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Gleb went for a hike.
December 26, 2025
Am 2. Weihnachtstag ging es auf eine ausgedehnte Winterwanderung durch die stille Lüneburger Heide. Bei −10 °C am Morgen startete die Tour in klarer, trockener Kälte. Mit dem Tagesverlauf stiegen die Temperaturen langsam auf rund 0 °C, und dank der knallenden Wintersonne fühlte es sich überraschend angenehm an. Die Strecke führte über offene Heideflächen, Waldabschnitte und weite, ruhige Wege - typisch norddeutsch, flach und rhythmisch. Der Start hatte etwas Besonderes: Die ersten Stunden ging es durch dichten Wald, und ich bin dort fast drei Stunden lang keinem einzigen Menschen begegnet – nur Schritte, Atem und dieses typische Winter-„Knacken“ im Unterholz, ansonsten absolute Stille, ein tolles Gefühl. Später, als ich auf die Heideflächen kam, änderte sich die Stimmung, plötzlich war deutlich mehr los, mehr Menschen, mehr Bewegung und wird schnell klar, warum das so war - die Heidelandschaft ist einfach wunderschön. Diese Weite, die Farben, die klare Luft und das Licht auf den offenen Flächen – das hat die Tour immer wieder getragen. Trotz der winterlichen Bedingungen blieb alles gut im Fluss: Es war eine Strecke, die Durchhaltevermögen verlangt, aber gleichzeitig mental erstaunlich gut kontrollierbar bleibt, wenn man seinen Rhythmus findet. Genau so eine Tour zeigt, dass lange Distanzen nicht nur „Beine“ sind, sondern auch Kopf – und dass beides zusammen richtig stark funktionieren kann, selbst unter fordernden Bedingungen. Am Ende bin ich in die Dunkelheit hinein gewandert. Der Sonnenuntergang zog sich ewig, dieses lange Winterglühen am Horizont – das war wirklich mega schön und hatte etwas fast Unwirkliches. Und trotzdem war ich am Schluss froh, dass es vorbei war. Nicht wegen der Distanz – eher, weil es allein im Wald bei Nacht (nicht angsteinflößend, eher ruhig) irgendwann einfach zäh und unmotivierend wird: Man sieht kaum etwas, alles fühlt sich gleich an, und die Zeit läuft anders. Das macht mental schon was mit einem. Umso besser war dieses Gefühl, es durchgezogen zu haben – und dann endlich wieder im Warmen anzukommen. Ich kann diese Tour ausnahmslos jedem empfehlen, der eine Herausforderung sucht und zugleich verschiedenste Eindrücke in der Natur sucht. PS: Bei solchen Wintertouren und bei Benutzung einer Trinkblase unbedingt vorher einen isolierten Trinkschlauch beschaffen, außer man möchte noch mehr Beschäftigung während der Tour. 🙃
07:13
39.4km
5.4km/h
280m
240m
Gleb went for a hike.
August 31, 2025
02:44
12.3km
4.5km/h
110m
100m