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Bock auf bike and André_askreuz⁸⁶ went gravel riding
May 16, 2026
06:21
110km
17.3km/h
33.0km/h
500m
530m
Garmin Edge Explore 2
Auch die letzte Nacht war nicht ganz so toll, weil es Stundenlang regnete und wir etwas gefroren haben.
Müde krochen wir aus den Schlafsäcken, packten ein letztes Mal die Taschen und rollten langsam über die aufgeweichten Waldwege weiter.
Die ersten knapp dreißig Kilometer führten noch tief durch den Wald. Schmale Pfade, feuchter Boden und immer wieder Pfützen, die sich quer über den Weg zogen. Der Wind war zwischen den Bäumen kaum zu spüren, doch sobald eine Lichtung kam, trafen uns die Böen wieder frontal. Trotzdem war etwas anders als an den Tagen zuvor. Vielleicht, weil jeder wusste, dass dies die letzten Kilometer der Reise waren.
Der Wald verschwand fast ohne Übergang, und vor uns lag eine weite, offene Fläche. Flach, trocken und endlos. Die Bäume waren weg, stattdessen nur noch Gras, Sand und niedrige Büsche. Es fühlte sich an wie eine kleine Steppe mitten in Europa. Der Wind hatte hier freie Bahn und drückte ununterbrochen gegen die Räder.
Kurze Zeit später kamen wir durch eine kleine niederländische Dünenlandschaft — fast wie eine Wüste. Heller Sand, trockene Wege und vom Wind geformte Hügel zwischen vereinzelten Gräsern. Für einen Moment sah nichts mehr nach Regen und nassem Wald aus.
Doch hinter dieser Landschaft begann der letzte große Abschnitt: endlose niederländische Fahrradwege. Kilometerlang geradeaus. Perfekter Asphalt, Brücken über Kanäle, kleine Orte mit Backsteinhäusern und überall andere Radfahrer, die scheinbar mühelos gegen den Wind fuhren. Die Beine waren inzwischen komplett leer, aber gleichzeitig zog uns das Ziel immer weiter nach vorne.
Je näher wir Amsterdam kamen, desto voller wurden die Wege. Mehr Verkehr, mehr Menschen, Straßenbahnen, Geräusche und das erste echte Großstadtgefühl nach Tagen voller Regen, Wald und Einsamkeit. Plötzlich fuhren wir zwischen alten Häusern, Grachten und hunderten Fahrrädern. durch die Innenstadt .
Und dann war es einfach geschafft.
Vier Tage Gegenwind. Vier Tage Regen, Schlamm, kalte Nächte und endlose Kilometer. Vom Lost Place bis zum Waldlager, durch Steppe, Dünen und Fahrradwege bis hinein nach
Amsterdam. Die Reise war vorbei. Und gleichzeitig wusste jeder, dass genau diese Tage noch lange im Kopf bleiben würden.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (60 m)
Lowest point (-10 m)
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