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Manfred went mountain biking
July 1, 2026
07:23
50.7km
6.9km/h
61.8km/h
1,350m
1,710m
Garmin Edge 1040
Transalp 2026 – Etappe 6: Von Kranjska Gora nach Bovec
Die sechste Etappe startete um 7:30 Uhr beim Hotel Alpina in Kranjska Gora. Nach dem sehr deftigen Abendessen vom Vortag – mit Burger, Spanferkel und allem, was dazugehört – ging es für Mandi, Stüngi und Grübi, hinein in einen der landschaftlich beeindruckendsten Tage der bisherigen Transalp.
Gleich zu Beginn führte die Route aus Kranjska Gora hinaus entlang der Pišnica. Wie schon an den Vortagen waren wir wieder am Wasser unterwegs. Die Stimmung war wunderschön: angenehme 16 bis 18 Grad, Schatten im Tal, die Sonne bereits auf den Bäumen und das Wasser mit jener türkisfarbenen Andeutung, die später an der Soča noch viel stärker werden sollte. Im Bereich von Kranjska Gora und dem Jasna-See begann die Etappe sehr stimmungsvoll – mit Bergen, Wasser und noch frischer Morgenluft.
Danach begann der lange Anstieg Richtung Vršič-Pass. Zunächst ging es auf der Vršič-Passstraße bergauf, teils auf Asphalt, teils auf Schotter und mit etwas Verkehr, der aber noch gut erträglich war. Später bogen wir bei einer Hütte in einen richtig lässigen Trail ein, der mit dem Alpe-Adria-Trail angeschrieben war. Der Weg hatte deutlich mehr Wanderweg- als Radwegcharakter und brachte genau das, was diese Etappe besonders machte: nicht nur Höhenmeter, sondern echtes alpines Abenteuer.
Gegen 9:46 Uhr saßen wir bei der Postman’s Lodge beziehungsweise beim Poštarski dom nahe dem Vršič. Der höchste Punkt des Tages war fast erreicht, und die Motivation in der Gruppe war richtig gut. Von dort ging es noch kurz zu Fuß weiter auf den Vršič Gipfel, bevor die Abfahrt Richtung Soča-Tal begann.
Die Abfahrt vom Vršič war ein echtes Highlight. Der Trail hinunter war technisch, teilweise anspruchsvoll, aber richtig lässig. Nicht alles war fahrbar, aber etwa 90 Prozent konnten wir gut fahren. Danach erreichten wir den Soča-Ursprung. Der kurze Zustieg zu Fuß war felsig und mit Kletterseilen gesichert, aber der Abstecher lohnte sich absolut: Das blaue Wasser kommt dort direkt aus dem Berg, klar, tief und beeindruckend. Einer der schönsten Naturmomente der gesamten Etappe.
Vom Soča-Ursprung ging es mit dem Rad weiter auf Asphalt talabwärts. Die Strecke führte nun durch das obere Soča-Tal, begleitet von der jungen Soča, die mit ihrem türkisblauen Wasser immer wieder sichtbar wurde. Die Wege wechselten zwischen Asphaltstraße, kurzen Trailabschnitten und Verbindungswegen.
An einem markanten Punkt stiegen wir in einen weiteren Trail ein. Kurz vor Ende dieses Trails passierte dann der Zwischenfall des Tages: Grübi stürzte und weckte damit den Hund des Nationalpark-Rangers, der durch sein Gebell auch gleich den Ranger alarmierte. Da das Radfahren auf diesem Trail offenbar nicht erlaubt war, bezahlten wir schließlich einen „Mitgliedsbeitrag“ von 250 Euro für die Erhaltung des Nationalparks. Das trübte die Stimmung kurzfristig, gehört aber als Geschichte wohl unausweichlich zu dieser Transalp dazu.
Nach diesem Erlebnis ging es wieder auf Asphalt weiter talabwärts Richtung Soča-Ort. Dort legten wir im Gasthaus Andrecij eine Pause ein. Danach fuhren wir weiter Richtung Soča-Schluchten. Dieser Abschnitt war landschaftlich besonders stark: die Straße nahe am Fluss, das türkisblaue Wasser, Felsen, Schluchten und immer wieder Stellen, an denen man einfach stehen bleiben möchte.
Bei den Soča-Schluchten nutzten wir die Gelegenheit für eine Abkühlung. Mandi traute sich als Einziger den Sprung vom etwa fünf Meter hohen Stein ins kalte Soča-Wasser. Stüngi und Grübi gingen schwimmen – nach der langen Abfahrt, den Trails und der Aufregung mit dem Ranger war das genau die richtige Pause.
Die restliche Strecke Richtung Bovec verlief dann fast ausschließlich auf Asphalt. Das Tal öffnete sich, die Soča blieb Begleiterin, und die Route wurde wieder flüssiger. Stüngi legte sich unterwegs noch einmal mit einer Gruppe Rennradfahrer an. Obwohl sie ihm Windschatten spendeten, ging das Duell nicht ganz zu seinen Gunsten aus – mit dem Ergebnis, dass er danach ziemlich ausgebrannt war.
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir schließlich das Hotel Alp in Bovec. Damit war Etappe 6 abgeschlossen: eine kurze, aber unglaublich intensive Etappe mit Vršič-Pass, Alpe-Adria-Trail, Soča-Ursprung, Nationalpark-Abenteuer, Soča-Schluchten und einem Zielort mitten in den Julischen Alpen.
Der Tag klang wie immer mit einem heftigen Gewitter aus.
Kurz gesagt: Etappe 6 war landschaftlich ein absoluter Höhepunkt. Von Kranjska Gora entlang der Pišnica hinauf zum Vršič, vorbei am Jasna-See, über Passstraße, Schotter und Wanderweg-Trails zum Soča-Ursprung, weiter durch das Soča-Tal und über die Soča-Schluchten bis nach Bovec. Eine Etappe voller Wasser, Berge, Trails, Geschichten und echter Transalp-Momente.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (1,730 m)
Lowest point (420 m)
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