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DocDidi went gravel riding
July 3, 2026
05:11
97.7km
18.9km/h
30.3km/h
440m
390m
Garmin Edge Explore 2
Mit einem letzten Blick auf den Wawel verabschiedete ich mich ziemlich spät von Krakau. Wir hatten vorher gemütlich gefrühstückt und den Nieselregen am Morgen einfach ausgesessen, der sich lt. Wettervorhersage auch bald verzog. Es waren 3 wirklich interessante und spannende Tage in dieser lebendigen Stadt. Beim nächsten Mal würden wir gern in einige der vielen Galerien und Kunstausstellungen gehen. Auch die Vielzahl von Museen bietet Abwechslung für weitere Aufenthalte. Mich hat Krakau wieder sehr beeindruckt, obwohl ich schon das vierte Mal in dieser Stadt war.
Nach dem Regen am Morgen ging der Tag zunächst sehr grau weiter und gerade mal 20 Grad waren doch recht frisch im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Manchmal sah es auch sehr dunkel am Horizont und nach weiterem Regen aus. Der kam aber nicht, dafür wehte ein sehr kräftiger Wind aus Nordwest (20-25 kmh lt. Vorhersage) genau da wollte ich hin. Man kann nicht nur Glück haben.
Eines habe ich mir in den vielen Jahren meiner Radtouren angewöhnt: kämpfe nie gegen den Wind, der Wind wird immer gewinnen und ich kann nur verlieren. Ich bin also gefahren wie immer, mit dem gleichen Krafteinsatz und war eben deshalb nur langsamer unterwegs.
Die Strecke war wirklich sehr schön entlang der Wisla und eines Kanals, dessen Name ich mir nicht merken muss, dafür aber wenigstens das Schild mit seinem Namen fotografierte.
Vorbei an Burgen, Burgruinen und Klöstern hatte ich immer wieder schöne Ausblicke in die Landschaft.
An einer Stelle musste ich vom Deich runter, ein junger Mann regelte den Radverkehr, im Kanal befand sich eine Strecke für Wildwasserkanuten, künstlich angelegt und an einer breiteren Stelle sogar überdacht wie eine große Halle. Hier fanden jetzt die Weltmeisterschaften U23 im Wildwasserkanusport statt. Ich war auf einmal mittendrin und habe mir einige Finalläufe der Frauen im Einer angesehen. War wirklich interessant, dass bei der Strömung und den Wellen so ein kleines und schmales Kanu überhaupt beherrschbar ist. Ich wäre gern geblieben als Zuschauer, aber ich hatte ja noch einige km vor mir, also ging es weiter für mich.
Sogar eine Fahrt mit einer Fähre war heute dabei. Als ich nach dem Preis für die Überfahrt fragte und der Fährmann darauf "1 Zloty" sagte, muss ich ein ziemlich dämliches Gesicht gemacht haben. Jedenfalls grinste er nur und wünschte mir beim "von Bord gehen" eine gute Fahrt.
Die Wegverhältnisse waren wieder toll heute, meistens Asphalt, schöne Schotterpisten, einige km durch den Wald. Die Unwetter nach der Hitze der letzten Tage hatten dort ihre Spuren hinterlassen. Mehrmals blockierten frisch umgestürzte Bäume den Weg und knietiefe Pfützen mussten umgangen werden.
Auf dem Weg nach Tychy bin ich auch am Ort Oswiecim (Auschwitz) vorbeigefahren. Furchtbar, was im Konzentrationslager Auschwitz -Birkenau geschehen ist und heute von einigen verharmlost, sogar geleugnet wird. Das darf sich nie wiederholen, auch nicht die politischen Verhältnisse, die dazu führten.
Es war wirklich nicht langweilig heute und hat auch Spaß gemacht. Auch von den Temperaturen her war es eher ein kühler Tag, nicht mehr als 30 Grad. Es war wieder so ein Tag, an dem es noch 20, 30, 40 km hätte weitergehen können. Aber auf einmal, schwupps, war ich schon in Tychy.
Unser Hotel ist vom Zentrum ein Stück entfernt und morgen gucken wir uns Tychy an.
Für Kenner: in Tychy ist die Tyskie-Brauerei. Tyskie ist eine bekannte Biermarke in Polen.
Bei einer Führung durch die Brauerei morgen werden wir kontrollieren, ob das Reinheitsgebot auch eingehalten wird.
Prost 🍻
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (270 m)
Lowest point (200 m)
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