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Ruine Merenberg und Quarzrundweg Heckholzhausen mit viel Querfeldein
Ruine Merenberg und Quarzrundweg Heckholzhausen mit viel Querfeldein
Christian aus S. went for a hike
June 6, 2026
04:02
17.7km
4.4km/h
320m
320m
Diese Tour hatte ich mir ganz anders vorgestellt und fing auch ganz normal an. Vom Alten Friedhof bei Heckholzhausen sind es nur ein paar Schritte, bis ich das historisch bedeutsame Hügelgräberfeld erreichte. An einer Infotafel wurde ein halbes Grab rekonstruiert. Leider ist der ganze Platz sehr ungepflegt, was noch deutlicher wird, wenn man sich ältere Fotos von diesem Highlight ansieht. Mit dem ersten Off-Grid Abschnitt des Tages erreichte ich die echten Hügelgräber, die vor Ort sehr beeindruckend sind. Die Hügel sind zwei Meter hoch, mehrere Meter lang und dadurch gut sichtbar. Leider kommt das auf Fotos nicht so gut rüber.
Der zweite Höhepunkt der Tour ist Burgruine von Merenberg. Sie ist durch ihren runden Bergfried von Weitem zu sehen und ein Orientierungspunkt wie ein Leuchtturm. Die Aussicht vom geöffneten Turm ist in alle Richtungen außergewöhnlich. Feldberg, Dünsberg, der nahegelegene Knoten und natürlich das Limburger Becken sind gut zu sehen. Mehrere Tische mit Bänken machen die Burg zu einem schönen Picknickplatz.
Nach Merenberg lief ich beinahe durchgehend auf befestigten Kieswegen oder asphaltierten Straßen. Dies änderte sich auch nicht auf dem Weg zum Vöhler Weiher, an dem sich ein Campingplatz befindet. Eingezeichnete Wege erwiesen sich hier durch mannshohe Zäune und Tore als versperrt. Erst im dritten Anlauf fand ich auf den Pfad, den es trotzdem eigentlich nicht gibt. War aber nicht so schlimm, weil ich auf einer gemähten Wiese weitergehen konnte.
Das nächste Ziel war der Pilzberg. Aus der Nähe ist zu erkennen, das sich der Gipfel auf einem steilen Kegel befindet. Einen eingezeichneten Weg dorthin gibt es nicht. Ich habe den Berg erstmal halb umrundet und dann doch den direkten Weg hinauf genommen. Um den Gipfel herum befinden sich viele Felsbrocken, die von einem Ringwall stammen könnten. Oben entdeckte ich den TP-Stein und einen älteren, zerbrochen Pfeiler.
Zurück auf den typischen Forstwegen ging ich nun zum Lahrer Born. Dort könnte man die Flaschen füllen, wenn es nötig ist. Allerdings begann nun das ungeplante Abenteuer. Der Weg zur Quelle ist de facto eine Sackgasse. Der eingezeichnete Weg ist ziemlich zugewachsen, was sich am kurvenreichen GPS-Track nachvollziehen lässt. Hinter einem heruntergetretenen Stacheldraht landete ich auf einer gemähten Weide. Auch hier ist ein Weg eingezeichnet, den es vielleicht nur gibt wenn der Landwirt seine Wiese gemäht. In dieser Hinsicht hatte ich heute Glück. Trotzdem habe ich die Pfade zum Teil nicht mehr gefunden oder sie endeten im Nirgendwo. Ohne mein Smartphone hätte ich mich im teilweise wirklich dunklen Wald verirrt. Die Wege in diesem Teil der Tour pendelten zwischem "super schöner Waldpfad", "hier war offenbar schon länger keiner mehr" bis "absolut kein Weg zu sehen".
Gegen Ende der Strecke konnte ich mich wieder den Forstwegen anvertrauen. Zwischen der "Lahrer Waldschmiede und dem "Quarzmann" konnte ich noch einmal zwischen zwei Pfaden wählen und habe mich entgegen meiner Planung für den besseren Weg entschieden.
Am Schluss der Tour befindet sich der Quarzrundweg. Leider ist auch dieser ungepflegt und teilweise zugewachsen. Zu sehen gibt es hier mehrere riesige Quarzfelsen in erstaunlichen Formen, die noch vor hundert Jahren ein ertragreiches Handelsgut für Heckholzhausen waren. Der "Quarzmann" erläutert wie das funktioniert hat.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (360 m)
Lowest point (230 m)
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