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5 days ago

Cottbus Treckingtour

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6 days ago

An einem ungewöhnlich milden Tag machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Forst (Lausitz). Von dort aus wollten wir gemeinsam eine Wanderung durch die reizvolle Landschaft der Lausitz unternehmen – mit dem Ziel, schließlich den Bahnhof im Ortsteil Bagenz, unweit des Spremberger Stausee, zu erreichen und von dort wieder die Heimreise anzutreten. Unser erster Orientierungspunkt war das kleine Flüsschen Malxe, das sich ruhig durch die Landschaft schlängelt. Die Malxe gehört zu den typischen Fließgewässern der Niederlausitz und prägt seit Jahrhunderten die Umgebung. Von dort aus wanderten wir in Richtung Groß Schacksdorf und überquerten dabei die Autobahn – ein kurzer Kontrast zwischen moderner Infrastruktur und der ansonsten sehr ländlich geprägten Gegend. Schon bald erreichten wir ein erstes historisches Highlight: die Dorfkirche von Groß Schacksdorf. Dieses schlichte, aber eindrucksvolle Bauwerk wurde bereits im 14. Jahrhundert aus Feldsteinen errichtet – einem für die Region typischen Baumaterial. Feldsteinkirchen sind charakteristisch für viele Dörfer in Brandenburg und erzählen von einer Zeit, in der Baumaterialien aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen wurden. Unsere Wanderung führte uns weiter nach Jocksdorf. Dort planten wir im sogenannten „Dschungel-Imbiss“ unsere erste Pause einzulegen – nach etwa zehn Kilometern Fußmarsch eine durchaus verdiente Rast. Der Imbiss befindet sich im „Tiergarten Lausitz“, einem kleinen Tierpark, der nicht nur Affen beherbergt, sondern auch von einem engagierten Förderverein betrieben wird. Dieser Verein wurde erst vor relativ kurzer Zeit gegründet und bemüht sich mit viel Einsatz darum, den Tiergarten zu erhalten. Die freundliche Bedienung vor Ort überzeugte uns schnell davon, unsere mitgebrachten Vorräte zunächst im Rucksack zu lassen. Stattdessen ließen wir uns mit Kaffee, Kuchen und einigen kühlen Getränken verwöhnen – eine willkommene Stärkung. Frisch gestärkt setzten wir unsere Wanderung fort, diesmal in Richtung des idyllisch gelegenen Luisensee. Dieses Gewässer ist Teil einer Landschaft, die stark durch den früheren Bergbau geprägt wurde. In der Umgebung wurden einst nicht nur Braunkohle, sondern auch große Mengen Ton gewonnen. Unweit des Sees befindet sich ein beeindruckendes technisches Denkmal: die Alte Ziegelei Klein Kölzig. Besonders bemerkenswert ist dort der vollständig erhaltene Ringbrandofen mit seinen 18 Brennkammern. Diese Ofenart revolutionierte im 19. Jahrhundert die Ziegelproduktion, da sie einen kontinuierlichen Brennprozess ermöglichte. Die Ziegelei war bis 1962 in Betrieb und spielte eine wichtige Rolle für die regionale Bauwirtschaft. Hier legten wir unsere zweite Pause ein. Aus den Rucksäcken kamen nun endlich unsere mitgebrachten Würstchen zum Einsatz, die wir mit einem kleinen Gaskocher in einem Töpfchen erwärmten. Dazu gab es kühles Bier – bei dem für die Jahreszeit überraschend warmen Wetter ein besonderer Genuss. Während wir dort saßen, hörten wir aus der Ferne Musik. Schnell erfuhren wir, dass im nahegelegenen Dorf Klein Kölzig gerade gezampert wurde. Das Zampern ist ein alter lausitzer Fastnachtsbrauch: Verkleidete Dorfbewohner ziehen dabei von Haus zu Haus, sammeln Spenden und feiern gemeinsam den Winterausklang. Aus diesem Anlass war auch die Ziegelei geöffnet, und die Vereinsmitglieder warteten mit einem kleinen Imbissangebot auf die Narren. Ich nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Abstecher in das Gebäude und erfuhr dabei einiges über die Geschichte der ehemaligen Produktionsstätte. Fest steht: Die Ziegelei werde ich noch einmal besuchen. Mehrmals im Jahr finden dort Veranstaltungen statt, und besonders reizvoll ist die Möglichkeit, eine Runde mit der historischen Ziegeleibahn zu fahren. Unsere Wanderung führte uns anschließend entlang mehrerer Seen durch Bohsdorf Vorwerk in Richtung Hornow. Dort liegt die bekannte Confiserie Felicitas, eine Schokoladenmanufaktur, die weit über die Region hinaus bekannt ist. Hier wollten wir eigentlich unsere dritte und letzte Pause bei Kaffee, Schokolade und vielleicht einem belgischen Bier verbringen. Doch der Andrang war groß: Das Café war voll besetzt, und auch draußen auf der Wiese tummelten sich zahlreiche Gäste. Daher gingen wir noch etwa 500 Meter weiter in Richtung des Bagenzer Waldes. Auf dem Stamm einer umgestürzten Eiche fanden wir schließlich einen ebenso schönen Rastplatz, an dem wir unsere letzten Snacks und Getränke genießen konnten. Die letzten Kilometer durch den Wald in Richtung Bagenz waren landschaftlich besonders interessant. Neben den für die Region typischen Kiefern standen hier auch zahlreiche Laubbäume wie Eichen und Buchen – ein abwechslungsreicher Mischwald, der besonders im Wechselspiel von Licht und Schatten seinen eigenen Reiz hat. Als wir schließlich in Bagenz ankamen, trafen wir in Höhe der Feuerwehr erneut auf eine Gruppe von Zamperern. Mit viel guter Laune begrüßten sie uns Wanderer, und nach einem kurzen, freundlichen Gespräch setzten wir unseren Weg fort. Unser Ziel war der Dorfkrug – und damit der Endpunkt einer rundum gelungenen Wandertour durch eine Landschaft, die Natur, Geschichte und lebendige Traditionen auf ganz besondere Weise miteinander verbindet.

05:16

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6 days ago

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March 1, 2026

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March 1, 2026

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March 1, 2026

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February 26, 2026

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