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Klaus M. went for a bike ride
August 20, 2026 at 16:51
105km
270m
240m
Um von Dessau nach Torgau zu kommen gab es 2 Optionen:
1. Die längere Route über Wittenberg mit vielen Elbschleifen
2. Die kürzere Route abseits der Elbe über Bitterfeld.
Da Wittenberg die historisch interessantere Route bot und es eine direkte Bahnverbindung nach Wittenberg gab, wurde als Kompromiss, die erste Teilstrecke bis Wittenberg mit der Bahn zurückgelegt.
Am HBF in Dessau gab es leider keine funktionierenden Aufzüge, was ziemliche Schlepperei auf den Bahnsteig mit sich brachte. Zugfahrt-Dessau - Wittenberg (Altstadt) mit dem Regionalexpress.
Die Altstadt in Wittenberg ist sehenswert und war schon am Vormittag sehr gut besucht. Die Straßencafés waren fast voll besetzt.
Neue Erfahrung in einem Eiscafé: Der Kellner nahm beim Bezahlen den Geldschein und lief einfach weiter, in der Hoffnung der Rest wäre sein Trinkgeld. Meine Nachbarn am Nebentisch, fanden das ebenso wie ich, einfach frech und dreist. Nach klarer Ansprache, gab es dann das Restgeld bis auf den letzten Cent zurück.
Nach dieser Erfahrung ging die Radtour dann los, hinaus in die Elbauen. Bei Mauken wurde die Elbseite gewechselt um dann wieder linkselbisch weiter zu radeln. Etwas Abwechslung gab es in der Kleinstadt Dommitzsch, mit einer imposanten Kirche aus dem 15. Jahrhundert und dem sehenswerten Gänsebrunnen auf dem Marktplatz. Wenige Kilometer nach Dommitzsch tauchte dann die Eisenbahnbrücke vor Torgau auf.
Durch den Stadtpark ging es hinein in die Innenstadt zum heutigen Tagesziel Torgau.
Übernachtung in Torgau: Deutsches Haus (40.-€ nach Abzug des Frühstücks)
Um es vorweg zu nehmen: Diese war die übelste Übernachtungsmöglichkeit auf meiner gesamten Reise, noch schlechter als in Hitzacker.
Ich hatte ein Zimmer incl. Frühstück gebucht. Am Anreisetag wurde mir per mail ein Schlüsselcode mitgeteilt um an meinen Zimmerschlüssel zu kommen und die Info, dass man mir kein Frühstück anbietet, da ich der einzige Gast wäre der ein Frühstück wolle.
Was tun als Radreisender, der das E-Mail natürlich tagsüber nicht lesen konnte und müde ankommt? Man schluckt die Kröte.
Das Gebäude, historisch mit traditioneller Gastwirtschaft im Erdgeschoß, wirkte sehr heruntergekommen und ungepflegt. Im Innenhof stand auf einem Tisch ein voller, stinkender Aschenbecher, der vermutlich über Wochen nicht geleert wurde. In den Ecken Staub und Schmutz.
Das Zimmer roch unangenehm. Vermutlich wurde trotz Rauchverbot geraucht oder lange nicht gelüftet.
Das Geld sollte bei der Abreise, bar auf dem Zimmertisch deponiert werden.
„Gänsehaut Feeling“ pur, hier zu übernachten.
Das Fahrrad konnte über einen Hintereingang, von einer Seitenstraße aus, in einem Schuppen, der jedoch nicht abgeschlossen war, deponiert werden.
Es gibt leider nichts Gutes über diese Unterkunft zu melden und ich wundere mich wo die positiven Bewertungen herkommen?
Doch, ein einzig positiver Punkt: Es gab im Fahrradschuppen eine Steckdose zum Laden des Akkus.
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