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Manfred went mountain biking
July 3, 2026
10:52
79.0km
7.3km/h
57.8km/h
2,540m
2,560m
Garmin Edge 1040
Die achte Etappe startete wieder früh. Wie fast jeden Tag war um 5:00 Uhr Tagwache. Danach wurde alles vorbereitet, und das Frühstück gab es diesmal wieder auf besondere Art: Die Frühstückspakete, die wir am Vorabend bekommen hatten, wurden direkt im Bett gegessen. Gegen 6:20 Uhr rollten Mandi, Stüngi und Grübi los.
Von Tolmin führte die Route zunächst flach hinaus Richtung Volče. Der Beginn war noch unspektakulär, aber angenehm: viel Asphalt, ruhiges Einrollen und noch kühle Temperaturen. Danach begann der erste große Anstieg des Tages. Von Volče ging es schön bergauf, fast durchgehend im Schatten und zunächst auf Asphalt. Die Temperaturen waren angenehm, und die ersten rund 1.000 Höhenmeter ließen sich dadurch überraschend gut fahren.
Im oberen Bereich kamen wir an alten Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg vorbei – im Bereich Kolovrat. Gegen 8:30 Uhr machten wir dort eine kurze Pause. Die Gegend war geschichtlich beeindruckend und gleichzeitig landschaftlich stark, mit Blicken über die umliegenden Berge und Täler.
Nach dem ersten großen Anstieg folgte die Abfahrt Richtung Livek. Dort begann der nächste Anstieg. Zunächst ging es wieder auf Asphalt bergauf, später wechselte der Untergrund auf Schotter, und ganz zum Schluss wurde daraus ein Trail. Gegen 11:00 Uhr machten wir eine kurze Pause, um Riegel zu essen und Gels zu nehmen, damit genug Energie für den weiteren Anstieg blieb.
Gegen 12:30 Uhr erreichten wir schließlich den Matajur. Der Gipfelbereich war ein echtes Highlight dieser Etappe. Oben hatten wir einen traumhaften Rundumblick: In der Ferne war sogar der Großglockner zu erkennen, und auch der Stol vom Vortag lag schön sichtbar vor uns – inklusive der Abfahrt, die wir gestern gefahren waren. Besonders beeindruckend war aber der Blick Richtung Süden: Von hier oben konnte man bereits das Meer erahnen, vermutlich sogar den Raum Grado. Damit wurde plötzlich sichtbar, wie weit wir auf unserer Transalp schon gekommen waren.
Nach einer kurzen Stärkung mit Riegeln stand das große Trail-Highlight des Tages bevor: der Mata-Down-Trail vom Matajur hinunter. Der Trail war mit rund 11,3 Kilometern Länge und etwa 1.440 Tiefenmetern angeschrieben – eine gewaltige Abfahrt. Gegen 13:00 Uhr wollten wir starten, voll motiviert und mit großer Vorfreude auf den Downhill.
Doch wie so oft auf dieser Tour kam zuerst noch eine Aktion dazwischen. Stüngi hatte versehentlich das Handy von Lukas eingepackt. Dadurch suchten wir rund 40 Minuten nach dem Handy, bis es dank „Wo ist?“ beziehungsweise iPhone Find My schließlich im falschen Rucksack gefunden wurde. Um 13:42 Uhr konnte es dann endlich wirklich losgehen.
Der Mata-Down-Trail war extrem fordernd. Die Abfahrt zog sich lange, vermutlich zwei bis zweieinhalb Stunden oder sogar länger. Teilweise waren S3-Passagen dabei, also richtig ruppige und anspruchsvolle Stellen. Für uns war das fahrtechnisch eine echte Herausforderung. Das Wasser ging uns unterwegs aus, und die Konzentration musste bis zum Ende hoch bleiben. Gleichzeitig war es eine richtig lässige Abfahrt – wild, lang, technisch und in dieser Form etwas, das man in Österreich wahrscheinlich kaum so findet.
Nach dem Downhill stärkten wir uns in einem kleinen, netten italienischen Restaurant. Gegen 16:44 Uhr waren wir dort fertig und hatten zum Glück inzwischen auch ein Hotel gebucht. Danach ging es weiter Richtung Šmartno – zunächst entlang unseres ursprünglichen Tracks, dann durch eine wunderschöne Weinlandschaft.
Der letzte Teil der Etappe führte uns durch die Weingegenden auf der italienischen Seite im Raum Goriziano und später auf slowenischer Seite durch die Brda. Die Landschaft veränderte sich deutlich: Nach Bergen, Trails und technischen Abfahrten kamen plötzlich sanfte Hügel, Weingärten, kleine Straßen und mediterrane Stimmung. Das war ein ganz neuer Charakter innerhalb der Transalp.
In Šmartno gönnten wir uns ein traumhaftes Abendessen im Restaurant Marika. Dazu gab es regionalen Wein, einen Chardonnay aus der Gegend. Den Abschluss machten wir in der Vinothek Brda auf der Terrasse – mit Blick auf den Sonnenuntergang und einem weiteren regionalen Wein aus Goriška Brda. Der Sonnenuntergang war wunderschön und ein perfekter Abschluss für diesen langen, intensiven Tag.
Kurz gesagt: Etappe 8 war ein Tag der großen Kontraste. Frühstart in Tolmin, langer Asphaltanstieg Richtung Kolovrat, historische Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg, Weiterfahrt über Livek hinauf zum Matajur, grandioser Rundumblick bis zu den Alpen und Richtung Meer, Handy-Suchaktion vor dem Downhill, dann der brutale und zugleich geniale Mata-Down-Trail mit über 1.400 Tiefenmetern. Danach führte die Route aus der Bergwelt hinaus in die Weinlandschaft von Goriziano und Goriška Brda – mit Abendessen, regionalem Wein und Sonnenuntergang in Šmartno.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (1,630 m)
Lowest point (70 m)
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