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runturtle

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Map data © OpenStreetMap contributors
About runturtle
Ich heiße Kirsten und liebe die Natur und das Fotografieren. Eine zeitlang war ich viel mit dem Fahrrad unterwegs, jetzt bereise ich Europa mit dem Van, mache Fernreisen, erkunde Städte und Gegenden zu Fuss und mit dem Fahrrad. Mein derzeitiges Langzeit-Projekt ist die Erkundung der einzelnen Stadtteile und deren Geschichte in München. Ich lebe zwar schön länger hier, aber Vieles weiß ich nicht und das soll sich jetzt ändern. Ich freue mich, wenn du mich begleitest, Anregungen und Kommentare sind willkommen.

Die Touren haben das Icon der Münchener Frauenkirche (Münchner Frauenkirche Icon von Icons8)

Wer mehr Fotos sehen möchte, besucht mich doch einfach auf Instagram instagram.com/runturtle_on_tour oder auf Facebook.

www.facebook.com/runturtlephotography/?ref=bookmarks

Distance travelled

9,266 km

Time in motion

1156:53 h

Recent Activity

went for a hike.

about 22 hours ago

🇦🇹immer der Sonne nach durch das Leutaschtal

Heute ist mein letzter Tag vom Kurzurlaub. In Richtung Süden finden sich etliche Weiler, z.B. Gasse, Weidach und Seewald. Ich hab gedacht, ich marschiere mal durch die Weiler und vllt gibt es ja noch eine Shoppingmeile 😉Fehlgedacht: ein obligatorisches Sportgeschäft, ein Supermarkt und ein Tiroler Feinkost-Laden, das war’s. Trotzdem hat es gut getan durch die Sonne zu laufen und es gab auch da eine oder andere zu entdecken.

02:25

9.76km

4.0km/h

290m

290m

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2 days ago

Vor vielen Jahren war ich auf dem Jakobsweg und ich freue mich immer wieder, wenn ich auf eine kleine Etappe komme. Heute war so ein Tag. Das Tal sieht leider wenig Sonne, sie schafft es nur kurz über den Berg. Den ganzen Tag hatte es -7 Grad, trotzdem war der Weg herrlich, die klare frische Luft tat gut. Die Geisterklamm ist im Winter gesperrt.

03:12

13.0km

4.1km/h

70m

80m

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3 days ago

Kleine Auszeit in meinem Camper. Heute Nacht hat es geschneit und tagsüber kam die Sonne raus. Herrlicher Spaziergang durch die verschneite Landschaft.

02:22

9.34km

4.0km/h

110m

120m

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December 12, 2025

Die Ostsee ganz ruhig, der Strand menschenleer, ideal zum Abschalten, Gedanken sortieren und erholen

01:45

5.54km

3.2km/h

10m

10m

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December 11, 2025

Von Campingplatz zu Fuß bis zum Yachthafen und zurück. Ich war im Frühjahr schon einmal hier. Damals existierte noch das Riesenrad am Wasser, inzwischen ist es abgebaut. Die Hotels sind bis kurz vor Weihnachten z.T. geschlossen, es gibt keinen Weihnachtsmarkt nur 3 Buden an der Seebrücke. Kurzum: herrlich ruhig hier.

02:17

9.31km

4.1km/h

20m

20m

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December 12, 2025

hahaha patisserie Röntgen

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November 23, 2025

Stadterleben (stadterleben-muenchen.de) bietet digitale Stadtrundgänge in München in Form von verschiedenen Routen an. Vorgestellt werden dabei Partner aus Handel, Gastronomie und Handwerk. Einzelne Sehenswürdigkeiten liegen auch auf der Strecke. Momentan ist es noch ein Pilotprojekt für 1 Jahr. Ich habe mit die Stadtkindl-Tour zum Start herausgesucht. Der Weg startet im Randbereich des Gärtnerplatzviertels, früher ein eher heruntergekommenes Viertel, heute ein angesagtes Szeneviertel mit vielen Cafés und Bars insbesondere aus der Schwulenszene. Vorbei am Puppentheater geht der Weg weiter bis zum St. Jakobs-Platz. Die große Kirche St. Jakob mit dem Angerkloster der armen Schulschwestern und dem Theresia-Gerhardinger-Gymnasium. Gleich Nebendran steht die Ohel-Jakob-Synagoge seit 2006 zentral auf dem Platz. Randbildend sind das große Münchener Museum mit Filmmuseum und das Orag-Haus, an dessen Stelle bis ins 18. Jh. ein Bad stand. Heute steht die Fassade unter Denkmalschutz. Gleich nebendran steht das Ignaz Günther Haus, ehemals Wohnung und Werkstadt des Bildhauers von 1761-1775. Über den Rindermarkt geht es zum Marienplatz, am alten und neuen Rathaus vorbei ins Tal bis zum Isartor, retour durch die Seitengassen über die Frauenkirche bis zum Karlsplatz mit dem Karlstor. Hier endet die vorgeschlagene Route von Stadterleben. Ich hab noch ein bisschen nach links und rechts geschaut und wieder viel entdeckt.

00:49

4.50km

5.5km/h

0m

10m

November 23, 2025

I recognized a lot of things, I'll definitely take another look at it.

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November 16, 2025

Meine 444 Tour :-). Letzter Tag der Heim- und Handwerksmesse mit Food&life. Ein bisschen frische Luft sollte auch sein, also am Riemer Park, dem ehemaligen Flughafengelände des Flughafen Riem, geparkt, durch den Park und die neuen Wohnanlagen zum Messegelände gelaufen und durch einen anderen Parkanteil retour. Der Riemer Park ist auf dem ehemaligen Flughafengelände der alten Flughafen München Riem entstanden und wurde im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA) 2005 gestaltet. Ein künstlich angelegterSee, der 10 Hektar große Riemer See, ist Teil des Parks. Aus dem Abbruchmaterial des ehemaligen Flughafens wurden zwei bis zu 20 Meter hohe künstliche Aussichts- und Rodelhügel aufgeschüttet. Etwas nordöstlich dieses Hügels befindet sich der Riemer Wald.

01:50

11.4km

6.2km/h

120m

120m

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November 16, 2025

Every tour is appealing

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November 8, 2025

Nach getaner Arbeit wollte ich trotz mäßigem Wetter noch eine Runde gehen. Also ging es heute rund um die München Klinik Schwabing. Sie liegt im Norden in Schwabing-West zwischen zwei großen Straßen in Richtung Zentrum, der Belgradstraße und der Leopoldstraße. Das Klinikum Schwabing wurde ab 1904 als städtisches Krankenhaus durch Prof. Richard Schachner im damals modernen Pavillonstil erbaut und nahm am 18. Januar 1909 seinen Betrieb auf. Zudem wurden eine katholische Anstaltskirche, eine Küche und Verbindungskorridore errichtet. Zwischen den einzelnen Gebäuden befinden sich schöne Parkanlagen. Alles zusammen ist mit einer Mauer umzäunt. Es galt bei seiner Eröffnung als eines der modernsten Krankenhäuser der Welt und ist bis heute bekannt für seine klare Architektur mit vielen nach Süden ausgerichteten Patientenzimmern und grünen Außenbereichen. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten das Städtische Krankenhaus München Schwabing, wie viele andere deutsche Einrichtungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Städtische Krankenhaus München Schwabing von der US-Armee beschlagnahmt und in ein Militärkrankenhaus umgewandelt, wobei nur die Kinderklinik in städtischem Besitz blieb. 1957 kehrte das Städtische Krankenhaus München Schwabing in Münchener Besitz zurück, woraufhin umfangreiche Renovierungen und Modernisierungen begannen. 1978 wurde eine neue Küche und 1985 ein Nordgebäude hinzugefügt. Seit 2005 ist es Teil der Städtischen Klinikum München GmbH und 2024 sind wir in den neuen Kinderklinik-Neubau gezogen. Direkt an der Belgradstraße liegt auch der Luitpoldpark. Im nördlichen Anteil des Parks befindet sich der 37 m hohe Luitpoldhügel, der aus dem Schutt des im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe stark zerstörten München entstand und nach dem Olympiaberg der zweitgrößte Trümmerberg Münchens ist. Inzwischen ist es ein begrünter Aussichtspunkt mit Blick über München. Der Park selbst ist ca 1909 geplant worden und sollte als Grün- und Erholungsfläche der damals schnell wachsenden Stadt dienen. Den Kern des Parks sollte ein von 90 Linden und 25 Eichen umgebener Obelisk als Denkmal zu Ehren des bayerischen Prinzregenten Luitpold bilden. 1911 wurde der Park aus Anlass des 90. Geburtstages des Prinzregenten mit der Pflanzung der 90. Linde eröffnet. Im Norden grenzt eine Kleingartenanlage an den Park, die ich durchquere und am Naturbad Georgenschwaige herauskomme. Das Bad Georgenschwaige wurde 1934 Am Riesenfeld von Karl Meitinger zusammen mit Fritz Beblo entworfen und 1936 um ein Schwimmbecken mit Sprungturm erweitert. Nach einem Brand im März 2021 war es fast 2 Jahre geschlossen. Seit dem Jahr 2023 wurde das Georgenschwaigbad generalsaniert und nach dem Vorbild von Maria Einsiedel in ein chlorfreies Schwimmbad umgewandelt und als solches zur Saison 2025mwieder in Betrieb genommen. Kernstück der neuen Wasseraufbereitung ist ein 1000 Quadratmeter großer Schilfbereich im Süden des Geländes. DGeorgenschwaigbad liegt direkt am mittleren Ring, welcher auch die Grenze zu dem Stadtteil Milbertshofen. Die Belgradstraße wird gequert und entlang des Nymphenburg-Biedersteiner- Kanales, der hier wieder an die Oberfläche tritt, geht es gen Osten zurück zum Ausgangspunkt. Der Nymphenburg-Biederstein-Kanal wurde Anfang des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Kurfürst Maximilian II. Emanuel angelegt und ist gemeinsam mit dem Nymphenburger Kanal ein Beispiel für barocke Landschaftsarchitektur in München. Direkt an dem Kanal liegt der große Gebäudekomplex der Pfennigparade mit den den verschiedenen Schulen und Ausbildungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Auf dem Weg zurück geht es noch an einem weiteren alten Gebäude um 1909 vorbei, in dem sich ein inzwischen ein modern restauriertes Haus der Altenpflege vom Münchenstift befindet. Unmittelbar hinter dem großen Klinikkomplex befindet sich das Maschinenhaus Schwabing, zu Beginn des 20. Jahrhunderts Münchens erstes Heizkraftwerk. Damit ist es bedeutend für die Entwicklung Schwabings und ein geschütztes Industriedenkmal. Seit 2018 stehen die Kessel still, das Gebäude wird renoviert und wird ein sehr modernes Bürogebäude mit alter Außenfassade.

01:27

6.31km

4.3km/h

40m

30m

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November 1, 2025

Heute war nochmals ein wunderschöner Herbsttag, also auf zur Erkundung des nächsten Stadtteils. München Untergiesing schließt sich an den Stadtteil Au (siehe Tour vom 26.10.25) an, grenzt an den Stadtteil Obergiesing und geht fast nahtlos in den Stadtteil Harlaching über. Untergiesing und Harlaching bilden zusammen den Stadtbezirk 18. Meine Tour startet am U-Bahnhof Kolumbusplatz, den ich bereits auf meiner Tour durch die Au besucht hatte. Von dort gleich mal ein kleiner Anstieg auf den Giesinger Berg, auf dem sich die Heilig-Kreuz-Kirche befindet. Sie ist mit 95 m Höhe die zweithöchste Kirche in München und der Platz, auf dem sie steht, gilt als der am höchsten gelegene Kirchplatz Münchens. Sie wurde im neugotischen Stil von 1866 bis 1886 gebaut und ist damit die letzte vollständig erhaltene neugotische Kirche Münchens. Im Inneren der Kirche findet sich ein Kreuzfragment: verkohlte Beine an einem barocken Kruzifix, das der Kirche gestiftet wurde. 1463 wurde es vermutlich aus der Gegend von Bad Tölz oder Lenggries vom Isarhochwasser in der Münchener Au angeschwemmt. Bis 1817 hing das Kreuz in der Herberge Krämerstraße 23 "zum Hergottskramer". Bei englischen Fliegerangriffen in der Nacht vom 24/25.04.44 wurde das Kruzifix bis auf die Beine zerstört. Ein 6-jähriger Junge fand die Fragmente und trug sie nach Hause. Es war der spätere Autor, Regisseur und Schauspieler Philip Arp (bürgerlicher Name Hermann Fischer, 1929-1987). Direkt gegenüber der Heilig-Kreuz-Kirche befindet sich die Brauerei Giesing mit dem Giesinger Bräustüberl sowie die evangelische Lutherkirche. Genau heute (01.11.) im Jahr 1927 wurde die Kirche eingeweiht. 1943 wurde die Kirche ebenfalls durch Bomben z.T. zerstört, bis 1953 wieder aufgebaut und erneut 1989 umgebaut bis zum heutigen Aussehen. Überall in Untergiesing sind noch die Spuren der Arbeitervorstadt zu erkennen. Schlichte und dicht aneinander gereihte Mietshäuser prägen bis heute das Bild des Stadtteils. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich Untergiesing in der Vorgründerzeit zu einer bedeutenden Arbeitersiedlung. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine rege Bautätigkeit ein, um die im Krieg zerstörten Gebäude wieder aufzubauen. Mein Weg führte jetzt weiter zum Herzstück des Stadtteils: dem Grünwalder Stadion beziehungsweise dem „Städtischen Stadion an der Grünwalderstraße“, was unweigerlich mit dem TSV 1860 München zusammen hängt. Und genau heute findet dort ein Spiel gegen Cottbus statt. Während meines ges. Stadtteilwalks waren die Rufe aus dem Stadion zu hören und erst recht, als sie 3:0 gewonnen hatten. Seine größte Stunde erlebte das Stadion übrigens am 28.05.1966: Mit einem 1:1 gegen den Hamburger SV holten die Löwen die Deutsche Meisterschaft, zum ersten und – bislang – einzigen Mal. Seit der Saison 2017/2018 trägt auch die 1. Mannschaft der Löwen ihre Spiele wieder im Grünwalder Stadion aus. Der bei 1860-Anhängern nicht gerade beliebte Stadtrivale FC Bayern München hat seine Europapokalspiele bis 1972 ebenfalls im Grünwalder Stadion ausgetragen. Gebaut wurde das Stadion im Jahr 1911 und im Laufe seiner Geschichte öfters renoviert, aus- und umgebaut. Bis heute ist es das drittgrößte Fußballstadion in der bayerischen Landeshauptstadt. Vom Stadion ein kleiner Schwenk an der Grenze zu Obergiesing bis zum Trainingsgelände des FC Bayern an der Säbener Straße. Hier fand ein Training auf einem der hintersten Plätze statt. Dieses Areal geht jetzt fließend in den Stadtteil Harlaching über, der mehr von Einfamilienhäusern geprägt ist. Ich nehme direkt den Weg Richtung Isar und gehe entlang des Auer Mühlbaches wieder in Richtung Kolumbusplatz. Dabei komme ich noch am Trainingsgelände vom TSV 1860 vorbei sowie an der Schönklinik. Ich Laufe am Hochufer, unten befindet sich das Kloster des Templerordens. Als ich dort ankomme, gab es ein so wuchtiges und schönes Glockengeläut, das ich erst einmal stehen bleiben musste. Der Weg dorthin war mir für heute aber zu weit, das gibt es dann in einer der nächsten Touren. Würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seit.

02:51

13.2km

4.6km/h

60m

70m

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October 26, 2025

Das Tief Joshua hat sich etwas beruhigt und die Sonne kam raus, also ab nach draußen. Ich wollte meine Stadtteilwalks weiter machen. Los ging es an der S-Bahn-Haltestelle Rosenheimer Platz und zunächst in die Franziskaner Straße, um noch an ein paar Stolpersteinen vorbei zu kommen. Stolpersteine sind 10 x 10 x 10 cm große, in Beton gegossene Steine mit einer an der Oberseite verankerten Messingplatte, auf der in eingehämmerten Buchstaben zu lesen ist: „HIER WOHNTE…“, dann Name, Geburtsjahr, Datum und Ort der Deportation oder der Ermordung eines Menschen. Stolpersteine sind Zeichen des Erinnerns. In München gibt es 423 Stolpersteine. Über die Gebsattelstraße ging es Richtung Gebsattelbrücke. Die Brücke wurde 1901 nach den Plänen des Architekten Theodor Fischer errichtet. Sie steht unter Denkmalschutz, ist 18 m lang und 13,4 m breit. Jeweils mittig steht auf beiden Geländern ein Obelisk mit einem Reiher aus Bronze, der einen Lilienzweig im Schnabel hält. Der Lilienzweig findet sich auch im Wappen der Au wieder. Unterhalb der Obelisken befindet sich jeweils die Skulptur eines Münchner Kindls. Ab 1948 fand am „Gebsattelberg“ unter der Gebsattelbrücke durch das jährliche Münchner Seifenkistenrennen statt. Es wurde bis Anfang der 60er Jahre veranstaltet und 2004 anlässlich des Festes „150 Jahre Eingemeindung Au“ wieder belebt. An der Brücke geht es die Treppen nach oben auf die Hochstraße, früher eine wichtige Verkehrsstraße. Kleiner Schwenker zur Grund- und Mittelschule, früher ein Waisenhaus: Das Kinderasyl an der Hochstraße wurde am 1. September 1892 eröffnet. 140 Waisenkinder lebten hier zunächst in 4 Gruppen zu je 35 Kindern (2 Mädchen- und 2 Knabengruppen). 1952 wurde das städtische Kinderasyl in "Münchner-Kindl-Heim" umbenannt. Am Ende der Hochstraße befindet sich das Paulaner Wirtshaus am Nockerberg. Früher befand sich neben dem Wirtshaus die große Traditionsbrauerei. Sie ist aber inzwischen abgerissen, an den Stadtrand nach Langwied verlagert und Neubauwohnungen gewichen. Der Name des Nockherbergs und zweier dortiger Straßen (Am Nockherberg, Nockherstraße) geht auf die Bankiersfamilie Nockher zurück. Diese war seit dem frühen 18. Jahrhundert in München ansässig und besaß seit 1789 auf der östlichen Isarhöhe ein Sommerhaus an der heutigen Straße Am Nockherberg, das sogenannte „Nockherschlösschen“. Später entstand hier ein Klosterbräuhaus. Der Starkbierausschank zur Fastenzeit lässt sich auf eine Ordensregel der im Kloster Neudeck ob der Au ansässigen Paulaner-Mönche zurückführen, die in ihrer Klosterbrauerei spätestens ab 1634 Bier brauten. Sie mussten sich generell sehr karg ernähren und brauchten daher vor allem während der noch strengeren Fastenzeiten zur Stärkung „flüssiges Brot“, welches das Fasten nicht brach. Zu Ehren des Ordensgründers wurde seit 1651 jedes Jahr im Frühling eine besonders starke Biersorte ausgeschenkt, das „Sankt-Vater-Bier“, der spätere Salvator. Der Bräu Franz Xaver Zacherl (* 1772; † 1849) pachtete 1806 die Paulanerbrauerei und kaufte sie 1813 schließlich, wodurch sie zur bürgerlichen Brauerei wurde; nach ihm ist der Zacherlweg auf dem Nockherberg benannt. Auftaktveranstaltung des jährlichen Salvator-Ausschanks ist die Starkbierprobe mit geladenen Gästen. Die Besonderheit dieser Veranstaltung liegt in der Anwesenheit vieler bayerischer Landespolitiker und Bundespolitiker. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Politiker-Derblecken, ein politisches Kabarett vor geladenen Gästen, bestehend aus einer Festrede und einem anschließenden Singspiel. In beiden Beiträgen werden aktuelle Themen der Münchner sowie der Landes- und Bundespolitik behandelt, mit mehr oder weniger feiner Ironie und teils heftigen Seitenhieben auf Politiker gleich welcher Partei. Nicht derbleckt, also in den Festbeiträgen nicht auf die Schippe genommen zu werden, kann für einen bayerischen Politiker beinahe schon als Zeichen mangelnder Bedeutung oder fehlender Persönlichkeit angesehen werden. Überquert man die Straße Am Nockherberg, gelangt man in den städtischen Kronepark, der den südwestlichen Teil der Anhöhe einnimmt und 1958 auf einem Grundstück des früheren Zirkusdirektors Carl Krone und seiner 1957 verstorbenen Witwe Ida Krone errichtet wurde. Westlich unterhalb des Parks verläuft die Nockherstraße, früher „Bei den Jägerhäusln“, zu der verschiedene Steige hinabführen. Unten angekommen gesagt man schnell an den Auer Mühlbach. Der Auer Mühlbach ist ein künstlicher Münchener Stadtbach, der an der Floßlände in Thalkirchen von der Isar abgezweigt wird. Man kommt an seinem Ufer am Paulaner Eiswerk vorbei. Carl von Linde erwarb 1880 die alte Spießmühle am Auer Mühlbach. Durch den Genehmigungsbeschluss des Magistrats der Königlichen Haupt- und Residenzstadt München konnte eine mit Wasserkraft betriebene Turbine zum Antrieb von Kompressoren für ein Eiswerk installiert werden. Früher Herstellung von täglich je 1000 Zentner Blockeis. Nur eine Seitenstraße entfernt liegt dann das nächste große Ziel: der Maria Hilf Platz. Seit 1905 ist er dreimal im Jahr Standplatz der bekannten Auer Dult, einer Mischung aus Jahrmarkt mit Verkaufsständen fliegender Händler und Volksfest mit diversen Vergnügungs- und traditionellen Fahrgeschäften. Zweimal wöchentlich (jeden Mittwoch- und Samstagvormittag) findet auf dem Platz ein Wochen- bzw. Bauernmarkt statt. Zentral auf dem Platz befindet sich die Maria Hilf Kirche. Ebenfalls am Mariahilfplatz befinden sich das Landratsamt München, das Gesundheitsamt des Landkreises München, die Polizeiinspektion 21 und das Gebäude der bis 2009 dort ansässigen Jugendarrestanstalt und einer Frauenabteilung der Justizvollzugsanstalt Neudeck. Nach der Kirchweih-Dult geht es noch ein Stückchen durch die Au, dann wieder an den Auer Mühlbach und zuletzt endet die Tour an der Isar am Müllerschen Volksbad, das bereits zu Haidhaisen gehört. Wenn der Stadtteil Haidhausen interessiert, findet ihn bei mir am 08.06.2025. Viel Spaß beim Stöbern

01:43

6.78km

4.0km/h

30m

30m

October 26, 2025

I have to read and look at it again, so many beautiful impressions, you just have to open your eyes, then you discover such beautiful details

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