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Danny & Kalle

„Auch wer um die ganze Welt reist, um das Schöne zu suchen, findet es nur, wenn er es in sich trägt.“
Ralph Waldo Emerson


Ich glaube fest daran, dass die wahre Schönheit der Natur sich erst dann in ihrer ganzen Pracht offenbart, wenn man bereit ist, sie mit allen Sinnen zu erleben und mit einem Herzen, das sich für die Wunder des Augenblicks öffnet. Sobald ich frei habe, zieht es mich hinaus, dorthin, wo die Zeit langsamer fließt und der Blick in die Weite schweifen kann.
Ob auf ausgedehnten Langstreckenwanderungen, die meine Ausdauer fordern, oder auf kurzen Erkundungstouren, die mich durch verwunschene Wälder und über verborgene Pfade führen, jede Route birgt ihren eigenen Zauber. Die Natur hält unendlich viele Geschichten bereit.
Ich liebe es, das Unbekannte zu ergründen, ohne vorher zu wissen, was hinter der nächsten Biegung auf mich wartet. Es ist die Überraschung und die Freude am Entdecken, die mich immer wieder aufs Neue aufbrechen lässt. Denn für mich sind es die leisen Momente und die kleinen Wunder am Wegesrand, die eine Wanderung zu einem Erlebnis machen, das den Geist erfrischt und die Seele nährt.
Kontakt über: spurille@yahoo.de
Mit dem Link wird die grobe Übersichtskarte meiner Touren zu einer interaktiven Karte.
komoot.de/user/183141000677/embed
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5 days ago

2026/02/15 Niedersachsen (Schaumburg/Hannover) 1.Woche Training/1.Tag

Erster Trainingslauf, erste Woche, erster Schritt auf dem Weg zum Marathon im Juli. Anspruchsvoll, fordernd, beinahe demütigend. Denn aller Beginn trägt bekanntlich seine eigene Schwere in sich, und darin liegt seine Bedeutung im Entschluss, überhaupt anzufangen. Gleichzeitig markierte dieser Lauf auch eine kleine technische Zeitenwende. Die Apple Watch wich der Coros Vertix 2S, deren Funktionen heute erstmals erkundet wurden. Navigation, Haptik, visuelle Führung und akustische Signale griffen bemerkenswert harmonisch ineinander. Besonders die Umsetzung der geplanten Komoot-Tour über die Uhr erwies sich als intuitiv, präzise und angenehm unaufdringlich. Nun folgt die wohlverdiente Phase der Erholung. Der Körper verarbeitet, was der Wille beschlossen hat. Begleitet wird dies von einem Wetter, das kaum passender hätte sein können, ein klarer, blauer Himmel über einer Landschaft, die noch von Schnee und Eis geprägt ist, deren winterliche Strenge jedoch spürbar nachlässt.

01:45

13.5km

7:46/km

30m

20m

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5 days ago

Looking forward to next weekend's circumnavigation of the "sea"...🤗

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February 10, 2026

01:03

6.24km

5.9km/h

40m

20m

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February 8, 2026

Die erste Wanderung mit Hans, ein zugezogener Rheinländer mit ausgeprägtem Bewegungsdrang. Dass wir früher oder später gemeinsam aufbrechen würden, war abzusehen. Unser Ziel war ein Tee im Scheunenviertel von Steinhude. Der Schnee befand sich in Auflösung, allerdings ohne jede Bereitschaft, den Rückzug elegant zu gestalten. Was eben noch fest und verlässlich gewirkt hatte, verwandelte sich unter unseren Schritten in eine rutschige, flutschige Oberfläche. Über allem lag Nebel. Die Landschaft verlor ihre Konturen. Der Nebel verlieh der Wanderung eine eigentümliche Intimität. Die Welt schrumpfte auf das unmittelbar Wahrnehmbare zusammen, Schritte, Atem, gedämpfte Geräusche und gemeinsame Gespräche. Alles Fernere blieb verborgen, als hätte die Landschaft beschlossen, sich nicht vollständig preiszugeben. Das Scheunenviertel erschien schließlich beinahe überraschend. Der Tee, heiß, unspektakulär und vollkommen ausreichend, markierte jenen stillen Höhepunkt, den nur einfache Dinge erzeugen können. Der Rückweg führte uns über Düdinghausen, durch dieselbe flutschige Topografie, die Glätte blieb, der Nebel ebenso. Und doch wartete dort eine kleine Entdeckung, die man vermeintlich bereits kennt. Im Garten der Gastwirtschaft Zur Erholung stand er plötzlich vor uns, der Teufel von Düdinghausen. Ich habe ihn später meiner Schaumburg-Tour Düdinghausen hinzugefügt. Bei meinem früheren Besuch war die Vegetation des Gartens so hoch gewesen, dass er sich vollständig verborgen hatte, ein schönes Beispiel dafür, wie sehr Wahrnehmung vom richtigen Zeitpunkt abhängt. Am Wegesrand fanden sich zudem einige anmutige Schmetterlingstrameten. Ein Teil davon durfte mit nach Hause, bestimmt für eine Tasse Tee. Dieser Vitalpilz gilt als Begleiter des Immunsystems, besonders in der kalten Jahreszeit. Gleichwohl verlangt das Sammeln größte Sicherheit. Man sollte zweifelsfrei wissen, was man vor sich hat. Wo Zweifel bleiben, ist Zurückhaltung die einzig vernünftige Haltung.

05:29

27.0km

4.9km/h

130m

130m

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February 7, 2026

An Laufen im freien Feld war heute nicht zu denken. Schneeverwehungen und überfrorene Passagen verwandelten den Untergrund in eine tückische Rutschbahn. Also blieb es bei einer kleinen Runde, getragen von der stillen Dankbarkeit für jene Fußwege und Straßen, die glücklicherweise geräumt und begehbar waren. Man nimmt, was der Winter gewährt.

00:39

5.76km

6:44/km

50m

30m

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February 4, 2026

Michi und ich hatten uns für heute eigentlich eine komplette Umrundung des Steinhuder Meeres zu Fuß vorgenommen. Der Eisregen machte den Plan allerdings riskant, und ich wollte das Auto unter diesen Bedingungen nicht zum Rundwanderweg bewegen. Also habe ich kurzerhand umdisponiert, die Grödel unter die Schuhe geschnallt und bin direkt von zu Hause losgegangen. Das kostete Zeit und brachte eine kleine Verspätung mit sich, aber der Tag war lang genug, um das Vorhaben trotzdem konsequent durchzuziehen. Am Rundweg angekommen, startete ich gemeinsam mit Michi. Die ersten Kilometer waren geprägt von einer harten Eiskruste auf verschneiten Wegen. Jeder Schritt verlangte volle Aufmerksamkeit, der Untergrund war tückisch, und unser Tempo ergab sich eher aus Vorsicht als aus Kondition. Sobald wir die Meerbruchwiesen erreichten, wurde es deutlich angenehmer. Der Schnee lag nicht mehr so hoch, die Passagen waren griffiger und plötzlich lief es wieder rund. Trotz der Kälte war die Landschaft voller tierischem Leben. Uns begegneten Graureiher, Rehe, Nutrias, Kormorane, Hasen und sogar zwei Eichhörnchen. Der Ostwind blies scharf und unnachgiebig, aber in Bewegung ließ sich das gut aushalten. Auffällig war vor allem die Leere. Es wirkte, als wären wir an diesem Tag die Einzigen, die ums Meer wanderten. In Mardorf legten wir einen kurzen Stopp ein. Im Supermarkt gab es „deutsches Sushi“ (Mettbrötchen) und ein warmes Getränk, genau das Richtige, um wieder Wärme in den Körper zu bekommen und die Stimmung stabil zu halten. Danach ging es über den Weg durchs Moor weiter zum Großenheidorner Strand und schließlich nach Steinhude. Dort machten wir noch einmal Halt beim Bäcker und füllten unsere Kohlenhydratreserven auf. Nicht romantisch, aber auf langen Strecken gehört pragmatische Versorgung dazu. Anschließend liefen wir am Ufer entlang Richtung Hagenburg. Das Meer war nicht vollständig zugefroren. Große Flächen lagen offen, und die Vögel sammelten sich an den eisfreien Stellen. Kurz nachdem wir ein paar Fotos gemacht hatten, kippte die Stimmung schlagartig. Wir sahen zwei Fußgänger, die sich tatsächlich auf den Weg zum Wilhelmstein über das Eis gemacht hatten, in diesem Zustand lebensgefährlich. Wir zögerten nicht lange und riefen den Notruf, und es kam zu einem Feuerwehreinsatz. Was viele unterschätzen, selbst wenn ein See „flach“ wirkt, ist das kein Sicherheitsversprechen. Das Steinhuder Meer hat zwar nur rund 1,35 Meter durchschnittliche Tiefe, aber in der Längsachse verläuft ein etwa 100 Meter breiter, bis zu rund 3 Meter tiefer Bereich, der im Volksmund als „Deipen“ bezeichnet wird. Und unabhängig von der Tiefe gilt, sobald das Eis trägt oder eben nicht trägt, entscheidet oft nicht der Mut, sondern Physik und Zufall. Strömungen, Wind und offene Stellen sorgen für ungleichmäßige Eisdicken, und ein Einbruch kann in Minuten zur Katastrophe werden. Offenbar merkten die beiden, dass ihretwegen alarmiert worden war, und sie begannen nach dem Erklingen der Sirenen zurückzulaufen. Wir warteten, bis sie nah genug am Ufer waren, dass ein Einbrechen nicht mehr mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich enden würde. Danach gingen sie auf dem zugefrorenen Kanal entlang weiter. Kurz darauf verließ ein Auto den Parkplatz, Fahrer und Beifahrer mit hochrotem Kopf, vermutlich genau diese beiden. Anschließend sprachen wir nochmals mit den Einsatzkräften. Ob die Feuerwehr sie noch ermahnte, wissen wir nicht. Entscheidend war. Niemand ist ums Leben gekommen! Trotzdem blieb ein ungutes Gefühl, weil solche Situationen selten „nur knapp“ bleiben. Dieses Jahr hat das auf erschütternde Weise gezeigt. Am 11. Januar 2026 kam es am Steinhuder Meer zu einem Rettungseinsatz, bei dem ein Mann starb, der einem in Not geratenen Eissegler helfen wollte. Das ist nicht nur tragisch, es macht auch klar, wer am Ende das Risiko trägt, nicht nur die Leichtsinnigen, sondern auch Helfende und Einsatzkräfte. Als wir am Hagenburger Schloss vorbeikamen, traf gerade ein weiteres Feuerwehrfahrzeug ein, inklusive Boot auf dem Anhänger. Spätestens da wurde noch einmal greifbar, wie schnell aus einer Idee ein Rettungseinsatz wird und wie viele Ressourcen und Menschen anrücken müssen, um schlimmste Folgen zu verhindern. Wir setzten die Umrundung bis Winzlar fort, meinem Ausgangspunkt. Dort verabschiedete ich Michi und ging anschließend allein den Anstieg hinauf nach Wölpinghausen. Am Ende standen rund 40 Kilometer auf der Uhr, ein intensives Ausdauertraining, winterlich fordernd, mental wach und mit einem unerwartet dramatischen Zwischenkapitel. Und trotz allem blieb ich dankbar, dass dieser Tag nicht mit einer Nachricht endete, die niemand hören will.

07:40

40.2km

5.2km/h

130m

130m

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February 4, 2026

What a story 🙈 but thankfully it had a happy ending 🍀. Was it a thirst for adventure, curiosity, or recklessness? Who knows, and every year there are "ice victims."



When I saw the cat, I initially thought it was an owl 😅.

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February 2, 2026

Hörkamp und Hörkamp-Langenbruch Hörkamp und Langenbruch gelten als relativ junge Siedlungen. In einer Ortsnamen-Studie zu Schaumburg-Lippe wird beschrieben, dass Langenbruch und Hörkamp zu den noch jüngeren Orten gehören und man ihre Gründung kurz vor 1800 vermutet.. Das passt gut zur allgemeinen Entwicklung. Am Bückeberg wurden Wald- und Randlagen später erschlossen als die alten Dörfer in der Ebene. Ein sehr konkreter Hinweis ist ein Gebäude aus dem Projekt „Schaumburger Spurensuche“. Dort heißt es, ein Bauernhaus sei 1830, im Zuge der Gründung des Dorfes Hörkamp, als eines der ersten Gebäude errichtet worden.. Oft gibt es eine frühe Siedlungsphase, ein paar Stellen im Wald), und dann kommt erst später der sichtbare Ausbau mit Hofstellen und Gebäuden. Richtig prägend für die Gegend war im 19. Jahrhundert der Steinkohlenbergbau im Stadthäger Revier. Zwischen Krebshagen und Hörkamp findet man bis heute eine auffällige Haldenlandschaft Viele Schächte wurden 1840–1848 geteuft,. die Halden sind Relikte von fast 40 Schächten. Wenn man heute dort spazieren geht oder Rad fährt, merkt man, das ist keine normale Feldflur, sondern eine Industrielandschaft, die wieder grün geworden ist.. Hörkamp-Langenbruch ist heute ein Ortsteil der Stadt Stadthagen.. Am 1. März 1974 wurde Hörkamp-Langenbruch, mit weiteren Umlandgemeinden nach Stadthagen eingemeindet. Zum Ortsteil werden u. a. auch Teile des Brandshofs, Forsthaus Halt, gerechnet.. Hülsede Hülsede wirkt älter als Hörkamp, und das sieht man an den Baudenkmälern. Die St.-Aegidien-Kirche wird touristisch als mittelalterlicher Bau eingeordnet, um die Wende zum 13. Jahrhundert romanisch errichtet und im 15. Jahrhundert gotisch umgebaut.. Ein echtes Schaumburger Ausrufezeichen ist das Wasserschloss Hülsede. Es wird als Anlage der Weserrenaissance beschrieben und datiert auf 1529–1548, gebaut als vierflügelige Anlage, u. a. im Kontext der Familie von Rottorp. Eine Besonderheit ist die Schmiede, die ab 1474 im Ort nachweisbar ist und mit der Familie Baake verbunden wird. Eine Dorfschmiede war jahrhundertelang Infrastruktur im Wortsinn. Ohne Schmied gab es auch keine reparierten Pflüge und Wagen, keine Beschläge, keine Hufeisen, oft auch keine einfachen Metallwaren für Hof und Haushalt. Dass die Schmiede so früh genannt wird, deutet darauf hin, dass Hülsede damals bereits eine stabile agrarische Siedlung mit entsprechendem Bedarf und Einbindung in regionale Wegebeziehungen war. Dazu passt das zweite Detail, das man heute leicht unterschätzt, Hülsede besaß Braurecht. Als letzter Brauer wird namentlich Carsten Eckermann genannt... Braurecht heißt im Kern, Bier war nicht nur Genussmittel, sondern Grundnahrungsmittel und sichere Flüssigkeit, und das Brauen war zugleich Wirtschaftsfaktor und Statusfrage. In vielen norddeutschen Dörfern hing das an bestimmten Höfen oder am Gemeinde- bzw. Gutsverband, oft mit Regeln, wer wann brauen durfte und wie ausgeschenkt wurde. Dass man hier sogar an den letzten Brauer erinnert, erzählt ziemlich direkt vom Strukturwandel. Spannend wird es dann beim Sprung vom Handwerk zur Industrie. Die Hülseder Tischlergenossenschaft wird als Keimzelle der Möbelindustrie im Deister-Süntel-Tal beschrieben. Tischler schlossen sich zusammen, um Material günstiger zu beschaffen, Aufträge zu bündeln, Qualität zu standardisieren und Absatzwege zu sichern. Aus solchen Zusammenschlüssen konnten Werkstätten wachsen, später Fabriken, und irgendwann eine ganze Region mit Möbelbetrieben. Dass die Gegend um Hülsede tatsächlich einmal stark davon geprägt war, sieht man an den späteren Hinweisen, dass es in der Deistergegend früher über 40 Möbelfabriken gab und heute mit Heine-Sitzmöbel nur noch ein Rest dieser Tradition vor Ort ist. Und als kompletter Zeitsprung kommt die Westernegge dazu. Dort wurde 1978 ein NATO-Depot errichtet und 1993 wieder geschlossen. In einer Darstellung wird das Depot als Anlage auf rund 15 Hektar beschrieben..

07:14

34.8km

4.8km/h

530m

540m

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February 2, 2026

At three in the morning, the world isn't quite awake yet, and that's exactly what I love about it. Everything is still. The snow muffles sounds, the full moon 🌝 makes every contour a sharp line, as if someone had just painted the landscape. I knew this wouldn't be a leisurely stroll. Not my first night

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February 1, 2026

Wenn die Zeit knapp und das Ziel groß ist, zählt nicht die perfekte Route, sondern der erste Schritt. Denn ein Anfang, so klein er auch sein mag, ist bereits Bewegung in Richtung Wandel.

00:36

5.02km

7:12/km

70m

40m

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February 2, 2026

 I'm not really into pets 🙁 But Kalle looks cute 👍

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January 31, 2026

Normalerweise fahre ich bei meinen zweimonatlichen Besuch bei meinem Jüngsten nach Halle, aber dieses Mal haben wir uns bewusst für einen kleinen Abstecher nach Merseburg entschieden. Der Anlass war so konkret wie schön, die Merseburger Zaubersprüche. Weil meine zukünftige Schwiegertochter in der kommenden Woche in Germanistik eine Prüfung zu diesem Thema hat, wurde aus dem Familienbesuch kurzerhand eine kleine Exkursion. Im Merseburger Dom, den wir anfänglich für das Schloss hielten, konnten wir die Zaubersprüche im Original sehen, jene für Deutschland einzigartigen althochdeutschen Beschwörungsformeln, die gerade auf dem Weg zum UNESCO-Weltdokumentenerbe sind, national bereits befürwortet und inzwischen im internationalen Verfahren. Danach haben wir Merseburg wie unter einer Lupe betrachtet, Straßen, Plätze, Blickachsen, die Saale in der Nähe. Am stärksten getroffen hat mich eine Zufallsentdeckung, die Besichtigung der Neumarktkirche St. Thomae an der Neumarktbrücke und dort das Triptychon-Mahnmal „Kreuzigungsgruppe vor Roter Wand“ von Klaus Friedrich Messerschmidt. Zuerst standen wir ratlos davor, weil es im geschlossenen Zustand fast wie eine vertraute „kirchliche“ Darstellung wirkt. Und dann die überraschende Erkenntnis, man kann dieses Werk aufklappen. Wie eine Tür, die man eigentlich nicht öffnen will. Hinter der aufklappbaren Front zeigt sich eine „rote Wand“, die an die Bretter eines Viehwaggons erinnert, jenes Transportmittel, das im Nationalsozialismus für Deportationen genutzt wurde. Und dort sahen wir elf lebensgroße Figuren ausgemergelt, gezeichnet, jede ein eigenes Kapitel menschlicher Grausamkeit: eine Vergewaltigte, eine Ausgepeitschte, eine auf dem Scheiterhaufen Verbrannte, ein Geschundener mit abgezogener Haut, eine im KZ Verhungerte, ein Gekreuzigter als zentrales Motiv, ein Geköpfter, ein Hingerichteter, ein in die Zwangsjacke Gesteckter, ein Gesteinigter und ein gebrandmarkter Homosexueller. Wir wussten im ersten Moment nicht, was wir da genau vor uns haben, aber die Assoziation stellte sich erschreckend schnell ein: Deportationen, entmenschlichte Körper, Waggonwände, Gewalt, die nicht abstrakt bleibt, sondern ein Gesicht bekommt. Später hat unsere Recherche das bestätigt und zugleich gezeigt, wie vielschichtig dieses Mahnmal gemeint ist. Es ist kein „schönes“ Kunstwerk, aber eines, das bleibt, weil es einen innerlich nicht einfach weitergehen lässt. Den Abend haben wir schließlich mit einem Essen ausklingen lassen, um uns wieder aufzuwärmen, denn der Ostwind hatte uns ziemlich zugesetzt. Merseburg zeigte sich winterlich und kantig, aber gerade deshalb auch ehrlich. Trotz der Kälte war es ein schöner Ausflug und am Ende waren wir angenehm erschöpft, so wie nach einem Tag, der mehr war als nur „unterwegs sein“.

02:53

11.4km

4.0km/h

50m

50m

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February 1, 2026

The Merseburg Charms are a small but exceptionally valuable remnant of early German literature. Two Old High German incantations from the 9th or 10th century, transmitted not as an independent "book of spells," but rather as a marginal element in a Christian liturgical manuscript. It is precisely this

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January 24, 2026

Map data © OpenStreetMap contributors

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January 24, 2026

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