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March 13, 2026
Zur Karquelle - Ein Lost Place in Hückeswagen
Kaum ein Wanderer oder Radfahrer, der den Weg der ehemaligen Bahntrasse kurz vor Hückeswagen nutzt, erahnt das ehemalige Juwel in unmittelbarer Umgebung. Eine Quelle im Hückeswagener „Karberg“ war lange bekannt und fand erstmals Erwähnung am 4.08.1856 im „Volksblatt für Hückeswagen“: „Im Rauschsiepen in einem kleinen Eichenwäldchen unter einem fast unzugänglichen Gestrüpp liegt eine Quelle, die ihres klaren, kohlensäurehaltigen Wassers wegen in der neuesten Zeit große Sensation erregte…“ Im Artikel wurde das ‚Heilwasser‘ aus der sogenannten Charquelle wegen „rekonvaleszierender Wirkung" bei Hämorrhoiden und Rheuma gelobt. Als Luftkurort war die gern sogenannte ‚Perle des Bergischen Landes‘ wegen ihrer waldreichen Umgebung und ihres Wasserreichtums von schwärmerischen Orts-Aufwertern „an höchster Stelle“ ins Gespräch gebracht worden und sollte Heilbad werden. Ein gewisser örtlicher „Jocus-Club“, bestehend aus eigentlich honorigen Bürgern, versetzte das Quellwasser mit Emser Pastillen und löslichen Karlsbader Oblaten, sandte Proben an ein Labor – doch der Schwindel flog auf. ‚Bad Hückeswagen‘ erwies sich als bergisch belächelter Flop. Die Quelle, in Hückeswagen liebevoll "Kar-Quellchen" genannt, blieb hingegen über viele Jahrzehnte eines der beliebtesten Naherholungsziele. Nachdem noch am 15. August 1856 „unzählbare Hückeswagener unter dem Eindruck der Heilquelle“ mit Musik und Gesang zum „Rauschsieper Charwäldchen“ hinausgewandert waren, kam nach der ernüchternden Wasser-Expertise zuerst einmal eine Art Resignation auf. Dann aber wurde die Bahnstrecke von Remscheid-Lennep über Bergisch Born nach Hückeswagen gebaut (Eröffnung 13.05.1876). Die Aufschüttung des Bahndamms veränderte die Umgebung des Quellsiefens radikal. Und es war der von Hückeswagener Unternehmern getragene Heimat- Verkehrs- und Verschönerungsverein (HVV), der „datt Karquellchen“ aufwertete. Im Zentrum befand sich die mit Bruchsteinen eingefasste Quelle, die zur Verzierung einen Löwenkopf trug (und immer noch trägt); umgeben von einer gepflegten Anlage, in deren Teich zahlreiche Goldfische schwammen. Weiterhin gab es einen Pavillon im Jägerhausstil mit Ausblick, eine Sennhütte und eine Klause mit Getränkeausschank. Der Volksblatt-Redakteur sprach von einer „Oase der Erholung“, ja von einer „Alpenseelandschaft im Taschenformat“. Am 30. Juli 1893 weihte der Verschönerungsverein die Anlagen rund um die Karquelle mit einem großen Festakt ein. Angekündigt waren ein „großes Instrumental- und Vocalconcert“, ein „großer Fest-Zug und Illumination der ganzen Anlagen und angrenzenden Höhen“ und eine anschließende „Festversammlung“. Die Karquelle mit seiner von Ernst Bornefeld dazu geschenkten Umgebung wurde in der Folge zum überaus beliebten Erholungsgebiet. Vor allem sonntags zog das Hückeswagener Bürgertum in Scharen dorthin und labten sich am herrlich frischen Quellwasser. Aufgrund der Nöte der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Waldbestand zwecks Brenn- und Bauholzgewinnung erheblich reduziert und das Gebiet verwilderte. Erklärtes Ziel war es nun, durch Anlegen einer eingezäunten Schonung und Befestigung der Wege ein wenig vom alten Glanz wiederherzustellen. Die über dem Löwenkopf befindliche Inschrift mit dem Jahr 1948 kündet davon. Noch ein paar Jahrzehnte spie das Löwenmaul Wasser; unzählige Menschen haben dort ihren Durst gestillt – seit Jahren fließt kein Tropfen mehr. Das Gelände, direkt unter der damaligen Eisenbahnlinie und dem heutigen Radweg gelegen, geriet in Privatbesitz und verkam in der Folgezeit. Über Jahre war es durch einen Zaun abgesperrt und als Naturschutzort ausgeschildert. Heute ist der Zaun niedergetrampelt bzw. umgefallen, es gibt kein Schild mehr. Kämpft man sich durch das überwucherte Gelände, taucht plötzlich im Gestrüpp die ausgemauerte Quelle im Dornröschenschlaf vor einem auf. Für viele Jahrzehnte war die Karquelle mit seiner gepflegten Umgebung Naherholungsziel Nr. 1 für Hückeswagener und seine Gäste. Inzwischen aber ist es, wie es im „Riesenspielzeug“ von Chamisso heißt, „selbst zerfallen, die Stätte wüst und leer“. Die Frage ist, ob dies das Ende der Geschichte ist oder ob sich irgendwann jemand erbarmt und in die Erneuerung investiert. Dies geschähe nicht nur zur Freude der Hückeswagener, sondern auch der eingangs erwähnten zahllosen Radfahrer und Wanderer. Quellnachweise: https://rp-online.de/archiv2/als-der-traum-von-bad-hueckeswagen-platzte_aid-18518463 Vor 80 Jahren- Einweihung der Karquelle. In: Leiw Heukeshoven. Mitteilungsblatt Nr. 13/1973 des Bergischen Geschichtsvereins - Abteilung Hückeswagen e.V., S.9.
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March 10, 2026
Sülz-Rundweg Hoffnungstal
Der Abschnitt durch den Wald ist steil und nicht so leicht begehbar.
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March 6, 2026
Wassertretstelle am Gießbach – von Gaststätte Heideblick
Der Königsforst mag für Radfahrer interessant sein - für Wanderer ist er langweilig.
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February 27, 2026
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Die Altstadt liegt im Dornröschenschlaf. Verträumte Idylle.
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January 24, 2026
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December 28, 2025
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December 14, 2025
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