte Karten belegen, dass Kriegsdorf über Jahrhunderte hinweg aus den drei Wohnplätzen Großkriegsdorf, Kleinkriegsdorf und Haus Rott bestand. Dazu kamen noch Besitzungen im Altenforst (Kriegsdorfer Wald).
Kirchlich war Kriegsdorf nicht selbstständig, sondern gehörte schon immer zur Pfarrgemeinde St. Johannes in Sieglar. Sieglar war auch der Ort, an dem bereits im Mittelalter das überörtliche Marktgeschehen, die Gerichtsbarkeit und dann auch die Verwaltung ihr Zentrum fand. 1918 verlor die „Specialgemeinde“ Kriegsdorf ihre Selbstständigkeit und wurde in die Gemeinde Sieglar eingegliedert.
Mit der großen Gemeindereform des Jahres 1970 wurde auch Sieglar in die Stadt Troisdorf eingemeindet und damit Kriegsdorf schließlich ein Stadtteil von Troisdorf. Seither hat sich die Einwohnerzahl in Kriegsdorf durch Zuzug von Neubürgern insbesondere in den Neubaugebieten von ehemals 165 Einwohnern im Jahr 1816 auf 3.285 im Jahr 2021 vergrößert und ist für seine Bewohner ein liebenswerter und friedliebender Wohnort geworden.
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