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Manfred went mountain biking
July 4, 2026
09:11
114km
12.4km/h
52.3km/h
1,600m
1,750m
Garmin Edge 1040
Transalp 2026 – Etappe 9: Von Šmartno nach Grado
Die neunte Etappe war voraussichtlich der letzte Tag unserer Transalp – und damit der große Weg ans Meer. Wieder begann der Tag früh: Um 5:00 Uhr war Tagwache, dazu gab es erneut ein Lunchpaket vom Hotel. Das Hotel in Šmartno war irgendwie schräg: ein relativ großes Haus, aber kaum Gäste. Der Chef war sehr freundlich, sprach mehrere Sprachen und hatte uns schon am Vorabend mit einem Willkommensbier begrüßt. Trotzdem blieb das Gefühl, dass dieses Hotel ein bisschen geheimnisvoll war.
Um etwa 6:00 Uhr starteten wir in Šmartno. Gleich zu Beginn ging es noch einmal bergauf in den Ort und durch die hügelige Weinlandschaft der Goriška Brda. Für Mandi war der Start etwas mühsam, weil sich das eine Glas Wein zu viel vom Vorabend bemerkbar machte – ein roter Faden dieser Transalp: In der Früh fehlten oft die Kräfte, bis die erste Kaffeepause kam.
Die Route führte zunächst durch die wunderschöne Weinregion rund um Šmartno und Dobrovo weiter Richtung Nova Gorica. Es war ein sanfter, landschaftlich sehr schöner Start: Weingärten, kleine Straßen, ländliche Wege und immer wieder dieses fast toskanische Gefühl. Gegen 8:30 Uhr machten wir in Nova Gorica eine Kaffeepause. Mit Kaffee, Krapfen und Getränken kamen die Kräfte wieder zurück – so wie schon an einigen Tagen zuvor.
Danach ging es weiter durch die ländliche Landschaft zwischen Slowenien und Italien. Die Wege wurden ruhiger und abgelegener. Wir fuhren über Schotterstraßen, durch Weingärten und über einsame Wirtschaftswege. Kaum Menschen waren unterwegs, nur zwei Wanderer begegneten uns. Besonders nett war der Moment mit den frisch gepflückten Feigen direkt vom Baum. Stüngi aß fünf Stück davon und war danach wieder mit vollem Elan unterwegs.
Gegen 10:00 Uhr kamen wir in Branik bei einem Mercator vorbei. Natürlich konnte Stüngi wieder an keinem Geschäft vorbeifahren, ohne etwas zu kaufen – diesmal unter anderem Bananen. Danach stand der größte und wahrscheinlich letzte größere Anstieg der gesamten Transalp bevor.
Der Anstieg nach Branik war nicht extrem lang, aber bei zunehmender Hitze fordernd. Rund 200 Höhenmeter schraubten wir uns nach oben, teilweise auf Asphalt, sehr viel aber wieder auf Trails und steinigen Wegen. Es wurde schon richtig heiß, und Luki war sichtlich müde – Zeit für die nächste Gelpackung.
Nach dem Anstieg folgte eine richtig flowige Trail-Abfahrt mit leichten Gegenanstiegen. Diese brachte uns nach St. Jakob, wo wir in der Bar Zorro noch einmal Kaffee tranken. Stüngi war wie immer ganz entspannt und sorgte auch dort wieder für Unterhaltung, weil er ständig hinein- und hinausging, statt sich einfach einmal herzusetzen.
Der weitere Weg Richtung Monfalcone wurde zunehmend südlicher und heißer. Die Landschaft veränderte sich deutlich. Es gab kaum noch die großen Panoramen der Alpen, sondern eher trockene Wälder, Büsche, Pinien, steinige Trails und viele Passagen in der prallen Sonne. Teilweise war der Weg sehr heiß, selten Asphalt, meistens Trails und Schotter, mit einigen zusätzlichen Höhenmetern. Die Gegend war nicht mehr ganz so spektakulär wie die Tage davor, aber man spürte deutlich: Wir kommen dem Meer immer näher.
Um 14:37 Uhr erreichten wir Monfalcone. Dort kauften wir bei einem Discounter eine Jause und setzten uns in einen Park, um zu essen. Nach den heißen, steinigen und anstrengenden Abschnitten war das dringend notwendig.
Nach Monfalcone begann der letzte große Wandel der Etappe. Die Strecke wurde flacher, und der Weg führte durch eine Ebene mit Bewässerungskanälen, kleinen Flüssen und ruhigen Wegen. Die Landschaft war nicht mehr alpin, sondern eindeutig südlich und küstennah. Es war ein schönes, flaches Ausklingen der Tour – genau richtig für die letzten Kilometer nach Grado.
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir tatsächlich das Ortsschild von Grado. Dort machten wir unser erstes großes Abschlussfoto. Danach ging es weiter in den Ort hinein bis zum Hafen, wo das eigentliche Abschlussbild entstand. Als Belohnung gab es ein Abschlusseis – nach neun Etappen, vielen Höhenmetern, Hitze, Trails, Pannen, Pässen und unzähligen Geschichten war das ein ganz besonderer Moment.
Anschließend fuhren wir weiter zum Hotel Fiori. Dort warteten bereits Anita und Florian auf uns und empfingen uns mit Applaus. Der krönende Abschluss war dann das Baden im Meer – natürlich mit unseren Trikots. Eine echte Abkühlung war das bei rund 28 Grad Wassertemperatur zwar nicht, aber es war trotzdem der perfekte Abschluss. Mit dem Abschlussbier am Strand feierten wir den Erfolg und ließen im Kopf noch einmal die letzten Tage Revue passieren: die Highlights, die schweren Momente und das unglaubliche Gefühl, aus eigener Kraft von daheim bis ans Meer gefahren zu sein.
Kurz gesagt: Etappe 9 war der große Schlussakkord der Transalp. Von Šmartno durch die Weinberge der Goriška Brda, über Nova Gorica, Branik, St. Jakob und Monfalcone bis nach Grado. Erst Weingärten und Schotterwege, dann Trails, Hitze, Pinienwälder und steinige Passagen, schließlich flache Kanäle, Küstenlandschaft und das Meer. Ein langer, heißer, emotionaler Finaltag – mit Ortsschildfoto, Hafenbild, Abschlusseis, Applaus im Hotel und Bier am Strand.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (400 m)
Lowest point (0 m)
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