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bigorre went for a bike ride
May 27, 2026
06:05
93.8km
15.4km/h
46.9km/h
680m
560m
Wisst Ihr noch wie ich sagte mit EuroVelo in Spanien sei ich durch? Tja.
Die schlauen unter Euch fragen sich wahrscheinlich schon, warum ich so weit in den Süden fahre, wenn mein Ziel Camariñas eigentlich total im Norden liegt. Nun, es ist ein Abstecher nach Extremadura eingeplant (die Heimat meines Vaters), bevor ich nach Galizien gehe (die Heimat meiner Mutter).
Heute fuhr ich um 8 Uhr los um die Morgenfrische zu geniessen. Am Nachmittag bei 38° Velo fahren will ich nicht länger als nötig.
Leider liess es sich heute nicht vermeiden wieder auf die verdammte EuroVelo Route zu gehen. Ich wollte von Tordesillas nach Castronuño und da musste ich in den sauren Apfel beissen und 15km EuroVelo abzuspulen.
Mannomann war der Apfel sauer. EuroVelo hat wieder alle Register gezogen. Sand? Steine? Schotter? Schlangen? Ja!
Ich beschwere mich ja viel über EuroVelo in Spanien, aber dieser Weg ist eine einzige Katastrophe. Echt Leute, wenn da EuroVelo steht und ihr in Spanien seid, macht einen grossen Bogen darum.
Die halbe Strecke habe ich das Velo gestossen, weil ich entweder im Sand versunken bin, oder die Felsbrocken zu gross waren. Irgendwo im Niemandsland wo man völlig aufgeschmissen wäre, wenn einem etwas passieren würde. Mir ist in fast zwei Stunden genau ein Auto entgegengekommen, ein Landrover und auch der hatte seine liebe Mühe mit dem Weg.
Irgendwo hätte ich fast eine Schlange überfahren, ich konnte 5cm vor ihr noch bremsen. Leider hat es für ein Foto nicht gereicht.
Alles Leiden geht mal vorbei und nach einer kleinen Ewigkeit rollte ich mit meinem Stahlvelo ohne Federung wieder auf Asphalt. Hach...dieses Gefühl wenn es einfach wieder rollt...nur Fliegen ist schöner.
Bald war ich in der Provinz Zamora. Die Landschaft ist nicht mehr grün geprägt sondern gelb und braun. Es ist als ob ich in 3 Tagen vom Frühling in den Sommer gekommen wäre.
Es ging zuerst einen nicht zu steilen Hügel hinauf und dann gleich wieder hinunter. Eine tolle, langgezogene Abfahrt auf sehr gutem Belag und ohne Verkehr. Habe ich sehr genossen.
Ich fuhr ohne Pause bis nach Fuentesauco weiter. Nach 59km hatte ich mir ein erfrischendes Getränk und ein Stück Tortilla verdient. Mir wurde von einem Einwohner empfohlen in einer Woche zurückzukommen um die Stierhatz im Dorf zu erleben die dann stattfindet.
Gestärkt und ein wenig ausgeruht ging es dann nochmals bergauf und dann ziemlich geradeaus mit leichtem Gefälle auf Salamanca.
Salamanca ist eine etwas grössere Stadt aber es war einfach mit dem Velo durchzukommen. Es hatte nicht durchgehend einen Veloweg, aber Velos sind auf der Busspur erlaubt und so gings ganz gut.
Am Abend habe ich Zeit mit Freunden verbracht die früher unsere Nachbarn in Zürich gewesen waren. Es war schön sie wiederzusehen und nach drei Wochen wieder Schweizerdeutsch zu sprechen.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (910 m)
Lowest point (660 m)
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