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Patrick Beck
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Freudenstadt - Friedensbaum - Baiersbronn

Patrick Beck
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Freudenstadt - Friedensbaum - Baiersbronn

went for a hike

September 16, 2026 at 06:10

Freudenstadt - Friedensbaum - Baiersbronn

03:07

9.55km

3.1km/h

160m

320m

Garmin Enduro 3

Durch den Schwarzwald von Freudenstadt nach Baiersbronn

Unsere heutige Wanderung soll uns von Freudenstadt durch die ausgedehnten Wälder des Nordschwarzwalds bis nach Baiersbronn führen. Im Gegensatz zu vielen unserer anderen Touren während dieser Tage handelt es sich diesmal nicht um eine Rundwanderung, sondern um eine Streckenwanderung. Dabei wollen wir Freudenstadt nach Norden verlassen, längere Zeit durch den Wald wandern und schliesslich nach Baiersbronn hinuntersteigen.

Wie bereits bei einigen unserer anderen Wanderungen starteten wir nicht auf der offiziellen Route, sondern direkt bei unserer Ferienwohnung südlich des Zentrums von Freudenstadt. Das Wetter zeigte sich zu Beginn von seiner freundlichen Seite. Die Sonne schien und sorgte noch einmal für angenehme Spätsommerstimmung, auch wenn sich am Himmel bereits erste Wolken bemerkbar machten.

Durch Freudenstadt führte unser Weg zunächst über den Marktplatz und weiter in Richtung Stadtbahnhof. Anschliessend zogen wir durch die nördlichen Quartiere weiter. Nach und nach liessen wir die dichter bebauten Bereiche hinter uns und gelangten über die Hirschkopfstrasse und die Wildbader Strasse zum Heideweg. Hier veränderte sich die Umgebung deutlich. Statt Häusern und Strassen begleiteten uns nun zunehmend Wiesen und Waldränder.

Der Heideweg führte zunächst durch eine etwas offenere Landschaft. Noch einmal konnten wir zurück in Richtung Freudenstadt blicken, bevor wir endgültig in den Wald eintauchten. Schon bald erreichten wir den Bereich beim Spiel- und Grillplatz Hüttenteich und folgten anschliessend den breiten Waldwegen weiter in Richtung Platten.

Der mittlere Teil der Wanderung verlief fast vollständig durch den Wald. Grosse Sehenswürdigkeiten standen hier nicht im Vordergrund. Vielmehr waren es die ruhigen Wege und die typische Schwarzwaldlandschaft, die diesen Abschnitt bestimmten. Gleichzeitig zogen am Himmel immer mehr Wolken auf, die bereits erahnen liessen, dass das schöne Wetter wohl nicht den ganzen Tag anhalten würde.

Über den Bereich des Surrbachkopfs führte unser Weg weiter zur Birkles-Hütte. Die kleine hölzerne Schutzhütte liegt auf rund 775 Metern Höhe und wurde laut ihrer Beschriftung bereits 1913 erbaut. Mit Tisch und Bänken bietet sie einen einfachen geschützten Rastplatz mitten im Wald. Für ein kleines Schmunzeln sorgt zudem der Spruch an der Wand: «Nur Narrenhände verschmieren Tisch und Wände.» Nach einem kurzen Blick in die Hütte setzten wir unsere Wanderung in Richtung Hirschkopf fort.

Wenig später erreichten wir den Friedensbaum. An dieser Stelle wurde 1871 anlässlich des Friedens zwischen Frankreich und Deutschland ein Mammutbaum gepflanzt, der über viele Jahrzehnte zu einem stattlichen Baum heranwuchs. Nachdem der alte Friedensbaum erkrankte, musste er gefällt werden. Sein mächtiger Stamm liegt noch heute auf der Wiese und erinnert an den ursprünglichen Baum. Gleich daneben wächst inzwischen ein neuer Mammutbaum heran und führt die Geschichte dieses besonderen Platzes weiter.

Genau hier änderte sich auch das Wetter. Die Wolken hatten inzwischen endgültig die Oberhand gewonnen und es begann erstmals leicht zu nieseln. Noch war der Regen nicht weiter störend, doch der Himmel machte deutlich, dass wir mit weiteren Tropfen rechnen mussten.

Dafür wurde der Wanderweg ab dem Friedensbaum umso schöner. Nach den vielen breiten Wald- und Forstwegen führte uns nun ein schmaler Pfad durch den Wald. Er liess sich angenehm laufen und brachte eine willkommene Abwechslung in die Tour. Für uns gehörte dieser Abschnitt zu den schönsten Teilen der Wanderung. Auch das Wetter beruhigte sich zwischendurch wieder etwas und für eine Weile blieb es weitgehend trocken.

Vom Friedensbaum folgten wir dem Weg weiter in Richtung Baiersbronn. Langsam verloren wir dabei an Höhe und näherten uns dem Murgtal. Über einen Fussweg gelangten wir in Richtung Steinbruchhütte und Schönblick. Nach den langen Waldabschnitten öffnete sich die Landschaft zunehmend und unser Ziel rückte immer näher.

Kurz vor Baiersbronn wurde das Wetter allerdings erneut ungemütlicher und es begann wieder zu regnen. Eigentlich hätte die Route hier noch über eine kleine Panoramaschlaufe geführt. Bei den nassen Bedingungen konnten wir darauf jedoch gut verzichten. Stattdessen entschieden wir uns für den direkten Weg und stiegen über die Strasse hinunter in den Ort.

Damit fiel auch unser ursprünglich geplanter gemütlicher Abschluss in Baiersbronn etwas anders aus. Den vorgesehenen Caféhalt liessen wir angesichts des Wetters aus. Nach der Wanderung gingen wir direkt zum Bahnhof und nahmen den nächsten Zug zurück nach Freudenstadt. Manchmal entscheidet eben nicht nur die Route, sondern auch das Wetter darüber, wie ein Wandertag endet.

Fazit

Die Wanderung von Freudenstadt nach Baiersbronn bot viel Wald und angenehm ruhige Wege, wobei besonders der schmale Wanderweg nach dem Friedensbaum eine schöne Abwechslung zu den zuvor meist breiteren Forstwegen war. Auch die Birkles-Hütte und der alte sowie neue Friedensbaum sorgten unterwegs für interessante Punkte. Das wechselhafte Wetter begleitete uns vor allem auf der zweiten Hälfte der Tour und führte schliesslich dazu, dass wir die Panoramaschlaufe vor Baiersbronn ausliessen und direkt in den Ort abstiegen. Auch der geplante Caféhalt fiel dem Regen zum Opfer. Unsere Variante führte über rund 9,5 Kilometer, etwa 110 Höhenmeter Aufstieg und benötigte ungefähr 2 Stunden und 30 Minuten reine Gehzeit. Trotz des nassen Endes war es eine abwechslungsreiche Streckenwanderung von Freudenstadt hinunter ins Murgtal.

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Highest point (810 m)

Lowest point (570 m)

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