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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
7 days ago
🇩🇪Erfurt🇩🇪
Startpunkt der Tour war der Erfurt Hauptbahnhof – und schon nach wenigen Schritten wurde klar: Das wird kein gewöhnlicher Stadtspaziergang. Bei bestem Frühlingswetter lag über der thüringischen Landeshauptstadt ein fast schon mediterraner Flair – Straßencafés voll besetzt, Sonnenstrahlen auf historischen Fassaden und überall geschäftiges Leben. Der Weg führte zunächst Richtung Erfurter Dom. Auf dem Domplatz herrschte reges Treiben: Ein bunter Rummel hatte sich aufgebaut und verlieh der ohnehin imposanten Kulisse aus Dom und Severikirche eine fast festliche Atmosphäre. Zwischen Fahrgeschäften, Essensständen und Frühlingsluft entstand ein spannender Kontrast aus mittelalterlicher Architektur und lebendiger Gegenwart. Weiter ging es durch die Altstadt zur Alte Synagoge – einem der historisch bedeutendsten Orte der Stadt. Sie gilt als eine der ältesten bis zum Dach erhaltenen Synagogen Europas und stammt in Teilen aus dem 11. Jahrhundert �. Gemeinsam mit der Mikwe und dem sogenannten „Steinernen Haus“ bildet sie den Kern des UNESCO-Welterbes, das Erfurt seit 2023 trägt. Ausgezeichnet wurde die Stadt für ihr außergewöhnlich gut erhaltenes jüdisches mittelalterliches Erbe, das europaweit einzigartig ist �. erfurt-tourismus.de erfurt-tourismus.de Von dort ging es weiter zur wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Erfurts: der Krämerbrücke. Die komplett bebaute Brücke mit kleinen Läden, Galerien und Cafés versprühte an diesem Tag echtes Urlaubsgefühl. Zwischen Kunsthandwerk und Eisbechern wurde deutlich, wie lebendig die Altstadt heute ist – eine Mischung aus Geschichte, Tourismus und Alltag. Ein charmantes Detail am Rande: Erfurt ist auch eng mit der Die Sendung mit der Maus verbunden. Immer wieder tauchen Motive der Stadt oder Themen rund um deutsche Bauwerke und Geschichte in der beliebten Kindersendung auf – ein schöner Beleg dafür, wie anschaulich selbst komplexe historische Orte vermittelt werden können. Der letzte Abschnitt führte schließlich raus aus der Altstadt in Richtung Steigerwaldstadion. Nach dem trubeligen Zentrum wurde es hier spürbar ruhiger – ein passender Ausklang der Tour zwischen Grünflächen und Stadionkulisse.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 7, 2026
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 7, 2026
🇧🇦Bratunac🇧🇦
Bratunac, unweit von Srebrenica und direkt an der Grenze zu Serbien gelegen, wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – und entfaltet gerade dadurch seinen eigenen Charakter. Die kleine Stadt gehört zur Republika Srpska und liegt eingebettet in eine ruhige, grüne Landschaft entlang der Drina. Das Zentrum bildet im Grunde eine einzige, recht kurze, aber überraschend lebendige Hauptstraße. Hier spielt sich fast alles ab: kleine Cafés, Bäckereien, Grillrestaurants und Bars reihen sich dicht aneinander. Trotz der Nähe zu einem historisch so belasteten Ort wie Srebrenica ist die Atmosphäre erstaunlich unbeschwert. Menschen sitzen draußen, trinken Kaffee oder ein Bier, unterhalten sich lautstark – fast schon quirlig für einen so kleinen Ort. Besonders auffällig: die Preise sind deutlich niedriger als in den touristischeren Teilen Bosniens, was Bratunac angenehm bodenständig wirken lässt. Doch die Geschichte der Region ist allgegenwärtig, auch wenn sie nicht immer offen sichtbar ist. Bratunac liegt in unmittelbarer Nähe zu den Ereignissen des Bosnienkrieg, insbesondere zum Völkermord von Srebrenica. Während des Krieges war die Gegend stark umkämpft, und viele Dörfer rund um Bratunac wurden zerstört oder entvölkert. Die ethnischen Spannungen und die Folgen der Gewalt prägen die Region bis heute – wenn auch oft eher im Hintergrund, in Gesprächen oder in der demografischen Struktur. Gleichzeitig ist Bratunac heute ein Ort des Alltags. Märkte werden abgehalten, Kinder gehen zur Schule, und entlang der Drina findet man ruhige Plätze, an denen das Leben fast idyllisch wirkt. Diese Gleichzeitigkeit von schwerer Vergangenheit und gegenwärtiger Normalität macht den Ort besonders eindrücklich. Wer hier unterwegs ist, erlebt keinen klassischen touristischen Halt, sondern eher einen ehrlichen Einblick in das Leben einer Grenzregion des Balkans – direkt, unkompliziert und mit einer stillen Tiefe, die sich erst beim genaueren Hinsehen erschließt.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 6, 2026
🇧🇦Srebrenica😢🇧🇦
Meine gestrige Tour führte mich zur Gedenkstätte Srebrenica-Potočari – ein Ort, der landschaftlich ruhig wirkt, aber historisch zu den erschütterndsten in Europa zählt. Schon bei der Ankunft fiel auf: Die Infrastruktur ist gut organisiert. Es gibt kostenlose Parkplätze, saubere Toiletten und der Eintritt in das Museum ist frei. Bei frühlingshaftem Wetter und Sonnenschein wirkte die Umgebung fast idyllisch – ein starker Kontrast zur Bedeutung dieses Ortes. Der Rundgang beginnt meist im ehemaligen Fabrikgebäude, das heute als Museum dient. Die Ausstellung ist modern und eindrucksvoll gestaltet, aber auch schwer zu ertragen. Fotos, persönliche Gegenstände und Videozeugnisse dokumentieren die Ereignisse des Juli 1995, als es zum Massaker von Srebrenica kam. Mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen wurden damals von Einheiten der bosnisch-serbischen Armee systematisch ermordet – ein Völkermord mitten in Europa, nur wenige Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges. Die Ausstellung verschweigt nichts. Viele Bilder und Berichte sind verstörend und gehen unter die Haut. Für sensible Besucher ist das definitiv keine leichte Kost – aber gerade deshalb so wichtig, um zu verstehen, warum dieser Ort existiert. Im Anschluss führt der Weg hinaus auf das weitläufige Gelände des Friedhofs. Reihen über Reihen weißer Grabsteine ziehen sich über die grüne Fläche – ein stilles Meer der Erinnerung. Jeder Stein steht für ein Leben, das gewaltsam beendet wurde. Die schiere Anzahl der Gräber macht das Ausmaß der Tragödie greifbar und hinterlässt ein Gefühl tiefer Traurigkeit und Nachdenklichkeit. Trotz des schönen Wetters und der friedlichen Natur liegt eine besondere Schwere über diesem Ort. Es ist keine klassische Wanderung, sondern vielmehr ein stiller Weg des Gedenkens. Fazit: Die Gedenkstätte Srebrenica ist kein Ort für „leichte“ Ausflüge – aber ein unglaublich wichtiger. Wer hierher kommt, sollte Zeit, Respekt und Offenheit mitbringen. Eine eindrucksvolle, bewegende Erfahrung, die lange nachwirkt.
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4 days ago
Thank you for your attention, compassion, and your beautiful, respectful words about this sad and special place, which serves as a memorial to the atrocious war crimes in Srebrenica and the Bosnian War.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 6, 2026
🇧🇦Sarajevo olympische Bobbahn🇧🇦
Gestern früh ging es für mich hinauf auf den Trebević – den Hausberg von Sarajevo. Schon die Auffahrt war beeindruckend, oben angekommen lag noch stellenweise Schnee – ein letzter Hauch Winter, der perfekt zur Geschichte dieses Ortes passt. Startpunkt ist ein gut erreichbarer Parkplatz, von dem mehrere Wanderwege abgehen. Nach wenigen Minuten erreicht man die Überreste der Olympische Bob- und Rodelbahn Trebević. Die Anlage wurde für die Olympische Winterspiele 1984 gebaut und war damals ein Symbol für ein offenes, internationales Jugoslawien. Heute ist die Bobbahn ein echter Lost Place. Die Betonrinnen ziehen sich wie ein graues Band durch den Wald, überwuchert von Moos, Graffiti und der Zeit. Während des Bosnienkriegs wurde die Anlage stark beschädigt und später nie wieder in Betrieb genommen. Gerade dieser Verfall macht den Ort heute so besonders – eine Mischung aus Natur, Geschichte und stiller Vergänglichkeit. Der Weg entlang der Bahn ist gut begehbar und lädt zum Erkunden ein. Immer wieder öffnen sich Lichtungen mit beeindruckender Fernsicht: Der Blick hinunter auf Sarajevo ist schlicht großartig. Die Stadt liegt eingebettet im Tal, umgeben von Bergen – ein Panorama, das gerade in der klaren Morgenluft besonders zur Geltung kommt. Trotz der ruhigen Atmosphäre spürt man auch hier die Geschichte. Wo einst Athleten mit Höchstgeschwindigkeit ins Tal rasten, ist heute ein Ort für Spaziergänger, Abenteurer und Fotografen entstanden. Fazit: Die Bobbahn am Trebević verbindet Naturerlebnis, spektakuläre Aussicht und Zeitgeschichte auf einzigartige Weise. Eine einfache Wanderung mit großem Erlebniswert – besonders reizvoll im Kontrast aus Schnee, Wald und urbanem Panorama.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 5, 2026
🇧🇦Sarajevo🇧🇦
Die Wanderung durch die Altstadt von Sarajevo beginnt mitten im Trubel. Schon am Vormittag drängen sich Besucher durch die engen Gassen von Baščaršija, Souvenirshops reihen sich an Cafés, und die Preise wirken für bosnische Verhältnisse überraschend hoch. Dennoch: Die besondere Atmosphäre dieser Stadt lässt einen schnell darüber hinwegsehen. Ein zentraler Punkt der Tour ist die Lateinerbrücke. Unspektakulär auf den ersten Blick, doch historisch einer der bedeutendsten Orte Europas. Direkt daneben erinnert eine Gedenktafel an das Attentat von Sarajevo, bei dem Gavrilo Princip den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand erschoss. Ein Moment, der als Auslöser des Erster Weltkrieg gilt. Heute stehen hier Touristengruppen dicht an dicht – Geschichte zum Anfassen, aber kaum Raum für Ruhe. Von dort führt der Weg tiefer hinein in die Altstadt. Sarajevo zeigt hier seine besondere kulturelle Vielfalt: Nur wenige Schritte trennen die Gazi-Husrev-Beg-Moschee, eine der bedeutendsten Moscheen des Balkans, von katholischen und orthodoxen Kirchen. Besonders eindrucksvoll ist die Herz-Jesu-Kathedrale, deren Vorplatz heute ein lebendiger Treffpunkt ist. Diese Nähe der Religionen macht den besonderen Charakter der Stadt aus – ein Ort, an dem sich Orient und Okzident seit Jahrhunderten begegnen. Ein Stück oberhalb der Altstadt eröffnen sich ruhigere Perspektiven. Reste der alten Sarajevo Stadtmauer und die Tore von Vratnik bieten weite Blicke über die Dächer der Stadt. Hier oben wird es etwas stiller, der Lärm der Gassen klingt nur noch gedämpft herauf, und man bekommt ein Gefühl für die geografische Lage Sarajevos – eingebettet in ein enges Tal, umgeben von Hügeln. Zurück im Zentrum ist die Hektik sofort wieder spürbar. Händler preisen ihre Waren an, Cafés sind überfüllt, und die Preise erinnern eher an westeuropäische Städte als an den Balkan. Doch genau dieses Spannungsfeld macht den Reiz aus: historische Tiefe, kulturelle Vielfalt und ein moderner Tourismus, der die Stadt verändert. Ein kleines Highlight ist schließlich die Fahrt mit der Straßenbahn entlang der Hauptachse. Die alten Wagen rattern durch die Stadt, vorbei an Geschichte, Alltagsleben und Kontrasten – fast wie eine bewegte Stadtführung. Für wenig Geld bekommt man hier einen ganz eigenen Blick auf Sarajevo, der die Eindrücke der Wanderung perfekt ergänzt.
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April 5, 2026
🇧🇦Sarajevo Grbavica🇧🇦
Die Wanderung durch das Neubaugebiet Grabavica in Sarajevo beginnt an einem warmen, sonnigen Tag – fast schon zu schön für einen Ort, dessen Fassaden so viel erzählen. Zwischen Wohnblöcken aus sozialistischer Zeit fallen sofort die Spuren der Vergangenheit ins Auge: zahllose Einschusslöcher, ausgefranste Betonflächen, Narben von Granatsplittern. Viele Häuser wurden renoviert, doch oft hat man bewusst Teile der beschädigten Fassaden erhalten – als stille Zeugen der Belagerung von Sarajevo. Grabavica lag während der Belagerung an einer besonders sensiblen Frontlinie. Hier verliefen Grenzen, die den Alltag der Menschen bestimmten – oder besser gesagt: einschränkten. Wasser, Strom und Nahrung waren knapp. Der Gang über die Straße konnte lebensgefährlich sein. Besonders eindrücklich wird das beim Blick auf die breite Verkehrsachse, die als Sniper Alley traurige Berühmtheit erlangte. Scharfschützen hatten von den umliegenden Hügeln freie Sicht auf die Straßen – jeder ungeschützte Moment konnte tödlich enden. Wenn man heute durch die Straßen läuft, ist das kaum vorstellbar. Kinder spielen zwischen den Häusern, Cafés sind gut besucht, und aus offenen Fenstern hört man Musik. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die Vergangenheit überall: kleine Gedenktafeln, Einschusslöcher, rote „Sarajevo-Rosen“ im Asphalt – mit Harz gefüllte Granateinschläge, die an die Opfer erinnern. Der Weg führt weiter hinunter zur Miljacka. Hier verändert sich die Atmosphäre spürbar. Das Leben pulsiert, Menschen flanieren entlang des Ufers, Radfahrer ziehen vorbei. Zwischen Bäumen und Promenaden reihen sich kleine Bars und Biergärten aneinander. In der Sonne sitzend, mit einem kühlen Getränk in der Hand, wirkt Sarajevo plötzlich leicht und unbeschwert. Kaum ein Ort zeigt so deutlich den Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gerade diese Mischung macht die Wanderung so eindrucksvoll: Auf der einen Seite die allgegenwärtige Erinnerung an Krieg und Belagerung, auf der anderen Seite eine lebendige, offene Stadt, die sich ihren Alltag zurückerobert hat. Den Abschluss bildet das Nationalmuseum von Bosnien und Herzegowina. Das imposante Gebäude wirkt fast wie ein Ruhepol nach den vielen Eindrücken. Hier wird Geschichte nicht nur sichtbar, sondern eingeordnet – von der osmanischen Zeit über die k.u.k.-Monarchie bis hin zur jüngsten Vergangenheit. Nach der Hitze des Tages und den intensiven Bildern draußen ist es ein passender Ort, um die Erlebnisse dieser besonderen Wanderung nachklingen zu lassen.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 4, 2026
🇧🇦Jablanica🇧🇦
Die kleine Stadt Jablanica liegt eingebettet zwischen steilen Berghängen direkt am smaragdgrünen Lauf der Neretva. Schon beim Start der Wanderung wird klar: Hier trifft beeindruckende Natur auf ein Stück europäischer Kriegsgeschichte. Bei sonnigem Wetter entfaltet die Landschaft ihren ganzen Reiz. Die Neretva schlängelt sich türkisfarben durch das Tal, eingerahmt von schroffen Felsen und dicht bewachsenen Hängen. Immer wieder öffnen sich Blicke auf das Wasser, das ruhig dahinzieht und gleichzeitig eine fast unwirkliche Farbe annimmt – ein echtes Highlight dieser Tour. Doch Jablanica ist mehr als nur Natur. Die Route führt direkt zu einem der bekanntesten historischen Orte der Region: der zerstörten Eisenbahnbrücke, die heute als Denkmal erhalten ist. Sie erinnert an die Schlacht an der Neretva im Zweiten Weltkrieg. Damals kämpften die Partisanen unter der Führung von Josip Broz Tito gegen die Achsenmächte. In einer strategisch entscheidenden Situation sprengten die Partisanen die Brücke bewusst – allerdings nicht nur, um den Vormarsch der Gegner zu stoppen. Der Plan war raffinierter: Die Zerstörung sollte die feindlichen Truppen täuschen, während die Partisanen heimlich eine provisorische Überquerung organisierten. So gelang es ihnen, ihre Verwundeten und Truppen über die Neretva zu retten – ein bis heute legendäres Manöver der Guerillakriegsführung. Direkt am Ort des Geschehens befindet sich das Museum der Schlacht an der Neretva. Ein Besuch lohnt sich sehr, um die historischen Hintergründe besser zu verstehen. Ausstellungen mit Fotos, Karten und Zeitdokumenten machen die dramatischen Ereignisse greifbar und zeigen, welche Bedeutung die Region im Zweiten Weltkrieg hatte. Die gesprengte Brücke selbst ragt heute schräg über den Fluss – ein eindrucksvolles Bild, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Sie wirkt fast surreal vor der idyllischen Naturkulisse und macht deutlich, wie eng Schönheit und Geschichte hier miteinander verwoben sind. Der weitere Weg entlang der Neretva führt durch eine ruhige, fast meditative Landschaft. Das Rauschen des Wassers, die klare Luft und die weiten Ausblicke auf Berge und Tal sorgen für einen angenehmen Kontrast zur historischen Schwere des Ortes.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a hike
April 4, 2026
🇧🇦Mostar🇧🇦
Schon beim Ankommen in Mostar lag diese besondere Stimmung in der Luft: strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen – und gleichzeitig eine Stadt, die ihre Geschichte sichtbar mit sich trägt. Eingebettet im Tal der Neretva wirkt Mostar auf den ersten Blick fast mediterran, doch schnell wird klar: Hier treffen Orient und Okzident nicht nur kulturell, sondern auch historisch aufeinander. Der Weg führte zunächst in die Altstadt rund um die berühmte Stari Most, die als Symbol für die Verbindung der Kulturen gilt. Osmanische Architektur, Moscheen, enge Gassen und Basarstände erinnern an den Einfluss des Orients, während Cafés, Restaurants und moderne Geschäfte die europäische Seite widerspiegeln. Diese Mischung macht den besonderen Reiz der Stadt aus – Minarette neben Kirchtürmen, Muezzinrufe und westliche Popmusik in direkter Nachbarschaft. Doch Mostar ist auch eine Stadt der Brüche. Abseits der restaurierten Altstadt zeigen sich immer wieder Ruinen zerstörter Häuser – Einschusslöcher in Fassaden, ausgebrannte Gebäude und verlassene Straßenzüge. Besonders eindrücklich ist der sogenannte Sniper Tower, ein ehemaliges Hochhaus, das während des Krieges als strategischer Punkt genutzt wurde und heute als Mahnmal mitten in der Stadt steht. Die Zerstörung Mostars geht auf den Bosnienkrieg zurück. Nach dem Zerfall Jugoslawiens kam es zu ethnischen Spannungen zwischen Bosniaken (muslimisch geprägt), Kroaten (katholisch) und Serben (orthodox). Mostar wurde dabei zu einem zentralen Schauplatz des Konflikts zwischen bosniakischen und kroatischen Kräften. Die Stadt wurde gezielt beschossen und zerstört – nicht nur aus militärischen Gründen, sondern auch, um kulturelle Identität auszulöschen. Besonders symbolträchtig war die Zerstörung der Stari Most im Jahr 1993, die später originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Ein besonders bewegender Ort entlang der Wanderung ist das War Photo Exhibition Mostar. Die dort gezeigten Bilder dokumentieren die Belagerung und Zerstörung der Stadt auf eindringliche Weise. Sie zeigen Leid, Angst und den Alltag im Krieg – und machen deutlich, was die Ruinen draußen in der Stadt bedeuten. Ein Besuch ist absolut empfehlenswert, aber nichts für leichte Kost: Die Eindrücke können verstörend sein und bleiben lange im Kopf. Auch während der Wanderung selbst begegnet man immer wieder Szenen, die nachwirken: zerstörte Häuser direkt neben frisch renovierten Gebäuden, Narben im Stadtbild, die bewusst sichtbar bleiben. Es ist wichtig zu wissen, dass einige Eindrücke dieser Tour emotional herausfordernd sein können – gerade weil die Ereignisse noch nicht lange zurückliegen. Und dennoch: Mostar lebt. In den Cafés sitzen Menschen bei starkem bosnischen Kaffee, Händler bieten Kunsthandwerk an, Kinder spielen in den Gassen. Die muslimisch geprägte Lebensweise zeigt sich in Moscheen und Traditionen, während gleichzeitig eine offene, europäische Stadtkultur spürbar ist. Genau diese Gegensätze – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Zerstörung und Wiederaufbau – machen die Stadt so faszinierend.
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Renier Babelsberg 1️⃣9️⃣0️⃣3️⃣ went for a bike ride
March 29, 2026
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5τ3ƒaη-SRO and Cristian Savitchi like this.
5 days ago
Beautiful photos!
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