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Alpine Gravel Schweiz: 33 Touren mit Weitblick

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Alpine Gravel Schweiz: 33 Touren mit Weitblick

Collection by Gravelpacking

Alpine Gravel Schweiz: 33 Touren mit Weitblick

33 routes

167:01

1,962km

59,740m

Schmale Wegen, alte Passrouten oder stille Trails: Rund um markante Gipfel wie Vilan, Grand Combin oder Rigi Kulm und mit geschichtsträchtigen Übergängen wie dem Chinzig Kulm verbindet die Alpine Gravel Schweiz-Collection besondere Hocheben und Höhenstrassen zu Bergtouren mit dem Gravelbike.

Das gleichnamige Buch dazu erscheint im Mai 2027 im AT-Verlag.

Mehr dazu:
https://www.gravelpacking.ch/alpine-gravel

(Fast) Alle Touren auf YouTube:
https://kurzlink.ch/azel

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Activities

#1.

Alpine Gravel Faucille

82.7km

07:45

1,660m

1,690m

**************************************************************
Auf der Fahrt hinein nach Genf haben wir bisweilen eine, nun ja, unkonventionelle Route gewählt. Hier die Version aus dem ursprünglichen Plan: https://kurzlink.ch/cq1m

**************************************************************

Von Nyon geht es zuerst unspektakulär los, aber schon nach wenigen Minuten wird es grün und bald auch steil. Die Route führt durch Weinberge, kleine Jura-Orte und hinauf auf die französische Seite des Massivs, wo der Jura plötzlich deutlich grösser wirkt, als man ihn von unten vermuten würde.

Nach dem Col de la Faucille folgt der stärkste Teil der Runde: einsame Strassen, weite Jura-Flächen, perfekte Schotterwege und immer wieder grosse Blicke über den Genfersee, nach Genf und hinüber zum Mont-Blanc-Massiv. Der Mont Blanc wirkt von hier oben fast greifbar nah.

Die Rückfahrt Richtung Genf ist stellenweise hart und holprig, dafür endet die Tour perfekt urban: mit Blick auf den See und einem Bier bei den Bains des Pâquis. Eine fordernde, überraschend alpine Jura-Gravelrunde zwischen Westschweiz, Frankreich und Genfer Stadtlicht.

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57.7km

04:30

1,250m

1,240m

Von Yverdon-les-Bains führt diese Tour zuerst auf gut rollenden Strassen hinauf Richtung Jura. Der Verkehr ist spürbar, aber absolut machbar. Dafür öffnet sich schon früh ein grossartiger Blick zurück auf den Neuenburgersee, Yverdon und bei guter Sicht auf die ganze Alpenkette, vom Wallis mit Mont Blanc bis zu den Berner Alpen.

Sobald man von der Strasse Richtung Sainte Croix abbiegt, beginnt der eigentliche Spass: Bilderbuch-Jura auf kleinen Strassen, breiten Forstwegen und später gut fahrbaren Singletrails. Vor dem Creux du Van lohnt sich die Pause bei La Baronne. Wichtig: Cash und etwas Zeit mitbringen.

Zum Aussichtspunkt geht es am Schluss kurz zu Fuss, weil Fahrverbot gilt. Das ist aber schnell erledigt. Danach folgt eine lange, etwas ruppige, aber gut fahrbare Abfahrt vorbei an der Ferme Robert. Wer mag, legt hier nochmals einen Kaffee- oder Dessertstopp ein.

Statt direkt ins Tal nach Neuchâtel abzufahren, bleibt die Route danach lange oben am Hang. Genau das macht den Schluss nochmals stark: tolle Wälder, eindrückliche Felswände, spektakuläre Querungen und zum Schluss das herzige Boudry, bevor es nach Neuchâtel geht.

Charakter: rollender Einstieg, grosser Jurablick, Creux-du-Van-Spektakel, starke Hangquerung bis fast nach Neuchâtel.
Hinweis: Für alle, die sehr allergisch auf Autoverkehr reagieren, gibt es später auf Komoot eine ruhigere, aber tougher zu fahrende Alternativroute im Aufstieg.

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65.5km

04:20

1,240m

1,740m

Diese Runde zeigt die Freiberge von ihrer überraschend wilden Seite. Aus dem friedlichen, streng gerasterten La Chaux-de-Fonds rollt man schnell hinaus Richtung Mont-Soleil, mit Blick zum Chasseral und über ruhige Strassen und Wiesen. Schon kurz nach dem Start folgt eine lange, schnelle Abfahrt hinunter zum Doubs.

Unten wird die Tour deutlich alpiner: Singletrails und Wanderwege führen nah am Fluss entlang, vorbei an Jurafelsen, Kalkwänden und kleinen Stopps am Wasser. Nicht alles ist geschenkt. Zweimal muss man kurz absteigen, einzelne steile Meter schiebt man besser. Insgesamt bleibt der Trail aber gut fahrbar und lohnt sich absolut.

Über kleine Strassen, ruhige Anstiege und weitere schöne Abfahrten pendelt die Route zwischen lebendigen Dörfern unten am Doubs und stillen Höhen darüber. In Soubey lohnt sich eine Pause, zum Beispiel für Eiskaffee oder Affogato, bevor die letzten Höhenmeter folgen. Danach führt die Runde über feine Nebenstrassen und kleine Wirtschaftswege weiter Richtung Saint-Ursanne.

Charakter: ruhig, felsig, flussnah, stellenweise verspielt und deutlich alpiner, als man es von den Freibergen vielleicht erwartet.

56.3km

04:27

1,580m

1,570m

Von Biel führt die Runde durch die Weinberge oberhalb des Bielersees, zunächst auf schmalen Wegen und mit freier Sicht aufs Wasser. Vor Twann wird es erstmals steiler. Zwei enge Serpentinen leiten den langen Anstieg über Lamboing und Nods ein.
Die Passstrasse bleibt grösstenteils links liegen. Ruhigere Nebenwege führen bis zum Schlussanstieg, bei dem zwischen Asphalt und einer gekiesten Variante gewählt werden kann. Letztere verlangt auf den letzten Metern eine kurze Schiebepassage.
Unter der Chasseral-Antenne reicht die Aussicht über das Mittelland bis zu den Alpen, entlang des Jurakamms und zurück zum Bielersee. Der eigentliche Höhepunkt folgt danach: Auf der Krete wechseln schmale Teersträsschen, Wiesenwege und Singletrails. Über Orvin und Beaumont geht es schliesslich zurück nach Biel – bei warmem Wetter endet die Runde dort, wo sie begonnen hat: am See.

72.8km

05:33

1,920m

1,730m

Alpine Gravel Schwarzsee führt von Thun nach Bulle und verbindet Berner Oberland, Gurniggel, Schwarzsee und Freiburger Voralpen zu einer sehr schönen, aber ernsthaften Etappe. Nach dem schnellen Ausstieg aus Thun folgt der lange Anstieg Richtung Gurniggel, erst auf kleinen Strassen, später auf gut fahrbarem Gravel. Oben warten grosse Blicke Richtung Thunersee, Brienzersee, Titlis, Eiger, Mönch und Jungfrau.

Nach der Stierenhütte bleibt die Route noch eine Weile auf der Höhe, folgt teils der SchweizMobil-Mountainbike-Route und führt dann über einen kurzen, steilen Singletrail sowie breite Forstwege hinunter zum Schwarzsee. Dort ist am Wochenende viel los, deshalb besser unter der Woche fahren.

Nach dem Schwarzsee folgt der zweite lange Anstieg. Der Einstieg ist sehr steil, kurzes Schieben kann sinnvoll sein. Danach wird es wieder idyllischer, mit Buvette oberhalb des Sees und der Kartause La Valsainte als stillem kulturellem Marker. Zum Schluss geht es schnell auf der Strasse Richtung Crésuz, mit kurzem Gravel am Lac de Montsalvens, bis zum Bahnhof Bulle.

73 km, 1’920 Höhenmeter. Idylle pur, aber sicher keine Spazierfahrt.

81.7km

06:01

1,990m

1,980m

Die Runde beginnt pragmatisch: Aus Spiez heraus folgt man dem Track Richtung Wimmis und Oey, zuerst auf Velowegen und kleinen Strassen, bis das Simmental langsam enger wird und die Berge näher rücken. Nach Oey beginnt der schönere Teil des Einstiegs: Die Strecke führt an den Bach, in den Schatten und durch den Wald. Wer einzelne Gravel-Optionen lieber auslässt, kann stellenweise unkompliziert auf der Strasse bleiben.

Nach rund 15 Kilometern beginnt der Anstieg Richtung Seebergsee. Die kleine Teerstrasse ist zwischendurch steil, bleibt aber immer gut fahrbar. Mit jedem Höhenmeter wird die Szenerie alpiner: eindrückliche Felsen, viel Berner Oberland und unterwegs sogar ein Selbstbedienungs-Kühlschrank mit regionalen Produkten. Wichtig: Cash mitnehmen, möglichst passend.

Der Seebergsee ist je nach Wetter und Wochentag gut besucht, aber das nimmt ihm wenig von seiner Wirkung. Er liegt wunderschön, ist badetauglich und mit dem Seeberg Restaurant ein idealer Ort für eine längere Pause, sofern geöffnet.

Nach dem See wird die Runde graveliger. Auf gut fahrbarem Schotter geht es weiter bis zur Stierberg-Alp, danach folgt eine kurze Schiebepassage von etwa zehn Minuten. Ab dem Gubi-Pass führt ein gut fahrbarer Singletrail Richtung Zweisimmen. Die Abfahrt öffnet schöne Blicke zum Rinderberg und zurück Richtung Saanenmöser und Gstaad, meist auf breiten Forst- und Teerstrassen.

Richtung Boltigen wird es nochmals etwas anspruchsvoller, bevor die Strecke auf den Veloland-Radweg zurück nach Spiez einschwenkt. Insgesamt eine abwechslungsreiche alpine Gravelrunde mit starkem Berner-Oberland-Charakter, einem grossartigen See als Mittelpunkt und genug kleinen Varianten, um sie dem eigenen Fahrstil anzupassen.

HINWEIS: Geplante Originalrunde OHNE "Hicks" auf dem Rückweg zwischen Zweisimmen & Spiez -> https://kurzlink.ch/5hoc

59.6km

04:51

2,140m

2,050m

Alpine Gravel-Tour von Obwalden ins Berner Oberland.

Der Start in Giswil ist aussergewöhnlich: ab Minute eins Gravel, sofort weg vom Verkehr, dann direkt hinein in den langen Anstieg zum Glaubenbüelenpass.

Oben und danach wird die Route immer alpiner. Erst Obwaldner Bilderbuchlandschaft mit Höfen, Kühen und alten Bergunterkünften, dann der Blick zur Schrattenfluh, später Richtung Rossweid und Hohgant. Vor Kemmeriboden-Bad folgt ein schneller Talwechsel, bevor der Übergang über die Ällgäulücke noch einmal Charakter zeigt: alter, steiniger Maultierpfad, rund zehn Minuten schieben, dafür grosse Blicke zurück über Kemmeriboden und nach vorne in die Berner Alpen.

Danach wird die Landschaft leiser. Das Naturschutzgebiet Schwarzbach-Möser bringt Moor, Bergföhren und Hohgant-Kulisse zusammen. Ein Abschnitt, in dem man ballert, sondern besser kurz Tempo rausnimmt.

54.7km

03:48

1,430m

1,970m

Vom Hasliberg führt die Runde durch das stille Gental zur Engstlenalp. Ein früher Start lohnt sich, bevor auf der schmalen Strasse Autos und Wohnmobile zahlreicher werden. Der lange Anstieg bleibt gleichmässig und gut fahrbar; am Talende bietet sich ein Abstecher zum Engstlensee an.
Der kurze Gravelabschnitt über die Tannalp verbindet die Engstlenalp mit Melchsee-Frutt und macht aus zwei Stichstrassen einen Übergang. Rund um Bergbahnen und Ferienhäuser wird es geschäftiger, die offene Landschaft bleibt jedoch weit.
Die Abfahrt zur Stöckalp folgt der Panoramastrasse. Die zeitlich geregelte Einbahn gilt auch für Velos und ist vor der Fahrt zu prüfen. Anschliessend geht es Richtung Sarnersee, wo bei Sachseln mehrere Badestellen nahe am Bahnhof liegen. Der Sprung in den See ist optional. Zumindest theoretisch.

56.8km

04:07

1,700m

1,710m

Kennt Ihr den Pilatus und das Eigenthal? Dann kann Euch diese Runde nicht mehr überraschen. Für alle anderen: ein hervorragendes Gebiet für Gravelräder. Teilweise steil, aber immer fahrbar, spektakuläre Blicke Richtung Pilatus und Vierwaldstätter-See. Auch Mitte November noch sehr gut fahrbar.

42.0km

04:16

1,760m

1,750m

Alpine Gravel Rigi ist harte Arbeit und grosse Bühne gleichermassen.

Direkt nach dem Start geht es ohne Einrollen in den steilen Anstieg. Die schmale Teerstrasse zieht gleich nach dem Bahnhof Goldau konstant nach oben, liefert dafür aber auch schon früh schöne Ausblicke auf den Lauerzersee und die beiden Mythen. Mit zunehmender Höhe öffnen sich weitere Sichtachsen Richtung Zugersee und bis ins Gotthardmassiv. Nach dem Ferienhaus Romana folgt ein erster harter Abschnitt mit vielen Spitzkehren. Spätestens beim Hotel des Alpes wird es richtig steil mit Passagen bis ca. 20 %. Technisch fahrbar, aber fordernd – für kurze Schiebepassagen muss man sich hier ohne E-Unterstützung kaum schämen.

Ab Rigi Staffel öffnet sich das Panorama bis Titlis und Sustenhorn . Rund um Rigi Kulm erreicht die Route ihren touristischen Höhepunkt. Schon wenige Fahrminuten später wird es aber wieder ruhig. Richtung Rigi Scheidegg folgen gut fahrbare Forststrassen mit angenehmem Rhythmus. Die anschliessende Abfahrt ist aber alpin und technisch: steil, wechselnder Untergrund zwischen Wiesen, Trails und Schotter. Zwischen Scheidegg und Gätterlipass besteht die Wahl zwischen einer fahrbaren Variante entlang der offiziellen MTB-Route oder einer exponierteren Gratlinie mit mehr Schiebepassagen - aber auch mit mehr Panorama. Vor der Rückfahrt erfolgt entlang des Lauerzersees muss man noch um die Hochflue herumfahren und ergattert dabei letzte Blick auf den Urner See. Wir haben den Rückweg nach Goldau auf dem offiziellen SchweizMobil-Radweg zurückgelegt, landschaftlich reizvoller ist jedoch die ruhigere Südseite ohne direkte Autobahnnähe.

51.3km

07:42

2,520m

2,520m

Alpine, aber durchgehend sehr gut mit dem Gravelbike fahrbare Tour über den "Chinzig Chulm". Zwei lange Anstiege, insbesondere der zweite in Richtung Chinzig besitzt einige steile Passagen. Zwischenverpflegung und -belohnung: Bergrestaurant Lipplisbüol.

47.8km

04:41

1,570m

1,570m

Die Runde zur Rosenhöchi zeigt die Gegend zwischen Einsiedeln, Sihlsee und Ybrig von ihrer angenehm abwechslungsreichen Seite. Direkt nach dem Start geht es kurz und knackig nach oben, danach wechseln sich ruhige Nebenstrassen, Wiesenwege, Kies und einfache Trails ab. Lange Passagen oberhalb des Sihlsees fahren sich entspannt, bevor es Richtung Rosenhöchi und Alp Wildegg zunehmend alpiner wird.

Technisch bleibt die Strecke insgesamt gutmütig. Etwas Aufmerksamkeit braucht die Abfahrt zwischen Chli und Gross Aubrig, und die rund 200 Höhenmeter auf der Satteleggstrasse gehören leider ebenfalls dazu. Dafür geht es nach der Passhöhe schnell wieder auf ruhigere Wege zurück Richtung Sihlsee. Über das Viadukt führt die Runde schliesslich nach Einsiedeln zurück.

Unbedingt genügend Zeit fürs Einkehren einplanen. Die Alp Wildegg liegt dafür ungefähr dort, wo eine Pause ohnehin sinnvoll erscheint. Und wer danach noch eine Begründung braucht: Der Klostergarten in Einsiedeln liegt direkt am Ziel.

50.4km

03:42

1,380m

1,450m

Eine abwechslungsreiche Verbindung von Glarus nach Lachen, die zwei sehr unterschiedliche Seen miteinander verknüpft. Statt direkt zum Klöntalersee geht es zuerst über die ruhige Schwammhöchi, bevor die Strecke entlang des Sees Richtung Schwialp führt.

Der Übergang ins Wägital ist der anspruchsvollste Teil: steil, grob und mit mehreren kurzen Schiebepassagen. Rund zwanzig Minuten sollte man dafür einkalkulieren. Danach folgt eine gut fahrbare, stellenweise ruppige Abfahrt zum Wägitalersee.

Die westliche Seeseite ist angenehm ruhig. Über die Staumauer und Vorderthal geht es anschliessend auf Velo- und MTB-Wegen weiter Richtung Zürichsee und nach Lachen. Eine Runde mit viel Abwechslung, einigen echten Gravelkilometern und einem Übergang, den man so wohl nur mit dem Velo sinnvoll verbindet.

63.0km

04:55

1,640m

1,860m

Von Wattwil nach Salez führt diese lange Traverse einmal quer durchs Toggenburg und immer näher an den Alpstein heran. Die Strecke beginnt erstaunlich entspannt, bevor bei Nesslau die ersten Gravelwege und kurzen Singletrails folgen. Die kleine Zusatzschlaufe Richtung Markenberg kostet ein paar Kilometer, bringt dafür aber schöne Abschnitte abseits der direkten Verbindung und immer wieder freie Sicht auf die Churfirsten.

Später verläuft die Route entlang der Thur und durch ruhige Talabschnitte, bevor der Säntis zunehmend das Bild bestimmt. Seine steilen Felsflanken bleiben im weiteren Verlauf über viele Kilometer präsent. Gefahren wird auf einer Mischung aus kleinen Strassen, Schotterwegen und kurzen Trails. Die Höhenmeter verteilen sich angenehm über die Strecke, extreme Rampen bleiben aus.

Im letzten Drittel folgt man der Ostseite des Alpsteins Richtung Rheintal. Kurz vor Salez lohnt sich der Blick zurück: Hinter einem liegt eine lange, abwechslungsreiche Strecke zwischen Churfirsten und Säntis. Und praktischerweise endet sie direkt am Bahnhof.

65.0km

04:58

1,750m

1,690m

Die grosse Runde ab St. Gallen verbindet den Bodensee mit den Hügeln des Appenzellerlands. Gleich zu Beginn fordert das Riederen-Tal entlang der Goldach Konzentration: Der Weg ist ruppig und lässt den Beinen wenig Zeit zum Aufwachen. Eine ruhigere Variante findet sich ebenfalls in dieser Collection.

Nach dem kurzen Abstecher ans Wasser gewinnt die Strecke am Rorschacherberg rasch an Höhe. Via Grub, Wald und Trogen geht es über zahlreiche Kuppen nach Appenzell. Der Alpstein bleibt dabei fast ständig am Horizont – mal breit und nah, mal hinter Wald und Wiesen verborgen. Appenzell bietet sich für eine längere Pause an. Der Rückweg nach St. Gallen ist ruhig und gut fahrbar, zieht sich nach den vielen Wellen aber etwas. Zum Schluss wartet der Abstecher zu den Drei Weieren mit Aussicht über die Stadt und bis zum Bodensee.

54.3km

04:12

1,520m

1,490m

50 Minuten von Zürich - und man ist in einer anderen Welt. Die Einrollphase ab Walenstadt ist kurz und der Anstieg zur Hochebene „Palfries“ ziemlich steil, aber auch sehr genial. Permanenter Churfirstenblick aus der ersten Reihe macht die Sache mehr als kurzweilig und rein optisch ziemlich überwältigend. In die Abfahrt nach Sargans haben wir noch ein kleines Schmankerl eingebaut - die ganze Runde ist definitiv einen Trip wert!

46.7km

04:05

1,640m

1,600m

Engadin oder die Dolomiten rund um den Rosengarten? Braucht man nicht, wenn man rund um den Vilan fahren kann. Sehr steil im Anstieg (von Jenins aus), aber sehr (wirklich sehr!) lohnenswert. Zumal dann, wenn man - wie wir - Mitte Oktober fährt. Lerchen in Prachtfarben, graue Felswände die richtiggehend leuchten, Flechten, die das Ganz mit weiteren Zwischenfarbtönen vervollständigen. Absolute Premium-Gravel-Runde!

In der Abfahrt Richtung Seewis durchquert man das Sumpfgebiet Sadrein. Dort muss man sich auf rund 45 Minuten Auf- und Absteigen, zwischendurch schieben und das Rad auch mal über den Bach heben einstellen.

In Seewis gibt es leider schon länger kein Café oder Restaurant mehr. Dafür einen Spar. Also: Bier kaufen und auf einer Sonnenbank mit Blick ins Prättigau genissen!
Start und Ziel in Bad Ragaz, in nur gut 70 Minuten von Zürich aus erreichbar.

64.0km

04:57

1,620m

1,380m

Von Samedan führt die Tour über Pontresina und Morteratsch ins Val Bernina. Schon die ersten Kilometer liefern viel Engadin: weites Tal, Morteratschgletscher und Biancograt. Der Aufstieg zum Berninapass verläuft meist auf Radwegen und Trails, stellenweise bewusst kurz auf der Strasse.

Vom Pass geht es rund 600 Höhenmeter schnell auf Asphalt hinunter nach San Carlo. Danach folgt der Anstieg ins Val da Camp Richtung Rifugio Saoseo und Albergo Camp. Ab dort wird es alpiner: erst gut fahrbarer Singletrail, später zunehmend On-and-off. Ab dem Lago di Val Viola braucht es für den Übergang zum Pass da Val Viola ungefähr 45 Minuten, wobei zwischendurch immer wieder fahrbare Stücke kommen.

Auf der italienischen Seite ist wieder alles fahrbar. Anfangs ruppig, dann zunehmend schnell rollt die Strecke lange durch das Val Viola hinunter. Nach der Querung der Strasse zwischen Passo Foscagno und Bormio folgt ein entspannter Höhenweg Richtung Torri di Fraele. Noch rund 150 Höhenmeter, dann liegt der Lago di Cancano vor einem.

64.2km

05:20

2,110m

2,790m

Vom Lago di Cancano geht es zunächst über breite Gravelwege ins Valle Forcola, später wird die Strecke deutlich alpiner. Der lange Anstieg Richtung Bocchetta di Forcola ist fordernd, aber immer wieder fahrbar. Oben folgen nur wenige Minuten Schieben, danach läuft der Singletrail überraschend gut bis zum Umbrailpass.

Nach der langen Strassenabfahrt nach Sta. Maria beginnt der zweite grosse Anstieg. Über Pütschai und Lü geht es weitgehend ruhig und sehr gut fahrbar Richtung Pass da Costainas. Ab Lü wieder auf Gravel, zum Schluss mit einigen steileren Rampen.

Hinter dem Pass beginnt eine schnelle, sehr schöne Abfahrt Richtung S-charl. Erst Singletrail, später breite Gravelwege. Durch die Schlucht geht es schliesslich bis Scuol und zur Gurlainabrücke gegenüber der Kirche San Geer.

69.0km

04:58

1,990m

1,990m

Alpine Gravel-Runde von Chur nach Chur (in unserem Fall: von Felsisberg nach Felsisberg) durch drei Täler (Domleschg, Lenzerheide, Schanfigg) und mit vielen besonderen Streckenabschnitten: u.a. "Polenweg" (wurde 1940/41 von internierten polnischen Soldaten gebaut) zwischen Rothenbrunnen und Scharanz, Churer Joch ab Parpan, Singletrail vom Churer Joch bis Hünerchöpf (Tschiertschen).

50.9km

04:19

1,720m

1,710m

Der Heinzenberg ist keine spektakuläre Hochgebirgsarena. Aber genau das macht diese Runde so stark. Sie verbindet flowige Trails, ruhige Wirtschaftswege und eine grosse alpine Bühne zu einer der schönsten Gravelrunden Graubündens (ok, finden wir). Schon kurz nach dem Start geht es über einen schmalen, aber sehr gut fahrbaren Singletrail hinunter zum Rhein. Danach rollt man entspannt durch die Felder Richtung Thusis, bevor die Tour alpiner wird.

Der Aufstieg auf den Heinzenberg verläuft grösstenteils auf Wander- und Wirtschaftswegen neben der Strasse. Der Untergrund wechselt regelmässig zwischen längeren Gravelabschnitten und kurzen Teerpassagen. In Tschappina lohnt sich ein Halt mit Blick auf den Piz Beverin, besonders wenn oben noch Schnee liegt. Überhaupt lebt die Runde stark von ihren Perspektiven: Domleschg, Calanda, Feldis, die Rückseiten der Lenzerheide-Gipfel, später sogar Safiental, Rheinschlucht und die Surselva.

Nach dem kleinen Skigebiet mit seinen alten Schleppliften verändert sich die Stimmung. Die Route quert nun lange und aussichtsreich dem Hang entlang, vorbei an unzähligen Maiensässen. Der Heinzenberg wirkt dabei angenehm aus der Zeit gefallen. Die Abfahrt liefert zum Schluss alles, was eine Alpine-Gravel-Tour ausmacht: schnelle Schotterwege, schöne Singletrails und auch technischere Passagen mit Blick auf die Rheinschlucht und die Flimser Felsen.

63.7km

04:19

1,850m

1,850m

Von Thusis führt die Runde zunächst durch die Viamala und weiter über Zillis und Andeer ins Rheinwald. Besonders schön fährt sich der Abschnitt oberhalb des Sufnersees Richtung Splügen, bevor in Sufers der eigentliche Hauptanstieg beginnt.

Der Weg zum Lai da Vons zieht sich lange über dem Tal nach oben. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht weiter: über Sufers und Splügen bis Richtung San Bernardino. Genau hier liegt für uns der stärkste Abschnitt der Tour. Das Rheinwald, das man sonst oft nur auf der Durchfahrt erlebt, bekommt von oben plötzlich eine ganz andere Dimension.

Danach folgt eine lange Abfahrt zurück Richtung Andeer. Zum Schluss führt die Strecke noch einmal durch die Viamala nach Thusis. Eine abwechslungsreiche Runde mit viel Talgeschichte, ruhigen Wegen und einem ziemlich guten Grund, das Rheinwald einmal nicht einfach zu durchqueren.

71.4km

07:56

2,290m

1,790m

**************************************************************
Tour-Alternative ohne Singletrailabschnitt vor Pigniu:
https://kurzlink.ch/cpp4

**************************************************************

Die Surselva ist keine Gegend, die permanent mit grossen Gesten arbeitet. Sie ist friedlich, hübsch und über viele Kilometer einfach wunderbar zu fahren.

Von Bonaduz geht es zunächst durch den Wald und schon nach kurzer Zeit blickt man in die Rheinschlucht. Über Versam und Valendas rollt die Strecke Richtung Ilanz. Wenn offen, lohnt sich in Valendas ein Halt im Gasthof zum Brunnen – der Zwetschgenkuchen ist Grund genug.

Ab Ilanz wird es deutlich ernster. Der Anstieg nach Ruschein ist steil, die wenig befahrene Strasse aber gut zu fahren. Danach folgen schöne Übergänge Richtung Siat, Pigniu und Andiast. Vor Pigniu lässt sich die Strasse über einen kurzen Singletrail abkürzen. Der ist teilweise fahrbar, teilweise ruppig und spart dafür rund 250 Höhenmeter.

Zwischen Waltensburg und Brigels wechselt der Untergrund immer wieder zwischen Strasse, Gravel und Wiesenwegen. Der landschaftlich schönste Abschnitt folgt anschliessend zwischen Brigels und Schlans: ruhige Gravelstrassen, viel Höhe, kaum Verkehr und weite Blicke über die Surselva.

Ab Trun wird es wieder entspannter. Die Strecke folgt dem Vorderrhein auf Gravel Richtung Disentis. Ganz zum Schluss kommen zwar nochmals einige Höhenmeter zusammen, dafür begleitet einen bereits der Blick auf die Klosteranlage von Disentis.

49.2km

04:14

1,980m

1,980m

Eine abwechslungsreiche Runde von Ilanz rund um den Piz Mundaun. Der lange Anstieg führt zunächst über Obersaxen hinauf, danach wechseln sich kleine Bergstrassen, Gravelwege und kurze Singletrail-Passagen ab. Besonders schön ist der Abschnitt über die Alpen Prada, Näll und Nova: lange fährt man hoch über der Surselva, später wechselt die Strecke ins Lugnez.

Ab Alp Sezner geht es deutlich schneller bergab. Über Vignogn, Vattiz und Vella folgt zum Schluss noch einmal ein Anstieg via Morissen zur Bündner Rigi. Die letzte Abfahrt nach Ilanz ist stellenweise steil, aber technisch unkompliziert.

Eine stimmige Runde mit viel offenem Gelände, guten Ausblicken und genügend Abwechslung unter den Reifen.

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Activities

33

Distance

1,962 km

Duration

167:01 h

Elevation

59,740 m

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