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Alpenüberquerung: Etappe 5 Teil 2 | Parkplatz Tiefenbachferner - Martin-Busch-Hütte
Alpenüberquerung: Etappe 5 Teil 2 | Parkplatz Tiefenbachferner - Martin-Busch-Hütte
Imaxxas went for a hike
August 11, 2026 at 07:44
04:57
18.7km
3.8km/h
730m
1,030m
Nach der Durchfahrt durch den Tunnel ging es zügig weiter durch die Ötztaler Alpen mit dem Abstieg Richtung Vent – das Tagesziel fest im Blick: die Martin-Busch-Hütte. In Vent sollte endlich mein Kumpel Simon auf mich warten, der am Tag zuvor pausiert hatte. Die Motivation war entsprechend hoch, keine Zeit zu verlieren. Die erste Stunde war ich noch mit einer kleineren, sehr netten Gruppe unterwegs. Allerdings ließ ich sie bald im Windschatten zurück und drückte ordentlich aufs Tempo. Der erste Streckenabschnitt hatte es durchaus noch in sich: Das Gelände war anspruchsvoll und die Steinschlaggefahr spürbar hoch. Eingedenk des Felsbrocken-Schreckmoments vom Vormittag schickte ich nicht nur ein Stoßgebet gen Himmel.
Doch der Aufwand lohnte sich: Im weiteren Verlauf öffnete sich eine traumhafte, saftig grüne Berglandschaft. Bei erneutem Kaiserwetter ging es entlang plätschernder Bäche und spektakulärer Hangpassagen mit weitem Blick hinab auf Vent. Dort angekommen klatschten Simon und ich uns freudig ab – seine Muskeln hatten sich zum Glück wieder halbwegs berappelt. Nach einem gigantischen Kaiserschmarrn zur Stärkung machten wir uns bereit für den zwar moderaten, aber keineswegs zu unterschätzenden Schlussaufstieg zur Hütte. Mit Tobi stieß noch ein weiterer Weggefährte der letzten Tage zu uns. Gemeinsam folgten wir der Kiesstraße, die sich stur durch das langgezogene Tal schlängelte.
Dank bester Unterhaltung verflog die Zeit, und schon nach zwei Stunden erblickten wir die Martin-Busch-Hütte, wo eine heiße Dusche auf uns wartete. Kurz vor der ersehnten Erfrischung forderte der Tag dann aber doch noch seinen Tribut: Das Adrenalin verflog, und die Kombination aus Dauerbelastung und Höhe ließ meinen Kreislauf gefährlich nahe gen Nullpunkt sacken. Ich zog die Notbremse, legte mich kurz hin und packte mich dick ein.
Als die Lebensgeister langsam zurückkehrten, beschäftigten wir uns noch mit der düsteren Geschichte der Unterkunft, die ehemals als Hermann-Göring-Hütte eingeweiht worden war – umso froher waren wir zu sehen, dass man im Alpenverein aus der Historie gelernt hat und heute konsequent gegen jede Form von Menschenverachtung einsteht.
Bei einer ordentlichen Portion Bolognese führten wir schließlich noch tiefgründige Gespräche über Beziehungen, Karriere und Lebensziele – ein rundum gelungener Ausklang für einen abwechslungsreichen Tag mit wortwörtlich und sprichwörtlich extremen Höhen und Tiefen.
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (2,800 m)
Lowest point (1,900 m)
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