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6.1 Etappe Gipfelbesteigung mit Blick zum Im Hinteren Eis Gletscher Über dem Hintereisferner – Gipfelglück auf 3.269 m 03.09.2026
6.1 Etappe Gipfelbesteigung mit Blick zum Im Hinteren Eis Gletscher Über dem Hintereisferner – Gipfelglück auf 3.269 m 03.09.2026
Bibse 1977 went for a hike
September 3, 2026 at 14:27
01:26
3.43km
2.4km/h
390m
350m
Zwischenetappe – Nach der langen Tour noch schnell auf 3.269 Meter ⛰️
Eigentlich hätten wir nach unserer langen Etappe von Vent zur Bella Vista wirklich allen Grund gehabt, einfach die Füße hochzulegen.
Eigentlich.
Denn ungefähr eine Stunde nach unserer Ankunft auf der Bella Vista kam die Idee auf, doch noch den Hausberg „Im Hinteren Eis“ auf 3.269 Metern mitzunehmen.
Also noch einmal die Wanderschuhe an und los. Zum Glück diesmal ohne den 10-Kilo-Rucksack auf dem Rücken.
Von der Bella Vista auf 2.842 Metern lagen noch einmal gut 440 Höhenmeter vor uns. Bis zum Gipfel sind es etwa 1,8 Kilometer, für die normalerweise rund 1,5 Stunden Aufstiegszeit veranschlagt werden.
Der Weg führte über Geröll, Schutt, schroffe Steine und Felsen stetig nach oben. Nach der langen Tour des Tages war der Aufstieg schon ziemlich knackig. Aber ohne den schweren Rucksack ging es erstaunlich gut.
Und irgendwie hatten wir wohl noch ein paar Reserven.
Denn nach ungefähr 52 Minuten hatten wir tatsächlich den Gipfel erreicht. Für einen Aufstieg, für den normalerweise anderthalb Stunden angesetzt werden, waren wir also ganz schön flott unterwegs.
Oben angekommen wussten wir dann auch sofort, warum wir uns noch einmal aufgerafft hatten.
Die Sicht war an diesem Tag einfach gigantisch. Direkt vor uns lag der mächtige Hintereisferner mit der Weißkugel. Der Blick reichte weiter bis zur Wildspitze und Fineilspitze und sogar die Gipfel der Ortlergruppe waren in der Ferne zu erkennen.
Ein unglaubliches Panorama.
Nach dieser langen Tagesetappe noch einmal auf einem Dreitausender zu stehen, rundherum diese gewaltige Berg- und Gletscherwelt und dazu diese Fernsicht. Das war schon ein ganz besonderer Moment.
Irgendwann mussten wir natürlich auch wieder runter.
Und da merkte ich dann doch, dass meine Beine nach diesem Tag langsam genug hatten.
Auf dem steinigen Untergrund bin ich tatsächlich gestolpert und habe dabei ziemlich schnell ziemlich viel Fahrt aufgenommen. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde das nicht besonders gut ausgehen.
Zum Glück lief direkt vor mir jemand aus unserer Gruppe, der mich noch auffangen konnte. Sonst wäre ich wahrscheinlich ziemlich heftig zwischen den Felsen gestürzt.
Da hatte ich wirklich Glück und war vor allem froh, dass außer einem ordentlichen Schreck nichts passiert ist. Danach ging es dann doch etwas konzentrierter und vorsichtiger weiter.
Und als hätte der Berg zum Abschluss noch eine kleine Entschädigung für den Schreck parat, entdeckten wir beim weiteren Abstieg einen Steinbock.
Wir blieben stehen und er auch.
Er schien sich von uns überhaupt nicht beeindrucken zu lassen und blieb einfach dort. So konnten wir ihn eine ganze Weile aus nächster Nähe beobachten. Ein wunderschöner Abschluss dieser kleinen Extratour.
Dann ging es endgültig zurück zur Bella Vista.
Insgesamt sind es für die Tour von der Hütte zum Gipfel und zurück etwa 3,6 Kilometer und rund 460 Höhenmeter.
Und das alles noch zusätzlich nach unserer langen Etappe von Vent.
Ein Dreitausender, ein gigantischer Blick auf die Gletscherwelt, 52 Minuten bis zum Gipfel, ein Beinahe-Sturz und zum Abschluss noch ein Steinbock. Für eine Tour, die wir „mal eben noch“ drangehängt haben, war ganz schön viel dabei.
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