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bigorre went for a bike ride
May 20, 2026
05:52
114km
19.5km/h
42.4km/h
540m
590m
Heute sollte es ein guter Tag werden. Super Wetter war angesagt und eine komplett flache Strecke. SRF Meteo hat sich sogar aus dem Fenster gelehnt und mir etwas Rückenwind versprochen.
Ich war mir nicht sicher wie die Achillessehnen mit 120km klar kommen würden und bin früh los um genug Pausen einlegen zu können
Kurz nach 8:30 Uhr war ich auf dem Rad und gleich nach Ychoux war ich wieder auf einem schönen Radweg abseits der Strasse. In Parentis-en-Born fuhr ich an einer Plaza de Toros vorbei. Ich wusste dass es in Frankreich auch Stierkämpfe gibt, aber ich dachte das sei nur im Südosten.
Nach Parentis-en-Born bog ich in Richtung Süden ab. Es ging an einem schönen See vorbei Richtung Mimizan.
In Mimizan kam ich an einer riesigen Papierfabrik vorbei. Gascogne Paper an der Rue de la Papeterie. Hierhin gehen also all die gefällten Bäume. Das Werk war riesig und 10-20m hoch waren die Holzschnitze aufgetürmt. Wirklich beeindruckend.
Zwei Touristen auf ihren gemieteten Beach-E-Bikes haben mich dort an einer Ampel überholt und sind so schlecht gefahren, dass ich mich zu meiner eigenen Sicherheit entschloss sie zu überholen. Das mache ich bei E-Bikes normalerweise nicht, denn sobald ein Hügel kommt holen sie mich sofort wieder ein. Aber hier war es ja flach und die beiden habe ich auch nicht wieder gesehen.
Ich bin etwa 90km südwärts gefahren und war die ganze Zeit im Wald. Das war mit der Zeit etwas eintönig, aber ich will mich jetzt auf keinen Fall beschweren.
Im Wald waren immer wieder Baumstämme aufgetürmt oder es sind Lastwagen beladen mit Baumstämmen auf der Strasse gewesen. Das hier ist wirklich ein gigantisches Gebiet das nur der Papierproduktion gewidmet ist.
In Contis-Plage konnte ich über den Baumwipfeln einen Leuchturm sehen und ich dachte bald sehe ich das Meer, aber nein. Der Radweg blieb im Wald und der Wald beginnt sowieso hinter einer grossen Sanddüne. Das Meer habe ich den ganzen Tag nicht zu Gesicht gekriegt. Morgen wird aber soweit sein.
Am Nachmittag hatte es zwischen all den Nadelbäumen dann auch einige Korkbäume. Ich habe es nur bemerkt, weil einige davon geschält waren. Ich hab bei einem Korkbaum gehalten und die Rinde untersucht und - Überraschung - sie fühlt sich an wie Kork.
Am Vormittag sind mir immer wieder Radfahrer entgegen gekommen, aber niemand war in meiner Richtung unterwegs. Am Nachmittag habe ich dann einen französischen Basken getroffen der pfeifend und ziemlich happy unterwegs war. Ich war in der gleichen Stimmung und hatte den ganzen Tag den Song "Ab in den Süden" gepfiffen.
Wir sind eine Zeitlang nebeneinander hergefahren und haben uns erzählt woher wir kamen und was für Veloreisen wir sonst noch gemacht hatten. Bis Capbreton haben wir uns immer wieder gegenseitig überholt und jedes Mal gab es noch ein Schwätzchen. Das liebe ich an den Radreisen.
Ich hatte fast 20kmh im Schnitt und bin um 16 Uhr nach 115km im Hotel angekommen. Nach dem Duschen und Waschen bin ich durchs Städchen spaziert. Hübsch aber auch sehr touristisch. Es hat viele Surfer hier und eine Einkaufsstrasse mit Boutiquen mit Surfer Kleidung, Rauchstäbchen und solche Sachen.
Am Abend habe ich mir ein ordentliches Essen in der Brasserie Bonamour gegönnt. Sehr lecker und absolut zu empfehlen.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (110 m)
Lowest point (40 m)
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