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noehiroki went on an adventure
August 12, 2026 at 08:51
12:53
192km
14.9km/h
720m
740m
Empfindlich kalte Übernachtung (6 Grad laut Wetterbericht und zusätzliche Beeinträchtigung durch die feuchten Sachen) im Zelt auf dem Grundstück, welches meinen beiden Geschwistern und mir gehört. Frühstück im Dorf Jävenitz mit Salat vom kurdischen Imbiss. Die Infrastruktur, die mein Urgroßvater durch die Gründung des ersten Ladengeschäfts 1895 (Fotos) begonnen hatte zu schaffen, hat sich eventuell mittlerweile auf diesem Stand von 1895 zurück entwickelt. Bin schon am Vorabend begab ich mich noch ein bisschen auf die Spuren meiner Urgroßeltern: ich fragte nach dem Ladengeschäft, dann in DDR-Zeiten zu einem Konsum- Laden wurde, der dann vor einiger Zeit dann auch komplett geschlossen wurde. Den Standort des Ladens konnte mir sogar eine "Zugezogene" nennen. Als ich dann die evangelische Kirche mit Friedhof gesehen hatte, ging ich auf den Friedhof und sah drei Frauen, die eine im Rollstuhl, eine deren Tochter und die dritte offensichtlich die Friedhofsgärtnerin. Das waren die idealen auskunftsgeberinnen: die alte Frau, obwohl sie schon in ihrer Wahrnehmungsgeschwindigkeit eingeschränkt war, erinnerte sich an meine Großmutter und auch deren offensichtlich nicht sehr geschätzte Nichte ( Nutznießerin des Systems...), die Tochter der alten Frau wusste auch noch das eine oder andere zu berichten und am Ende konnte die mutmaßliche Friedhofsgärtnerin sogar das – eventuell aufgrund seiner Pioniertätigkeit – erhaltene Familiengrab(Foto) zeigen.
Als besondere Aufmerksamkeit des Touristenbüros 😉gab es im nächsten Städtchen Uchtspringe für mich einen Großbrand(Foto) zu besichtigen...
Wegen des stetigen Gegenwindes und einer gewissen Motivationslosigkeit (oder Erschöpfung?) Kam ich nur langsam voran, aber die Elbüberquerung gab mir dann abends einen gewissen Schub, um dann das sehr schön geführte Gehöft mit Pension und Campingplatz in Jerichow zu erreichen. Dort fand ich eine Gruppe junger Menschen aus aller Herren Länder, die sich zu einer Geburtstagsfeier, zur Besichtigung der Sonnenfinsternis und auch zur Besichtigung der sehr häufigen Sternschnuppen in der Nacht getroffen hatten. Die Sonnenfinsternis konnte ich mangels geeigneter Brille nicht sehen, aber das seltsame gedämpfte Abendlicht, während ich mein Abendessen im Elbe-Eck ( leckere Hausmannskost) einnahm, machten mir die Existenz des Phänomens plausibel. Sternschnuppen konnte ich nachts reichlich sehen.
Die Nacht war immer noch kalt, aber nicht so schlimm wie die vorhergehende. Frühstück in Jerichow, danach bei strammem Gegenwind weiter Richtung Berlin. Die Fahrt entlang dem Elbe Havel Kanal war für mich die Höchststrafe: starker Gegenwind, eintönige Aussicht und sandiger Schotter, auf dem man kaum Traktion mit dem tretenden Fuß fand. Trotzdem erreichte ich irgendwie Stendal, wo ich mich mit Espresso und Schokoladeneis mit Erdbeersoße etwas wieder aufpeppen konnte. Nachdem ich mich dann für einen kleinen Campingplatz in Werder entschieden hatte (van Van Dams Kirschenhof), fuhr ich unter Zeitdruck weiterhin einigermaßen verkrampft gegen den Wind an. Da es an dem Ort nichts zu essen gab(Infrastruktur auch dort minimalistisch), musste ich vorher noch zum Supermarkt, warf dabei endlich mal wieder den SIGMA SPORT Fahrradcomputer auf den Boden, woraufhin wegen der herausgefallenen Batterie die Tagesleistungen (54 km) gelöscht waren: sehr ärgerlich! Danach noch 7,X km...
Der Campingplatz war von Holländern geführt, schön leise und abgesehen von dem stark riechenden Leitungswasser wunderbar. Nach der etwas wärmeren und auch trockeneren Nacht konnte der Endspurt nach Berlin beginnen. Die schönen Aussichten auf die Seen sind auf den Fotos. Die Straße von Potsdam nach Berlin war vor allem dann im Grunewald sehr stark von Hobby- Rennradfahren frequentiert. Sehr beeindruckend ein Inlineskater, der mir entgegen kam und auch auf einer kleinen Steigung alle ambitioniert wirkenden Rennradfahrer überholte. Schien sich um einen echten Leistungssportler zu handeln. In Berlin mit einem Freund zum Kaffee verabredet, ein bisschen hin und her gefahren und dann noch die "Beweisfotos" vor dem Brandenburger Tor, wo auch dem Datum entsprechend an den Mauerbau gemahnt wurde. Wie auf der ganzen Tretroller Tour vor allem durch die ostdeutschen Gebiete gingen mir in Anbetracht der Qualität der Radwege auch auf dem Weg ins Hotel in Charlottenburg immer wieder – natürlich vollkommen politisch unkorrekt – die Radwege für Peru durch den Kopf...
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (90 m)
Lowest point (30 m)
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