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Von Dittersbach zur verlassenen Grundmühle und zur Felsenkapelle von Schemmel
Von Dittersbach zur verlassenen Grundmühle und zur Felsenkapelle von Schemmel
03:12
12.7km
4.0km/h
250m
250m
Die Idee zu dieser Wanderung entstammt dem Wanderführer „Böhmische Schweiz“ aus dem Berg- & Naturverlag Rölke.
Die Alte Mühle Dittersbach am Ausgangspunkt unserer Wanderung können wir leider nicht so recht in Augenschein nehmen, da dort drei Hunde frei herumlaufen und wir mit unserem Ajax daher schnell das Weite suchen. Der Klamm und dem Bielabach folgend passieren wir die originell gestaltete Hubertusquelle, wenig später nehmen wir den St.-Josephs-Schrein genauer unter die Lupe.
Um zur Grundmühle zu gelangen, kann man die neu gebaute Brücke über die Kamnitz benutzen und dann den Kleinen Qybin umrunden oder man folgt dem schmalen Pfad entlang der Kamnitz und benutzt den Klammweg. Dieser führt über in den Sandstein gehauene Stufen und einige Eisenklammern direkt zur Ruine der Grundmühle. (Meine Bedenken, daß Ajax die kleine Kletterei nicht schaffen könnte, fegte dieser mit zwei beherzten Sprüngen hinweg.)
Die alten Gemäuer der Grundmühlen-Ruine nehmen wir genau in Augenschein und versuchen uns vorzustellen, wie die einzelnen Gebäude als ganzes Ensemble wohl ausgesehen haben.
Anschließend umkurven wir den Kleinen Oybin nochmals und suchen dabei den Einstieg in den Aufstieg. Den eingezeichneten Weg im Wanderführer und bei Komoot selbst gibt’s nicht mehr, also ist ein wenig Erkundung angesagt. Gesucht – gefunden. Während des Aufstiegs entdecken wird den ersten Bunker („Ohrenbunker“, Modell 37) der Schöberlinie (dem noch so einige folgen).
[Diese Bunker wurden vom tschechischen Militär 1937/38 errichtet, um einen deutschen Angriff abwehren zu können. Die Bunkerkette reichte von Tetschner Elbtal bis ins Lausitzer Gebirge. Insgesamt 9.100 Bunker.]
Wir folgen dem Weg auf dem Höhenrücken (und seiner Kette von Bunkern) und steigen bald über regennässe Baumwurzeln auf einem schmalen Pfad ins Kamnitztal hinab. Unten angekommen genießen wir beim Durchwandern von Windisch-Kamnitz die schmuck gestalteten Häuser dieses Ortes. Auf der anderen Talseite geht es gemütlich bergan und mit einmal haben wir den Rosenberg im Rücken, dessen Gipfel sich heute immer wieder im Neben versteckt.
Der Weg von Windisch-Kamnitz nach Schemmel führt uns immer wieder an Bunkern und interessanten Felsformationen vorbei. So gelangen wir zum Friedhof von Schemmel (seit der Sudeten-Vertreibung 1945 verwilderte dieser und wurde seit 2012 wieder hervorragend hergerichtet) und haben von dort einen ersten Ausblick auf dieses Dorf am Ufer der Kamnitz.
Unser Weg schlängelt sich durchs Dorf, quert die Kamnitz, führt an der alten Schule mit ihrem Glockentürmchen vorbei zur Felsenkapelle von Schemmel. Wir erfreuen uns am faszinierenden Zeugnis des katholischen Glaubens und halten in der Kapelle nacheinander kurz inne.
Ein letztes Mal steigt unsere heutige Wanderung bergan und unser Weg durch Wald und Wiesen führt uns an beschaulichen Grundstücken und einer Marienkappelle zurück nach Dittersbach.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (290 m)
Lowest point (190 m)
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