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Gutermann

thomas-ist-draussen.de Meine neue Homepage. Dort werden nun ausführlicher meine Wanderungen porträtiert werden.
Egal - ob wandern oder mit dem Bike, runter vom Sofa, oder noch ein Zitat von Fritz Meinecke: LIFE BEGINS AT THE END OF YOUR COMFORT ZONE.
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went for a hike.

7 days ago

Die Auenschreck Tour

Alles begann mit einer Idee. Nein, nein, wir waren zum Kaffee geladen und aus der Plauderei entsprang die Idee. Auch nicht ganz richtig – Kaffee und Kuchen gab es – Check. Unterhaltung über den Maler Hans Rothe, Norwegen-Urlaub und den Auenschreck – Check. „Auenschreck?“, fragte ich, „was ist der Auenschreck?“ „Na, die Arbeiterbahn zu DDR-Zeiten, die von Leutzsch nach Merseburg fuhr“, sagte mein Gegenüber. Und nun beginnt die Geschichte und was daraus folgte. Der Auenschreck, um es kurz zu erläutern, war für Werktätige (und andere) ein Zug, der täglich von Leipzig nach Merseburg fuhr. Die Bevölkerung nannte den Zug liebevoll „Auenschreck“. Eine Anekdote, die mir erzählt wurde, wie es zu dem Namen kam, lautet folgendermaßen: Holzfäller, die in der besagten Aue Holz schlugen, erschraken, als auf einmal durch Wald und Flur ein Zug durch die Auenlandschaft fuhr. Nun aber wirklich, wie alles begann. Bereits an dem Nachmittag machte ich mir eine Notiz: „Wie verläuft die Strecke? Die möchte ich bewandern.“ Das Internet weiß alles, nur eine genaue Streckenführung nicht. Mein Freund Frieder fand aber doch im Web ein Messtischblatt mit dem Bahnlinienverlauf. Kennt Ihr den Begriff Messtischblatt? Ich nicht. Topografische Karte sagt man heute dazu auch. Damit war klar: Ich werde die ca. 27 km Strecke als Wandertag absolvieren. Und es wird noch besser – Frieder kommt gleich mit. Mit Begeisterung machten wir einen Termin fest. Wanderstiefel an, Frühstück in den Rucksack. Ich fuhr mit den Öffis zum ehemaligen Bahnhof nach Leutzsch. Frieder war schon vor Ort. Durch einen Zufall – oder wie kann man es anders nennen – war die Tür zur alten Wartehalle offen. Wir gingen sofort rein, in das Lost Place, um das alte Feeling aufzunehmen. Überall lag Schutt und Müll herum, und auch versuchte man an manchen Stellen, aus dem alten Bau etwas Neues zu machen. Frieder, der generell viel Ahnung von der Reichsbahn und speziell vom Auenschreck hatte, erzählte, dass bis 1993 – ich hoffe, die Zahl stimmt – Sanierungsarbeiten stattfanden. Heißt: Es wurden neue Schwellen verlegt. Beton und nicht Holz – die sah man immer mal wieder auf unserer Tour. Fuhr der Zug dann noch bis 1993 auf neuen Schwellen? Großes Fragezeichen. Raus aus dem alten Gebäude und wir liefen am neuen Schienenstrang entlang, den u. a. die S6 nutzt, bis zum neuen Leutzscher Bahnhof. Wir querten die Kreuzung und waren nach ein paar Schritten aus dem urbanen Gelände in der Natur angekommen. Obwohl wir immer noch in Leipzig waren, hatten wir zumindest den Trubel hinter uns gelassen. Ein altes, verlassenes Stellwerkhäuschen, das wir auf der linken Seite sahen, hatte noch den Schriftzug „Leipzig-Leutzsch“. Unweit davon fand ich acht Getränkedosen – also wird der Trampelpfad auch von anderen benutzt. Noch liefen wir parallel am neuen Schienenstrang weiter, das sollte sich aber gleich radikal ändern. Unser Weg ging scharf nach rechts am Feldrand entlang. Der Bauer hatte das Feld bereits bestellt – das wollten wir nicht zerstören. Nun war es nicht mehr weit bis Burghausen. Wir sahen schon die Brücke der Leipziger Straße. Davor war eine Bank, die wir okkupierten. Mittagszeit. Frieder gönnte sich ein mitgebrachtes Spezi, dazu aßen wir Brot und Brötchen. Wenn ich mir die Karte anschaue, liefen wir bis zum Tagesziel parallel – auch wenn wir ihn nie zu Gesicht bekamen – zum Elster-Saale-Kanal. Das alte Schienenbett war bis zum Schluss erkennbar, teilweise lagen noch die Eisenbahnschwellen da. Das alte Gleis war komplett weg – vermutlich ist Metall zu wertvoll, um es in der Natur liegen zu lassen. Die Schwellen waren aus Beton, um die kümmerte sich niemand. Das stimmt nicht ganz: Mal waren sie weg, mal übereinander gestapelt im Gebüsch, oder sie lagen noch verstreut herum. Was wir von Anfang an machten – und das war uns wichtig – war, auf dem alten Schienenstrang zu laufen. Wir gaben uns Mühe, egal wie strapaziös es war, mit den Füßen darauf zu bleiben. Das war nicht immer einfach: Dornengestrüpp, Brombeeren – vermutlich – machten es uns nicht leicht. Ehrlicherweise gab es auch Abschnitte, da mussten wir ausweichen, da war kein Durchkommen. Und so ging es wie am Schnürchen weiter. Wir kamen am Vogelschutzgebiet bei Dölzig vorbei, sahen später den Kirchturm von Kleinliebenau und das Gewässer vom Kieswerk. Wir überschritten die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt und die Häuser von Kötschlitz kamen in Sicht. Frieder sagte: „Da vorne ist doch das Dölkauer Schloss.“ Stimmt! Sind wir am Anfang bei bedecktem Himmel losgelaufen, kam nun die Sonne zum Vorschein. Aber wir ahnten beide: Lange werden wir heute nicht mehr laufen. Am Ende hatten wir noch eine harte Nuss zu knacken. In Gören, kurz vor unserer Abfahrt an der Bushaltestelle (das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht), war eine offene Gärtnerei mit eigenen Feldern davor. Und das war eine Sackgasse. Drei Möglichkeiten gab es: den bequemeren Weg drumherum zu laufen, über zwei Zäune zu klettern oder durch ein Dickicht voller unwegsamer Schlingen, Dornen, Unkraut – was weiß ich. Eine Machete wäre das richtige Werkzeug gewesen. Was denkt ihr, haben wir gemacht? Richtig – Straße oder Weg, das kann jeder. Aber das Dickicht ohne Hilfsmittel zu durchqueren – das war genau nach unserem Geschmack. Das macht uns so schnell keiner nach. Zumal wir in der Mitte noch über einen stinkenden Bachlauf springen mussten (bitte, bitte nicht reinfallen!). Und, ta ta ta ta – wir haben es gemeistert. Wir standen an der Leitplanke der B186. 300 Meter vor uns der Bus. Wir schauten uns glücklich an. Frieder sagte nur: „Geil.“ Und damit meinte er nicht die Bushaltestelle. Aber für uns war heute hier Schluss. Ob ihr es glaubt oder nicht: Wir saßen auf der Bank im Bushaltestellenhäuschen, und es fing an zu regnen. Alles richtig gemacht, dachten und sagten wir beide wie aus der Pistole geschossen. Übernächste Woche geht’s weiter. Dann rocken wir den zweiten und letzten Teil bis Merseburg – versprochen

Time

7h28m

Distance

15.1km

Speed

4.1km/h

Ascent

110m

Descent

110m

, , and others like this.

about 11 hours ago

Nice idea (maybe a bit crazy) and then you went through with it. I like that. I must have crossed the route yesterday too. However, I didn't notice it. I was always surprised by the remains of railway crossings on the B186 and the parallel "LPG-Weg".

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and went for a hike.

March 23, 2026

1. Etappe Saale Horizontale von Kupferplatte nach Jena Lobdeburg

Bye, bye Saale Horizontale. 91 km pures Wandervergnügen sind heute zu Ende gegangen. Die letzte Etappe hatte es nochmal in sich – hoch und wieder runter. Dafür wurden wir mit weiten Aussichten ins Tal nach Jena und Umgebung belohnt. Start war am Bahnhof Jena Paradies, und schon ging es – nach dem kleinen Stadtpark – direkt hoch in die Mittlere Kernberghorizontale. Günni war natürlich wieder dabei, und wir erkannten an vielen Details: Hier waren wir schon mal. Das schmälert das Wandererlebnis aber kein bisschen. Im Gegenteil – ich gebe hiermit ein kleines Geheimnis preis: Dieser Abschnitt ist mein Favorit. Neun Touren haben wir hinter uns, und damit darf ich entscheiden – tada, tada, tada… Etappe 1, du verdienst die Krone 👑 So, genug Lobhudelei. 15 km lagen vor uns, und viele Bänke würden uns unterwegs zuflüstern: „Kommt her, setzt euch, ihr habt es verdient.“ Wie so oft ging es erstmal vom Tal nach oben. Ich habe direkt am Anfang die Jacke ausgezogen und bin im T-Shirt los. Oben fanden wir schnell den Terrassenweg – an einer Bank vorbei und dann weiter auf einen Singletrail. Der war verdammt schmal, sodass wir nur im Gänsemarsch laufen konnten. Ein Schritt daneben… lieber nicht. Nach etwa 50 Metern kam uns das Ganze dann doch komisch vor. Der Pfad wurde einfach nicht breiter. Sollte das wirklich der richtige Weg sein? „Klar“, sagte ich zu Günni, „das wird schon besser, lauf weiter.“ Innerlich hatte ich da schon meine Zweifel – also doch Komoot gezückt. Mist. Falsch. Zwei Terrassen – und wir waren auf der unteren. Also zurück, Serpentinen hoch, wieder an einer Bank vorbei… und dann: Aaah. Der richtige Weg. Gleicher Verlauf, aber deutlich entspannter. Ich weiß, es klingt wieder nach Lobhudelei, aber es war einfach so schön. Der Abschnitt erinnerte mich total an die Terrassenwege im Elbsandsteingebirge rund um Schmilka – schmale Pfade entlang von Felsbändern. Nur eben hier als Schotterweg an Muschelkalkfelsen. Nichts für Menschen mit Höhenangst, aber ein Traum für Genusswanderer. Da wir nicht weit von der Uni entfernt unterwegs waren, kamen uns immer wieder Jogger entgegen – vermutlich alle gerade „auf dem Weg zur Vorlesung“ 😉 In der Nähe vom Steinbruch Wöllnitz ist der Weg – warum auch immer – mit einer Stahltrosse gesichert. Von dort hat man einen schönen Blick auf die andere Seite. Ich meinte zu Günni: „Da werden wir gleich sein. Was schätzt du?“ Ich sagte 20 Minuten, er 10. Am Ende: 9 Minuten. Punkt für Günni. Die nächsten Kilometer führten eher durchs Hinterland – die Saale war erstmal weg. Dafür trafen wir einen Mann, der nach seinem Hund pfiff. Auf unsere Nachfrage meinte er nur: „Irgendwo da oben.“ Kurz darauf kam das Kraftpaket angeflitzt – bestimmt 50 kg, ein ungarischer Vizsla, sechs Jahre alt und voller Energie. Der Hund war schneller den Berg hoch als wir – wenig überraschend. Als wir wenig später Mittag machen wollten und eine Bank anpeilten, saß dort… genau: der Hundemann. Und als hätte er geahnt, was wir vorhatten, zog er einfach eine Bank weiter. Perfektes Timing. Noch etwa 5 km bis zum Ziel, und wir lagen gut in der Zeit. In der Ferne entdeckte Günni eine alte Burg oder Ruine und meinte, da kommen wir bestimmt vorbei. Ich greife vor: Genau so war es – die Lobdeburg am Schlossberg. Langsam konnte man die Stadt nicht nur sehen, sondern fast schon riechen. Ein kleines Rätsel blieb allerdings: Wo stand eigentlich das typische Start-/Etappenschild? Ich habe es jedenfalls nicht gefunden. Schade. Unser Ziel war jetzt die Straßenbahn in Neulobeda. Die brachte uns zurück zum Ausgangspunkt. Dort noch zwei alkoholfreie Biere gekauft – und dann ging’s heim. Es war ein sehr schöner Abschluss. Geliebte Saale Horizontale – du wirst uns in bester Erinnerung bleiben.

Time

6h59m

Distance

15.5km

Speed

4.0km/h

Ascent

370m

Descent

350m

, , and others like this.

March 26, 2026

You missed the sign for the first stage by a few meters. It is located above the Klinikum at a staircase.

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March 18, 2026

2. Etappe Saale Horizontale von Wogau nach Kupferplatte

Wenn ich gefragt werde: „Sag mal, was machst du eigentlich nächste Woche?“, dann sage ich gerne im Spaß: „Warte mal, ich schaue in meinen Kalender: Montag, Wandertag, Mittwoch, Donnerstag …“ Nur geht diesmal mein Gag nicht auf – wir sind aus organisatorischen Gründen an einem Mittwoch gestartet. Letzte Woche endete unsere Wanderroute in Wogau an der Bushaltestelle. Ihr erinnert euch bestimmt noch an unser Fiasko – Nahverkehrsstreik – dafür aber die positive Wendung: Wir wurden von einem freundlichen Ehepaar mitgenommen. Das heißt im Klartext: Wogau, wir kommen! Schnelle Anreise mit Bahn und Bus, und los ging es. Ich hatte es schon mal geschrieben: Die Wegemarkierungen sind exzellent angebracht, Verlaufen ist nicht ohne weiteres möglich. Oder doch? Na klar – ich habe Günni zugetextet (wie immer!), und schwuppdiwupp waren wir an dem kleinen Schildchen „SH“ vorbei. Der Wanderweg ging nach links – wir liefen aber erstmal nach rechts in ein Dorf namens Großlöbichau. Hätten wir das nicht getan, hätten wir nicht die niedlichen Hühner gesehen, meinte Günni scherzhaft. Etwa 600 Meter, würde ich schätzen, mussten wir wieder zurück. Wir waren ja erst am Anfang der Tour – also noch genug Akkuleistung in den Beinen. Unser erstes größeres Ziel war Jenaprießnitz. Am Dorfeingang sahen wir in einem Grundstück mit Hanglage mehrere Baumhäuser. Das sah beeindruckend aus. Weiter ging es über den Hausberg allmählich zum Höhepunkt unserer Tour: dem Fuchsturm. Dort stand eine Bank in der Sonne – die haben wir gleich beschlagnahmt und „Middach“, wie der Sachse sagt, gemacht. Der aus Stein errichtete Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist Teil der „Sieben Wunder Jenas“, verriet mir das schlaue Internet. Oben auf dem Turm waren wir auch – ein herrlicher Rundumblick! Ein Blick auf die Uhr: Ich glaube, ab hier hatten wir ungefähr Halbzeit, was die Kilometer anging. Oh – wir müssen weiter, es wird bald dunkel. Wir liefen am Fritz-Weimar-Gedenkstein entlang und sahen ab hier eine Zeit lang immer wieder den Fuchsturm. Mit seinen 30 Metern ragte er als das Höchste in der Gegend heraus. Immer wieder wechselten sich Waldpassagen mit großen Wiesen und Feldern ab. Wie schön, dachte ich, muss das erst im Sommer aussehen, wenn hier alles in sattem Grün steht. Was ist denn das Rosafarbene dort vorne in der Natur? Wir brauchten lange, um es zu deuten. Ein Sofa hier? Genau – ein Plüschsofa auf einer Wiese. Aber keine Panik, kein Umweltfrevel: Es steht auf einem gepflegten Privatgrundstück. Nicht weit von dem Sofa entfernt war „Peter Lustig“ mit Strohhut beim Frühjahrsputz. Peter, der eigentlich Heinz heißt und an der Orla bei Neustadt (genauer – irgendwas mit „Wolf“ hieß das Nest) wohnt, hat uns auf ein Bier eingeladen, nachdem wir uns lange und sehr nett unterhalten hatten. Das tat uns nicht nur in der Seele, sondern auch in der Kehle leid – wir mussten absagen. Die Zeeeiiit drängte! Das letzte Drittel der Wanderung führte durch die Kernberge. Die Kernberge sind – für mich gesprochen – der schönste Teil in und um Jena. Die Terrassenwege mit Blick auf die Stadt, zum Beispiel auf das Wahrzeichen, den JenTower. Die ursprüngliche Bezeichnung in den Bauunterlagen für den Forschungsneubau des VEB Carl Zeiss Jena war übrigens „FNB 71“. Quelle, nicht Qualle → Internet. Nun war es nicht mehr weit. Ein schöner Wandertag bei etwa 13 Grad und viel Sonne neigte sich dem Ende zu. Noch schnell die Teufelslöcher passiert, und schon ging es über die Stadtrodaer Straße durch den angrenzenden Citypark an der Saale zur Bahnhaltestelle Jena Paradies. Punktlandung: Fünf Minuten später fuhr unser Zug – pünktlich!

Time

7h02m

Distance

16.1km

Speed

4.0km/h

Ascent

360m

Descent

430m

, , and others like this.

March 20, 2026

That's exactly how it was! Heinz lives in Wolfersdorf, by the way. He was really great. He dared to talk to us. That's very rare for us. We need more people like that, but then we would have to shorten our tours because of the beer in between!

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March 10, 2026

3. Etappe Saale Horizontale von Kunitz nach Wogau

Die Etappe 3 der Saale-Horizontale führte uns von Kunitz nach Wogau. Die Anreise war wie letzten Dienstag: nach Jena-Zwätzen und dann ging es im ersten Teil der Wanderung steil nach oben zur Burg Kunitz. Burg Kunitz, Burg Kunitz – da stimmt doch irgendetwas nicht? Da waren wir doch erst letzte Woche. Schnell auf den Wanderplan geschaut, und siehe da: Alles stimmte. Aber wieso wiederholen wir einen Teil der Wanderung? Die Lösung ist ganz einfach. Letzte Woche waren wir auf einem Rundwanderweg von Kunitz nach Kunitz unterwegs. Heute dagegen ging es von Kunitz weiter nach Wogau – und vermutlich ließ sich das anders nicht planen, sodass wir einen Teil der Strecke von letzter Woche noch einmal laufen mussten. Das war aber überhaupt nicht tragisch, denn die Stationen wie der Weinberg, der Feldherrenhügel, der Singletrail durch den Wald und die Burgruine waren auch ein zweites Mal schön zu erwandern. Nun ging es aber wirklich ins „Neuland“. Wir waren oben, nun ging es wieder hinunter ins Tal nach Laasan. (Laasan klingt übrigens wie ein Haarshampoo-Werbeslogan: „Das neue Laaaaaasannnnn – macht mein Haaaaaar geschmeidig schön.“) Dort an der Straße las ich auf einem Schild „Hufeisen-Jenzig“. Das wiederum erinnerte mich an die Kleine Hufeisennase rund um die Dresdner Waldschlößchenbrücke. Da gab es vor Jahren deswegen einen zentralen Baustopp, begleitet – wenn ich mich nicht irre – von Radio PSR. Egal – ein schöner Landstrich lag vor uns. Wenn ich jetzt, während ich diesen Text schreibe, auf die Karte schaue, sehe ich: Erst ging es mit voller „Fahrt“ nach links, um dann wieder mit voller Fahrt nach rechts weiterzugehen – ohne denselben Weg zu laufen. Irgendwo im Nirgendwo, also zwischen diesen beiden „Fahrten“ (ihr versteht schon – wir fuhren mit dem Fußbus), haben wir Mittag gegessen. Nichts Spektakuläres – Brotzeit eben, mit Wasser als Beilage. Ein Blick auf die Uhr – oh, nun aber etwas schneller laufen. Wir hatten uns vorgenommen, den Bus in Wogau zu bekommen. Das klappte dann doch nicht, denn wir trödelten lieber noch ein wenig. Vielleicht war auch mein kurzes Fotoshooting daran schuld. Die letzten Schritte – um genau zu sein etwa 800 – gingen steil nach unten ins Ziel, ins Dorf Wogau. Zur Bushaltestelle war es nicht mehr weit. Dort angekommen erfuhren wir: Heute fährt wegen eines Warnstreiks der öffentliche Nahverkehr nicht. Eventuell ein Notbus – nur ob und wann, das wussten auch die drei Einheimischen nicht, die nur mit den Schultern zuckten. Was macht man da in der Einöde? Frustriert an den Fingernägeln kauen und hilflos weinen? Auch eine Option. Zweite Option: nach Jena laufen. Kürzeste Strecke etwa fünf Kilometer am Straßenrand entlang – eher suboptimal und erst einmal verworfen. Dann fiel mir noch das Trampen ein. Günni war skeptisch, ob das klappt. Nur ich hatte damit in letzter Zeit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte noch nicht lange den Daumen in den Wind gehalten, da hielt ein Auto mit zwei netten Herrschaften. Sie nahmen uns ohne Zögern mit nach Jena. Und nicht nur das: Sie fuhren uns direkt zum Bahnhof Paradies. Ist das nicht großartig, solche netten und hilfsbereiten Menschen zu treffen? Ich beantworte meine Frage gleich selbst: JAAAAA. Wir hatten noch ein wenig Zeit, bevor der Zug uns nach Hause brachte. Also kauften wir noch ein paar Getränke für die Bahnfahrt ein. Somit ging wieder ein sehr schöner Wandertag zu Ende – mit Günni. Das hatte ich fast vergessen zu erwähnen.

Time

6h38m

Distance

14.5km

Speed

3.8km/h

Ascent

460m

Descent

400m

, , and others like this.

March 11, 2026

I can't remember ever hitchhiking before! And now, at 63, my first time. I never would have thought it!

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March 3, 2026

4. Etappe Saale Horizontale von Kunitz nach Porstendorf

Dienstag – Wandertag. Und ich bleibe dem Motto treu. Dieser Dienstag war wieder einer in alter, bewährter Tradition: Günni, mein treuer Wanderbursche, ist aus dem Winterschlaf erwacht und endlich wieder mit von der Partie. Den Saale-Horizontale habe ich ja bekanntlich alleine begonnen – nun sind wir wieder zu zweit unterwegs. Und wie das so ist: Wenn es viel zu erzählen gibt, leidet manchmal die Wegfindung. Unsere Konzentration darauf, wo genau der Wanderweg verläuft, war sagen wir mal… ausbaufähig. Bis zum Schluss nagte die Sorge an mir, wir seien falsch gelaufen, weil das typische SH-Wanderschild einfach nicht mehr auftauchte. Überhaupt waren die Markierungen auf dieser 4. Etappe eher sparsam gesät. Stattdessen sahen wir meist nur ein weißes Schild mit rotem Querstrich. Ich spielte bereits mit dem Gedanken, die Etappe am Freitag aus reinen Genauigkeitsgründen alleine zu wiederholen. Zu Hause, am großen Bildschirm, dann die Erleichterung: Wir waren überwiegend richtig unterwegs. Prima! Geplant war, vom Bahnhof Jena-Zwätzen etwa 1,3 km bis zum offiziellen Einstieg der 4. Etappe zu laufen. Doch schon am Anfang fanden wir nach längerem Suchen kein SH-Schild. Macht nichts – denn stattdessen führte uns ein romantischer Feldweg an sonnenverwöhnten Weinhängen entlang hinauf zum Feldherrenhügel. Dort stand eine Bank. Wir setzten uns, blickten ins Tal und beobachteten fünf Winzergehilfen beim Rebschnitt. Beeindruckend – reine Handarbeit. Jeder Rebstock wird ganz individuell beschnitten. Da fragt man sich schon: Was kostet dann so ein gutes Tröpfchen im Fachhandel? Weiter ging es in Serpentinen hinauf zu den Resten der Kuniz-Burg. Potemkinsche Ruine, könnte man meinen. Von unten hui – von oben eher… überschaubar. Natürlich ist das ein bisschen übertrieben. Aber man erwartet von unten eine richtige Burg – meinetwegen eine stattliche Ruine – und steht dann vor einer einzelnen Mauer. Ein kleines Mogelpaket eben. Ha, ha. Noch ein Stück höher erreichten wir eine Plattform mit einer kleinen Bude und ein paar Tischen. Im Sommer wird hier am Wochenende vermutlich bewirtschaftet. Heute allerdings herrschte stille Vorsaison-Romantik. Und dann – ta, ta, ta, taaa! – endlich das typische wellenförmige Logo der Saale-Horizontale. Hier beginnt offiziell die 4. Etappe. Na endlich! Wir waren also doch richtig. Über den Gleisberg führte uns der Weg durch wunderschöne Waldpassagen, über breite Wege und vorbei an offenen Wiesen. Am Horizont tauchte Beutnitz auf. Ursprünglich war die Strecke als Rundweg geplant. Doch ein paar kleine „Stolpersteine“ – jaaa, hausgemacht – führten dazu, dass wir umdisponierten. Wir entschieden uns, nach Porstendorf zu laufen und von dort mit der Bahn nach Hause zu fahren. Etwa 2,1 km waren das noch, wenn ich mich recht erinnere. Fazit: Es war einfach wieder schön, gemeinsam unterwegs zu sein. Ein Stück Natur, ein Stück Gespräch, ein Stück Freundschaft. Macht es nach – es wird euch bereichern. 🌿

Time

5h23m

Distance

10.4km

Speed

4.2km/h

Ascent

250m

Descent

270m

, , and others like this.

March 4, 2026

I want to go again! Ending in Porstendorf was the better decision. I was quite tired at home. Next time, I'd like to add another kilometer.

Translated by Google •

went mountain biking.

February 27, 2026

Mok auf Bock - oder die Erste größere Radtour in diesem Jahr zur Gartenmesse nach Halle an der Saale

Kaum scheint die Sonne frühlingshaft, scharre ich mit der Gartenkralle. So lässt sich meine Gartenmotivation wohl am besten erklären. Deshalb passte es perfekt, Freikarten für die Gartenmesse in Halle an der Saale zu haben. Auch mein Drahtesel staubte schon viel zu lange im Schuppen vor sich hin. Also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – oder besser gesagt: dem Sprichwort eine kleine Ehrenrunde gönnen. Maps zeigte 20 Kilometer an, die Temperaturen sollten an der 20-Grad-Marke kratzen – und sie taten es auch. Gegen 10 Uhr ging es los. Rauf auf den Bock. In meiner Hood kenne ich mich aus, aber ich wollte bewusst nicht den direkten Weg nehmen. Lieber ein paar Schlenker einbauen und dafür die vielen schönen Momente am Wegesrand einsammeln. Mein Schlachtplan sah so aus: über Maßlau, weiter nach Obertau durch die Felder, dann an der Elster entlang bis auf Höhe Burgliebenau. Ein kurzer Boxenstopp im kleinen Supermarkt, um Bananen zu besorgen. Dreimal tief ein- und ausgeatmet und dann weiter Richtung Halle, durch den herrlichen Diskauer Park. Und plötzlich war ich da. Fast genau so lief es auch – mit zwei kleinen Änderungen ab Obertau: Ich entschied mich gegen den Damm, denn der Wind machte mich wahnsinnig. Und es wurden drei Bananen statt zwei. Man muss schließlich auf seinen Körper hören. Dann stand ich vor der Messehalle in Halle an der Saale. Ich muss zugeben, es war mein erster Besuch dort. Der erste Eindruck: eher nüchtern. Nur zwei belegte Hallen – und das nennt sich Gartenmesse? Ich blieb zwei bis drei Stunden vor Ort. Mein Fazit: So richtig überzeugen konnte die Messe mich nicht. Meine Erwartungen waren andere gewesen. Ich hatte mir mehr Wissensvermittlung erhofft, mehr Inspiration – und weniger reinen Verkauf. Zurück bin ich dann mit der S-Bahn. Heute oder Morgen, oder Übermorgen auch auf: https://thomas-ist-draussen.de/

Time

4h53m

Distance

26.1km

Speed

12.4km/h

Ascent

180m

Descent

170m

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March 9, 2026

I know the route well. The castle park is really beautiful. I'll definitely visit it again this year.



On the dam, though, you sometimes really get the feeling that no matter which direction you're going, the wind is always blowing in your face. ;)

Alternatively, you could also ride south of the Elster

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went for a hike.

February 24, 2026

5. Etappe Saale Horizontale von Dornburg nach Porstendorf

Mittlerweile kann ich die Stationen der S-Bahn 6 von Markranstädt nach Naumburg vor mir herbeten. Gut – es sind nicht allzu viele. Ich will eigentlich nur damit sagen, dass die letzten Wandertouren permanent in eine Richtung gehen. Ich habe mich eben noch nicht am Großraum Jena satt gesehen. Auch die heutige Tour aus der Serie der Saale Horizontale gehörte dazu. Ich kam am Bahnhof Dornburg an und hatte gleich einen grandiosen Blick auf die drei Schlösser oberhalb auf der Felsenkette. Ich dachte in dem Moment: Wenn jetzt der Himmel blau wäre und die Sonne scheinen würde, wäre ich im Paradies. Das ist schon ein Stückchen übertrieben von mir geschrieben, aber ich sah zumindest noch Potenzial, was das Wetter betraf. Regen sollte es heute nicht mehr geben, und ab 14 Uhr sollte die Sonne immer mal wieder scheinen. So lange wollte ich nun doch nicht vor der Felsenkette warten. Gleich nach dem Bahnhof kam die Carl-Alexander-Brücke. Eine Stahlbogenbrücke mit drei Fachwerkbögen aus Puddeleisen, 126 Meter lang und aufwendig saniert. Ich krame nicht in meinem „Fachwissen“ – ich habe einfach abgeschrieben, was auf der Tafel stand. Das Imposanteste war ein Blechkasten mit der Aufschrift „Brückenbuch“. Da war ich neugierig und wollte mich eintragen, wenn das gestattet ist, aber der Kasten war leer. Noch war ich im Tal, mir war aber klar: Nun geht’s nach oben. Jacke lieber gleich geöffnet – zum Ausziehen war es doch noch zu frisch. Sebastian von „Outdoor mit Sebastian“, der hätte die ganze Tour im Hoodie abgewickelt. Das nächste kleine Highlight am Wegesrand war eine Kneipp-Anlage. Das Besondere daran: Es gab eine zusätzliche nur für Vierbeiner. Auch hier wieder Wissen vom Schild abgelesen. Pfarrer Sebastian Kneipp – an Lungentuberkulose erkrankt – behandelte sich selbst, indem er Tauchbäder in der eiskalten Donau vornahm. Ob er damit gesundete, stand leider nirgends. Oben angekommen sah ich einen Mann mit sechs Schäferhunden ohne Leine, die aber gruppiert neben dem Besitzer liefen. Zehn Minuten früher wäre ich ihnen vielleicht in einer unübersichtlichen Kurve begegnet. Dann lieber so und nur von oben schauen. Vor mir lag ein Weg, den ich gerne „Terrassenweg“ nenne, obwohl er in der Wandersprache Panoramaweg, Höhenweg oder Aussichtsweg heißt. Mir macht es immer große Freude, von oben ins Tal zu blicken oder zurückzuschauen, was ich schon gelaufen bin. Manchmal sieht das unwahrscheinlich weit weg aus. Der „Terrassenweg“ schlängelte sich eine Weile durch die Landschaft und wurde dann durch ein größeres Waldstück abgelöst. Da es um Jena Winterlinge gibt, hoffte ich, die schönen kleinen gelben Blumen zu sehen. Nun bin ich kein Botaniker, und mein rudimentäres Wissen half mir auch nicht weiter. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe keine entdeckt. Noch 3,6 km bis Trautenburg. Ich hatte noch nie etwas von dem Dorf gehört. 300 Einwohner gruppieren sich um den fünfeckigen Torturm beziehungsweise Burgfried, der auf dem höchsten Hügel im Dorf steht. Ich stand oben und schaute hinunter. Nach allen Seiten waren kleine, hübsche Häuser und Gehöfte zu sehen. Ich konnte mir gut vorstellen, wie es im Mittelalter gewesen sein muss, wenn man von oben sein Dorf und sein Gesinde im Überblick haben wollte. Heute ist das ein komplett anderes Bild. Der Turm ist eine Ruine, und unterhalb leben rechtschaffene Leute, die sich ihr Eigentum schön gemacht haben. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich Mittag machte. Es passte genau mit dem sonnigsten Abschnitt der Wanderung zusammen. Später im Dorf sah ich noch ein Gehöft mit Wild (Rehe und Hirsch, vermute ich) und Hühnern, die friedlich zusammen auf einer Wiese vereint waren. Farm der Tiere. Es ging wieder durch Wald- und Wiesenflächen, aber ich würde mich nur wiederholen, deswegen komme ich jetzt zum Ende. Beutnitz war die vorletzte Station, bevor ich dann noch ca. 2 km bis zum Bahnhof Porstendorf gelaufen bin. Was aber ungeklärt geblieben ist: Bis jetzt stand immer am Anfang einer Etappe ein großes Schild mit einer topografischen Karte und der Beschreibung der Etappe. Auch heute war das so – nur dass es in Beutnitz stand und Porstendorf, der eigentliche Anfang der Etappe, nur als Zubringer zum eigentlichen Saale-Horizontale-Wanderweg galt. Versteht ihr, was ich meine? Von Beutnitz nach Porstendorf gehört eigentlich nicht zur offiziellen Etappe. Im Netz steht das anders. Aber völlig egal. Fazit: Das war die längste Etappe und gehört zu meinen Top 3 rund um Jena. Übrigens: Ich habe neu eine eigene Wanderhomepage. Da wird in den nächsten Tagen, diese Tour auch zu sehen sein. https://thomas-ist-draussen.de/

Time

5h58m

Distance

17.7km

Speed

4.4km/h

Ascent

380m

Descent

380m

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February 25, 2026

Hey Hilli, I also enjoy looking from top to bottom! I like the "bridge book." Maybe we should put one in it sometime? The sun is calling from today. I'll be in touch soon!

Translated by Google •

went for a hike.

February 17, 2026

6. Etappe Saale Horizontale von Zwätzen nach Dornburg

Am Vorabend schaute ich, wie ein Gewohnheitstier, nach dem morgigen Wetter. Diesmal waren sich die Wetterfrösche einig: Es wird, es kann, vielleicht doch nicht, eine Mischung aus Regen und Schneeschauern geben. Das Ganze so um die 0 Grad. Damit konnte ich arbeiten. Ich packte in meinen Rucksack vorsorgehalber neben der Regenjacke noch einen Poncho ein. Sicher ist sicher. Der übliche Rest war gewohnter Standard, der sich bewährt hat, wie z. B. Powerbank, Taschenmesser, Trinkblase und Bemmen-Paket. Ich konnte wieder von Markranstädt starten, die Bauarbeiten waren punktgenau beendet. Zielbahnhof: Jena-Zwätzen. Dort hatte ich letzte Woche aufgehört. Die Bahnfahrt verlief für mich reibungslos. Ich bin aus der Negativserie raus. Angekommen musste ich erst 1,5 km zum Saale-Horizontale-Wanderweg gehen. Das war interessant, hatte ich doch letzte Woche unbemerkt eine andere Route zum Bahnhof genommen. Die schönere mit Ausblick auf Zwätzen hatte ich heute. Glück muss der Mensch haben. Meine Bedenken, wie eventuell vereist die Wege noch sind, kamen nicht zum Tragen. Dafür genau das Gegenteil: verdammt matschig. Meine Hosenbeine konnten ein Lied davon singen. Ein gewisses Grundschämen machte sich auf der Heimfahrt im Zug bemerkbar. Ich sah untenrum aus, als ob „der Junge“ mehrmals hingefallen ist. Noch war es nicht so weit. Ich war ja erst am Anfang der Wandertour und noch sauber und frisch wie aus dem Ei gepellt. Da ich mehr oder weniger noch im Tal war, musste ich mir den Weg nach oben erkämpfen. Ich war recht schnell auf Betriebstemperatur und legte die Mütze beiseite. Immer wieder hörte ich Autos. Später las ich, dass unter mir die viel befahrene Naumburger Straße lag. Was mir bei allen Wanderungen um Jena aufgefallen ist: Bänke, also Möglichkeiten, sich mal hinzusetzen, gibt es hier genügend. Wenn ich da an meine geliebte Sächsische Schweiz denke – das ist dort Mangelware. Ein Stück weiter kam ich am Weidenberg an. Bei schönem Wetter starten hier Gleitflieger. Früher war die NVA hier ansässig – Sicherung des Luftraums, wenn ich mich nicht irre. Mein Weg, auch das sollte ich mal schreiben, ist so gut und lückenlos ausgezeichnet, dass Verlaufen nicht so einfach ist. Das ist auch ein Merkmal, warum ein Wanderweg prämiert wird. Und nun noch einmal: Mein Weg führte mich nach Neuengönna, einer Gemeinde im thüringischen Saale-Holzland-Kreis mit aktuell rund 660 Einwohnern. Dort sah ich auch ein verblasstes Plakat, auf dem der 2. Saale-Horizontale-Hike beworben wurde. Verblasst deshalb, weil 2024. 25 km minimal, besser gleich die Königsstrecke von 42 km, will man hier sehen. Ich dachte nur: alle Achtung, mir reichen hier um die 15 km. Am Dorfende ließ das Kläffen der Hunde nach. Auf einmal war die Sonne da, und der Himmel riss auf, und Blau kam zum Vorschein. Wahnsinn. Und das hatte ich noch nicht geschrieben: Regen oder Schneegestöber, worüber ich mir gestern Gedanken machte, hatte ich überhaupt nicht. 4 km bis zum Ziel, und das Highlight sollte noch kommen: Dornburg, die Stadt mit den drei Schlössern, und Goethe war natürlich auch hier. Ich hatte es nun auch ein wenig satt, nicht wegen des Wetters oder der Kondition, sondern ich schaute mir meine Hosenbeine an. Verschlammt. Leute, das habt ihr noch nicht gesehen, wie verdeckt die waren. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das hinbekommen habe. Bis zum Kniegelenk auf beiden Innenseiten eine Bahn Dreck. Peinlich, aber wahr. Und damit willst du (ich bin per Du mit mir) in die Schlösser gehen und flanieren? Nein, das wollte ich sowieso nicht. Keine Ahnung, ob die überhaupt offen hatten. Das war nur so ein Gedankenspiel. Nun kam ich aber wirklich in Dornburg an. An heißt: an oder auf den Schlössern, die wie eine Perlenkette aneinander mit Park und Gassen verbunden waren. Dabei schaute ich gleich mit offenem Mund hinunter auf die Stadt und auf die namengebende Saale. Nicht umsonst wird die Anlage als der „Balkon Thüringens“ bezeichnet. Ich dachte nur: Hier war ich nicht das letzte Mal. Für heute aber genug gesehen. Ich lief runter zum Bahnhof, schaute nochmals zu den Burgen oder Schlössern hinauf und sagte halblaut: „Ich komme wieder, versprochen.“

Time

4h48m

Distance

15.8km

Speed

4.3km/h

Ascent

400m

Descent

400m

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February 19, 2026

That sounds great! I'd love to come along! If the weather's nice, we won't need mud pants!

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went for a hike.

February 10, 2026

7. Etappe Saale Horizontale von Bushaltestelle Mühltal nach Zwätzen

Ich hatte zu Hause zu meiner Frau gesagt: Heute, wo der Schnee größtenteils weg ist, der Boden aber noch schön aufgeweicht, komme ich nach langer Zeit sicher wieder mit verschlammten Wanderschuhen und dreckigen Hosenbeinen zurück. War ich also ein Hellseher? Zuerst lief nicht alles nach Plan. Ich kam zwar pünktlich mit dem ÖPNV los, musste aber umdisponieren, weil meine ursprünglich geplante Strecke über Markranstädt wegen Schienenersatzverkehr bis 17. Februar entfiel. Also kurzerhand über Leipzig direkt nach Jena. Bei der Ankunft zeigte sich sogar etwas Sonne, der Himmel hatte zumindest abschnittsweise Blau – gute Voraussetzungen für die nächste Etappe. Besonders angenehm: Ich konnte sofort loslaufen, genau dort, wo ich letzte Woche aufgehört hatte – direkt auf dem Wanderweg. Knapp 10 Kilometer standen an, eigentlich nicht viel für einen Wandertag. Allerdings ging es sofort kräftig bergauf. Logisch – ich war im Mühltal. Oben angekommen wurde ich mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Die Sonne versteckte sich danach meist hinter den Wolken, aber die Landschaft wirkte trotzdem. Ich lief wie auf einem Terrassenweg, überall waren Muschelkalkhänge zu sehen. Dabei musste ich sofort an mein Federvieh denken und nahm mir eine kleine Handvoll Kalkstein mit – nachgeschaut: erlaubt, also alles im grünen Bereich. Es folgten immer wieder Waldpassagen mit Schneematsch, aber überraschend wenig Glätte. Dann öffnete sich die Landschaft: große Wiesenflächen, und damit begann der besonders interessante Abschnitt. Ich befand mich nämlich auf dem Napoleon-Pfad. Gerade wollte ich schon das Handy bemühen (heute eher ChatGPT als Google), da stand auch schon die erste Informationstafel. Später las ich dort einiges über Napoleons Strategie und die militärische Bedeutung der Hochfläche – der Bereich nennt sich Hohlemorgen-Hochfläche. Mir gefiel das sehr: nicht nur wandern, sondern nebenbei noch etwas lernen. Am späten Nachmittag kam die Sonne noch einmal heraus. Ich war schon nahe dem Gebiet mit den berühmten Winterlingen. Die gelben Blüten im Februar sind ein echter Augenschmaus – diesmal war ich etwas zu früh dran, aber ich habe sie letztes Jahr gesehen. Noch etwa zwei Kilometer bis zu meinem geplanten Ziel. Kurz überlegte ich, noch bis zur nächsten Bahnstation weiterzugehen. Stirnlampe hatte ich dabei. Dann erinnerte ich mich: Ich möchte meine Etappen sauber abschließen und nicht schon die nächste anfangen. Mein zweites Ich war einverstanden. Also noch 1,5 Kilometer bis zur Bahn – und ab nach Hause. Und zum Schluss die Auflösung: Hellseher war ich nicht. Meine Schuhe und Hosenbeine waren herrlich eingesaut – und das war völlig in Ordnung so.

Time

4h23m

Distance

11.3km

Speed

4.5km/h

Ascent

260m

Descent

320m

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went for a hike.

February 7, 2026

Schildersuche Adventure – Schwierigkeitsgrad: ›Behördlich‹

Ein Weg - Mehrere Meinungen - Schilder optional. Warum bin ich den verbotenen Weg(e) erneut gelaufen? Die Frage steht im Raum. Weil es so schön war? Möglich. Oder er liegt direkt vor der Haustür, und ich bin nun mal heimatverbunden. Nein – das war es nicht. Carsten, ein Komootler, hat den Faden aufgegriffen und ist die Tour selbst gelaufen. Dabei hat er ein paar neue Erkenntnisse geteilt. Das hat meine Neugier geweckt. Ich wollte das Ganze live und in Farbe sehen. Vorweg ein Disclaimer: Nein, ich kontrolliere nicht, ob die Stadt Schkeuditz oder das Forstamt, Bauamt, Ordnungsamt, Wasausimmeramt ihre Aufgaben in der Auenlandschaft ordnungsgemäß erledigen – insbesondere was Absperrungen betrifft. Nein, ich bin kein Kontrollfreak. Nein, nein – da denke ich italienisch, sprich: relaxt. Und letztlich habe ich sowieso keine Ahnung. ES IST NUR EIN SPASS! Ich halte es da mit dem berühmten Satz von Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten. Ich hatte einfach nur Bock, nach draußen zu gehen und mir das Ganze noch einmal anzusehen. So ein bisschen wie ein Geocacher (der ich ja auch bin) oder Sherlock Holmes im Kleinformat. Und ich denke: Ein Verbotsschild fehlt. Das zeige ich auch eindeutig auf einem Bild (roter dicker Pfeil). Da muss wohl Carsten aus Wehlitz – ich hoffe, das stimmt – noch einmal ran. PS: Die Wanderkarte soll aufzeigen, wo die Schilder stehen. Spiel beendet. Regeln weiterhin unklar. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

Time

3h07m

Distance

9.84km

Speed

4.7km/h

Ascent

90m

Descent

100m

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February 9, 2026

Very nice report. 😁



I thought your goal this time was to paint a flower on tour. 😉

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