About Helmut
1,723 km
106:32 h
Recent Activity
- Michael H.September 21, 2025
I often go cycling in nearby Valkenburg and I really enjoy it. For a city of its size, Maastricht has a lot to offer. I'm eagerly following your tour. Thanks for sharing 😊
Translated by Google •
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 13, 2025
Heute geht es in westlicher und südwestlicher Richtung auf das Naturschutzgebiet Biesbosch (Binsenwald) zu und damit in Richtung der Maasmündung. Das Wetter ist unbeständig geworden. Es kann Gewitter geben. Wir haben den eigentlich letzten Tag morgen von Werkendam nach Rotterdam gestrichen. Die Prognose ist zu unsicher. Aber beim Aufbruch zeigt sich die Sonne. Mal sehen, wie weit wir heute kommen. Vom Sattel aus besichtigen wir nach 7 km den Turm des Nieuwe Fort Sint Andries, das im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht gesprengt wurde. Der neu errichtete Turm diente im Kalten Krieg zur Luftraumüberwachung. Der Weg führt über die St.-Andries-Schleuse. Der Kanal dazu verbindet Maas und die wenige hundert Meter nördlich fließende Waal. Nach 16 km erreichen wir die erste der drei Fähren des Tages. Sie bringt uns in östlicher Richtung, also gegen die Hauptrichtung, über die Maas zurück auf die Seite von Nordbrabant. Am Dorf Maren-Kessel liegt ein Hügel mit einer eisernen römischen Figur. Er erinnert daran, dass Julius Caesar etwa hier wohl 200.000 Germanen aus den Völkern der Tenkterer und Usipeter einkesseln und ermorden ließ, um sie in ihr altes Siedlungsgebiet jenseits des Rheins zurückzuzwingen. Er selbst berichtet davon in seinem Buch vom Gallischen Krieg, der Pflichtlektüre aller Altspachler. Doch diese Stelle wird selten gelesen. Seine Zahl von 430.000 Toten wird aber angezweifelt. Zwischen 1975 und 1995 fand man hier Knochen und Zähne von Personen jenseits des Rheins aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert - der erste archäologische Beweis für die Anwesenheit Cäsars in der Gegend. Jetzt führt der Weg in südöstlicher und westlicher Richtung stramm gegen den Wind. Das hatten wir noch nicht. Der Wind ist besonders stramm, weil die Route wie am Vortag über die Deichkrone geht. Jetzt heißt es für den Zweiten, kraftsparend im Windschatten zu bleiben. Nach 16 km geht die Fähre über die Maas zurück auf die Seite von Nordbrabant. Wir berühren die nördlichen Teilen von s’Hertogenbosch/Herzogenbusch (Herzogswald), der Hauptstadt Nordbrabants, das auch Bistumssitz ist und Geburtsort des Malers Hieronymus Bosch (1450–1516). Im Stadtteil Heesterburgh ist das Wohngebiet Haverleij unübersehbar mit Golfplatz, Wald, kleinen Häusern und im Zentrum einem modernen, siebengeschossigen Schloss mit Türmen und Front zur Maas. Der Architekt Sjoerd Soeters ließ sich durch ein französisches Dorf zu dem Viertel inspirieren. Er hatte offenbar Stadtväter, die sich von der Idee anstecken ließen und Mut zeigten. Die Dachterrasse des Schlosses mit Blick auf den Fluss ist öffentlich zugänglich. Am Fietsknoppunt 82 geht es mit der Fähre über die Maas wieder ins Gelderland. Über einen Waldweg mit dem Namen Moffendijk (warum nur?) erreichen wir das normalerweise geschlossene Kasteel Niederhemert, ein Wasserschlösschen aus dem 14. Jahrhundert. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges brannte es aus, wurde aber wieder aufgebaut. Es beherbergt Büros und ist nur zu den Tagen des offenen Denkmals geöffnet, also gerade jetzt. Leider müssen wir uns etwas beeilen. Das Wetter scheint zu kippen. In der Nähe liegt unsere dritte Fähre über den Dode Maasarm. Am Himmel vor uns liegt eine schwarze Wand mit gelegentlichem verhaltenem Donner. Wir fahren jetzt wortwörtlich auf Sicht. Bei Gewitter werden wir Schutz suchen. Es zeigt sich, dass unsere Reise nach knapp 50 Kilometern im Dorf Zuilichem zu Ende geht. Regen setzt ein. Und wie für uns gemacht liegt ein Restaurant mit Markise am Weg. Damit arrangieren wir uns und dirigieren unsere Abholer hierher. Noch ein opulentes Essen. Zum Aufladen der Räder stoppt der Regen. Wir können trocken ins Auto steigen. Dann treten wir die Heimfahrt an.
02:58
48.6km
16.4km/h
140m
150m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 12, 2025
Diese Tour führt durch niederländisches Ursprungsgebiet. Es geht weiter in der Nähe der deutschen Grenze in der Nähe von Kevelaer und Kleve. Bald ist das Dorf Gennep mit seinem mittelalterlichen Rathaus und der ersten protestantischen Kirche der Niederlande erreicht. Hinter dem Ort, im Gebiet der Mündung der Niers, folgt die archäologische Region des Genneper Huys, einer früheren Festung im Niersdelta wahrscheinlich auf den Grundmauern eines römischen Heerlagers. Es spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der Niederlande im Achtzigjährigen oder spanisch-niederländischen Krieg von 1568 bis 1648, in dem sieben niederländische Provinzen ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone und damit vom Haus Habsburg erkämpften. Der südliche Teil der Niederlande blieb übrigens bei Spanien. Im 19. Jahrhundert ging daraus Belgien hervor. Der Krieg endete durch den Frieden von Münster, während dort gleichzeitig der Westfälische Friede ausgehandelt wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Im 18. Jahrhundert wurde das Genneper Huys von den Franzosen zerstört. Sein Material diente zum Bau von Häusern. Das Grabensystem um das Fort, die Kronwerke, wurde 2009 restauriert. Nach 20 km ist die Fähre nach Cuijk mit seiner riesigen neugotischen Kirche erreicht. Die Stadt ist eine der ältesten in den Niederlanden und geht auf die Römerzeit zurück. Es geht weiter in Nordbrabant. Kurz darauf bei Katwijk zweigt der Maas-Waal-Kanal ab. Ab hier markiert die Maas die Grenze zwischen Nordbrabant (unsere Seite) und Gelderland. Im Abzweig liegt der Dreiprovinzenpunkt. Wir fahren durch die Maasheggen, die älteste Kulturlandschaft der Niederlande, mit ihren durch Hasel- oder Weidenflechthecken gesäumten Feldern. Bald folgen die weitläufigen Seen „Kraaijenbergse Plassen“ mit einem Jachthafen. Dann wieder ist der Weg gesäumt von Sonnenblumenfeldern. Schließlich erreicht der Weg Grave, die am häufigsten belagerte Festungsstadt des Landes. Von weitem sieht man die neun Bögen der 1926 erbauten John-S.-Thompson-Brücke. Sie spielte im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle und verbindet die Städte s’Hertogenbosch und Nijmegen. Hinter Grave verläuft der Radweg oft auf der Deichkrone entlang der Dächer der Häuser, die sich auf der Landseite an die Böschung schmiegen. Hinter der Fähre über die Oude Maas nach Overlangel liegt eine gewaltige Baustelle, um den Deich zu erhöhen. Die letzte Rast ist in der pittoresken Festungsstadt Megen fällig. Durch das Glasfenster auf dem Boden des Restaurants gegenüber dem Gefängnisturm sieht man eine alte Haftzelle. Kurz darauf in Macharen führt eine bewegliche Brücke über einen Kanal. Am Weg liegt das malerische weiße Wasserschlösschen Kasteel van Oijen. Genau gesagt sind es die Nebengebäude, die sich erhalten haben. Man kann dort übernachten oder auch heiraten. Kurz darauf in Lith führt eine Brücke über die Maas zurück ins Gelderland. Tagesziel ist das Dorf Dreumel zwischen der Waal, einem Mündungsarm des Rheins, und der Maas. Die Hühner haben schon das Frühstück für morgen vorbereitet.
04:36
78.7km
17.1km/h
170m
190m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 11, 2025
Der Weg geht durch die Maasplassen, ein Wassersport-Seengebiet um Roermond, und durch das Naturschutzgebiet der Maasduinen. Am Waldrand nördlich von Roermond warnt ein Schild vor Dachsen, die die Straße kreuzen. In den nördlichen Massplassen fordert der überflutete Weg eine Umleitung am Rand des Ortes Swalmen an einem Waldstück vorbei. Dessen Besitzer hat seinen Wald mit Modellschlössern bebaut – ein verwunschener Anblick. Nach 17 km nehmen wir die erste von drei Fähren in den Ort Kessel. Bei einem Imbiss warten wir einen Schauer ab. Gegenüber liegt das tausendjährige Schloss De Keverberg, eins der ältesten der Niederlande. Gegen Ende Zweiten Weltkrieg wurde es von der zurückweichenden Wehrmacht in Brand gesetzt und erst 2015 mit viel Glas modern wieder aufgebaut. Es dient unter anderem als Theater. Nach 28 km ist die Hansestadt Venlo erreicht. Wir bleiben am Maasboulevard. Er führt nach Norden in den Vorort Genooi. Dort liegt mit dem „Kapelke van Genooi“ ein besonderes Ensemble: Eine Kapelle von 1631 mit einer Madonna aus der Ursprungszeit. 1917 wurde sie vom Architekten Pierre Cuypers aus Roermond restauriert. Er hat auch in Amsterdam das Rijksmuseum und den Bahnhof gebaut. Der Altarraum im Stil Louis XV. und die mit Szenen der Bibel bemalten Glasfenster schaffen eine besondere Atmosphäre. Nebenan liegt ein früherer Bauernhof, der Genooierhof. 2015 wurde er umgebaut zu einer Pilgerherberge mit Bed&Breakfast, Tagungszentrum und Restaurant. Denn das Anwesen liegt am niederländischen Jakobsweg. Auch der historische Garten lohnt einen Blick. Nach 45 km folgt eine Rast an der Wassermühle „de Ijsvogel“ mit Kornbrennerei und Café auf der Rückseite. Vorn beeindruckt das gemächliche, gewaltige, eiserne unterschlächtige Wasserrad vor den trutzigen Gebäude. Gegenüber liegt das Schloss Arcen mit berühmten Gärten. Räder sind verboten. Wir sehen nicht einmal Radparkplätze. Man müsste Eintritt zahlen. Es geht weiter durch die Naturschutzflächen der Maasduinen (Maasdünen) mit vielen geschützten Pflanzen und Tieren. Die zweite Fähre wartet in Broekhuizenvorst, die dritte und letzte in Blitterswijck. Sie setzt nur Räder über. Vorher führte der Weg an der Theodorus-Mühle vorbei. Obwohl sie wie eine alte Bockwindmühle aussieht, hat der Besitzer sie 2006 bis 2023 ohne historisches Vorbild errichtet und nach seinem Vater benannt. Pragmatisch ist auch sie im niederländischen Mühlenregister verzeichnet. Sie soll Strom produzieren. Gleich nach der letzten Fähre kommt ein kleiner Abstecher nach Süden zum Aussichtsturm „Uitkijktoren“ im Dorf Wellerlooi mit einem weiten Blick über die Maasduinen und über die Ebene, die der Fluss durchmisst. Jetzt markiert die Maas die Grenze zwischen den Provinzen Limburg (auf unserer Seite) und Nordbrabant. Dann durchfahren wir nach 60 km den Maaspark Well mit zwei Seen, dem Leukermeer und dem Reindersmeer. Die Seen entstanden durch Sand- und Kiesabbau. Das Haus der inzwischen geschlossenen Schleuse ist heute ein Informationszentrum mit Restaurant und dien als Ausgangspunkt für Touren in den Maasduinen. Das kleine Schleusenhaus beherberg eine Eisdiele. Über den See führt eine Zugfähre mit Selbstbedienung. Und dann ist da noch Bergen, etwa auf der Höhe des östlich gelegenen deutschen Weeze. Ein Ortszentrum, das nicht unspektakulärer nicht sein könnte – und in der Mitte ein postmoderner, 25 Meter hoher Backsteinklinkerbüroturm, der nicht aufsehenerregender sein könnte. Unser Quartier liegt wenige Kilometer weiter in einem Garten in Heukelom, einem Vordorf von Afferden, mit einer einzigen Straße und Häusern, die nur Nummern tragen.
04:05
72.0km
17.6km/h
170m
190m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 10, 2025
Über die Julianabrücke und entlang am Julianakanal geht es von Maastricht nach Norden. Nach 5 km passieren wir das Wasserschloss Kasteel Geulle mit einem wunderbar gestaltete englischen Park und einem Bed & Breakfast in den Stallungen. In Grevenbicht kann man ostwärts nach Selfkant-Isenbruch abbiegen, den westlichsten Ort Deutschlands. Aber das würde 20 km kosten. Deshalb verschieben wir es. Kurz darauf passieren wir bei Illkhoven die schmalste Stelle der Niederlande: Nur knapp fünf Kilometer zwischen Belgien und Deutschland. Hier werden riesige Retentionsräume für Hochwasserzeiten gebaut. 1995 hat die Region sehr unter dem Hochwasser der Maas gelitten. Nördlich bei Maasbracht wird der schmale Streifen breiter, in dessen Südausbuchtung Maastricht liegt. Kurz darauf passieren wir auf einer Maasinsel die Hompesche Mühle aus dem 18. Jahrhundert in Stevensweert, die höchste der Provinz Limburg mit einer wechselhafte Geschichte – zum Glück baulich und technisch restauriert. Dann verpassen wir leider die Einfahrt in das alte Zentrum mit seinen sternförmig angelegten Straßen. Dafür sehen wir die Marina. Dann geht es bei Brachterbeek durch Spargelfelder im Anblick des RWE-Gaskraftwerks Claus, benannt nach Prinz Claus von Amsberg, dem deutschen Gemahl von Königin Juliana. Er hat das Werk 1978 eröffnet. Die geplante Einfahrt nach Roermond durch die Maasplassen (deutsch Maasseen oder Maastümpel) ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Durch Kiesabtragungen sind miteinander verbundene Seen entstanden. Das rund 3000 Hektar große Gebiet ist das größte Binnen-Wassersportgebiet der Niederlande. Aber heute wird an den Wehren gearbeitet. Also ein Stück zurück. Dafür passieren wir Gut Ravensburg aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Herrenhaus und Stallungen. Es kann besichtigt werden. Wir fahren durch die Vorstädte von Süden über Straßen in die Stadt. Im Osten des Zentrums finden wir unser Quartier, das Van der Valk TheaterHotel De Oranjerie. Heute ist Spieltag. Auch beim Heimkommen nach der Suppe zu Abend und einem Spaziergang zur Promenade an der Rur, die sich hier Roer schreibt und in die Maas mündet, sind Restaurant und Café voll mit diskutierenden Kulturinteressierten.
04:18
76.0km
17.7km/h
180m
210m
Helmut planned a hike.
September 10, 2025
02:19
8.39km
3.6km/h
150m
150m
Helmut planned a hike.
September 10, 2025
01:18
4.15km
3.2km/h
180m
180m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 9, 2025
Nach einem Besichtigungstag mit bestem Wetter im belgischen Huy erwartet uns am Morgen ein kühler, feiner, durchdringender Regen. Der Plan sagt, dass wir heute das Kernkraftwerk Tihange passieren und danach eine durchgehende Industriezone: "Es staubt und lärmt gelegentlich stark, der LKW-Verkehr nimmt zu. Wo nicht mehr gearbeitet wird, finden sich Industrieanlagen und Siedlungen in allen Zerfallszuständen. Ganze Straßen wirken entvölkert." Das erleichtert die Entscheidung, bis Lüttich in den Zug zu steigen. Nachmittags soll der Regen nachlassen. Lüttich war das Zentrum der belgischen Schwerindustrie mit dem nach Duisburg und Mannheim drittgrößten Binnenhafen Europas und Austragungsort des Rennens Lüttich-Bastogne-Lüttich, des ältesten der fünf großen Radsportrennen. Im modernen, lichten Bahnhof lässt sich das bessere Wetter gut abwarten. Der spanisch-schweizerische Architekt Santiago Calatrava hat das Gebäude mit einem riesigen Glasdach überspannt, Dann gelangen wir über die Passerelle Lá Belle Liégeoise, eine spektakuläre Radbrücke, ins frühere Arbeiterviertel Outremeuse, "jenseits der Maas", tatsächlich eine Insel zwischen zwei Flussarmen. Es geht in den Parc de la Boverie. Auf der linken Flussseite zeigt sich die mäßig schöne Folge aus vielstöckigen Mietskasernen und alten Bürgerhäusern direkt am Ufer. Nördlich der Stadt geht es wieder auf die linke Seite der Maas und des Albertkanals. Der Radweg stadtauswärts ist verbesserungsbedürftig: Betonplatten mit Stoßfugen, Rissen und Versprüngen, gelegentlich Sperrungen, vor allem wenn die hohen Bordsteine es erzwingen, dass man absteigt. Jenseits der Stadtgrenzen sind sogar Langsamfahrbarrieren über den Radweg gelegt. Wir würden leichter darüber hinwegsehen, wenn uns nicht dabei der eine und andere Schauer heimsuchte. In der Grenzstadt Visé, dem nördlichsten Ort der Wallonie, lädt der Yachthafen Port de Plaisance zur Rast ein. Mit einer Platatanenallee verabschiedet sich Belgien. Über Eijsden geht es in die Südstadt von Maastricht. Hier wurde früher Kalkstein abgebaut, der hier Mergel heißt. Heute wird er importiert und zu Zement verarbeitet. Dann folgt eine steile Auffahrt auf den Sint Pietersberg, mit seiner ausgeschürften Grube und dem trutzigen Fort mit einem Rundblick über die Stadt. Den Berg durchzieht ein unterirdisches Höhlensystem vom Untertage-Kalksteinabbau. Man kann Führungen buchen. Dann fahren wir in das Zentrum des niederländischen Südlimburg und quartieren uns am Rathausplatz ein. Die Räder werden auf einer Dachterrasse im dritten Stock abgestellt.
02:04
33.4km
16.1km/h
140m
160m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 7, 2025
Der Asphaltweg folgt den Windungen der Maas. Er wird von einer Reihe von Klippen und Zitadellen flankiert. Bald erscheint links am Weg das Schloss Freyr, umgeben von einem berühmten Garten. Dann folgt die Stadt Dinant mit ihrer Zitadelle hoch über der Zwiebelkuppelkirche der Stadt und ihren Altstadtgassen. Die Treppe hoch ist mit 400 Stufen die angeblich längste des Landes. Die Stadt pflegt die Erinnerung an den hier geborenen Instrumentenbauer Adolphe Sax, der das Saxophon erfand, ein Blechinstrument, das aber vor allem wegen des Mundstücks mit Rohrblatt zu den Holzblasinstrumenten gerechnet wird. Im August 1914 haben deutsche Soldaten den Ort niedergebrannt und 675 Einwohner wegen Widerstands ermordet. Bis Namur folgen kurze Abschnitte mit schlechter Teerdecke, grobem Kopfsteinpflaster und unebenen Platten. Später irren wir ein bisschen durch Namur, das vom Lärm eines Kulturfestes mit Flohmarkt erfüllt ist, und suchen vergeblich einen ruhigen Platz. Auf der Gegenseite erheben sich die imposanten Befestigungen der Zitadelle. Von Norden führt eine Seilbahn hoch. Tagesziel ist das 1400 Jahre alte belgische Huy, ebenfalls mit einer riesigen, vermutlich tausend Jahre alten Festung. Sie diente im Zweiten Weltkrieg für 7000 belgische und französische Soldaten als deutsches Kriegsgefangenenlager. Von oben bietet sich ein Rundblick über die Stadt, das nördlich gelegene Kernkraftwerk Tihange und das Maastal.
04:16
77.7km
18.2km/h
110m
150m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 6, 2025
Wie schon am Vortag geht es fast durchweg auf Asphalt zunächst durch den angeblich wildesten Teil der französischen Ardennen mit einem schönen Flusstal, mit Aussichtspunkten und Felsformationen. Wegen eines Angelwettbewerbs ist im Ort Revin ein Stück Radweg gesperrt, leider auch die anschließende Durchfahrt durch einen Bahntunnel. Deshalb fahren wir einen zum Glück kleinen Umweg. In einer Flussschleife liegt das 700-Einwohner-Dorf Chooz, ein Ort, der alt und neu zugleich aussieht. In der Nähe liegt das gleichnamige Kernkraftwerk, je nach Angaben das zweit- oder drittgrößte der Welt. Dann folgt der Grenzort Givet, umgeben von belgischen Staatsgebiet und dominiert von einer Zitadelle Karls V. Die Kirche Saint-Hilaire aus dem 17. Jahrhundert hat 18 moderne Glasfenster. Bei Sonne werfen sie Lichtkaskaden ins Innere. Nördlich des Ortes geht es nach Belgien. Dort führt ein Bahntrassenweg zum Tagesziel, dem bei Wanderern beliebten Dorf Hastière-Lavaux. Es hat mehrere Restaurants, eine Bäckerei und einen Supermarkt. Und eine riesige Klosterkirche, ein schönes Fotomotiv zum Vollmond.
03:44
65.2km
17.5km/h
240m
320m
Schlauchlos and Helmut went gravel riding.
September 5, 2025
Heute steht einer der schönsten Abschnitte auf dem Programm, der Weg der Maas durch die engen, waldigen Täler der südlichen Ardennen. Das Biermuseum in Stenay schenken wir uns. Zuerst geht es zum Maaskanal. Erste Station ist der uralte, aus einem Kloster hervorgegangene Ort Mouzon an der römischen Heerstraße von Reims nach Trier. Mächtig thront im Zentrum die gotische, frühere Klosterkirche Notre Dame aus dem 13. Jahrhundert. Die klaren Linien und die Gewölbebögen des 21 Meter hohen Mittelschiffs schaffen eine lichte Stimmung, ganz anders als die streng wirkende Fassade. Die Klostergebäude aus dem 18. Jahrhundert dienen heute als Altenheim. Kurz darauf, ab Remilly, ist der Radweg am Fluss ausgebaut und mäandert nicht mehr auf vorhandenen Straßen mehr oder weniger nah an der Maas. Die Steigungen nehmen ab. Am Fluss liegt Sedan; es wurde durch den deutsch-französischen Krieg 1870/71 und durch den deutschen Durchbruch im Zweiten Weltkrieg bekannt. Hinter dem Ort stößt von links der Ardennenkanal an den Fluss. Von dort führt der Weg nach Charleville-Mezières, eine sehenswerte Planstadt aus dem 17. Jahrhundert. Fast alle Straßen sind rechtwinklig angelegt. Leider ist die Stadt am Radweg nicht ausgeschildert; man muss den Weg suchen. Zentrum der Stadt ist der faszinierende einheitliche Place Ducale etwas erhöht über der Maas. Die Stadt gilt als Tor zum eigentlichen Ardennenmassiv. Bis zum Ziel im Dorf Deville folgt eine Fahrt durch das einsame, tief in bewaldete Schieferhänge eingeschnittene Flusstal mal im kühlen Schatten, mal in heiterer Spätsommerabendwärme. Garmin gibt das Durchschnittstempo in Bewegung mit 18,5 km/h an.
05:41
104km
18.3km/h
470m
500m
It seems to have been a thoroughly successful tour. At least, that's what your comments and the many beautiful pictures suggest. Congratulations and welcome home👍
Translated by Google •
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