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Peter Bauer went for a bike ride.
4 days ago
Die Fahrt von Krumbach nach Immelstetten in den Stauden (südlicher Bereich des Naturparks Augsburg - Westliche Wälder) gilt als landschaftlicher Klassiker. Und von der Anhöhe östlich von Immelstetten ist die Aussicht auf die Alpen an klaren Tagen geradezu grandios.
02:26
55.1km
22.7km/h
570m
580m
Peter Bauer went for a bike ride.
5 days ago
Auf der Höhe von Daxberg gibt es einen Alpenblick, der oft richtig klasse ist. Zudem ist die Strecke von gut 50 Kilometern mit einigen Anstiegen ideal, müde Winterbeine 😉 wieder etwas in Schwung zu bringen. Das Alpenpanorama lässt sich dann auch noch einmal auf der Passage zwischen Frickenhausen und Arlesried so richtig genießen☀️☀️🌄🌄.
02:14
51.5km
23.0km/h
470m
460m
Ulrike and Peter Bauer went for a hike.
January 17, 2026
Auch bei Nebel hat die Landschaft bei Maria Baumgärtle ihre Reize. Höhepunkte sind der Alpakahof Straßbauer, die Wallfahrtskirche Maria Baumgärtle und die Pilgerstätte Mariental.
03:17
11.2km
3.4km/h
210m
190m
Peter Bauer went for a bike ride.
January 14, 2026
Die rund 50 Kilometer lange Rennradrunde durch Günz- und Kammeltal ins Unterallgäu und zurück nach Krumbach gilt als Rennradklassiker. Die Fahrt hält durchaus einige Anstiege parat. Eine gute Übung, wenn man in der kalten Jahreszeit etwas schwer gewordene Beine wieder in Schwung bringen möchte. Immer wieder klasse ist an klaren Tagen der Blick auf die Kette der Alpen.
02:11
50.2km
23.0km/h
450m
460m
Peter Bauer and Ulrike went for a hike.
January 4, 2026
Die Runde führt durch eine der einsamsten Landschaften unserer Region. Die Mitnahme einer Wanderkarte im Maßstab 1:50.000 erleichtert die Orientierung. Sehr hilfreich ist die GPS-Datei. Wir beginnen die Wanderung südlich von Ebershausen. Die Runde startet vor einer Wegegabelung südlich des Ortes. Zum Ausgangspunkt gelangen wir, wenn wir in Eberhausen von der B 300 Richtung Kirchhaslach abbiegen. Nach dem Ort Eberhausen an der ersten Abzweigung rechts. Von unserem Ausgangspunkt wandern wir nach Süden, dann bei einer Gabelung links und in den Wald hinein. Wir bleiben auf dem Weg, der uns westlich des Haselbachs nach Süden führt. Der Weg bringt uns schließlich in Richtung der Höhe zwischen Hasel- und Günztal hinauf. Wir können die Kapelle (sie kommt schließlich am Horizont in Sicht) rasch, nach links einschwenkend, am Waldrand entlang erreichen. Wahlweise gehen wir den Weg weiter hinauf Richtung Olgishofen, dann den "Stich" nach Südosten zur Fuggerkapelle. Die 2008 erbaute Kapelle ist der Höhepunkt der Tour. Die Fuggerkapelle wurde von Fürst Hubertus Fugger (Babenhausen) aus Dankbarkeit für die Genesung seiner Frau auf einem Hügel nördlich von Kirchhaslach errichtet. Wanderer und Radler gleichermaßen schätzen diesen Ort - an klaren Tagen auch mit herrlichem Bergblick. „Nütze die Zeit“ steht auf der Außenfassade der Fuggerkapelle. Die Sitzgelegenheit an der Kapelle ist eine geradezu herzliche Einladung dazu. Der Altar im Inneren ist der Malerei von Albrecht Dürer nachempfunden. An der Kapelle gibt es wie bereits erwähnt eine Sitzgelegenheit, unsere mitgebrachte „Rucksackbrotzeit“ zu genießen. Denn unmittelbar am Wegesrand gibt es bei dieser Runde keine Einkehrmöglichkeit und keine Bank oder Ähnliches. Nun beginnt unser Rückweg. Wir gehen von der Kapelle den Weg nach Nordwesten den Berg hinauf bis zum Ortsrand von Olgishofen. Hier wird rasch klar: Bei unserer Wanderung sind wir auch auf den Spuren der sagenumwobenen Kelten unterwegs. Wir passieren unweit von Olgishofen in nördliche Richtung gehend die Reste einer keltischen Viereckschanze, die wohl aus der Zeit des 2./1. Jahrhunderts vor Christus stammt. Die Kelten gliederten sich in viele verschiedene Stämme, deren Siedlungsgebiet weite Teile Europas umfasste. Kelten prägten von Spanien bis zum Balkan die Entwicklung zahlreicher europäischer Landschaften, darunter auch die britischen Inseln. Etliche der sogenannten Keltenschanzen oder auch Viereckschanzen entstanden in der Zeit vor dem römischen Einmarsch im Jahr 15 vor Christus. Als Viereckschanze oder Keltenschanze werden in erster Linie in Süddeutschland anzutreffenden Überbleibsel eines quadratischen, manchmal auch rechteckigen Areals mit Wall und Graben bezeichnet. Teile einer solchen Schanze sind bei Olgishofen/Unterallgäu zu sehen. Welche Bedeutung hatten diese Anlagen? Eindeutig geklärt ist die Sache von der Wissenschaft noch nicht. Offenbar waren etliche Viereckschanzen keltische Gutshöfe. Denkbar ist, dass die Kelten auch Kultanlagen mit viereckigen Einfriedungen umgaben. Denkbar ist, dass Viereckschanzen Orte kultischer Handlungen von Druiden waren. „Allein in Bayern sind über 200 solcher Plätze belegt“, schreibt die Wissenschaftlerin Dorothea van Endert in ihrer Darstellung über das Südschwäbische Vorgeschichtsmuseum Mindelheim. Sie berichtet auch von der „überlieferten Streitsucht“ der Kelten. Solche Niederungen des Alltags können wir auf unserer Wanderung ganz schnell hinter uns lassen. Der Weg, der uns am östlichen Rand des Günztals weitgehend immer im Waldrandbereich nach Norden führt, ist nicht immer in bestem Zustand. Aber er ist problemlos passierbar. Festes Schuhwerk ist bei dieser Wanderung allerdings zu empfehlen. Wir lassen den Wald schließlich hinter uns, dann bei einer Gabelung rechts, nach rund 300 Metern links und zurück zum Ausgangspunkt. Nicht weit weg von unserer Runde befindet sich in Ebershausen, Babenhauser Straße 14 das Gasthaus Albrecht-Beggel mit Einkehrmöglichkeit. Bei Gasthäusern ist es aber generell sehr zu empfehlen, sich nach den aktuellen Öffnungszeiten zu erkundigen.
02:29
10.1km
4.1km/h
120m
120m
Peter Bauer went for a bike ride.
December 14, 2025
Rund 40 Kilometer durch eine malerische Hügellandschaft: Auch zur kalten Jahreszeit eine lohnende Ausfahrt.
01:51
41.8km
22.7km/h
420m
410m
Peter Bauer and Ulrike went for a hike.
December 6, 2025
Eine lohnende Runde zum Jägerberg. Er ist "nur" 548 Meter hoch. Aber auf ihm steht ein besonderes Gipfelkreuz. An klaren Tagen ist die Aussicht auf die Alpen und ins Mindeltal klasse.
01:42
6.51km
3.8km/h
110m
110m
Peter Bauer went for a hike.
November 16, 2025
Auf dem Weg von Krumbach zum Nattenhauser Kreuzweg gibt es reizvolle Tiefblicke.
02:12
8.50km
3.9km/h
120m
120m
Peter Bauer and Ulrike went for a hike.
November 9, 2025
Oberegger Stausee, Glaserhof, Jakobsstiftungsholz: Unsere rund zehn Kilometer lange Wanderung verbindet auf reizvolle Weise drei landschaftliche und kulturelle Höhepunkte in der Region Mittelschwaben. Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz südlich des Stausees. Wir umrunden ihn gegen den Uhrzeigersinn. Für Menschen, die ein Herz für Wasservögel haben, ist der Oberegger Stausee eine Art Paradies. Zahlreiche Arten machen hier Station, zu beobachten sind mitunter auch "Exoten" wie Reiherente, Tafelente, Gänsesäger oder auch Singschwäne und Kormorane. Die Geschichte des Weihers ist mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) verbunden. Im Sommer 1939 wurde mit dem Bau des Kraftwerks und des Stausees im Günzbereich südlich von Oberegg begonnen. Nach der Niederlage Frankreichs im Sommer 1940 waren dort 70 bis 80 französische Kriegsgefangene im Einsatz. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 arbeiteten am Stausee auch sowjetische Kriegsgefangene. Die Geschichte und die heutige Bedeutung des Stausees ist auf Schautafeln südlich des Stausees ausführlich dokumentiert. Nach Kriegsende 1945 wurde das neue Elektrizitätswerk in Oberegg sogar für Tanzveranstaltungen genutzt. In den Jahrzehnten nach dem Krieg war der Oberegger Stausee ein beliebtes Badegewässer, die Wasserwacht hat sich auf der Westseite eine Niederlassung eingerichtet. Im November 1987 wurden der Stausee und das Gebiet um ihn herum zum Landschaftsschutzgebiet Oberes Günztal mit einer Größe von rund 190 Hektar Fläche. Darin integriert ist das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Oberegger Stausee mit 44 Hektar, 33 Hektar davon entfallen auf den Stausee. Seit Langem ist das Gebiet rund um den Stausee bei Wanderern und Radlern sehr beliebt. Auf Wald- und Feldwegen nach Süden gehend kommen wir zur Staatsstraße 2019. Hier auf dem Geh- und Radweg nach rechts, dann ist bald der Glaserhof erreicht. Eine Rast im Café ist wohltuend und ein Bummel durch Gebäude und Areal lohnend. Zu sehen sind im Antikwerk Gut Glaserhof Möbel oder Baumaterialien, vom Jugendstilfenster bis hin zu Landhausdielen aus dem vorigen Jahrhundert. Die Firma Antikwerk mit Marc Pollack an der Spitze kauft sie beispielsweise aus Abrisshäusern auf und restauriert sie in der Werkstatt in Weißenhorn. Auf dem Gut Glaserhof, einem 1742 erbauten Gutshof, ist vieles davon ausgestellt. Ein bemerkenswerter Kontrast zu den glatten Kanten, den meist grauen Flächen, die Banken, Arztpraxen und sonstige Büro- und Arbeitsräume dominieren. "Viele Jüngere sind auch in solchen Wohnungen aufgewachsen", hat Marc Pollack wiederholt erklärt. Wenn sie erwachsen werden, suchen sie etwas anderes für ihr Zuhause. Viele von ihnen kommen zum Glaserhof. 1742 ließ der Abt des Klosters Roggenburg das Anwesen bei Breitenthal als Sommersitz erbauen. Später wurde das Anwesen Eigentum des Prinzen zu Hohenlohe. 1998 pachtete Pollack den Hof und richtete die Firma Antikwerk ein. Wer hier Station macht, begegnet bisweilen einem bemerkenswert durchmischten Publikum. Gut gekleidete Paare, die sogar aus dem Raum München oder dem Raum Stuttgart kommen und hier auf der Suche nach dem ganz besonderen Möbelstück sind, geben sich mit Radlern oder Wanderern gewissermaßen die Klinke in die Hand. Der Glaserhof mit seinem Café ist seit Langem für Radler und Wanderer eine begehrte Zwischenstation. Über die aktuellen Öffnungszeiten kann man sich auf der Internetseite des Antikwerks informieren. Wir lassen den Glaserhof hinter uns und gehen hinein in das sogenannte Jakobsstiftungsholz. Dieses erinnert an eine bemerkenswerte historische Episode. 1554 kam Deisenhausen in den Besitz von Georg Fugger. 1679 überließ Franz Joachim Fugger den Ort den St. Jakobspfründen in Augsburg. An diese Zeit erinnert auch der Name "Augsburger Hölzle" für das Waldgebiet. Hier gibt es (als "Wellen" gut sichtbar) auch Überreste einer mittelalterlichen Abschnittsbefestigung (keine Burg) aus dem 13./14. Jahrhundert (Herren von Gehrenberg). Ein besonderer Höhepunkt am Wegesrand ist ein großes Waldkreuz aus dem Jahr 2005. Wir erreichen, wieder nach Norden schwenkend erneut die Staatsstraße 2019. Über die Straße, bald kommt der Oberegger Stausee in Sicht. Der Ausgangspunkt unserer Runde ist auch das Finale.
02:20
9.29km
4.0km/h
70m
70m
Peter Bauer and others went for a bike ride.
November 6, 2025
Wir beginnen die Runde auf dem großen Parkplatz im Südwesten von Roggenburg (dort gibt es auch eine Radpannen-Hilfsstation mit Werkzeug und Luftpumpe). Wir aber sind bei dieser Fahrt hoffentlich pannenfrei unterwegs und können die Schönheit der Region genießen. Die Fahrt führt durch Roggenburg hinab zum Roggenburger Weiher (mit Einkehrmöglichkeit, Tretbootverleih und Badegelegenheit). Dann über die Straße Biberach-Meßhofen auf einen Feldweg. Zunächst entlang der Stürzenweiher, nach den Weihern links den Berg hinauf zur Wannenkapelle. Die Kapelle in ihrer heutigen Form wurde im Jahr 1845 gebaut. Ihre wechselvolle Geschichte reicht viel weiter, bis in den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zurück. Laut Klosterchronik blieb Pater Franziskus Doser damals im Kloster zurück. Von schwedischen Soldaten wurde er, möglicherweise um 1632, am Wannenberg an einer Eiche aufgehängt. Doch der Strick erdrosselte ihn nicht. Einer der Schweden soll dies bemerkt und den Strick durchschnitten haben. Zu sehen ist diese Begebenheit im Deckenfresko des Chorraums. Pater Doser wurde 1661 Abt von Roggenburg. Sein Nachfolger, Abt Adalbert Rauscher, ließ zum Gedenken an Doser eine kleine Kapelle errichten. Herausragend in der Kapelle sind unter anderem die Ölgemälde von Johann Baptist Dollenbacher (1815 bis 1866) aus Unterbleichen (heute Kreis Günzburg). Und hier gibt es eine bemerkenswerte Parallelität zu Krumbach: Dollenbacher gestaltete auch das Altarblatt der Krumbacher Kirche St. Michael. Wir rollen von der Kapelle hinab nach Meßhofen (Einkehrmöglichkeit) und hinauf zur Straße Roggenburg-Rennertshofen. Dort begegnen wir einer weiteren buchstäblich sagenhaften historischen Begebenheit. In stürmischen dunklen Nächten soll hier der Geist des Frankenhofer Bauern mit Lärm und Peitschenknall zu hören sein (nachzulesen in Theodor Jörg, Sagen aus dem Landkreis Krumbach und seiner Umgebung, Krumbach, 1956). Östlich von Meßhofen stand einst am Rand des Wegs von Roggenburg nach Rennertshofen der Einzelhof Frankenhofen. Der Frankenhofer Hofbauer war während des Bauerkriegs 1525 ein Führer von Aufständischen. Er wurde in Illertissen enthauptet, sein Leib gevierteilt. Doch laut Sage soll er keinen Frieden gefunden haben. Über all dies nachdenkend fahren wir weiter über Rennertshofen (Pfarrkirche Johannes der Täufer, 1719) nach Christertshofen. Nach der Kirche St. Georg (18. Jahrhundert, Fresken von Konrad Huber) links Richtung Waldreichenbach (Forsthaus, mit Einkehrmöglichkeit). Die Tour führt wieder aus dem Wald hinaus (guter Bergblick), nach Tafertshofen (eine Pause im Bereich der Kirche St. Vitus, Anfänge um 1500, ist lohnend). Dann links entlang der Günz Richtung Oberried und weiter zum Badestrand des Oberrieder Weihers (Kiosk und E-Bike-Ladestation). Hier ist eine Pause zu empfehlen, bevor es weitergeht zur Kirche von Breitenthal. In diesem Ort gibt es eine besondere Verbindung zu Roggenburg. Seit 1513 befand sich in Breitenthal einer von vier Amtssitzen des Klosters. Seelsorger für Breitenthal waren bis 1802 Chorherren des Roggenburger Stifts. Zwei ehemalige Äbte, Adalbert Rauscher (1711) und Hugo Lindtner (1722) wurden in Breitenthal beerdigt. Die Breitenthaler Kirche Heilig Kreuz wurde 1791 vollendet. Sie ist das letzte Werk des bekannten Baumeisters Joseph Dossenberger. Die Malerei stammt wie in Ingstetten und Christertshofen vom Weißenhorner Künstler Konrad Huber. Dieser übernahm in Weißenhorn die Werkstatt von Franz Martin Kuen. Huber hatte 1773 Kuens Witwe Maria Anna geheiratet. Wir radeln weiter zur Breitenthaler Hauptstraße. Hierf rechts, auf dem Radweg der Straße Richtung Nattenhausen ist Nattenhausen (Kirche St. Laurenzius, 1674) bald erreicht. Jetzt nach links Richtung Ortsmitte. Dann nach rechts in den Weg Burgberg. Über den bekannten Trimmdichpfad kommt Krumbach bald in Sicht. Von dort führt die Tour weiter in den Krumbacher Stadtgarten. Vor uns liegen die prachtvolle Kirche St. Michael (1753 vollendet) und das Schloss, 1533, erbaut unter der Regie des habsburgisch-kaiserlichen Rates Hans Lamperter von Greiffenstein. Im Renaissance-Schloss ist heute die Fachakademie für Sozialpädagogik (Erzieherinnen- und Erzieherausbildung) untergebracht. Die Kirche ist ähnlich wie in Roggenburg maßgeblich das Werk des Edelstetter Baumeisters Johann Martin Kraemer. Beeindruckend sind die Malereien des Weißenhorner Künstlers Franz Martin Kuen, der auch in Roggenburg aktiv war. Krumbach und Roggenburg - das ist auf eine besondere Weise eine kirchlich-künstlerische "Zwillingsverbindung". Zudem hat das Krumbacher Altarblatt der Unterbleichener Künstler Johann Baptist Dollenbacher gestaltet. Ihm begegnen wir auch in der Roggenburger Wannenkapelle. Empfehlenswert ist ein Abstecher in die neben dem Stadtgarten liegende Krumbacher Mühlkapelle (1832). Dem Kammeltal-Radweg folgend führt die Tour schließlich weiter aus dem Stadtgarten hinaus in nördliche Richtung. Links auf die Hans-Lingl-Straße, weiter zum Kreisverkehr und auf dem Radweg den Bleicher Berg hinauf. Im Bereich des Parkplatzes links und hinab nach Nordhofen. Von dort zur Straße Deisenhausen-Oberbleichen. Kurz vor Oberbleichen halten wir uns links und rollen zum Oberegger Stausee. 1988 wurde dieser Bereich als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zahlreiche Vögel- und Insektenarten sind hier zu beobachten. Darunter sind auch "Exoten" wie Reiherente, Tafelente oder Singschwäne. Das Gebiet des Stausees hat eine wechselvolle Geschichte. Bei seiner Einrichtung waren in der Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939 bis 1945) auch Kriegsgefangene im Einsatz. Weiter nach Norden, wir überqueren die Günz Richtung Oberegg und schwenken nach rechts auf den Günztal-Radweg ein. An der ersten Abzweigung links, dann rechts und weiter Richtung Unterwiesenbach. An der Hauptstraße links, hinein in den Klosterweg und bei der ersten Abzweigung rechts zur Straße nach Stoffenried (Einkehrmöglichkeit). Weiter zur Günzburger Kreisheimatstube (mit viel Sehenswertem zu Heimatgeschichte und Brauchtum) und Dorfweiher. Auf dem Weiher können wir in einem Ruderboot eine entspannte Pause einlegen. Danach fahren wir in südliche Richtung in den Unterroggenburger Wald hinin - bis zum Weg Oberwiesenbach-Ingstetten. Wir erreichen schließlich eine Gabelung, hier rechts nach Ingstetten (Einkehrmöglichkeit). Sehenswert (aber nicht durchgehend geöffnet) ist die Ingstetter Kirche St. Agatha (1790/91) mit Fresken des Weißenhorner Malers Konrad Huber. Der Bereich des Klosters Roggenburg ist das Finale unserer Runde. Das Kloster Roggenburg wurde 1126 durch die Grafen von Bibereck als Prämonstratenser-Kloster gegründet. Roggenburg wurde mit Chorherren aus Ursberg besiedelt. Dort war 1125 ein Prämonstratenser-Kloster gegründert worden. Ursberg wurde so für Roggenburg zum "Mutterkloster". Die umfassenden Verbindungen zwischen Roggenburg und Ursberg im benachbarten Kreis Günzburg bestehen bis heute. Wie in vielen anderen Klöstern fand das geistliche Leben in Roggenburg durch die Säkularisation (Enteignung) im Jahr 1802 ein abruptes Ende. Im Jahr 1982 gab es einen bemerkenswerten Neuanfang durch die Prämonstratenser (eine Gemeinschaft von Priestern, die sich auch in umliegenden Pfarreien um die Seelsorge kümmert). Es entstand das Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur mit Klostergasthof und Klosterladen. Die sehenswerte Kirche "Mariä Himmelfahrt" wurde 1752/58 nach Plänen des Edelstetter Baumeisters Simpert Kraemer unter der Regie seines Sohnes Johann Martin Kraemer erbaut. Die Malereien stammen wie in der Krumbacher Kirche St. Michael vom Weißenhorner Künstler Franz Martin Kuen. Die Roggenburger Kreuzigungsgruppe wurde von Bildhauer Christoph Rodt (1578 bis 1634) gestaltet. Rodt stammt aus Neuburg an der Kammel (nördlich von Krumbach, heute im benachbarten Kreis Günzburg gelegen). Auch das ist ein weiterer künstlerischer "Brückenschlag" zwischen Roggenburg und dem Raum Krumbach, den wir bei dieser Tour so intensiv spüren. Vielfältig sind in Roggenburg die Einkehrmöglichkeiten. Sehr bekannt ist die Roggenschenke. In diesem Bereich befindet sich auch ein Schlauchautomat, der bei Radpannen eine große Hilfe sein kann. Einige hundert Meter weiter, südlich von Roggenburg auf dem großen Parkplatz, ist (wie bereits erwähnt) eine kleine Radwerkstatt mit verschiedenen Werkzeugen und Luftpumpe eingerichtet. Aber von Pannen mögen wir bei dieser Fahrt verschont bleiben. Der "doppelte Roggenburger-Krumbacher Kunstgenuss" wird unsere Gedanken hingegen sicherlich noch lange begleiten.
45.9km
410m
410m