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Von Hotel Maruška nach Bukova, Bramberg, Slovanka und Severák (804 m)
Der Höhepunkt unserer kleinen Wanderung war der Buková, ein Berg im Isergebirge, der nicht nur landschaftlich einiges zu bieten hat, sondern auch geologisch eine gewisse Berühmtheit genießt. Hier befindet sich nämlich das zweitbedeutendste Basaltvorkommen der Region – ein Umstand, der bei uns zwar nicht zu geologischen Fachgesprächen führte, aber immerhin einen respektvollen Blick auf die Felsen rechtfertigte. Unweit des Gipfels, direkt neben Gipfelkreuz und Gipfelbuch, liegt die Felsformation „Teufelskammer“. Dabei handelt es sich um eine Halbhöhle aus übereinanderliegenden Granitblöcken. Der Legende nach soll hier der Teufel persönlich dem Schmied Andreas Kuntze die Hexerei beigebracht haben. Nachts hörte man angeblich Hammerschläge auf einen Amboss und sah höllische Feuerblitze. Nach dem Tod des Schmieds spukte dessen Geist noch eine ganze Weile durch die Gegend – vermutlich auf der Suche nach neuen Lehrlingen. Erst im Jahr 1863 fand er seine Ruhe, als eine Granitplatte auf den Holzfällersohn Augustin Sedlák stürzte. Seitdem herrscht in der Teufelskammer angeblich wieder Stille. Zumindest tagsüber – und solange keine Wandergruppe vorbeikommt. Diese Stille nutzten wir für eine ausgedehnte Wanderrast. Die ersten Getränke wurden verteilt, während die Kinder die Teufelskammer ausgiebig inspizierten. Offensichtlich wollten sie sicherstellen, dass der Teufel wirklich nicht mehr zu Hause ist. Nur wenige hundert Meter später, nachdem wir den Wald am Buková verlassen hatten, wartete an einer Schutzhütte bereits die nächste Überraschung auf uns. Dort war ein zünftiges Picknick aufgebaut worden: böhmische Brokkolisuppe, frische Brotscheiben und natürlich ausreichend kühle Getränke. Warum gerade böhmische Brokkolisuppe? Ganz einfach – wegen des reichlich enthaltenen Knoblauchs. Ein Detail, das spätestens auf dem weiteren Weg niemandem verborgen blieb. Mir persönlich hat die Suppe jedenfalls hervorragend geschmeckt. An dieser Stelle daher ein herzliches Dankeschön an die Cateringabteilung des Hotels Maruška unter der Leitung von Jan Hejlik! Während wir uns stärkten, konnten wir auch die herrliche Aussicht genießen: auf den Špičák bei Tanvald und vor allem auf das dahinterliegende Riesengebirge. Auf dem Kamm waren unter anderem die Schneegrubenbaude und die Reifträgerbaude gut zu erkennen – ein Panorama, das fast mit unserem Picknick konkurrieren konnte. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zum Bramberk. Der Bramberk ist ein 21 Meter hoher Steinturm auf dem Gipfel des Krásný (787 m). Warum wir unsere letzte gemeinsame Verpflegungspause ausgerechnet hier einlegten und nicht im direkt danebenliegenden Restaurant gleichen Namens, blieb mir allerdings ein kleines Rätsel. Vermutlich lag es daran, dass unsere Rucksäcke noch reichlich Proviant enthielten – und das Wetter viel zu schön war, um sich freiwillig in ein Gebäude zu setzen. Der Rückweg zum Hotel Maruška führte über den Severák, ein bekanntes Skigebiet im Isergebirge. Da die gleichnamige Baude geschlossen hatte, entwickelten einige von uns kurzerhand eine alternative Abstiegstechnik: Mit Rucksäcken oder Plastiktüten ging es den Abfahrtshang hinunter. Wintersport mit dem letzten Schnee der saison – auch eine interessante Variante. Den gelungenen Wandertag ließen wir schließlich gemeinsam im Hotel Maruška ausklingen. Und wer weiß: Vielleicht hat ja irgendwo in der Nähe auch der ehemalige Schmied aus der Teufelskammer wohlwollend zugeschaut – froh darüber, dass heutzutage höchstens noch Suppentöpfe und Bierflaschen zum Glühen gebracht werden. Fazit des Tages: Niemand ist vom Berg gefallen, der Proviant wurde restlos vernichtet und selbst der Teufel ließ sich nicht blicken. Für eine Wanderung also ein rundum gelungenes Ergebnis.
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7. marts 2026
Wanderung durch die Lausitz – Vom Forster Bahnhof zum Bagenzer Dorfkrug
An einem ungewöhnlich milden Tag machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Forst (Lausitz). Von dort aus wollten wir gemeinsam eine Wanderung durch die reizvolle Landschaft der Lausitz unternehmen – mit dem Ziel, schließlich den Bahnhof im Ortsteil Bagenz, unweit des Spremberger Stausee, zu erreichen und von dort wieder die Heimreise anzutreten. Unser erster Orientierungspunkt war das kleine Flüsschen Malxe, das sich ruhig durch die Landschaft schlängelt. Die Malxe gehört zu den typischen Fließgewässern der Niederlausitz und prägt seit Jahrhunderten die Umgebung. Von dort aus wanderten wir in Richtung Groß Schacksdorf und überquerten dabei die Autobahn – ein kurzer Kontrast zwischen moderner Infrastruktur und der ansonsten sehr ländlich geprägten Gegend. Schon bald erreichten wir ein erstes historisches Highlight: die Dorfkirche von Groß Schacksdorf. Dieses schlichte, aber eindrucksvolle Bauwerk wurde bereits im 14. Jahrhundert aus Feldsteinen errichtet – einem für die Region typischen Baumaterial. Feldsteinkirchen sind charakteristisch für viele Dörfer in Brandenburg und erzählen von einer Zeit, in der Baumaterialien aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen wurden. Unsere Wanderung führte uns weiter nach Jocksdorf. Dort planten wir im sogenannten „Dschungel-Imbiss“ unsere erste Pause einzulegen – nach etwa zehn Kilometern Fußmarsch eine durchaus verdiente Rast. Der Imbiss befindet sich im „Tiergarten Lausitz“, einem kleinen Tierpark, der nicht nur Affen beherbergt, sondern auch von einem engagierten Förderverein betrieben wird. Dieser Verein wurde erst vor relativ kurzer Zeit gegründet und bemüht sich mit viel Einsatz darum, den Tiergarten zu erhalten. Die freundliche Bedienung vor Ort überzeugte uns schnell davon, unsere mitgebrachten Vorräte zunächst im Rucksack zu lassen. Stattdessen ließen wir uns mit Kaffee, Kuchen und einigen kühlen Getränken verwöhnen – eine willkommene Stärkung. Frisch gestärkt setzten wir unsere Wanderung fort, diesmal in Richtung des idyllisch gelegenen Luisensee. Dieses Gewässer ist Teil einer Landschaft, die stark durch den früheren Bergbau geprägt wurde. In der Umgebung wurden einst nicht nur Braunkohle, sondern auch große Mengen Ton gewonnen. Unweit des Sees befindet sich ein beeindruckendes technisches Denkmal: die Alte Ziegelei Klein Kölzig. Besonders bemerkenswert ist dort der vollständig erhaltene Ringbrandofen mit seinen 18 Brennkammern. Diese Ofenart revolutionierte im 19. Jahrhundert die Ziegelproduktion, da sie einen kontinuierlichen Brennprozess ermöglichte. Die Ziegelei war bis 1962 in Betrieb und spielte eine wichtige Rolle für die regionale Bauwirtschaft. Hier legten wir unsere zweite Pause ein. Aus den Rucksäcken kamen nun endlich unsere mitgebrachten Würstchen zum Einsatz, die wir mit einem kleinen Gaskocher in einem Töpfchen erwärmten. Dazu gab es kühles Bier – bei dem für die Jahreszeit überraschend warmen Wetter ein besonderer Genuss. Während wir dort saßen, hörten wir aus der Ferne Musik. Schnell erfuhren wir, dass im nahegelegenen Dorf Klein Kölzig gerade gezampert wurde. Das Zampern ist ein alter lausitzer Fastnachtsbrauch: Verkleidete Dorfbewohner ziehen dabei von Haus zu Haus, sammeln Spenden und feiern gemeinsam den Winterausklang. Aus diesem Anlass war auch die Ziegelei geöffnet, und die Vereinsmitglieder warteten mit einem kleinen Imbissangebot auf die Narren. Ich nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Abstecher in das Gebäude und erfuhr dabei einiges über die Geschichte der ehemaligen Produktionsstätte. Fest steht: Die Ziegelei werde ich noch einmal besuchen. Mehrmals im Jahr finden dort Veranstaltungen statt, und besonders reizvoll ist die Möglichkeit, eine Runde mit der historischen Ziegeleibahn zu fahren. Unsere Wanderung führte uns anschließend entlang mehrerer Seen durch Bohsdorf Vorwerk in Richtung Hornow. Dort liegt die bekannte Confiserie Felicitas, eine Schokoladenmanufaktur, die weit über die Region hinaus bekannt ist. Hier wollten wir eigentlich unsere dritte und letzte Pause bei Kaffee, Schokolade und vielleicht einem belgischen Bier verbringen. Doch der Andrang war groß: Das Café war voll besetzt, und auch draußen auf der Wiese tummelten sich zahlreiche Gäste. Daher gingen wir noch etwa 500 Meter weiter in Richtung des Bagenzer Waldes. Auf dem Stamm einer umgestürzten Eiche fanden wir schließlich einen ebenso schönen Rastplatz, an dem wir unsere letzten Snacks und Getränke genießen konnten. Die letzten Kilometer durch den Wald in Richtung Bagenz waren landschaftlich besonders interessant. Neben den für die Region typischen Kiefern standen hier auch zahlreiche Laubbäume wie Eichen und Buchen – ein abwechslungsreicher Mischwald, der besonders im Wechselspiel von Licht und Schatten seinen eigenen Reiz hat. Als wir schließlich in Bagenz ankamen, trafen wir in Höhe der Feuerwehr erneut auf eine Gruppe von Zamperern. Mit viel guter Laune begrüßten sie uns Wanderer, und nach einem kurzen, freundlichen Gespräch setzten wir unseren Weg fort. Unser Ziel war der Dorfkrug – und damit der Endpunkt einer rundum gelungenen Wandertour durch eine Landschaft, die Natur, Geschichte und lebendige Traditionen auf ganz besondere Weise miteinander verbindet.
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Keramikrunde in Boleslawiec (Bunzlau)
Was macht man bei trübem, kaltem und feuchtem Wetter? Zu Hause auf der Couch bleiben – das ist die eine Möglichkeit. Doch wenn Wanderwege vereist oder überflutet sind, kann ein Stadtrundgang eine ebenso machbare wie lohnenswerte Alternative sein. Genau so entschieden wir uns für einen Besuch in Bolesławiec, dem ehemaligen Bunzlau in Niederschlesien. Wir parkten unser Auto nahe dem Stadtzentrum und begannen ganz pragmatisch: mit dem Gang zum Geldautomaten. In Polen wird mit Złoty bezahlt; Euro werden zwar vereinzelt akzeptiert, sind aber keineswegs selbstverständlich. Vorbei an zwei imposanten Kirchen – darunter die mächtige Marienkirche mit ihren gotischen Ursprüngen – durchquerten wir einen weitläufigen Friedhof. Auffällig war das Fehlen klassischer Urnengräber. Stattdessen zeigten die Grabstätten deutlich soziale Unterschiede nicht nur vergangener Zeiten: schlichte Ruhestätten neben aufwendig gestalteten Familiengräbern. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen – aber ein aufmerksamer Rundgang lohnt sich. Wenig später erreichten wir eine Keramikmanufaktur mit angeschlossenem Shop, Café, Museum und der Möglichkeit zur Betriebsführung. Die Tradition des Bunzlauer Steinzeugs reicht bis ins Mittelalter zurück; im 18. und 19. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit, als das widerstandsfähige, hitzebeständige Geschirr europaweit exportiert wurde. Für ein Foto hatte ich mich kurz hineingeschlichen – wurde jedoch umgehend und freundlich des Platzes verwiesen. Kaufen wollten wir ohnehin noch nichts, denn entlang unseres weiteren Weges sollten sich noch mehrere Outlets und Werkstätten finden. Unser Weg führte hinunter zum Fluss Bóbr (deutsch: Bober). Informationstafeln erklärten, dass der Name tatsächlich mit dem Wort „Biber“ verwandt ist – und mit etwas Glück lassen sich ihre Spuren am Ufer entdecken. Der Fluss prägte über Jahrhunderte Handel, Wirtschaft und Verteidigung der Stadt. Besonders beeindruckend ist das gewaltige Eisenbahnviadukt über das Tal – eines der längsten seiner Art in Polen. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und zeugt vom industriellen Aufschwung der Region. Unsere Runde schloss sich schließlich zurück in Richtung Ausgangspunkt – vorbei an weiteren Keramikgeschäften – bis wir den bemerkenswerten Marktplatz erreichten. Hier lebt alte deutsche Baukunst weiter: farbenfrohe Bürgerhäuser, Renaissance- und Barockfassaden und das prachtvolle Rathaus im Stil der Neorenaissance prägen das Bild. Durch puren Zufall kehrten wir im traditionsreichen Restaurant Pod Złotym Aniołem („Unter dem goldenen Engel“) ein. Das Haus stammt aus dem 13. Jahrhundert und gilt als ältestes Restaurant der Stadt. Direkt am historischen Marktplatz gelegen, atmet es Geschichte. Überliefert ist, dass 1538 König Ferdinand I hier eingekehrt sein soll. Auch Napoleon Bonaparte war am 12. Dezember 1812 Gast des Hauses – angeblich ohne Bargeld. Der Legende nach beglich er seine Rechnung mit einer dekorativen Vase. Ob Wahrheit oder gute Geschichte – sie passt hervorragend in dieses geschichtsträchtige Ambiente. Fazit Ein Stadtrundgang durch Bolesławiec ist gerade bei ungemütlichem Wetter eine reizvolle Alternative zu rutschigen Wanderwegen. Geschichte, Architektur, Handwerk und Gastronomie verbinden sich hier auf engem Raum. Und vielleicht ist genau das der Reiz solcher Tage: Wenn Nebel, Kälte und feuchte Luft die Farben etwas dämpfen, tritt das Wesentliche deutlicher hervor – die Geschichten, die eine Stadt seit Jahrhunderten erzählt.
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15. februar 2026
von Willmersdorf nach Branitz
Der Cottbuser Ostsee ist für mich immer wieder eine Wanderung wert. Jedes Mal fühlt es sich ein bisschen anders an – mal weit und rau, mal still und fast meditativ. Die Größe des entstehenden Sees beeindruckt mich immer weder aufs Neue. Man spürt förmlich, wie sich hier Landschaft neu erfindet. Besonders nachdenklich stimmen mich die Orte, an denen einst Dörfer standen, die dem Tagebau weichen mussten. Wenn wir dort unter einer der Schutzhütten sitzen, eine Pause einlegen, Würstchen essen und einen heißen Glühwein trinken, entsteht eine ganz eigene Atmosphäre. Es ist gemütlich – und zugleich nachdenklich. Die Gedenksteine und Ortschroniken lese ich mir jedes Mal wieder aufmerksam durch. Sie erzählen Geschichten von Menschen, von Häusern, von einem Leben, das hier einmal war. Das berührt mich immer wieder. Auch die Infotafeln entlang des Weges finde ich spannend. Sie erklären anschaulich, wie aus einem riesigen Tagebau Schritt für Schritt ein See entsteht. Dieser Wandel vom industriellen Eingriff hin zu einer neuen Natur- und Freizeitlandschaft macht die Wanderung für mich besonders interessant. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings die noch sehr überschaubare Gastronomie rund um den Ostsee. Einkehrmöglichkeiten sind bislang selten – deshalb gehört für mich ein gut gepackter Rucksack einfach dazu. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – komme ich immer wieder gern hierher zurück. Der Cottbuser Ostsee ist für mich nicht nur eine Wanderstrecke, sondern ein Ort des Wandels, der Erinnerung und der Weite.
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13. februar 2026
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Zum Irish Pub nach Dresden Neustadt
Ein wunderschöner Abend mit Globetrottern, die Dank Minna und Kimmo die nördliche Hemisphäre kennen lernen durften.
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Unterwegs auf der Seeachse zum Merzdorfer Aussichtsturm am Ostsee
Ein neuer Radweg, welcher als Seeachse angepriesen wird, soll zwischen der Stadt Cottbus und dem Ostsee entstehen. Ein erster Spatenstich erfolgte vor wenigen Monaten und auf dem grob ausgearbeiteten ehemaligen Bahngleis bewegten wir uns mehr schlecht als recht vorwärts. Aber der Zustand wird sich im Laufe der Zeit ändern, so hoffe ich, da auf der Bautafel der Sponsor bereits einen Namen hat. Auf dem Rückweg lernten wir ein neues Restaurant kennen, dass unweit der Seeachse eröffnet wurde.
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7. december 2025
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7. november 2025
Forststeig zwischen Spitzstein und Zschirnstein
Eigentlich sollte unsere Tour schon viel früher stattfinden. Doch manchmal hat der Kalender andere Pläne – und so starteten wir erst Anfang November auf den Forststeig. Ein Nachteil dieser späten Jahreszeit: Die berühmten Biwakplätze sind von 1. November bis 31. März geschlossen. Dafür schenkt der Herbst seine ganz eigene Magie – kühle, klare Luft, feuchter Waldboden, der nach Laub und Stein riecht, und ein Licht, das selbst die Felsen in sanftes Gold taucht. Die Anreise begann holprig. Die Deutsche Bahn zeigte wieder einmal ihr eigenes Zeitverständnis, und so verpassten wir in Königstein den Anschlussbus. Doch anstatt uns zu ärgern, fanden wir Zuflucht beim Griechen, wo wir bei Knoblauchbrot und Bier auf den nächsten Bus warteten. Vielleicht war es genau das, was wir brauchten – ein langsamer Einstieg, ein kleines Stück Gelassenheit vor dem großen Weg. Mit Verspätung, aber guter Laune, erreichten wir schließlich den Abzweig zum Pfaffenstein. Unser Weg führte jedoch in eine andere Richtung – hinauf zum Spitzstein, wo wir auf den Forststeig stießen, der sich still und geheimnisvoll durch die Wälder zieht. Unter einem mächtigen Felsüberhang fanden wir eine Boofe, die uns für die Nacht Schutz bot. Das Knistern des Windes in den Ästen und das leise Tropfen des Wassers von der Felsdecke begleiteten uns in den Schlaf. Am nächsten Morgen erwachte der Wald im Nebel. Wir folgten dem Steig in Richtung Großer Zschirnstein, begleitet vom Rascheln des Laubes unter den Stiefeln. Auf dem Katzsteinfelsen riss der Himmel schließlich auf. Vom nördlichen Gipfel „Signal“ bis zum südlichen „Katzfels“ öffnete sich ein Panorama, das einem den Atem raubte – die Sächsische Schweiz in ihrer ganzen herbstlichen Weite, still und endlos. Vorbei am Rotstein gelangten wir zum Fuchsteich, dessen Wasser wie ein dunkler Spiegel im Wald lag. Wir rasteten dort, ließen die Stille auf uns wirken und das Gefühl, für einen Moment ganz außerhalb der Zeit zu stehen. Danach führte der Weg weiter zum Jagdschloss Kristin Hrádek, das tief im Wald liegt und nur zu Fuß erreichbar ist – ein Ort, der seine Ruhe bewahrt hat. Ich kannte ihn von einer früheren Wanderung, und die Erinnerung an Wildgerichte und freundliche Gastlichkeit trog nicht: Auch diesmal wurden wir bestens bewirtet. Gestärkt, aber müde, gönnten wir uns noch ein kleines „Wegbier“, bevor wir wieder in die Dunkelheit aufbrachen. Der Weg führte uns vorbei an der Ruine der Königsmühle, wo wir eine überdachte Picknickbank fanden – unser Schlafplatz für die Nacht. Kein Zelt, kein Komfort, nur der Wald, das Rauschen des Windes und das Gefühl, angekommen zu sein. Am Sonntagmorgen ging es weiter in Richtung Großer Zschirnstein. Der Forststeig zeigte sich von seiner schönsten Seite – Felsen, Wurzeln, bemooste Stämme, das Spiel von Licht und Schatten. Unterwegs kamen wir an einer belegten Boofe vorbei und überquerten kurz darauf einen Bach, nur um festzustellen, dass wir die falsche Richtung eingeschlagen hatten. Also wieder zurück – so ist das manchmal in der Natur: Der Weg ist Teil des Erlebnisses. Bald fanden wir wieder die gelbe Markierung, die uns sicher durch das Gelände führte. Steil stieg der Pfad entlang eines Felsens an, bis wir auf den Grenzweg zwischen Deutschland und Tschechien trafen. Für einige Kilometer liefen wir genau auf dieser unsichtbaren Linie, während sich zur einen Seite das Böhmische Land öffnete und zur anderen die Sächsische Schweiz. Unterhalb des Großen Zschirnsteins verließen wir den Grenzpfad und machten am Zschirnstein-Biwak Frühstückspause. Der heiße Kaffee dampfte in der kalten Luft – einer jener kleinen Momente, die sich tief einprägen. Die letzten vier Kilometer nach Schöna flogen dahin. Der Weg führte nur noch bergab, und jeder Schritt brachte uns näher zur Zivilisation. Diesmal verlief die Rückfahrt reibungslos – Bus und Bahn im Gleichklang. Doch in Gedanken blieben wir noch auf dem Steig: zwischen Nebel und Felsen, zwischen Grenze und Freiheit, zwischen gestern und dem, was bleibt – der Erinnerung an ein stilles, starkes Stück Natur.
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25. oktober 2025
Spitzberg, Görsdorfer Spitzberg, Pfaffenstein, Rabensteinel im Lausitzer Gebirge
4 Wandergipfel im tschechischen Teil des Lausitzer Gebirges erwandern. Start und Ziel war der Töpfer mit seiner wunderbaren und urigen Baude und deren netten Wirtsleuten.
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