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Auf nach Santiago - Etappe 17, von Rivière Saas et Gourby nach Saint-Jean-Pied-de-Port
Auf nach Santiago - Etappe 17, von Rivière Saas et Gourby nach Saint-Jean-Pied-de-Port
mypelz went gravel riding
April 16, 2026
05:28
112km
20.4km/h
52.8km/h
1,150m
1,020m
Garmin Edge 1040
Morgens ist immer mein erster Gang zum Rad – Luftdruck prüfen. Und heute zeigt das Hinterrad ordentlichen Druckverlust. Einer der Risse, die ich mir noch auf der belgischen Maas-Wurzel-Holper-Strecke eingefangen hatte, ist bei der gestrigen Einkaufsaktion wohl endgültig undicht geworden. Die Reparatur mit eingestecktem Gummiwürstchen schlägt fehl – der Riss ist einfach zu groß. Also Hinterrad raus, TPU-Schlauch rein – der hält. Aber das Gefühl der Unsicherheit, wenn du auf so einem „Problemreifen” durch Kurven bretterst, ist nicht schön. Und genau das sollte sich heute noch auf wunderbare Weise lösen – aber dazu später.
Etwas später als üblich geht es endlich los, und der Weg führt mich zunächst wieder durch das Auengebiet, durch das mich gestern Abend Google Maps zum Einkaufen geschickt hatte. Die „Barthes de l’Adour” – ein bedeutendes Feuchtgebiet entlang des Adour, unter Naturschutz – empfangen mich mit einer mosaikartigen Landschaft aus Weichholzauen, Wiesen, Tümpeln und Gräben. Überall Storchennester, auf Bäumen, Dächern, sogar auf den Masten der Bahnoberleitungen 🤩
Die ersten 25 km sind flach, breite Flussauen, Agrarland, die Beine laufen gut, Sonne und knapp 17 Grad – ideal. Ab km 36 wird es unruhiger. Erste kurze, aber merkliche Hügelkuppen, die Kiefernwälder weichen einer hügeligeren Landschaft Richtung „Gave de Pau“. Die Vorpyrenäen melden sich.
Bei km 72 mache ich bewusst erst nach zwei Dritteln der Strecke Mittagspause – denn jetzt kommen die Anstiege. Ich ziehe mich um, es ist wieder richtig heiß geworden.
Wieder auf der Bahn überholt mich ein Bikepacker – junger Typ, freundlicher Gruß, dann zieht er davon. Leichter Frust! Wenig später sehe ich ihn aber vor mir, als ich in ein Städtchen einrolle. Er steht vor einem Bikeshop und winkt mir zu. Ein Bikeshop! Mein Hinterrad!!
Und jetzt hab ich so richtig Glück 🍀 Vorne im Laden stehen lauter Edelräder für 5.000 € aufwärts, hinten wirkt alles wie ein Wohnzimmer, in das jemand eine Fahrradwerkstatt integriert hat – völlig abgefahren (CYCLES ESCO In Saint Palais, s. Fotos). Und das Beste: Ich frage nach meinem speziellen Pirelli-Hinterreifen – „ja klar haben wir den, ist zwar auf einem Neurad montiert, aber machen wir dir gerne ab und montieren ihn dir rauf.” 30 Minuten und einen leckeren Café später habe ich einen neuen Hinterreifen mit Tubeless-Setup drauf und fahre mit einem völlig anderen Gefühl weiter. 😊
Jetzt wird’s ernst. Das Höhenprofil zeigt den deutlichsten Anstieg der ganzen Etappe – die ersten echten Pyrenäenausläufer. Ich sehe es als Training für morgen und kämpfe mich Stück für Stück weiter hoch.
Und dann – endlich: Saint-Jean-Pied-de-Port. Der mythische Startpunkt des Camino Francés.
In der Unterkunft treffe ich Michael – genau wie ich mit dem Bike unterwegs und aus Süddeutschland gestartet. Beim Abendessen tauschen wir Erfahrungen aus. Ein sehr netter Abend 😊
Morgen: Die Pyrenäen. 😬
Waypoints
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Elevation
Highest point (270 m)
Lowest point (0 m)
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