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Markus Recker went mountain biking
April 16, 2026
06:16
126km
20.1km/h
65.5km/h
1,430m
1,530m
Wahoo ELEMNT ROAM v2
Um 5 Uhr weckt mich der Muezzin mit orientalischen Klängen. Der Gebetsruf ist diesmal nicht so schrill, scheint mir wesentlich feiner und live gesprochen. Er gefällt mir, obwohl ich auch gerne noch etwas länger geschlafen hätte.
Das süße Frühstück in unserem Riad ist üppig und wir begeben uns ausreichend gestärkt auf unsere Etappe. Sie soll uns heute bis ins 125 Kilometer entfernte Ouazzane führen, den ersten Ort, in dem wir Richtung Norden wieder sicher eine Unterkunft buchen konnten.
Aus Fès hinaus ging es sofort in den längsten Anstieg des Tages hinauf zu einer mächtigen Burganlage, wohl dem Königspalast. Danach ging es hinaus aufs Land und die Straße wurde immer ruhiger und unser Weg beschaulicher. In unserer Vorstellung war die Strecke nach Quazzane mehr ein notwendiger Transfer, entwickelte sich aber zu einer zügigen, aber schönen Landpartie über die immer gemäßigter werdenden grünen Hügel.
Die Gegend war in einem meist guten Sinne einfach und von Landwirtschaft geprägt. Die Menschen waren sehr freundlich, hatten wenig und bearbeiteten mitunter wie vor hunderten von Jahren mit der Hacke den steinigen Boden. Viele Schafhirten mit ihren kleinen Herden standen in der heissen Sonne, meist regenlos, bis sie uns oder wir sie grüßten.
Ein Wort zu dem Umgang mit Tieren: Der Esel und das Muli sind hier von jeher Nutztiere, die mitunter bis an die Grenze und manchmal auch weit darüber hinaus belastet werden. Tierschinderei ist inakzeptabel, aber auch der gebräuchliche Umgang ist für uns manchmal sehr unschön anzusehen. Ich würde es mir anders wünschen, aber ein Urteil darüber scheint nicht angebracht. Zuviel Zeit liegt zwischen ihrer und unserer Lebensweise und auch unter den verschiedenen Bewohnern Marokkos liegen manchmal nicht Generationen, sondern hunderte von Jahren Entwicklung.
Der Hund und die Katze sind hier in den meisten Fällen keine Haustiere und leben hier mehr oder weniger frei. Sie ernähren sich von dem, was übrig bleibt, und man findet viele im Bereich der Müllhalden vor den Ortschaften. Auch hier ist die Spanne breit: von akzeptabel bis elend.
Der Tag vergeht schnell, wir kamen mit leichtem Rückenwind gut voran und machten nur zweimal kurze Versorgungsstops. Wir konnten selbst die letzten Kilometer dieser schönen Fahrt genießen und erreichten in herrlicher Abendstimmung um 17.30 Uhr unser Hotel. Neu und komfortabel - geht auch mal 😊
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (460 m)
Lowest point (40 m)
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