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Nils Kowalczek went gravel riding
June 13, 2025 at 06:39
05:08
100km
19.5km/h
56.6km/h
1,270m
1,050m
Garmin Edge Explore 2
Es geht los. Meine erste Alpenüberquerung oder Transalp oder Alpencross oder wie auch immer man die nennen möchte. Ich starte direkt an unserer Haustür. Das fühlt sich schon cool an. In der eigenen Einfahrt aufsatteln und los geht’s. Mein Gravelbike ist gepackt und ich bin hoffentlich auf alles vorbereitet.
Als Ersatz für auf dem Bike habe ich ein Ersatztrikot, Radsocken, langes Shirt, warmes Trikot, Regenjacke, Windstopper und lange Handschuhe dabei. Ich kann nicht einschätzen, wie kalt es weiter oben wird. Für abends sind Stoffschuhe, T-Shirt, Pulli, Socken, Unterwäsche, Zip-Off-Hose (damit 2 Fliegen mit einer Klappe) und Schlafklamotten eingepackt. Hinzu kommen die Technik mit Handy, Navi, GoPro, Multistecker und diverse Ladekabel für alles. Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel, Sonnencreme, Ibu, ein paar Snacks, Perso, Bargeld und ec-Karte.
Fehlen dürfen natürlich auch Equipment und die Notfallausrüstung nicht. 4 Trinkflaschen, Beleuchtung, Luftpumpe, Erste-Hilfe-Set, Schlauch, Tubeless Reparatur Set, etwas Tubeless Milch, Kettenschloss mit Zange, Multitool, alles zum Reifenwechsel, Ersatzventil und Fahrradschloss.
Ich selber Trage ein Trikot, Bib, Socken, Schuhe, Helm, schnelle Brille und Handschuhe.
Das Systemgewicht liegt nun bei ca. 120 kg. Fühlt sich schon anders an, als bei den kleinen Tagesausfahrten.
Die Übernachtungen sind auch geplant, denn ich wollte nicht auch noch ein Zelt mitschleppen oder abends lange Unterkünfte suchen. Gerade zu Pfingsten glaube ich, könnte das schwierig werden. Heute geht es bis nach Füssen, was mit 100 km auch meine längste Etappe ist. Ich habe die Tour extra relativ entspannt geplant. Ich möchte die Strecke erleben und Zeit haben, sitzen zu bleiben und den Moment zu genießen.
Das Wetter ist perfekt. Die Sonne scheint und es ist eher zu warm als zu kalt. Den ersten Stopp mache ich schon nach wenigen Kilometern. Ich brauche noch keine Pause, aber ich bin am Ammersee und es ist einfach zu schön, um einfach weiterzufahren.
Leider bin ich um die Mittagszeit herum in einer Gegend, die eher industriell geprägt ist. Es ist einfach keine Eisdiele oder Café zu finden, wo ich meine Kohlehydratspeicher mit Spaghettieis oder Kuchen füllen könnte. Aber ich brauche jetzt Verpflegung und entschließe mich dazu, einen Imbiss anzusteuern. Die Auswahl ist nicht groß, aber die Betreiber sind nett, also bleibe ich und entscheide mich für einen Leberkäs und Kartoffelsalat. Das würde ich den restlichen Tag leider bereuen, denn das lag wie ein Stein im Magen und trieb meinen Durst nach oben. So sehr, dass mir das Wasser ausging. 3,5 Liter ausgetrunken und noch etwa 30 Kilometer vor mir. Glücklicherweise konnte ich die Flaschen bei einem Bauern auffüllen.
Kurz vor Füssen noch ein Stopp am Foggernsee. Den Hintern im Kies, die Füße im Wasser und auf der anderen Seite Schloss Neuschwanstein. Besser geht es nicht.
Die letzten Meter nach Füssen zu meiner Unterkunft, der Rote Villa, waren dann ein Klacks und ich konnte den Abend noch mit einem netten Rundgang durch Füssen beenden.
Waypoints
Route Details
Elevation
Highest point (830 m)
Lowest point (530 m)
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