About Apollo831
2,729 km
490:00 h
Recent Activity
Apollo831 went for a hike.
December 27, 2025
Der besinnliche Abschied von einer rauen Reise – Abschied von São Miguel im glänzenden Dampf der abendlichen Sonne Ein letzter Tag auf São Miguel, und endlich ließ der Regen nach. Die Teeplantage Chá Gorreana lag im Nebel, die saftig grünen Reihen schimmerten matt im feuchten Licht. Auch ohne die Fabrik zu besuchen, beeindruckte dieser Ort – als stilles Zeugnis der erstaunlichen Vielfalt der Insel, die selbst im Vergleich zu Terceira noch breiter gefächert scheint.Als ich den Miradouro de Santa Iria erreichte, riss der Himmel auf. Der Atlantik lag stahlblau vor mir, an der Küste durch die Gischt in helles Türkis getaucht – ein spätes Urlaubsgeschenk, wie man es sich für eine Insel erträumt. Weiter westlich, bei Ribeira Grande und den Casamatas do Areal de Santa Bárbara, tobte die Brandung mit wilder Kraft gegen die Lavaklippen. Die Szene erinnerte mich an den Ponta da Ilha auf Pico – schwarz, scharf, unwiderstehlich, und endlich vom Sonnenlicht durchbrochen. Auf dem Rückweg führte mich der Weg zu den Thermalbädern von Terra Nostra bei Furnas. Zwischen Farnen, Palmen und dampfenden Wasserbecken fand ich den stillsten Moment meiner Reise. Ein großes Sammelbecken am Eingang, flach und rostbraun vom eisenhaltigen Wasser, daneben zwei kleinere, in orangenen Lavastein gefasste Becken – Orte, an denen man unter den warmen Quellen sitzt, das Gesicht im Dampf, den Körper im ruhigen Puls der Erde. Als sich dann über dem Garten ein Stück blauer Himmel öffnete, schien die Insel selbst für einen Augenblick zu atmen – mild, friedlich, erfüllt von Wärme und Abschied.
00:21
1.70km
4.9km/h
20m
50m
Apollo831 went for a hike.
December 26, 2025
Salto da Farinha, Achadinha und Poço Azul – grünblaue Perlen der Insel Am Nachmittag nahm ich den Weg zu den Wasserfällen von Salto da Farinha und Poço Azul bei Achadinha. Der Regen hatte zwar pausiert, doch der Boden blieb schwer und matschig. Der Pfad windet sich durch dichtes, feuchtes Grün, über Wurzeln und vorbei an blanken Felswänden, immer begleitet vom krautigen Duft nasser Pflanzen und dem Rauschen ferner Wasserfälle. Trotz der Anstrengung war der Weg eine Freude – die wechselnden Perspektiven auf die feuchtschimmernden Felsen und Kaskaden ließen jede Mühe vergessen.Der Rundgang um Achadinha selbst ist leicht und ruhig, ein kurzer Atemzug zwischen zwei wilden Abschnitten. Auf dem Rückweg führt der Weg erneut durch einen Canyon zum versteckt liegenden Cascata do Risco, wo Enten und Hühner frei umherlaufen, als gehörten sie zu diesem verborgenen Paradies. Dann weiter zum Poço Azul – heute nicht ganz so blau unter dem schweren Himmel, aber dennoch beeindruckend in seiner Stille. Erst am Parkplatz bricht kurz die Sonne durch, streift die nassen Hänge und verschwindet dann hinter dem Pico da Vara.Zum Abschluss noch ein Abstecher zum Cascata do Homem, den ich nur mit dem Fahrzeug erreichte – ein Wasserfall, der mit seiner Nähe zur Küste überrascht und mehr Beachtung verdient. Ein stilles Schauspiel aus Fels, Gischt und Meer – der krönende Abschluss eines nassen, aber eindrucksvollen Tages.
02:13
7.25km
3.3km/h
310m
360m
Apollo831 went for a hike.
December 26, 2025
Ribeira dos Caldeirões – das andere Gesicht São Miguels Als der Regen endlich nachließ, führte mich mein Weg in den Parque Natural da Ribeira dos Caldeirões – ein Tal voller Wasserfälle, Mühlen und sattgrüner Pflanzen. Der obere Abschnitt des Parks war laut Beschilderung gesperrt, doch eine Gruppe Canyoneerer versicherte mir, man könne hinaufsteigen – auf eigene Verantwortung. Also folgte ich dem schmalen, engen Pfad bergauf: nass, rutschig, aber wunderschön angelegt, bis zu den beiden oberen Wasserfällen, versteckt im ewigen Grün der engen Täler São Miguels. Der Abstecher hat sich gelohnt, denn man fühlt sich wie ein früher Entdecker, der eine unbekannte Insel erforscht und direkt unter den Wasserfällen wagemutig seinen Weg sucht.Weiter unten öffnet sich der Park: sorgsam angelegte Wege und Treppen begleiten den Canyon, führen über kleine Brücken und vorbei an Becken, in denen sich das Wasser tosend sammelt. Die alten Wassermühlen, die ich tags zuvor verlassen im Wald entdeckt hatte, stehen hier restauriert und als Freilichtmuseum offen, familiengerecht und leicht begehbar. Leider verliert sich durch die sorgfältig gestalteten Wege der natürliche, wilde Reiz etwas, und das Gefühl in einem Park zu sein überwiegt. Der geplante Abstieg durch den Canyon bis zur Küste war zwar gesperrt, sodass ich vorzeitig weiterziehen musste – doch ich weiß, dass dort Naturschätze auf mich gewartet hätten.
00:48
3.18km
4.0km/h
50m
70m
Apollo831 went for a hike.
December 25, 2025
Lagoa das Furnas – Atem der Erde Am Morgen führte mich der Weg an den Lagoa das Furnas, wo man die Kraft des Erdinneren beinahe greifen kann. Aus dramatisch dampfenden Quellen steigt feiner Schwefelgeruch in die klare Luft, und an mehreren Stellen kocht das Wasser direkt aus dem Boden. Hier garen die Einheimischen ihr traditionelles Cozido in der heißen Erde – ein Ritual, das die vulkanische Seele der Azoren in ihrer reinsten Form zeigt. Die Wege sind angenehm zu begehen, alles wirkt geordnet und gepflegt. Das Umland erinnert an deutsche Mittelgebirge – steile, dicht bewaldete Hänge, denen man ihren vulkanischen Ursprung als Caldera kaum ansieht, dazwischen offenes Weideland. Nur die steil ansteigenden Aussichtspunkte treiben den Schweiß, belohnen aber mit weiten Blicken über das Kraterbecken und die Kleinstadt Furnas, deren botanischer Garten ebenfalls heiße Quellen birgt, die heute als Thermalbad genutzt werden.
02:02
9.30km
4.6km/h
210m
210m
Apollo831 went on an adventure.
December 23, 2025
Zwischen Lava, Wellen und Weihnachtsliedern Der Tag beginnt in Praia da Vitória und führt im klaren Morgenlicht an die Nordküste bei Agualva, wo die schroffe begehbare Lavaküste halb im Nebel, halb in Sonne liegt und ihre Wasserbecken eine Vorahnung zu geben scheinen. Entlang der Lavabecken und Naturpools von Biscoitos lässt sich in einer in die Küste eingebauten Naturschwimmbecken in glasklarem Wasser zwischen Lavafelsen und Wellen schwimmen, während nebenan die Brandung tobt. Über den grandiosen Ausblick am Pico Matias Simão geht es weiter Richtung Westen, bis eine Baustelle zum Umkehren zwingt und mich quer über die Insel lenkt. Wieder fahre ich durch nebelige, baumgesäumte Alleen im Inselinneren, die der Landschaft einen dramatischen, fast filmischen Charakter geben. Am Farol da Serreta taucht die Straße in einen verwunschenen Wald mit bemoosten Bäumen und hängenden „Bärten“ ein, bevor sich bei Ponta do Queimado wieder hohe Klippen und tief unter einem brechende Wellen öffnen. Im Parque de Touros Santa Bárbara erinnern die verschachtelten Betontreppen ohne Geländer hoch über der Brandung an Eschers „Relativität“ und bieten immer neue Blickwinkel auf die Küste. Schließlich mündet die tolle Rundfahrt in den Trubel von Angra do Heroísmo, wo enge, bunte Gassen, dichter Verkehr und englische Weihnachtslieder aus Lautsprechern einen fast surrealen Kontrast zum sonnigen, 22 Grad warmen Atlantiktag bilden.
03:38
108km
29.6km/h
2,100m
2,140m
Apollo831 went for a hike.
December 22, 2025
Von São Sebastião zur Ponta das Contendas – entlang der offenen Küste Die Wanderung beginnt friedlich: über weite, von Lavasteinmauern umrahmte Felder, auf denen Kühe zwischen sattem Grün weiden. Der Weg schneidet immer wieder aktiv genutzte Weideflächen, führt mitten hindurch, was die Kühe aber kaum stört. Doch bald wandelt sich die Stimmung – der Pfad steigt steil an, verlässt die offene Ebene und folgt der rauen, vom Atlantik gezeichneten Küste, die vom schwarzen Lavagestein bis zu intensiven Ockertönen leuchtet. Hinter den unscheinbaren Resten einer Festung, auf deren Mauern heute Kühe grasen, windet sich der Weg einen steilen, wacholderbewachsenen Hügel hinauf. Oben öffnet sich ein überwältigender Blick: das Meer in tiefen Blautönen, die sanften Hügel im saftigen Grün der Wiesen und dazwischen die ockergelben Küstenabschnitte. Im Sonnenlicht wirkt die Landschaft fast süditalienisch – wie ein Frühlingstag in Kampanien. Zur einen Seite glänzt das Küstenstädtchen Porto Martins, zur anderen markiert der Leuchtturm von Salga das Kap, während die Bucht von Contendas still unter mir ruht. Heute zeigte sich Terceira von ihrer freundlichsten Seite – sonnig, offen und voller Farben und Blumen. Trotz aller Anstrengung fühle ich mich leicht und gelöst – ein wahrer Genuss unter blauem Himmel.
02:06
8.76km
4.2km/h
260m
270m
Apollo831 went for a hike.
December 21, 2025
Furnas do Enxofre – das dampfende Herz der Insel. Die Furnas do Enxofre sind ein eindrucksvolles Schwefelfeld, das sorgfältig für Besucher erschlossen wurde. Gepflegte Stege und gesicherte Pfade führen direkt über die dampfenden Quellen und emporsteigenden Schwefelschlieren. Rndherum führt ein naturbelassener Wanderweg durch Hochmoore und Azorenheide, über zerklüftete vulkanische Grate und sanfte Hügel. Von dort öffnen sich Ausblicke in alle Richtungen: auf den gewaltigen Vulkankrater mit seinem kleinen See, der von hier wie ein Gebirgsmassiv in den Wolken wirkt, über das eologische Zentrum der Insel bis zu den sanft geschwungenen Weidelandschaften ringsum. Technisch leicht, doch landschaftlich beeindruckend – dieser Rundweg verbindet eindrücklich die uralte rohe Kraft des Erdinneren mit der stillen Weite Terceiras.
01:46
7.63km
4.3km/h
190m
180m
Apollo831 went for a hike.
December 21, 2025
Trail dos Mistérios Negros – im Reich der schwarzen WunderDer Trail dos Mistérios Negros beginnt scheinbar harmlos – auf bequemen Pfaden durch offene Landschaft – doch bald verwandelt er sich in ein Labyrinth aus aufsteigenden und abfallenden Lavahügeln. Zwischen moosbedeckten Steinen und den niedrig wachsenden Azorenzedern wird der Weg zu einer wahren Kletterpartie, fordernd und unberechenbar. Der Regen wechselt mit Böen, der Boden ist rutschig, und jeder Schritt verlangt Balance und Kraft. Trotz einstelliger Temperaturen treibt die Anstrengung Schweiß auf die Stirn.Dafür belohnt der Pfad mit Augenblicken stiller Größe: immer wieder öffnen sich Durchblicke über die Hochmoore und Kraterseen, über das grüne, von Nebel umspielte Herz der Insel. Ein Weg, der mehr verlangt, als er verspricht – und gerade darin seine Faszination entfaltet.
01:11
5.20km
4.4km/h
110m
100m
Apollo831 went for a hike.
December 20, 2025
Zwei Anschlusspunkte, ein Frischwasserreservoir und ein Badesee mit Picknicktischen. Die kleine Kapelle am See war aber geschlossen. Frei laufende Hühner und Enten genossen die Ruhe.
00:05
1.92km
21.0km/h
110m