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Frank Recktenwald
 

About Frank Recktenwald
Distance travelled

2,649 mi

Time in motion

724:26 h

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  1. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    2 days ago

    01:38
    5.21 mi
    3.2 mph
    1,025 ft
    1,000 ft
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Nahe-Felsen-WegDie Traumschleife Nahe-Felsen-Weg wurde 2011 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 76 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife in Idar-Oberstein Wanderparkplatz am Schlossweiher. Empfohlene Laufrichtung im Uhrzeigersinn. Die Traumschleife Nahe-Felsen-Weg der SHS und der Hildegard von Bingen Pilgerweg werden zur Zeit wegen Felssicherungsarbeiten umgeleitet.Die Ruine der Burg Bosselstein kann zur Zeit nicht besucht werden.Wegbeschreibungsaar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/nahe-felsen-wegKurzbeschreibungDer Nahe-Felsen-Weg bietet auf 8,8km Wegstrecke herrliche Aussichten auf die Innenstadt Obersteins, die Burganlagen und Felsformationen entlang des tief eingeschnittenen Nahetals. Anspruchsvolle Auf und Abstiege wechseln mit erholsamen Pfadabschnitten durch wunderschöne Buchenmischwälder. In Kontrast hierzu stehen Wegeteile entlang von südexponierten, warmen Trockenhängen des Naturschutzgebietes "Gefallener.Felsen". Hier leben interessante und seltene Tiere und Pflanzengesellschaften. Informationstafeln und ein Naturquiz für Kinder lassen diese Wanderung zum Erlebnis werden.Auf Pfaden und Forstwegen führt der Weg zunächst durch den angenehm schattigen Buchenmischwald.Langsam geht es talwärts zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick auf Nahe und Bollenbachtal und dann weiter bis dicht an die Nahe heran. Ein Iohnenswerter Abstecher führt zum schönen Rastplatz mit Sinnesbank direkt an der Nahe. Nächstes Etappenziel ist das Naturschutzgebiet "Gefallener Felsen" mit herrlicher Aussicht auf Oberstein und die Burganlagen. Nach einem erholsamen Abschnitt durch ein dichtes Waldstück geht es vorbei an den Trockenhängen am Heinzenberg. Ein geschwungener Pfad führt von hier ins Seitzenbachtal. Über den Götzplatz, ein schönes Streuobstwiesengelände, geht es zum Aussichtspunkt Homersfelsen hoch über der Stadt. Auf dem Weg zum Schlossweiher werden die alten Schlossanlagen durchwandert. Hier zweigt ein steiler Pfad zum Schloss, zur Felsenkirche und in die historische Altstadt Obersteins ab. Kurz hinter dem Schlossweiher wird wieder der Ausgangspunkt des Rundwegs erreicht.Burg BosselsteinBurg Bosselstein liegt auf dem Kirchenfelsen über der Felsenkirche von Idar-Oberstein. Erbaut wurde die Gipfelburg über dem Tal der Nahe im 12. Jahrhundert von den Herren von Stein. Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1197. Ab 1600 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. Die verfallene Ruine ging 1945 an das Land Rheinland-Pfalz. Erhalten sind noch die Ringmauer und ein Teil des runden Bergfrieds.schloss-oberstein.de/index.php/de/schloss-oberstein/geschichte/burg-bosselsteinFelsenkirche Idar-ObersteimDie Felsenkirche wurde zwischen 1482 und 1484 auf den Fundamenten einer älteren Höhlenburg erbaut. Über ihr liegt die im 12 Jahrhundert erbaute Burg Bosselstein. Die evangelische Kirche wurde zum Wahrzeichen der Stadt Idar-Oberstein. Um leichter in das innere der Kirche zu gelangen wurde 1980/81 ein Tunnel in den Fels geschlagen. Das Patrozinium der Felsenkirche ist nicht sicher geklärt, doch deuten Dokumente auf St. Walburga als Namenspatronin. Weil der Fels um das bekannte Bauwerk gesichert werden muss, ist die Kirche seit 2018 geschlossen.felsenkirche-oberstein.de/die-felsenkircheNaturschutzgebiet "Gefallener Felsen"Namensgebend für das Naturschutzgebiet war ein großer Felsbrocken, der am Fuß der Felsformation des Altenberges gelegen hatte und im Zug der Untertunnelung 1990-1992 gesprengt und weg geräumt wurde. Der Altenberg ist aus Sedimentgestein des so genannten "Oberrotliegenden" aufgebaut. In diesem Gestein entstehen durch Herausbrechen ehemaliger "Bachwacken" Öffnungen im Fels, die ein Paradies für höhlenbrütende Vogelarten sind. Dohlen, Mauersegler, Turmfalken und sogar ein Uhu-Paar ziehen hier trotz der Siedlungsnähe ihre Jungen auf. Auf den flachgründigen, südexponierten Hängen haben sich ausgedehnte Trockenrasen entwickelt. Hier sind bis in den Frühsommer hinein seltene Pflanzen als bunte Farbtupfer zu sehen. Küchenschelle im März, Brillenschötchen im April, Graslilie oder die gelb blühenden Habichtskräuter im Mai und Juni. Die hier wachsenden Pflanzengesellschaften sind sehr trittempfindlich.Saumgesellschaften am HeinzenbergWährend in weiten Teile ldar-Obersteins silikatreiche Gesteine, anstehen sind zwischen Schlossberg und Heinzenberg basenreiche Vulkangesteine anzutreffen. Hier wurden in vergangenen Jahrhunderten, auch wegen der günstigen Südlage Weinberge angelegt. Dies ist heute noch an den zahlreichen Trockenmauern zu erkennen.Auf den trocken-warmen, basenreichen Hängen breiten sich in farbenprächtigen Staudensäumen Salomonsiegel mit zierlichen weißen Blüten, die grellrot blühenden Büschel des Blut-Storchen-schnabels und zahlreiche weitere wärmeliebende Stauden aus. Zahlreiche Falterarten wie Schwalbenschwanz, Segelfalter und Schachbrettfalter nutzen diesen Blütenreichtum und gaukeln in der warmen Luft. Gebüsche und Hecken am Heinzenberg bieten vielen Singvogelarten Brutplätze an. Die seltene Zippammer ist dagegen auf ausgedehnte Trockenrasenflächen angewiesen.Der Steinhaufen - Kleiner Lebensraum mit großer BedeutungÜber Jahrhunderte hinweg haben Menschen mühsam Steine aus Äckern und Weinbergen gelesen und aufgehäuft. Ein Steinhaufen oder Steinriegel bietet mit seinen unterschiedlich großen Hohlräumen und Ritzen einen wertvollen Lebensraum und Schutz für viele Tiere. Auch Mauern, die aus unvermörtelt aufgeschichteten Steinen bestehen, erfüllen ähnliche Lebensbedingungen. Vielfältige TierweltDie Wärmespeicherung der Steine ist für die Tierwelt von besonderer Bedeutung. Zauneidechsen, die auf den Steinen gerne ein Sonnenbad nehmen, legen ihre Eier zwischen die erwärmten Steine, so dass sie dort auf natürliche Weise ausgebrütet werden.Die wendige Schlingnatter, die sich auch von Eidechsen ernährt, findet in den Lücken zwischen den Steinen Unterschlupf. Käfer und Steinhummeln finden ebenso in den Ritzen und Löchern ideale Behausungen. Andere Insekten, zum Beispiel Schmetterlinge, die ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, benötigen die warmen Steine, um aktionsfähig zu bleiben. Der Steinschmätzer sucht sich trockenes, und steiniges Gebiet mit spärlicher Vegetation als Brutstätte aus.Typische Pflanzen Nach und nach siedeln sich Flechten, Moose und Farne an. In den Fugen und Ritzen, in denen Blätter verrotten oder sich angewehte Erde sammelt, finden Pflanzen Halt und Nahrung. Anspruchslose Arten wie Scharfer Mauerpfeffer und Weiße Fetthenne schmücken mit ihren Blüten den Steinhaufen.Streuobstwiese "GötzplatzAls Streuobstwiesen werden Wiesen oder Weiden bezeichnet, auf denen hochstämmige Obstbäume in weiten, lockeren Abständen stehen. Sie sind Teil einer naturnahen Kulturlandschaft und haben eine lange Tradition im Obstanbau. Mit den auffälligen Blüten und Früchten betonen die Obstwiesen den Wandel der Jahreszeiten und prägen ganze Landschaften. Mit der Umwandlung der Streuobstbestände in niederstämmige Monokulturen in den 1950er bis 1970er Jahren, wegen Nutzungsaufgabe und Verbrachung sowie aufgrund des Flächenverbrauchs durch das Bau und Siedlungswesen wurden die Streuobstwiesen immer weiter reduziert. Heute gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas und werden als schützenswerter Bestandteil der Natur und Kulturlandschaft wahrgenommen. Die steigende Nachfrage nach regional erzeugten Produkten und Direktvermarktung machen die Streuobst-Bewirtschaftung heute vergleichsweise rentabel. Lebensraum Streuobstwiese: Für die mitteleuropäische Biodiversität spielen Streuobstbestände mit über 5.000 Tier und Pflanzenarten sowie über 3.000 Obstsorten (Apfel und Birnensorten, aber auch Kirschen, Walnüsse, Zwetschen und Pflaumen) eine herausragende Rolle. Obstbäume lassen die Bildung von Höhlen früher zu als andere Baumarten. Solche Baumhöhlen dienen als Wohn, Brut und Schutzraum z.B. für Grünspecht, Star, Gartenrotschwanz, Steinkauz und Fledermäuse. Die reiche Blütenpracht spendet Nektar für Honig und Wildbienen.Die Früchte, sofern sie nicht vollständig geerntet werden, dienen ebenfalls als Nahrung für Wildtiere. Lurche und Kriechtiere wie Erdkröte, Grasfrosch und die selten gewordene Blindschleiche und Waldeidechse finden auf Streuobstwiesen geeignete Lebensräume.

      • about 18 hours ago

  2. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    3 days ago

    02:32
    8.14 mi
    3.2 mph
    1,025 ft
    1,000 ft
    Andreas Bell, Volker and 48 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Saarhölzbach path dream loopThe Saarhölzbachpfad Dream Loop was certified by the German Hiking Institute in 2009 as a premium hiking trail with 71 adventure points.Start of the dream loop forest hiking car park below the bird rock in Saarhölzbach. Recommended direction of rotation is counterclockwise.SR-Mediathek Sellemols "With a loop drum"sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=87985Directionssaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-SaarhoelzbachpfadBrief description of the SaarhölzbachpfadThe Saarhölzbachpfad dream loop leads from the eponymous place through the magnificent Saarhölzbachtal, over a section of the Saar-Hunsrück climb and the Steinhauerweg dream loop to Britten and over the bird cliffs high above the Saar back to the starting point. The spectacular view from the Vogelfelsen of the river flowing deep below is the highlight of the hike. The path leads exclusively through nature through diverse and varied forest formations and stream valleys. An opportunity to enjoy the natural silence.Wendelinus oak / LangenbergkreuzA special tree, the sessile oak or "Wendelinus oak" is approx. 276 years old. The cross ("Hungarian" or "Langenberg Cross") is made of gray sandstone and bears the inscription INRI. It was built by a family from Saarhölzbach who emigrated to Hungary. It also bears the name "Ongersch Kreuz" (= Hungarian cross).Historic landmarks Saarland-GermanyFor the next two kilometers, the path follows the former border between Saarland and Germany. The historical landmarks from this time stand at regular intervals. After the lost World War I, the "Saar area" was separated from Germany for the first time and from January 1, 1920 it was placed under the administration of the League of Nations. However, the borders of the Saar area at that time do not correspond to those of today's Saarland. The southern district around Merzig and Mettlach belonged to the new Saarland as a "parent district", the remainder of the "Wadern" district remained in the German Empire. Britten decided to belong to Germany. The village was separated from the mayor's office in Mettlach and has belonged to Losheim ever since. From this period from 1920, which came to an end with the first Saar vote on January 13, 1935, the sandstone boundary stones are still there. The "S" stands for Saar area (Saarhölzbach) and the "D" for Germany (Britten)Historic aqueduct in the "Steinchen"The path is an old control path over the historic aqueduct in the "Steinchen". The concrete posts, which protrude regularly from the ground, mark the course. Probably in the 19th century, the community of Saarhölzbach bought a spring in the Britter Forest above the Hundscheider pond, which is still in operation today to ensure the water supply to the place. From this spring a water pipe through the valley to Saarhölzbach was built early on, which was overhauled before the Second World War. The concrete delineator posts on the path date from this time.Bird rocksThe Vogelfelsen is a rugged, clearly protruding rock on the steep mountain slope between the Saar and the threshold brook. The popular ledge is about 400 meters above sea level (gorge about 100m deep) and has long since developed into a much-visited lookout point. As early as 1958, a refuge was built above the bird cliff, which has since served hikers to linger.

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      • 3 days ago

  3. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    4 days ago

    02:28
    7.33 mi
    3.0 mph
    1,025 ft
    1,125 ft
    Elameder, Schwarzer Wandervogel 🦅 and 40 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Romika-WegDie Traumschleife Romika-Weg wurde 2014 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 72 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife im Gusterath-Tal oder am Sportplatz Pluwig. Empfohlene Laufrichtung gegen den Uhrzeigersinn.Die Wegbeschreibungen im Netz beschreiben die Tour im Uhrzeigersinn mit Start am Sportplatz Pluwig. Nach den Kilometertafeln auf der Tour ist der Start in Gusterath-Tal und gegen den Uhrzeigersinn die richtige Variante.Wegbeschreibungsaar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/romika-wegKurzbeschreibungEin, fur die Region bedeutendes Schuhindustriezentrum, die Romika in Gusterath-Tal, gab in den Jahren 1955 bis 1980 bis zu 2500 Bürgern aus dem oberen Ruwertal Arbeit. Durch die damalige Mobilitat der Bürger war es teilweise nur möglich über Pfade, Wald und Feldwege zu Fuß zur Arbeitsstätte zu gelangen. Diese Traumschleife führt sie über solche Verbindungen, die heute bereits in Vergessenheit geraten sind. Ein besonderes Merkmal dieser Landschaft ist das enge Kerbtal der Ruwer mit seinen tief eingeschnittenen Seitentälern. Die Durchflutung mit kristallklarem Wasser über teils mehrere kleine Wasserfälle hat ihren besonderen Reiz. Prächtige Altbaumbestände, Streuobstwiesen sowie freie Feldlagen und wunderschöne Fernsichten ins Ruwertal runden das ständig wechselnde Naturbild harmonisch ab.Auf dem „Peedschie” der Arbeiter Dort wo heute Wanderer die Ausblicke über das Ruwertal genießen, verliefen einst die Pfade, die die Romika-Beschäftigten auf Ihrem Weg zur Arbeit nutzten.Bis Anfang der 1950er Jahre, als auf dem Romika-Betriebtgelände bis zu 1500 Arbeiter beschäftigt waren, konnten sich viele keine Fahrräder, Mopeds oder Autos für den Arbeitsweg leisten. Die meisten Arbeiter kamen zu Fuß über die Trampelpfade zur Arbeit, auf der heute diese Traumschleife verläuft. Auch bei Regen oder Schnee kamen die Gruppen von Arbeitern, die sich meist in ihren Dörfern trafen um gemeinsam loszugehen, zu Fuß aus allen Richtungen hin zur Romika. Der Gusterather Zeitzeuge Josef Nilles berichtete, dass sie sich in einem eisigen Winter „einfach auf den Hosenboden gesetzt haben und ins Tal hinunter gerutscht sind”. Sogar von Pellingen, Kernscheid, Franzenheim oder aus Thomm und Fell kamen die Arbeiter zu Fuß zur Romika und nahmen Fußmärsche von mehr als 2 Stunden pro Weg jeden Tag in Kauf. Von der Firmenleitung bekamen sie kostenlose Schuhe, um die Tragbarkeit und die Haltbarkeit des Materials zu testen. Überprüft wurde der Prozess von den Ortsbürgermeistern der umliegenden Ortschaften, die das Tragen der Schuhe kontrollierten und dieses den Arbeitern abstempelten.Bergbau in Gusterath und HockweilerHunsrück und Hochwald sind reich an Bodenschätzen. Steinbrüche und Schiefergruben wurden jahrhundertelang betrieben, aber auch Erze von verschiedenen Metallen wurden zum Teil schon seit römischer Zeit abgebaut. In der Mitte des 19. Jahrhunderts, dem Beginn der Industrialisierung in Deutschland, wurde die Suche nach weiteren Erzlagerstätten in den Mittelgebirgen vorangetieben. So fand man im Ruwertal und Im benachbarten Franzenheimer Tal anhand geologischer Formationen Lagerstätten unterchiedicher Erze. Das damalige königliche Oberbergamt in Bonn verlieh bereits am 6. August 1868 den Antragsteller Victor Meyer zu Limburg an der Lahn und Carl Müller das Bergeigentum für eine Fläche von 499 000 Quadratlachtern, auf dem Schwefelkies, Blei, Zink und Kupfererz abgebaut werden konnten. Auf Urkunden bis zu dieser Zeit waren noch die preußischen Einheiten aufgeführt. 1 Preußischer Lachter = 2,09m, demzufolge 1 Quadratlachter = 4,3681m². Nach der Verleihung des Bergeigentums, d.h. der Sicherstellung der Rechte, wurde jedoch nur in einem einzigen Bergwerk nahe Hockweiler in der Grube Bischofsheim Erz abgebaut. Zur Weiterverarbeitung der Erze benötgte man eine Erzwäsche. In Gusterath-Tal war durch die Ruwer ausreichend Wasser und Wasserkraft vorhanden. Die Ruwer wurde gestaut und am alten Mühlengraben, heute noch sichtbar, gab es Wasserräder für den Betrieb solcher Industrieanlagen.Die Frankfurter Handelsgesellschaft Gebrüder Sulzbach errichtete nun eine 3,5 km lange Drahtseilbahn vom Bergwerk Bischofsheim, nahe Hockweiler bis nach Gusterath-Tal. Sie diente dem Transport des gewonnenen erzhaltigen Gesteins zur Aufbereitungsanlage in Gusterath-Tal, auch Erzwäsche genannt, Der Betrieb der Seilbahn wurde Ende Februar 1891 aufgenommen. Schaut man über die Infotafel nach unten sieht man im abfallenden Gelände eine Abflachung. Genau hier war einer der vielen Stützmasten, die das Seil und die Loren trugen. Zudem findet man im Landeskataster unter der Gemarkung Gusterath einen Eintrag über ein schmales, aber sehr langes Grundstück, das in gerader Linie zwischen Hockweiler, Grube Bischofsheim und Gusterath-Tal liegt. Im Jahre 1893 aber sanken die Preise für gefördertes Erz im Ausland drastisch. Die Grube Bischofsheim und damit die Erzwäsche wurden unrentabel und auch bald stillgelegt. Etwa im Jahre 1900 wurde die Drahtseilbahn schon wieder abgebaut.
      Quellen: Oberberbergamt Saarbücken Heimatbuch Gusterath 1987-2003, Seite 62, Aufsatz Dr. Günter Scherer
      "Dicke Eiche"Auf der Traumschleife Romika-Weg befinden sich zur Anschauung zwei aufbereitete sogenannte Baumscheiben eines ehemaligen Naturdenktmals. Sie stammen von; einer dicken Eiche, die leider im Jahre 2016 in der Folge eines starken Sturms und durch Fäulnisbildung im Wurzelwerk ein jähes, bedauerliches Ende fand. Diese mächtige, dreigablige Eiche stand am Ende der asphaltierten Zufahrt zur Grillhütte am Beginn einer größeren Gusterather Waldfläche in exponierter Lage im Flurbereich Kühlütsch und Alte Wald. Ihr Stammdurchmesser betrug im erdnahen Bereich ca. 1,45m. Das Alter, üblicherweise nachweisbar durch das Zählen der Jahresringe, was aber in diesem Fall sehr schwierig ist, liegt mit Sicherheit bei mindestens 300 Jahren. Das Naturdenkmal war vermutlich ein Grenzbaum aus alten Zeiten, als Grenzsteine noch nicht üblich waren.Quelle: Heimatbuch Gusterath 1987-2003, Seite 212, Aufsatz Christop Straßel, GusterathGusterath-Tal
      Ehemaliges Werksgelände der Schuhfabrik Romika.
      Der Bau der Hochwaldbahn entlang der Ruwer ermöglichte Ende des 19. Jahrhunderts einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung in dieser ärmlichen Region. In Gusterath-Tal waren ab dem Jahre 1888 industriebauten entstanden, die der Erzwäsche dienten, also der Säuberung und Aufbereitung von Erz. Die gewonnenen Erze sollten den rheinischen Hüttenwerken per Bahn zugeführt werden. Das Erz, das in der „Waasch” in Gusterath-Tal aufbereitet wurde, stammte aus einem Bergbaubetrieb in Hockweiler. Dort wurden vor allem silberhaltige Blei-, Zinn und Kupfererze sowie Schwefelkies gefördert, die über eine ca. 3,5 Kilometer lange Drahtseilbahn von der Grube in Hockweiler über den Bergrücken Richtung Gusterath bis zur Erzwäsche an die Ruwer in Gusterath-Tal transportiert wurden. Verschiedene ungünstige Rahmenbedingungen führten dazu, dass 1893 sowohl im Bergwerk in Hockweiler als auch in der Erzwäsche in Gusterath-Tal nahezu alle Arbeiter entlassen und die Produktion eingestellt wurde. 1916 wurden die leer stehenden Fabrikgebäude in Gusterath Tal von der Kölner Schuhfabrik Rollmann & Mayer übernommen. Laut Handelsregister gründete der jüdische Schuhfabrikant Hans Rollmann am 29. Dezember 1921 die Schuhfabrik Ro mi ka in Gusterath-Tal zusammen mit dem christlichen Partner Carl Michael und jüdischen Partner Karl Kaufmann. In den Jahren 1927-1931 nahm die Romika einen rasanten Aufschwung. Die Belegschaft in Gusterath-Tal umfasste 1927 zweihundert Arbeiter, 1928 vierhundert Arbeiter und zwanzig Angestellte, 1931 stieg sie zeitweilig auf über tausend Mitarbeiter. Für die große Anzahl von Mitarbeitern und die erweitere Produktion reichten die übernommenen Gebäude der Erzwäsche nicht mehr aus und mussten erweitert werden. Das so genannte Konfektionsgebäude, der erste Neubau, der im Jahr 1929 zu den bestehenden Fachwerkbauten der Erzwäsche hinzukam, hat bis heute nichts von seinem Charme verloren. Die beiden Firmen, die Firma Rollmann & Mayer in Köln sowie die Firma Romika in Gusterath-Tal, waren wirtschaftlich eng miteinander verflochten. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 führten die nationalsozialistischen Boykottmaßnahmen gegen beide „jüdischen Schuhfabriken” dazu, dass diese in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten und Ende 1935 Konkurs anmelden mussten. Zudem waren die jüdischen Inhaberfamilien zahlreichen Übergriffen ausgesetzt. Sie flüchteten im August 1935 ins Ausland. Hans und Marie Rollmann nahmen sich am 31. Mai 1940 in Calais/Frankreich aus Angst vor der Ergreifung durch die Nationalsozialisten das Leben. Im April 1936 wurde die Romika GmbH als Auffanggesellschaft gegründet, die die Schuhproduktion in Gusterath-Tal unter den Geschäftsführern Hellmuth Lemm und Franz von Holmblad weiterbetrieb. In den 60er Jahren hatte das Unternehmen unter Hellmuth Lemm seine erfolgreichste Zeit und stellte bis zu zwölf Millionen Paar Schuhe pro Jahr her. 1994 stand das damalige Familienunternehmen vor dem Konkurs und wurde von dem Schweizer René C.Jäggi (ehemaliger Adidas Vorstandsvorsitzender) aufgekauft, mit einer Bürgschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Er entließ in Deutschland 600 von 800 Mitarbeitern, verlagerte die Produktion größtenteils ins Ausland (etwa ins tschechische Brünn) und versuchte das Image der Marke zu modernisieren. Ende der 90er Jahre schrieb das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. 1999 wurde der amerikanische Schuhheırsteller Injection Footwear (IFCO) übernommen. 2000 stellte Romika weltweit knapp zehn Millionen Paar Schuhe her und hatte etwa 2800 Mitarbeiter (inklusive der chinesischen Zulieferfirma, in Deutschland 200). Nachdem die Romika GmbH aufgrund von Management fehlern 2004 Insolvenz anmelden musste, erfolgte Anfang 2005 eine Übernahme durch die Hauensteiner Josef Seibel GmbH, die von den noch verbliebenen 150 Mitarbeitern in Trier allerdings nur noch 80 übernahm. Am 12.7.2007 bezog Romika einen neuen Standort im Konversionsgebiet Trier-Nord. Neben Lager und Verwaltungsgebäuden entstand auf dem Gelände des ehemaligen französischen Proviantamts unter anderem eine gläserne Schuhfabrik sowie ein Gastronomie-Betrieb mit Biergarten. Nach dem Umzug produziert Romika auch wieder Schuhe in Trier, die Mitarbeiterzahl ist mittlerweile wieder auf 105 gestiegen. (stand 2011)Zur Geschichte der Freilichtbühne und der Karl-May-Freunde Pluwig e.V. - 2000 Vereinsgründung „Karl-May-Freunde Hockweiler e.V.”
      - 2001 Bau der Freilichtbühne in Hockweiler, Aufführung „Der Schatz im Silbersee”, 5 Veranstaltungen mit insgesamt 3190 Zuschauern
      - 2003 Änderung des Vereinsnamens in „Karl-May-Freunde Pluwig e.V.“. Bau einer neuen Freilichtbühne am Schiefersteinbruch in Pluwig, Freilichtaufführung „Winnetou 1” , 7 Veranstaltungen mit insgesamt 7420 Zuschauern
      - von 2005 bis 2013 im 2-jährigen Rhythmus jeweils 10-12 Aufführungen, insgesamt 13.500 Zuschauern im Jahr 2013
      Die Freilichtaufführungen werden ab 2015  im 2-jährigen Rhythmus fortgesetzt. Jeweils im Folgejahr der Freilichtaufführungen, findet ein Sommerfest auf der Freilichtbühne statt. Die Freilichtbühne Pluwig erhielt im Jahr 2007 die offizielle Auszeichnung „Karl-May Bühne in Deutschland” durch den Direktor des Karl-May Museums RadebeulKontakt
      Karl-May-Freunde Pluwig e.V.
      1.Vorsitzender Edwin Christen
      Im Apfelgarten 9
      54316 Hockweiler
      Tel. 0 65 88-91 02 74
      karl-may-freunde.de

      • 4 days ago

  4. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    5 days ago

    02:06
    6.59 mi
    3.1 mph
    700 ft
    750 ft
    esabuc, Sylvie mit 🐾🐾 and 47 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife WaldsaumwegThe Traumschleife Waldsaumweg was certified in 2006 by the German Hiking Institute as a premium hiking trail with 72 adventure points. The tour does not have any major highlights and is rated a bit too high with 72 points (Vabaun-Steig 72 points). Part of the tour leads over the TS Steinhauerweg and through the town of Britten. The most beautiful part of the Traumschleife are the sometimes narrow paths along the Seffer and Hausbach streams.Start of the dream loop at the church in Hausbach. Recommended direction of rotation is clockwise.Directionssaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-WaldsaumwegChurch of St. Brigitta HausbachA chapel was built in 1800. After it was destroyed in the war, the present church was built in 1950, and the old stones of the destroyed chapel were partially used for the reconstruction of the church. On July 2, 1950, the foundation stone for the new church in Hausbach was laid and on October 12, 1952, at the name festival of the patroness Brigitta, it was inaugurated.The nameless crossThe torso of the wayside cross could never be reconstructed. It is clear, however, that the founder or the executing stone carver must have had a specific cause. Many road crosses were created, for example, as journeymen or masterpieces by stone carvers who completed their craft training or found bread and work here in the heyday of Britten stone carving between the 17th and 19th centuries. It is no coincidence that historians speak of the “Britten Stone Cross Nest in the Black Forest High Forest”. The Steinhauerweg illuminates the unique stone carving history of Britten im Hochwald and, on the other hand, is reminiscent of the natural work and building material made of pure quartz sand. A place built on sand.

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      • 4 days ago

  5. Thomas, RaSche_der Wandersmann and 57 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife VaubansteigDie Traumschleife Vaubansteig wurde 2014 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 72 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife am Flugplatz Düren, 66798 Saarlouis-Düren (Kerlinger Weg 66798 Wallerfangen). Empfohlene Laufrichtung im Uhrzeigersinn.Wegbeschreibungurlaub.saarland/Media/Touren/Traumschleife-VaubansteigKurzbeschreibungDer Saarlouiser Vauban-Steig
      Verwilderte Steinbrüche, märchenhafte Wälder, endlos erscheinende Waldsäume und die Teufelsburg als Top-Attraktion. Sebastien Le Prestre de Vauban - weltbekannt wurde der 1633 geborene Marquis als legendärer Festungsbaumeister des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Er gilt heute zu Recht als der bedeutendste Militärarchitekt des Barock. Eines seiner Meisterwerke: die ausgeklügelte Überschwemmungsfestung Saarlouis in der Saaraue. Deren Geschichte beginnt auf dem Saargau, an dessen steilen Hängen ab dem Jahr 1680 zwischen Teufelsburg und Humburg die mächtigen Steinblöcke für die spätere Festungsstadt gebrochen wurden. Im Laufe der Jahrhunderte sind aus den damaligen Steinbrüchen kleine Naturjuwele geworden - vergessen, verwildert, verwunschen. Der Saarlouiser Vauban-Steig erschließt sie jetzt neu. Er kombiniert die endlos erscheinende Weite der deutsch-französischen Gaulandschaft hoch über dem Saartal mit einer attraktiven Wegeführung und lenkt den Blick des Wanderers so auf eine interessante Epoche der Geschichte.
      Weitere Infos: Sebastien Le Prestre de Vaubansaarland-lese.de/persoenlichkeiten/v/vauban-sebastien-le-prestre-de/sebastien-le-prestre-de-vauban-deDie "Drei Kapuziner"Das in Bundsandstein eingemeiselte
      gallo-römisches Felsrelief stellt keltische Gottheiten dar. Die Drei Kapuziner sind in den ersten Jahrhunderten der römischen Kaiserzeit (1.-3. Jahrhundert. n. Chr.) in den festen roten Buntsandstein geschlagen worden. Die Bezeichnung der „Drei Kapuziner“ geht auf Grund einer Verwechslung mit christlichen Mönchen einher. Anfang des 19. Jahrhunderts soll es noch ein drittes Felsbild gegeben haben, welches heute nicht mehr zu sehen ist, weshalb der Name „Drei Kapuziner“ entstand. Die Kapuziner sind ein franziskanischer Bettelorde in der römisch-katholischen Kirche.
      de.m.wikipedia.org/wiki/Kapuzinerde.m.wikipedia.org/wiki/Geschichte_WallerfangensDie SteinbrücheDer 1633 geborene Festungsbaumeister Sebastien Le Prestre de Vauban, des Sonnenkönigs Ludwig XIV, ließ ab dem Jahr 1680 in den Steinbrüchen zwischen Teufelsburg und Humburg die Steinblöcke für die spätere Festungsstadt Saarlouis brechen. Im Laufe der Jahrhunderte sind aus den damaligen Steinbrüchen kleine Naturjuwele geworden - vergessen, verwildert, verwunschen. Der Saarlouiser Vauban-Steig führt an den alten Steinbrüchen entlang.Die Teufelsburg in FelsbergDie Burg Neufelsberg, im Volksmund auch Teufelsburg genannt, wurde unter dem lothringischen Herzog Johann I. (1343-1390) erbaut. Sie ist die Nachfolgerin einer älteren Burganlage (Altfelsberg), die auf dem benachbarten Hanseberg bei St. Barbara lag. Diese ältere Burg wurde 1179 erstmals urkundlich erwähnt, entstand aber möglicherweise schon zu Beginn des 10. Jahrhunderts als Schutzburg bei der Gründung des Ortes Wallerfangen. Diese ältere Burganlage wurde 1341 in einer Fehde zwischen dem Wildgrafen von Dhaun, der sich auf der Burg Altfelsberg verschanzt hatte, und dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Balduin von Luxemburg völlig zerstört und später nicht wieder aufgebaut. Stattdessen ließ der lothringische Herzog um 1350 die Burg Neufelsberg (1369 erstmals urkundlich erwähnt) auf dem ca. 3km entfernten Schlossberg bei Felsberg - hier hatte der Trierer Kurfürst keine Lehensrechte mehr - erbauen. Wie die ehemals lothringische Bergfeste Berus liegt auch die weitläufige Anlage der Teufelsburg mit Vorburg, Halsgraben und Hauptburg auf einem weit ins Saartal vorspringenden Bergsporn, der zu den Ausläufern des lothringischen Hügellandes gehört. Diese strategisch sehr günstige Lage wurde wahrscheinlich schon von den Römern zur Anlage einer Befestigungsanlage genutzt.
      Das ausgedehnte Areal der Teufelsburg wurde in den Jahren 1965-1969 freigelegt und in den folgenden Jahren restauriert. Die Anlage unterteilt sich in die Vorburg und in die Hauptburg, die sich in Richtung Oberfelsberg erstreckt. Beide Teile sind durch einen tiefen Halsgraben getrennt, über den früher eine Zugbrücke führte. In der Vorburg standen die Wirtschaftsgbäude und die Pferdetränken. Die Hauptburg bestand aus einem Palast, dessen Kellergewölbe wiederhergestellt wurde, und einem Bergfried. Daneben befanden sich Stallungen. Der genaue Zeitpunkt der Zerstörung der Burg Neufelsberg ist nicht bekannt. So wird die Zerstörung u.a. in das Jahr 1651 während einer französisch-lothringischen Auseinandersetzung datiert. Urkundlich belegt ist dagegen, dass die Burg 1676 nicht mehr bewohnt war und das Anwesen und die Nebengebäude in Verfall geraten waren. In den folgenden Jahrhunderten diente die Ruine den umliegenden Bewohnern als Steinbruch und wurde so nahezu vollständig abgetragen. Die Burgmauer selbst und die Reste zweier erhaltener Rundtürme liegen etwas unterhalb des Burgplateaus. Die gesamte Burg ist in das Felsplateau integriert und wurde teilweise in den Felsen hineingegraben. 1964 wurde die Fördergemeinschaft Teufelsburg gegründet, die in Zusammenarbeit mit dem Landeskonservatoramt die Burg seit dieser Zeit nach den vorhandenen Fundamenten restauriert und im Keller der Burg ein kleines Burgmuseum mit Fundstücken der Ausgrabungen eingerichtet hat. Von der Aussichtsplattform über dem Kellergewölbe bietet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über die breite Niederung des mittleren Saartals bis zu den Ausläufern der Vogesen im Süden. Das von der Fördergemeinschaft Teufelsburg ausgerichtete mittelalterliche Burgfest und die von der Spielgemeinschaft Teufelsburg veranstalteten Burgfestspiele gehören mit zu den kulturellen Höhepunkten in der Gemeinde.Überherrn und ziehen jedes Jahr Zuschauer aus dem gesamten Saarland und dem benachbarten Frankreich an. Quelle und weitere Infos:
      Burganlage / Burgmuseum / Führungen Fördergemeinschaft Teufelsburg e.V.
      Tel. (0 68 37) 7 44 95
      Teufelsburg-Festspiele / Kartenbestellungen Spielgemeinschaft Teufelsburg e.V.
      Tel. (0 68 35) 60 22 61
      Teufelsburg Felsberg Gemeinde Überherrn Kulturamt Tel. (0 68 36) 90 91 22

      • 5 days ago

  6. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    July 21, 2021

    02:39
    8.06 mi
    3.0 mph
    1,225 ft
    1,300 ft
    Thomas Lenhard, MICHAEL and 54 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Zwei-Täler-WegDie Traumschleife Zwei-Täler-Weg wurde 2005 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 73 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife am Parkplatz Wild- und Wanderpark außerhalb von Weiskirchen.
      Empfohlene Laufrichtung im Uhrzeigersinn.
      Wegbeschreibungsaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-Zwei-Taeler-WegWild und WanderparkSeit über 50 Jahren ist der Wild und Wanderpark Weiskirchen ein touristischer Anziehungspunkt im Saarland. Mit seiner eindrucksvollen Größe von über 70ha und eıner Vielzahl von meist heimischen Tieren ist er immer eınen Besuch wert. Auerochsen und Wisente sind ebenso zu finden wie Ziegen, Urpferde und Rotwild. Touristisch bietet der Wildpark, zudem einen Waldseilgarten, das Informationszentrum des Naturparks Saar-Hunsrück und eine Gastronomie.Ochsenecken Eines der historischen gewachsenen wildromantischen Fleckchen in Weiskirchen ist der Ochsenecken. Wie fast überall In der Region wurde hier früher Vieh geweidet, insbesondere Rinder - daher der Name. Heute befindet sich hier ein Pavillon, der mit der dazu gehörenden Grillstelle auch für private Feiern gemietet werden kann. Die ruhige, etwas abgeschiedene Lage des Ochseneckens garantiert stimmungsvolle Grillfeste in zünftig rustikaler Umgebung.Pfarrkirche St. Medard Waldhölzbach "In den fünfziger und sechziger Jahren entstanden im Saarland eine Reihe bemerkenswerter modemer Sakralbauten. Im Losheimer Ortsteil Waldhölzbach steht eine der ersten konsequent modernen Sakralbauten im nördichen Saarland. Hans Schöneckers Faltdachkirche St. Medard, erbaut in den Jahren 1963 und 1964. Zitat aus DuMont Kunst-Reiseführer „Das Saarland“, 1992, von Fred OberhauserTeufelsfelsen und die SageFantasievoller könnte kein Maler die Felsentürme des Hochwaldes aus uraltem Taunusquarzit malen. Die wild gezackten, scharfkantigen, teils weiß-blau schimmernden, teils grau-rot verwitterten Felsenungetüme entlang des Felsenweges und Zwei-Täler-Wegs haben Charakter.Und wenn man dem Volksmund aufs Maul schaut, so handelt es sich.keinesfalls nur um totes, Jahrmillionen Jahre altes Gestein, sondern um geheimnisvolle Orte voller mythischer mindestens sagenhafter Geschehnisse aus den zurückliegenden Jahrhunderten. Der hier anstehende Taunusquarzit erwies sich gegenüber der Erosion als erstaunlich widerstandsfähig. Einige gewaltige Gesteinsformationen sind geblieben, die nackte Felsklippen ausgebildet haben und aus dem natürlichen Relief, markant herausragen. Am Zwei-Täler-Weg sind dies u.a. der Teufelsfelsen, der Hoher Felsen und der Iltisfels. Wie steinerne Ausbisse, aus der Höhe betrachtet, ragen sie aus dem dichten Waldpelz des Hochwaldes heraus. Sie lassen sich besteigen, bewundern und verleihen dem Zwei-Täler-Weg den für ihn so typischen teils alpinen Charakter mit prächtigen Aussichten.
      Vom Teufelsfelsen bei Waldhölzbach heißt es, dass der Belzebub vor vielen Jahren unter der armen Bevölkerung der Hochwaldregion auf Seelenfang für seine schwarzen Messen gegangen war. Er versprach den überwiegend sehr gläubigen Menschen. Berge von Gold für den Verkauf der Seele. Der im hellen Sonnenlicht zuweilen glitzernde kristalline Quarz der umliegenden Felsen würde sich, so der Herr der Finsternis, in schieres Gold verwandeln, wenn man ihm, dem leibhaftigen Satan, die Seele und damit die Fähigkeit zu Liebe, Zuneigung und Fürsorge verkaufen würde. So geriet der Fürst der Dunkelheit damals auch an eine schlaue Bäuerin, die sich eine gehörige List aussann, um den aufdringlichen Teufel ein für allemal in das Reich der Unterwelt zu verbannen. Ei, wenn er den Teufelsfelsen dort hinten in einen hübschen Batzen Gold verwandeln würde, dann wolle sie ihm als Dank für den Reichtum die Seelen ihrer Töchter vermachen. Er müsse aber bis Mitternacht den ganzen Felsen abgetragen und in Gold verwandelt haben. Der Seelenkäufer schuftete und schuftete und der Fels wollte nicht kleiner werden. Völlig.ermattet sank er bei Einbruch der Dunkelheit nieder und beschloss, nur eine Weile zu schlummern, um zu frischen Kräften zu kommen..Es kam wie es kommen musste, der Teufel schlief tief und fest ein und als das nahe Kirchlein die Mitternachtsstunde läutete erwachte der Unhold, erkannte sein Missgeschick und fuhr mit furchtbarem Grollen und hellen Blitzen mit seiner Schubkarre über den Teufelsfels in die Hölle hinab und ward wieder gesehen. Im Teufelsfels hat er dabei einen tiefen Spalt hinterlassen. Der Bärenfelsen hingegen verdankt seinem Namen nicht.etwa der Kontur eines Bären oder.den hier zahlreich wachsenden Beeren sondern der Tatsache, dass man früher die paarungsreifen (bierischen) Säue zur Besamung zu den Ebern (den Beeren) an den Steinbruch am Felsfuß trieb.
      Zum FelsenwegDer Felsenweg ist ein erstaunlich abwechslungsreicher Weg, der nicht nur mythen und sagenreiche Geschichten erzählt, sondern auch Geschichten alter Grenzstreitigkeiten, wie die zwischen den Zerfern und Waldhölzbachern. Überall entlang des Weges findet man kleine und große Steinpyramiden. Als hätten sich die Wanderer des Felsenweges abgesprochen schichten sie allenthalben Steinpyramiden und Steinmännlein. Mit. jedem weiteren Wanderer wachsen die Männlein, entstehen neue Pyramiden und verleihen so dem Weg ein ganz besonderes Merkmal: Ein Weg der Quarzitpyramiden.KneippanlageAm Felsenweg gibt es Zwei Kneippanlagen. Zur Kneippanlage Waldhölzbach. Bereits im 5. Jahrhundert vor Chr.  lehrte Hippokratis der Vater der medizinischen Heilkunde dass Schwitz und Badekuren sowohl für die Vitalität des Menschen als auch für die Harmonie von Körper und Geist gute Dienste leisten. Die Anwendung des Wassers als Heilmittel wurde dann Mitte des 18. Jahrhunderts von Pfarrer Sebastian Kneipp weiterentwickelt. Wassertreten, Tautreten, Arm und Fußbäder sowie nach bestimmten Regeln ausgeführte Güsse sollen die Selbstheilungskräfte anregen und das Gleichgewicht von Körper Geist und Seele fördern.Wildkatze - GrenzenlosDie Wildkatze wurde in den vergangenen Jahrhunderten heftig bejagt.Sie zählte angeblich zu den schädlichsten Raubtieren unserer Heimat, und es dürfte selbst dem größten Tierfreund schwerfallen, ihrem Leben irgendeine sympathische Seite abzugewinnen“ (RÖHRIG, G. 1912: Wild, Jagd und Bodenkultur, Handbuch für den Jäger, Landwirt und Forstmann). Es ist nicht nachzuempfinden, wie unreflektiert diese Anschauung war, zumal zur selben Zeit landauf, landab Hauskatzen als "Nutztiere" gehalten wurden. In der Schweiz wurde spätestens im 19. Jahrhundert die Bejagung der Wildkatze zur Pflicht eines jeden Jägers. Mitte des 20. Jahrhunderts galt sie in der Schweiz als ausgerottet. Inzwischen gibt es sie dort wieder. In Deutschland stellte das Reichsjagdgesetz die Wildkatze 1934 unter ganzjährigen Schutz. Damals wurden auch die Schlagfallen verboten,.denen viele Wildkatzen zum Opfer fielen. Bis dahin waren die Wildkatzenbestände bereits stark reduziert. Auch heute fallen Wildkatzen der Jagd durch Verwechslung oder vermeintliche Verwechslung mit Hauskatzen zum Opfer, die in weiten Teilen Deutschlands abseits der Siedlungen noch immer geschossen werden dürfen. Im Saarland ist der Abschuss von Hauskatzen seit der Jagdgesetznovellierung im Jahr 2014 verboten. Artenschutz darf nicht an politischen Grenzen halt machen. Weder zwischen den Bundesländern noch an Staatsgrenzen. Katzen brauchen kein Visum, um von einem Land ins andere zu laufen, um in die Europäische Union ein oder wieder auszureisen. Saarland und Rheinland-Pfalz. Beide Länder haben unterschiedliche Landesnaturschutzgesetze, Landesjagdgesetze, andersgeartete Zuständigkeiten der Behörden etc. Der Wildkatze ist dies gleichgültig, sie weiß davon nichts. Ihr natürlicher Lebensraum ist unabhängig von Verwaltungseinheiten. Ihr Schutz muss über alle Grenzen hinweg vorangetrieben werden. Der saarländisch-rheinland-pfälzische Naturpark Saar-Hunsrück hilft dabei. Der grenzüberschreitende Nationalpark HunsrückHochwald ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Bundesländer „Wildlifemanagement für bedrohte Tierarten” würde den Bedürfnissen, auch der Wildkatze, entgegenkommen.IltisfelsenGemeinsam mit seinem Nachbarn dem Hohen Felsen lässt der Iltisfelsen die tiefliegende geologische Struktur der Region Saar-Hunsrück erkennen. Das sehr harte Quarzit-Gestein findet sich nicht nur an dieser Felsformarion, sondern in vielen Mittelsgebirgsregionen in Deutschland. Bekannt als Taunusquarzit hat dieses Felsgestein seit Urzeiten die Höhenzüge der Region geprägt. Nur selten und an wenigen Stellen tritt das Erdinnere so deutlich zu Tage.Hoher FelsenDer imposante Hohe Felsen besteht aus sogenanntem Taunusquarzit, dem häufigsten Felsgestein der Region Saar-Hunsrück. Ebenso wie andere sichtbaren Felsformationen an den Premium-Wanderwegen (Iitisfelsen, Eulenfelsen, Bärenfels) gibt er Einblick in eine geologische Geschichte, die mehr als 100.000 Jahre zurückreicht. Hier können Wanderer heute direkt in das felsige Herz unserer Mittelgebirgsregion hineinschauen.

      • 7 days ago

  7. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    July 20, 2021

    02:09
    7.16 mi
    3.3 mph
    800 ft
    700 ft
    1. Tanja Recktenwald

      Dream loop high forest pathThe Traumschleife Hochwald-Path was certified in 2008 by the German Hiking Institute as a premium hiking trail with 71 adventure points.Start of the Traumschleife hiking portal at the parking lot at the Naturfreibad Weiskirchen. Recommended direction of rotation is clockwise.Directionssaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-Hochwald-PfadHerberlochWith human help, a small, almost mirror-smooth lake, the Herberloch, has formed in the hollow of a former quarry.
      In the middle there is a small island surrounded by water lilies. The rock walls in ocher-colored brown tones stand out harmoniously from the white trunks of the birch trees on the bank. Two wooden benches on the dam offer hikers a suitable opportunity to rest and enjoy the peace and quiet .
      BehlengrabenThe elongated, steeply rising and descending Behlengraben is a prehistoric gorge from the last ice age and serves as a natural drainage point for the amounts of rain that pour down from the nearby mountain, the Schimmelkopf. This ridge is one of the highest elevations in the region and, together with the Dollberg, is the highest point in the Saarland. The Behlengraben makes it possible to experience the geology and history of the earth vividly.Old quarriesMany houses in Weiskirchen contain slate and rock from the region's quarries. These have been used commercially since the beginning of the 20th century to obtain Taunus quartzite for the construction industry. Slate was also increasingly found in the quartzite, and commercial use was discontinued after World War II. Private builders were allowed to dismantle the stones that were often used in the houses free of charge.Panorama on the long benchAt seven meters, the “long bench” is definitely not an everyday occurrence. 15 hikers can rest on the seat at the same time and enjoy the panorama. The wonderful view over the districts of Weiskirchen and Konfeld clearly shows the topography of the local low mountain range. Art and landscape painters also appreciate this view, so many paintings have already been created on the long bench.

      translated byView Original
      • July 20, 2021

  8. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    July 18, 2021

    02:40
    8.22 mi
    3.1 mph
    1,275 ft
    1,250 ft
    Rocky, Bianca M and 43 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Schiefer-WackenwegDie Traumschleife Schiefer-Wackenweg wurde 2009 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 71 Erlebnispunkten zertifiziert. Eine Reise in die Geschichte des Bergbaus von Thomm.Start der Traumschleife im Bergbauort Thomm direkt an der Kirche. Parkplätze am Bürgerhaus Thomm. Empfohlene Laufrichtung gegen den Uhrzeigersinn.Wegbeschreibungsaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-Schiefer-WackenwegKurzbeschreibungSchiefer, Bergbaurelikte und bizarre „Wacken“ zwischen Thomm, Herl und Fell begegnen Ihnen auf einer abwechslungsreichen Rundwanderung. Vom ehemaligen Bergbauort Thomm (Dachschieferabbau) wandern Sie vorbei am Thommer Boar (Brunnen) talwärts zum Thommer Bach (Noßerbach) um dann einen Aufstieg durch Wald und Wiesen zu den „Herler Wacken”, einem quarzitischen Felsenzug, zurück zu legen. Im weiteren Verlauf wandern Sie auf Waldpfaden bergab in Noßertal bis zum Besucherbergwerk Fell. Während der Öffnungszeiten (April-Oktober) besteht die Möglichkeit der Besichtigung mit 1-stündiger Führung (gebührenpflichtig). Vorbei an der ehemaligen Moselschiefergrube der Reichsgrafen von Kesselstatt führt der Weg bergauf über die Thommer Schieferhalden zunächst zur Thommer Grillhütte und schließlich durch Wald und freies Feld wieder zurück zum Ausgangspunkt in Thomm.Die Stationen der TraumschleifeDie Heilige Barbara "Us Bäbschi"Auf Initiative des Heimat und Verkehrsverein Thomm, unter dem damaligen Vorsitzenden Gerhard Keiser, wurde dieser Barbarabildstock im Jahre 1988 aus heimischem Schiefergestein errichtet. Viele ehemalige Thommer Bergleute halfen dabei ehrenamtlich die Steine zu bearbeiten und den Bildstock aufzubauen. Bildhauer und Künster Michael Huber aus Oberkirch im Schwarzwald gestaltete die Figur nach besonderen Vorgaben. Ihr Attribut ein Turm (der Legende nach sperrte sie ihr Vater in ein Turmverließ, weil er damit Barbaras Hinwendung zum Christentum verhindern wollte) erhielt sie in ihre rechte Hand. In die linke Hand eine Grubenlampe. Vorlage hierfür war eine Grubenlampe (Karbitlampe) wie sie in den Thommer Schiefergruben in Gebrauch war. Nach einem feierlichen Hochamt wurde sie am Sonntag den 04.12.1988 durch Pater Hugo Leinz und Diakon Winfried Stadtfeld eingesegnet. Seidem wird in Thomm wieder jedes Jahr, nach jahrelanger Pause, unter Mitwirkung der Bergmannskapelle „Glück Auf“ der Barbaratag gefeiert."Die Heilige Barbara Die Heilige Barbara gilt als die Schutzpatronin der Bergleute. Ihr Namenstag ist der 4. Dezember. Die hl. Barbara wurde von den Bergleuten immer sehr verehrt. „Us Bäbschi“ Mundartgedicht von Hannelore Weber, 06. 22. 1998 Us Vorfahren sein frieher an dö Stollen gefoahr,
      weil dat fir die mäst Leit hieren Broterwerb woar. Un befir sö an de Bersch sein, hön sö gebät: Heilige Barbara beschütz us, un bewahr us fir Läd. Ais Dank un zur Erinnerung as dat Denkmal gebaut, mir verehren die Schutzpatronin un feiern se och haut. Heilige Barbara, mir sein zu deinem Nomensdach komm, un bitten deich, beschütz us, un us Heimatderf Thomm.
      Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung ThommAuszug aus der Urkunde zur Grundsteinlegung am 19.03.1964: "...Wir bauten dieses Zelt Gottes zur seiner Ehre und zum Heil der Seelen. Wir stellen es unter den besonderen Schutz des Völkerapostel Paulus. Die allerseligste Jungfrau Maria und die heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute, die wir besonders verehren, mögen auch weiterhin unser Dorf und seine Bewohner in Zukunkft begleiten.“ Baudaten: -Ende 1959 erste Überlegungen zur Erweiterung der alten Kirche -17.09.1961 der Kirchenvorstand beschließt die Erweiterung der alten Kirche -16.09.1962 nach einem neuen Konzept von Architekt Heinrich Otto Vogel, änderte der Kirchenvorstand seine Absicht und beschließt den Neubau der Pfarrkirche -12.04.1963 Beginn der Bauarbeiten zum Kirchenneubau -19.03.1964 Grundsteinlegung und gleichzeitig Richtfest durch Prälat Prof. Dr. Alois Thomas, Trier (ein Jahr zuvor hatte man schlichtweg die Grundsteinlegung vergessen). -28.08.1965 Feierliche Konsekration der neuen Pfarrkirche durch Weihbischof Carl Schmidt, TrierPfarrer und Bauherr: Peter Schnepp, Thomm Architekt und Baumeister: Heinrich Otto Vogel, Trier und Peter van Stipelen, Trier Grundgedanke des Architekten war, den Kirchenneubau aus heimischen Schiefer zu errichten und so als Denkmal für die jahrhundertealte Bergbautraditon von Thomm stets sichtbar zu haben. Statik: Henner Vogel
      Erd-, Mauerer und. Betonarbeiten: Firma Bau Gorges, Trier
      Zimmerarbeiten: Firma Peer Mohr & Söhne, Trier Dachdeckerarbeiten: Firma Heinrich Pölicher, Rachtig
      Goldschmiedekunst: Fritz Schwerdt, Aachen (Tabernakel und Kreuz)
      Entwurf Fenster: Emil Kiess, Donaueschingen
      Ausführung Fenster: Firma Kaschenbach, Trier
      Bildhauerarbeiten: Willi Hahn, Trier (Altarwand und Taufkapelle)
      Gesamtbaukosten: i 1.011.130 DM (516.932,56 €)
      Besonders erwähnenswert sei, dass die Thommer fast 1/3 der Gesamtbaukosten, durch großzügige monatliche Spenden aus der gesamten Dorfbevölkerung, selbst finanziert haben. Versuch einer Würdigung „... Die den Besucher beim Eintritt in diese voluminöse Kirchenhalle zunächst einfangende angenehm beruhigende Dunkelheit hellt auf, wenn der Blick auf die bunt gehaltenen Eckfenster fällt, die einem stimmungsvoll das Gefühl der Verbundenheit mit der Außenwelt vermitteln. So erschließt sich dem Betrachter nach wenigen Minuten die Intention des Architekten, einen in sich geschlossenen Raum zu schaffen mit hochaufstrebenden Mauer und Deckenflächen, die den Blick nach oben ziehen, wo kleine Maueröffnungen sparsames Licht in den Kirchenraum fließen lassen. Die sich durchdringenden gewaltigen Zeltdachflächen schweben wie ein beschützender Schirm über dem Kirchenbesucher. Zur Monumentalität dieser Kirche gehört der 65 cm x 450 cm große Abendmahltisch aus weißem Marmor. ...“
      (Quelle: Lauer Dittmar, Festschrift 50 Jahre Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm, 2015)
      Alte Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm In ihrem ältesten Teil wird sie bereits 1330 urkundlich als Pfarrkirche in der Taxa generalis erwähnt. 1788 wird eine neue Kirche erbaut, 1825 verlängert und 1844 mit einem neuen Chorschluss anstelle des alten Chores versehen. 1870 wird der heutige Kirchturm errichtet. Am 15.03.1945 brennen Pfarrkirche und Dorf, durch amerikanischen Phosphorbordwaffenbeschuss, lichterloh. Mutige Thommer Männer schlagen während des Beschusses die brennenden Balken der Kirche ab und löschen sie mit Erfolg. Nach 1945 wird sie unter großen Anstrengungen der gesamten Thommer Bevölkerung wiederaufgebaut. Seit 11. Mai 1952 hängen 4 Glocken im Turmgeschoss, die die Namen Paulus, Josef, Barbara und Maria tragen. Von 1963 1965 wird nach Plänen von Architekt Heinrich Otto Vogel die neue Pfarrkirche aus heimischem Schiefer an neuem Standort erbaut. Diese wird am 28.08.1965 durch Weihbischof Carl Schmidt feierlich eingeweiht. 1974 wird die alte Pfarrkirche abgerissen. Der umbaute Raum durch eine Schiefermauer kenntlich gemacht. Innerhalb des Schiffes wurde das ehem. Friedhofkreuz aus der Mitte des 19. Jh. aufgestellt. Die rippengewölbte Eingangshalle des Turmes beherbergt heute das Kriegerdenkmal aus den 1920er Jahren, der Gemeinde Thomm.Die Turmuhr von Thomm wurde am 31 Oktober 1993 als "Gedenkuhr" für Menschen mit Behinderung eingeweiht.Sie will uns erinnern: "Vor Gott sind alle Menschen gleich"Das Thommer BergmannsgrabSchwere Unglücksfälle im Schieferstollen.
      Immer wieder ereigneten sich im Laufe der Jahre schwere Unglücksfälle in der Schiefergrube. Einige davon hat der ehemalige Thommer Bergmann Peter Berens, in seinen Erinnerungen aufgeschrieben. Nachfolgende Ausführungen schildern den Fall von Johann Keiser, der im Friedrich Stollen am 09.07.1934 verunglückte.
      Peter Berens erinnerte sich: „1934 war für die Thommer Bergleute ein schwarzes Jahr. Innerhalb weniger Wochen fielen drei Thommer Bergleute ihrem Beruf zum Opfer: Johann Keiser verünglückte im Juli 1934 tödlich. Ich arbeitete ungefähr 10 m von ihm entfernt auf dem Friedrichstollen. Ich ging gerade an ihm vorbei, und er sagte zu mir "Du hast ja gehört, wir müssen mehr Steine herausschaffen‘. Das sagte Keiser, weil kurz vorher die Betriebsleitung ihre Arbeit scharf kritisiert hatte. Es war Keisers letztes Wort. Ich ging 10 m weiter bis in meine Arbeit und schon war es geschehen. Ein Brocken, den Keiser angestoßen hatte, löste sich und schlug ihn zusammen. Er starb auf dem Transport nach Hause. 1905 schon hatte Keiser bereits einen schweren Unfall, der aber ganz ausgeheilt war. Er hinterließ eine Frau und fünf unmündige Kinder.“ Ein 80 Zenter schwerer Stein hatte ‚Johann Keiser erschlagen. Nur sechs Wochen später fielen Peter Klassen und Matthias Quint auf ähnliche Weise ihrem Beruf zum Opfer. Man errichtete auf dem alten Thommer Friedhof ein Grab für alle drei Bergleute. Als Grabstein diente der Stein, der Johann Keiser zum Verhängis wurde. Die Inschrift auf dem Stein lautet wie folgt: „SIE LIESSEN IHR IRDISCHES LEBEN IN DER SCHIEFERGRUBE. GOTT SCHENKE IHNEN DAS EWIGE IM HIMMEL .
      Quelle: Berens Peter, Erinnerungen an den Schieferbergbau
      Ehemaliger Waschplatz am Klausbach Bis in die 1950er Jahre hinein wurde am Bach direkt oberhalb der Brücke von den Thommer Frauen die Wäsche gewaschen und an den Wiesenhängen getrocknet und gebleicht. Das ganze Tal bestand nur aus Wiesengelände. Noch heute erkennt man ca. 50m oberhalb links und rechts direkt am Bach dicke Betonbalken. Kniete man sich darauf, so konnte man einigermaßen trocken die Wäsche im Wasser auswaschen. Quelle: Herausgegeben August 2020: Heimat und Verkehrsverein Thomm 1987 e.V. Die „Clemen Mühle“Bis zum Jahre 1922 stand ca. 500m unterhalb der Brücke eine Mühle, deren Wasserrad vom Thommerbach - im Volksmund auch Klausbach genannt - angetrieben wurde. Der letzte Besitzer der Mühle hieß Clemens Feilen. Im Volksmund wurde sie „Thommer Mühle“ oder „Clemen Mühle“ genannt. Ihr richtiger Name war Feilenmühle oder Herler Mühle. Die Thommer ließen dort ihr Getreide mahlen. Der Müller wohnte hier mit seiner Frau Anna Maria und den sieben Kindern Matthias, Clemens, Nikolaus. Im Juni 1922 wurde die Mühle von zwei schweren Unwettern heimgesucht. Durch starken Regen trat der Bach über die Ufer. Das Wasser staute an der Brücke und überschwemmte das gesamte Tal und überflutete das Mühlengelände. Die Wassermassen bedrohten die Gebäude so sehr, dass Thommer Männer sich entschieden, die Brücke einzureißen, damit sie abfließen konnten. Die Mühle wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der gesamte Hausrat wurde fortgeschwemmt. Danach wurde sie nie wieder aufgebaut. Heute lassen sich nur noch einige Mauerreste erahnen. Quelle: Herausgegeben August 2020: Heimat und Verkehrsverein Thomm 1987 e.V.Herler Wacken und FelsenDie Herler Wacken sind ein quarzitischer Felsenzug nördlich von Herl und liegen in der alten Straße, die einst von Herl nach Fell führte. Die Länge des Naturdenkmales beträgt etwa 500 Meter, die Höhe einzelner Felsen bis zu 20 Meter. Die Wacken liegen auf einer Höhe von etwa 410 bis 460 Meter über NN. Mit gutem Schuhwerk sind leichtere und auch schwerere Kletterpartien möglich. Von der Spitze der Wacken hat man einen großartigen Rundblick u.a. ins Feller Tal oder auf den Ort Thomm. Um den Felsenzug zu umwandern benötigt man etwa eine halbe Stunde. Die Herler Wacken werden des öfteren mit dem Herler Felsen verwechselt, der unterhalb Herl an der Straße nach Lorscheid liegt. Der Herler Felsen besteht aus einem zusammenhängenden Felsblock von 50m Länge und 30m Höhe.Grube "Hofgrube"Name des Bergwerkes: Hofgrube
      Aufgefahrene Stollenstrecke: ca. 125 m
      Anzahl der Abbaukammern: 5 Stück
      Betriebszeit: von 1947 bis 1966
      Betreiber: Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Krämer / Zunker /Münch, Fell
      Die Hofgrube ist die jüngste Dachschiefergrube im Nossertal. Sie wurde mit grossem bergmännischem Sachverstand aufgefahren und die im untertägigen Grubengebäude errichteten Trockenmauern sind ebenso wie auch der Abwurfschacht in tadellosem Zustand. Auch in dieser Grube ist ein regelrechter Rundgang in den letzten vier Abbaukammern möglich. Die zum Teil sehr hoch reichenden Firstbauten sind über sauber verlegte Schiefertreppen zu erreichen. Der Gesamtzustand der Grube ist ausgezeichnet. Lediglich im vorderen Bereich des Zugangsstollens versperrten Lehm und Geröllmassen, die aus einer durchörterten Kluft gestürzt waren, den Weg in die Grube. Diese Versturzmassen wurden jedoch 1989 soweit aufgewältigt, daß die Grube auf ihre volle Länge hin befahrbar ist. Diese Grube hat aufgrund einer durchörterten Wasserader einen extrem starken Wasserzulauf und ist naß.Offener Schiefersteinbruch: Vogelsberg Bau-Grundfläche: ca. 10.000 m²
      Gewonnene Bruchmasse:  ca. 250.000 m³ Betriebszeit: von 1947 bis 1990
      Betreiber:von 1947 bis 1969 Johann Krämer Fell
      von 1969 bis 1979: Wasser und Bodenverband des Kulturamtes, Trier
      von 1979 bis 1990: Fa. Robert Reinhard Fell
      Der Schiefersteinbruch Vogelsberg diente im Gegensatz zu den Feller Dachschieferbergwerken als offener Tagebau, in dem Material zum Bau von Mauern gewonnen wurde. Die Volumenmasse, die in dem etwa 60m hohen und 100m tiefen stufenförmig angelegten Bruch insgesamt gewonnen wurde, dürfte ausreichen um eine rund 200 km lange Weinbergsmauer zu errichten. Während hochwertiger Dachschiefer nach seiner unterirdischen Gewinnung noch in feuchtem Zustand (bergfeucht) gespalten und bearbeitet werden muß, ist eine Gewinnung von groben Bruchstücken zur Verwendung als Mauerungsmaterial ohne weiteres in offenen Tagebauen möglich, da die Spaltung in dünne Platten entfällt. Auch die Art der Gewinnung ist eine grundliegemd andere als in den Gruben unter Tage. In den Bergwerken wurde zur Ablösung des Schiefers aus seiner Lagerstätte erstlinig loses Schwarzpulver verwendet, da dieses bei einer mittleren Detonationsgeschwindigkeit von nur etwa 500m pro Sekunde eine eher schiebende Wirkung hat und somit ein gesteinsschonendes Sprengen ermöglicht. Dahingegen wird in offenen Steinbrüchen bei der Gewinnung von gröberem Gesteinsmaterial mit brisanten Sprengstoffen gearbeitet (Geschossen) die Detonationsgeschwindigkeiten von 2.000m pro Sekunde und mehr aufweisen. In den heimischen Tagebauen kam meistens DONARIT oder AMMON-GELIT zur Anwendung. Mit den Steinen aus dem Steinbruch Vogelsberg wurden zahlreiche Häuser und insbesondere Weinbergsmauern in der weiten Umgebung errichtet.Der Römische Tempelbezirk auf dem Feller BurgkopfDer älteste Beleg für eine Schieferdeckung auf der Gemarkung Fell/Mosel ist ein römischer Tempel auf dem Feller Burgkopf mit einem Säulengang mit Überdachung "aus großen Schieferplatten" Die klassisch-römische, repräsentative Dachdeckung bestand fast ausnahmslos aus gebrannten Ziegeln, den "tegulae", die an den Stoßkanten ("Falzen'") mit halbrunden Hohlziegeln, den "Imbrices”, überdeckt wurden. Zur Römerzeit sind allerdings auch schon Schieferdeckungen nachweisbar. Wie archäologische Befunde belegen, wurden auch schon zur Römerzeit gelegentlich Schiefersteine in dünne Platten gespalten, zu Dachschieferplatten ("Römerplatten") zugerichtet und für die Dachdeckung römischer Gebäude verwendet. Die älteste nachweisbare Schieferdeckung in der Umgebung von Fell ist zweifellos die Deckung des Säulenganges eines römischen Tempels auf dem Feller Burgkopf. Vom römischen Tempelbezirk, der dem Gott Silvanus, dem Hüter der Tiere und des Waldes, geweiht war, sind heute allerdings nur noch Bodenspuren und Mauerreste erhalten. Da die Römer hervorragende Geologen waren und intensiv die lokalen Gesteinsvorkommen als Baumaterial nutzten ,ist es plausibel, daß bereits zur Römerzeit im Raum Fell eine Gewinnung von Dachschiefer stattgefunden hat. Die Dicke der Dachschieferplatten deutet allerdings eher auf eine Gewinnung im Tagebau hin.Grube "Barbara"Name des Bergwerkes: Barbara
      Aufgefahrene Stollenstrecke: ca. 245m
      Anzahl der Abbaukammern: 3 Stück
      Betriebszeit: von 1908 bis Mitte der 50er Jahre
      Betreiber: von 1908 bis 1927 Nikolaus Zender, Fell
      von 1927 bis 1932: Nikolaus Zender und Josef Jakobs, Fell
      von 1932 bis Stillegung: Nikolaus Zender, Fell
      Die Grube Barbara - benannt nach der Schutzpatronin der Bergleute - unterfährt mit dem Hauptstollen das Schieferlager der darüberliegenden Grube Hoffnung. Unter Wahrung der seigeren (senkrechten) Sicherheitsabstände wurde somit gezielt auf der gleichen Lagerstätte gebaut. Die Hauptkammer wurde steil aufwärts bis auf 4,5m an die Grube Hoffnung herangetrieben. Die hoch gelegenen Abbaubereiche konnten nur über nach oben führende Schiefertreppen erreicht werden. Die gewonnenen Schiefer wurden durch einen doppelten Abwurfschacht auf die Sohle gestürzt und dort in die Transportwagen verladen. Mit zunenmender Abbauhöhe traten Wetterprobleme auf und der Betreiber stellte wiederholt Anträge zum Durchschlag eines Wetterschachtes in die zu diesem Zeitpunkt bereits stillgelegte Grube Hoffnung, um eine Frischluftzirkulation zu erreichen. Dieser projektierte Wetterschacht kam jedoch nie zur Ausführung. Der heutige Zustand der Grube ist weitgehend gut. Kurz vor Beginn der ersten Kammer durchörterte der Stollen jedoch eine kleine Gebirgsstörung, die später einen Verbruch verursachte. Nach der Aufwältigung im Jahre 1992 ist die Grube wieder auf ihre volle Länge hin befahrbar. Die Grube weist einen leichten Tropfwasserzulauf auf und ist sehr feucht.Margarethastollen im Brasilienberg ThommDas Portal des Margarethastollen ist heute vollständig verschwunden. Man erkennt nur noch den oberen Teil des Mundloches (Stolleneingang). Ein Nachbau von diesem Portal befindet sich heute am Dorfeingang von Thomm. Bis heute ist Schiefer überall im Dorfbild von Thomm präsent. Als Vorgartenmauer, Grabstein, als Wetterschutz an den Häusern oder aber als Kunstwerk. Bildhauer Willi Hahn schuf aus Schiefer künstlerisch bedeutende Reliefs für den Neubau der Pfarrkirche. Seit 1538 gehörte der Thommerberg dem Reichsgrafen von Kesselstatt, der auch Zehntherr der Gemeinde Thomm war. Gegen unterschiedliche Abgaben (9/10 Teil), des Schiefers, abhängig vom Ertrag der Grube, verpachtete der Graf die Gruben an die Thommer. Im Jahr 1860 übernahm der Graf nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde Thomm alle Gruben, egal ob rentabel oder nicht. Er stellte die Bergleute ein, zahlte ihnen einen regelmäßigen Lohn und ließ den Schiefer nach bergmännischen Gesichtspunkten abbauen und vermarkten. Ab diesem Zeitpunkt gab es einen großen Aufschwung für den Bergbau. Es wurden bis zu 120 Bergleute beschäftigt. Eine Ausnahme blieb die Grube Mertesnaf, die als einzige weiterhin an die Familien Brittner und Michels verpachtet wurde. 1862 und 1863 gab es Gerichtsprozesse der Gemeinde gegen die Reichsgrafen, die aber beide zugunsten der Grafen ausgingen und die Abbaurechte im gesamten Thommerberg bestätigten. Quelle: Brittner Rudolf, Die Schieferindustrie des Hunsrücks, dargestellt an der Gemeinde Thomm, 1971Der hl. Rock im Thommer SchieferstollenMit dem Vorrücken der alliierten Truppen im Frühjahr 1945 und den zunehmenden Bombenabwürfen verlor die Bevölkerung die Zuversicht an den propagierten Endsieg. Für die Thommer boten sich die zahlreichen Schieferstollen als sichere Schutzräume an. Der Margarethastollen, im Tal des Thommerbaches, im Volksmund Klausbach genannt, war für die Familie von Kesselstatt und deren Freunde und Bekannte reserviert. In Thomm einquartierte deutsche Soldaten sollen mit Hilfe von drei Thommer Bergleuten im Januar 1945 mit ihren Lastautos viele Weinfässer, Kisten und große Koffer im Palais Kesselstatt in Trier abgeholt und diese hierher in den Hauptstollen nach Thomm gebracht haben. In einer großen Abbaukammer hielt der geistliche Studienrat Dr. Nikolaus Zimmer aus Trier jeden Tag die HI. Messe. Zeitzeugen berichten, dass dort der hl. Rock aufbewahrt worden sein soll: „... vorne stand wie ein riesiger Tisch ein dunkelbrauner Altar, er sah so aus wie eine Kiste, um den Altar standen große Männer, meine Oma sagte, die gehören zum Dom, meine Oma sagte zu uns Kindern, dort im Altar liegt der hl. Rock drin.“ Über die letzten Flüchtungen im Zweiten Weltkrieg herrschte in der Literatur und bis heute in der Bevölkerung Unklarheit über den Aufbewahrungsort des hl. Rockes während des Krieges. Der bereits verstorbene Archivdirektor Dr. Martin Pech stellte fest „..Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges Ende August 1939 wurde der hl. Rock nach Limburg in Sicherheit gebracht und Anfang Oktober 1944 wieder nach Trier rückgeführt. Man packte ihn in einen großen Überseekoffer, der wiederum in eine Zinnkiste eingelötet wurde, und begrub ihn im damaligen Dombunker in der Nähe der Ostkrypta.“ Es war ein Glücksfall für die Thommer, dass sie in den Schiefergruben Schutz suchen konnten. Denn kurz bevor die Amerikaner am 17. März 1945 in Thomm einrückten erlebte der Ort die wohl schlimmsten Zerstörungen in seiner Geschichte. Pfarrer Martin Steffen berichtet:“ Das Pfarrhaus brannte mit 24 anderen Häusern in dreitägigem Brande bis auf die Umfassungsmauern nieder. 44 weitere Häuser hatten höchsten noch einen Raum. Thomm war zu 80% zerstört."
      Quelle: Lauer Dittmar, 50 Jahre Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm, 2015
      Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm Die neue Pfarrkirche von Thomm wurde in den Jahren von 1963 bis 1965 nach den Plänen von Architekt Heinrich Otto Vogel aus Trier gebaut. In Erinnerung an die Jahrhunderte alte Bergbautradition und als Denkmal für die Thommer wurde sie innen wie außen aus heimischem Schiefer errichtet. Die Kirche wurde dem Heiligen Paulus und der Heiligen Barbara geweiht. Sie gilt als die Schutzpatronin der Bergleute. Quelle: Lauer Dittmar, 50 Jahre Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm, 2015Thomm und die Reichsgrafen von KesselstattDie Thommer fühlten sich immer sehr mit ihrer Grube verbunden. Der „Stollner“, so wie der Bergmann im Dorf genannt wurde, genoss ein erhöhtes Ansehen. „Stollner“ zu sein, bedeutete in erster Linie, über ein regelmäßiges Einkommen zu verfügen. Auch das Leben im Dorf war auf den Grubenbetrieb eingestellt. Die Kinder des achten Schuljahres durften mittags eine halbe Stunde früher die Schule verlassen. Es waren . die „Zoppentreger“ (Suppenträger), die den Bergleuten das Essen auf die Grube brachten. Den Suppenträgerpfad (genannt „Zoppentregerpedtschi“ in Thomm und „Aäpeleweg“ in Fell) erkennt man hier an der Stelle oberhalb und unterhalb des Weges im Wald. Oberhalb führt er nach Thomm und unterhalb zum Arthurstollen. Dieser Weg wurde auch täglich von den Thommer Bergleuten genutzt. Während der Erntezeit nahm die Grubenverwaltung auf ihre „Arbeiterbauern“ Rücksicht, und sie durften bei günstiger Witterung füher nach Hause gehen oder ein bis zwei Tage ganz zu Hause bleiben.Als Beweis seiner Verbundenheit mit seinen Thommer Bergleuten dürfen zwei Kelche gelten, die Edmund Reichsgraf von Kesselstatt im Jahr 1831 der Pfarrkirche schenkte. Darüberhinaus sind auch noch andere Schenkungen nachweisbar. Quellen: Brittner Rudolf, Die Schieferindustrie des Hunsrücks, dargestellt an der Gemeinde Thomm, 1971 Lauer Dittmar, 50 Jahre Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm, 2015Wappenbegründung: Thomm zählte bis um 1800 zum Kurfürstentum Trier. Daher die rote Farbe. In unmittelbarer Ortslage befindet sich der weithin bekannte Hinkelstein. Er ist ein Naturdenkmal, der im Wappen durch die aufsteigende Spitze symbolisiert wird. Ortspatron von Thomm ist seit alters her der heilige Paulus. Er führt als Zeichen ein Schwert, im Wappen ist es als Schildhaupt wiedergegeben. Die Wirtschaftsstruktur war über Jahrhunderte durch die bekannten Thommer Schiefergruben bestimmt. Als Symbol für diese alte Wirtschaftsstruktur führt der Wappenschild Hammer und Schlegel, als Zeichen des Bergmannsberufes.Quellen: Brittner Rudolf, Die Schieferindustrie des Hunsrücks, dargestellt an der Gemeinde Thomm, 1971 Lauer Dittmar, 50 Jahre Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung Thomm, 2015Schwere Unglücksfälle im Stollen (Friedrichstollen)Immer wieder ereigneten sich im Laufe der Jahre schwere Unglücksfälle in der Schiefergrube. Einige davon hat der ehemalige Thommer Bergmann Peter Berens in seinen Erinnerungen aufgeschrieben. Nachfolgende Ausführungen schildern den Fall von Johann Keiser, der am Friedrichstollen am 09.07.1934 verunglückte.Peter Berens erinnerte sich: „1934 war für die Thommer Bergleute ein schwarzes Jahr. Innerhalb weniger Wochen fielen drei Thommer Bergleute ihrem Beruf zum Opfer: Johann Keiser verünglückte im Juli 1934 tödlich. Ich arbeitete ungefähr 10m von ihm entfernt auf dem Friedrichstollen. Ich ging gerade an ihm vorbei, und er sagte zu mir "Du hast ja gehört, wir müssen mehr Steine herausschaffen‘. Das sagte Keiser, weil kurz vorher die Betriebsleitung ihre Arbeit scharf kritisiert hatte. Es war Keisers letztes Wort. Ich ging 10 m weiter bis in meine Arbeit und schon war es geschehen. Ein Brocken, den Keiser angestoßen hatte, löste sich und schlug ihn zusammen. Er starb auf dem Transport nach Hause. 1905 schon hatte Keiser bereits einen schweren Unfall, der aber ganz ausgeheilt war. Er hinterließ eine Frau und fünf unmündige Kinder.“ Ein 80 Zenter schwerer Stein hatte Johann Keiser erschlagen. Nur sechs Wochen später fielen Peter Klassen und Matthias Quint auf ähnliche Weise ihrem Beruf zum Opfer. Man errichtete auf dem alten Thommer Friedhof ein Grab für alle drei Bergleute. Als Grabstein diente der Stein, der Johann Keiser zum Verhängis wurde. Die Inschrift auf dem Stein lautet wie folgt: „SIE LIESSEN IHR IRDISCHES LEBEN IN DER SCHIEFERGRUBE. GOTT SCHENKE IHNEN DAS EWIGE IM HIMMEL. Quelle: Berens Peter, Erinnerungen an den SchieferbergbauDie Moselschiefergruben der Reichsgrafen Die Infotafel am Friedrichstollen stellt den „Seigerriss“ (Querschnitt) dar. Man erkennt die einzelnen Stollen und die Abbaukammern (mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet) die in den Thommer Berg getrieben wurden. Sie wurden von oben nach unten nach Angehörigen der Grafen von Kesselstatt benannt: Eugenstollen, Arnoldstollen, Friedrichstollen, Franzenstollen, Arthurstollen, Margarethastollen. Im Bild rechts ist der Förderturm des Gabrieleschachts erkennbar, mit dem die beiden Tiefbausohlen unter der Talsohle befahren werden konnten. Im Bereich der 2. Tiefbausohle ist ein kleines Rechteck dargestellt. Er symbolisiert eine Person, die ca. 1,80 m groß ist. Daran kann man erkennen, wie hoch und groß die Abbaukammern waren. Im Laufe der Zeit sind die beiden Tiefbausohlen mit Wasser vollgelaufen. Herausgegeben August 2020. Heimat und Verkehrsverein Thomm 1937 e.V. In Zusammenarbeit mit dem Besucherbergwerk Fell (bergwerk-fell.de)Steinbruch Thommer BergIm Mai 1956 nahm die Grubenverwaltung auf dem Gelände der Schiefergrube ein Betonsteinwerk in Betrieb. Sinn und Zweck dieses Werkes bestand darin, das schiefrige Gestein durch Zugabe von Sand und Zement zu Kellersteinen zu verarbeiten. Die Abraumhalden, die von Generationen von Schieferbrechern aufgeschüttet wurden, waren bereits nach einigen Jahren verarbeitet. Danach entschloss man sich das Gestein im Tagebau weiter abzubauen. Im Juli 1962 wurde die Dachschieferproduktion eingestellt. Die Zahl der Mitarbeiter sank immer weiter. Anfang der 1970er Jahre arbeiteten nur noch 37 Mann für die Grubenverwaltung. Die Heilige Barbara gilt als die Schutzpatronin der Bergleute. Ihr Namenstag ist der 4. Dezember. Die hl. Barbara wurde von den Bergleuten immer sehr verehrt. Bis heute wird der Sonntag nach dem Namenstag in den Gemeinden Fell und Thomm mit einem Hochamt und einer Prozession feierlich begangen. Quellen: Brittner Rudolf, Die Schieferindustrie des Hunsrücks, dargestellt an der Gemeinde Thomm, 1971Die Dachschieferstollen im Brasilienberg "Der Eugenstollen"Im Thommer Volksmund wurde dieser Stollen die „Heersches Kaul“ genannt. Heute ist der Stollen fasr vollständig verschüttet. Einige Gruben benannte man nach den Hausnamen der jeweiligen Pächter aus dem Dorf. Weiter überlieferte Namen sind die „Prims Kaul“, die „Göttens Kaul“, die „Millersches Kaul“ sowie "dä aalen Stollen“. Andere Stollen wurden nach ihrer Lage benannt: „unterster Stollen, mittlerer Stollen, oberster Stollen.“ Die Dachschiefergruben im Thommerberg liegen in der Gemarkung Brasilienberg. Sie bestanden aus übereinanderliegenden horizontalen Stollen, die jeweils vom Berghang aus aufgeschlossen und in den jeweiligen Stollen von oben nach unten abgebaut wurden. Die einzelnen Stollen waren in einem senkrechten Abstand von 25 bis 30m am Berghang übereinander angesetzt (plus zwei heute geflutete Tiefbausohlen unterhalb der Talsohle). ' Bis zum Jahre 1935 wurden die Gruben ohne maschinelle Hilfskraft betrieben. In diesen Stollen arbeiteten sich die Bergleute ins Innere des Berges vor. Sie schlugen Löcher ins Gestein, füllten sie mit Schwarzpulver und sprengten große Schieferblöcke aus dem Berg heraus. Bei dieser Arbeit entstanden so unter Tage riesige Grotten (Kammern)..Um die Blöcke ans Tageslicht zu transportieren, wurden sie in kleinere Stücke zerteilt und auf Loren verladen. Über Tage wurde der Schiefer in handliche Stücke (sog. Köpfe) zerlegt. Auf einem Schemel saß der Spalter. Er hatte die Stücke zwischen die Beine geklemmt und spaltete mit Holzhammer und Meißel die Köpfe in vier bis sechs Millimeter dicke Rohplatten ab. Ein Zurichter brachte die Tafeln schließlich in ihre endgültige Form, so wie wir sie noch heute auf unseren Dächern sehen. Bis heute lebt die Bergbautradition durch die Bergmannskapelle „GlückAuf“ Thomm. Bei ihren zahlreichen Auftritten präsentieren sie sich immer in ihren prachtvollen Uniformen. Quellen: Brittner Rudolf, Die Schieferindustrie des Hunsrücks, dargestellt an der Gemeinde Thomm, 1971Thommer Schiefer und die Familie Reichsgraf von KesselstattMehr als 350 Jahre bis in die 1960er Jahre wurde durch die Familie Reichsgraf von Kesselstatt im Thommer Berg Schieferbergbau betrieben. Dieser Schiefer wurde in der Regel zu Dachschiefer verarbeitet und im Stollenbau gewonnen. So durchziehen den Thommer Berg verschiedene Stollen, die jeweils den Namen verschiedener Grafen tragen, wie Friedrich-Stollen, Arthur-Stollen, Margaretha-Stollen, etc. In den 1930er Jahren wurde ein Schacht errichtet um unter der Talsohle weitere Vorkommen abzubauen. Der Thommer Schieferbergbau hat für die Gemeinde Thomm immer auch eine große wirtschaftliche Bedeutung gehabt. Seit Jahrhunderten haben die Bergleute aus Thomm und Fell, Väter und Söhne im Thommer Berg gearbeitet. Thommer Schiefer hatte stets einen guten Namen. Noch heute tragen viele Häuser, Kirchen und öffentliche Gebäude, im Trierer Land, Thommer Dachschiefer. Ein festliches Ereignis ist jedes Jahr der Namenstag der HI. Barbara (4.12), Schutzpatronin der Bergleute, der bis heute in Thomm, durch die Bergmannkapelle „Glück Auf * feierlich begangen wird.Die Grube Mertesnaf Was bedeutet der Name Mertesnaf ? Volkstümlich für Martins-Narbe. Erste Flurbodennarbe durch Schiefersuche in dieser Gemarkung eines Martin. Geschichte des mittlerweile verbrochenen Mundloch der Grube Mertesnaf, und die Halde mit dem angefallenen Schieferabraum. Sie ist die älteste, urkundlich nachzuweisende Schiefergrube auf Thommer Gemarkung und war wahrscheinlich schon vor dem Jahr 1666 in Betrieb. Aufgrund der immer größer werdenden Abbaukammern unter Tage häuften sich gegen Ende der Betriebszeit die Unfälle auf dieser Grube. So wurde sie im Jahr 1892 nach mehr als 226jährigem Betrieb auf Anordnung des Königlichen Bergamtes geschlossen. Zu ihrer Betriebszeit war die Grube eine der ergiebigsten Schiefergruben im Thommerberg. Zwischen 1820 - 1892 wurden auf dieser Grube 3500 Reis Schiefer produziert. Ein Reis Schiefer war ein 2,30m breiter Stapel von nebeneinander geschichteten Schieferplatten bei durchschnittlich 5mm Plattenstärke, also ca. 460 Stück. Der Begriff Reis leitet sich ab von dem Wort Reisig bzw. abreißen. Um den Beginn bzw. das Ende eines Reis im Stapel zu markieren, steckte man einfach abgerissene Zweige zwischen die Schieferplatten. Eingeteilt wurden die Platten in „blaue Leien“, also den typisch dunkelblau-grauen Schiefer, und in sogenannte „Fleckleien“, die eine Braunfärbung besaßen und deswegen günstiger waren. Sie wurden hauptsächlich für die Dachdeckung auf Schuppen und Ställen benutzt. Woher stammt der Name Brasilienberg in der Gemarkung Thomm? Der Sage nach sollen sich im Berghang an der Gemarkungsgrenze zu Thomm, Fell und Waldrach die ersten Brasilienauswanderer aus den umliegenden Dörfern getroffen haben. Die Treffen sollen im Geheimen stattgefunden haben, ohne Wissen der jeweiligen Grundherren. Ob das so stimmt, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden.
      Quelle: Besucherbergwerk Fell

      • July 19, 2021

  9. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    July 17, 2021

    bmwhausi, Armin and 43 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Kirschweiler FestungDie Traumschleife Kirschweiler Festung wurde 2016 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 78 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife Eingangsportal am Wanderparkplatz (Nähe Golfplatz). Empfohlene Laufrichtung im Uhrzeigersinn.Wegbeschreibungsaar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/kirschweiler-festungDreiherrensteinDer Dreiherrenstein Ist Ausgangspunkt der Hintersponheimer Steinlinie, die im Jahre 1776 errichtet wurde und damals die Grenze zwischen den Ländereien der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken und des Markgrafen von Baden in der Hinteren Grafschaft Sponheim markierte. Insgesamt 108 Steine, die zum großen Teil noch im Original erhalten sind, markieren den Verlauf der Grenze, die in südwestlicher Richtung nach 15,7 km zwischen Börfink und Tranenweier endet. Die Bezeichnung Dreiherrenstein rührt daher, dass sich bereits lange vor 1776 an dieser Stelle drei Grundherrschaften schieden: die Sponheimer (Oberamt Birkenfeld), die Obersteiner (Idarbann) und die Wild-Rheingrafen (Amt Wildenburg). Der heute noch stehende Grenzstein stammt aus der Oldenburgisch-Preußischen Zeit, worauf die Beschriftung GO (= Großherzogtum Oldenburg), KP (= Königreich Preußen) und die Jahreszahl (=1853) hinweist. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verwaltungsvereinfachung vom 7.11.1970, als Allenbach und weitere Gemeinden des Amtes Kempfeld dem Landkreis Birkenfeld zugeschlagen wurden, hat die Steinlinie ihre Grenzfunktion verloren. Keltische Burg auf dem "Ringskopf" bei Allenbach - Von : Dr. Hans NortmannDer 30 km lange Quarzitrücken im Süden des Hunsrücks war zu allen Zeiten für eine Besiedlung ungeeignet. Besonders in keltischer Zeit wurden einige der hier gelegenen Felsköpfe aber zur Anlage von Burgen genutzt. Die Sichtbaren Reste einer solchen keltischen Burg wurden namengebend für die 658 m hohe Kuppe des „Ringskopf". Archäologische Ausgrabungen lieferten 1935-36 die wesentlichen Informationen zur Anlage. Der künstliche Befestigungsring umschließt ein von Blockhalden und Felsköpfen gesäumtes kleines Gipfelplateau von 1 ha Innenfläche. Die sichtbaren Steinwälle sind allerdings nur die Ruinen trocken gesetzter Steinmauern. Der flachere Hang im Osten bot den natürlichen Zugang und erforderte eine stärkere Sicherung. Der Wehrmauer war hier noch ein trockener Felsgraben von 1m Tiefe vorgelagert. Bemerkenswert ist das von hier ganz randlich zurückgesetzte einzige Tor der Burg. Seine Fundamente wurden 1936 freipräpariert. Den Zugang zum Tor kontrolliert eine 34 m lange Torgasse zwischen der Burgmauer und einer Zusatzmauer über dem Steilhang. Am Ende stand zwischen den Mauerköpfen der zwingerartige hölzerne Torbau mit 7 m langer Kammer zwischen äußerem und innerem Tor. Zur Stabilisierung besaß der im Versturzwall nachgewiesene Mauerkörper ein für alle keltischen Wehrmauern charakteristisches hölzernes Strebewerk. Die hier angewandte Variante heißt Pfostenschlitzmauer. Senkrechte Holzständer mit Querstreben stabilisierten in 1,5m Abstand den 2-4 m breiten Mauerkörper. Dieser war zweischalig trocken aufgesetzt und im Inneren mit Erde und Steinen aufgefüllt. Die etwa 2,5 m hohe Mauerkrone diente als Wehrgang, der im Verlauf der Außenpfosten durch eine hölzerne Brustwehr geschützt war. Solche Wehrmauern waren die einzigen Steinarchitekturen der Kelten. Wegen der eingebauten Hölzer hatten die zunächst sehr soliden Bauwerke allerdings nur eine Lebensdauer von wenigen Jahrzehnten.
      Sowohl die Gesamtanlage mit dem Zwingertor wie die Mauerbautechnik wurden um 520 vor Chr. als ausgereiftes System wohl aus Süddeutschland und Ostfrankreich übernommen. Zu dieser Zeit setzt im Mittelrheingebiet nach jahrhundertelanger Pause wieder der Bau von Burgen ein. Gründe liegen wohl in der durch die Rivalität lokaler Herren geprägten Verfassung der frühkeltischen Gesellschaft. Dabei dienten Burgen zeitweise der Herrschaftssicherung und demonstrativen Selbstbehauptung in Kleingebieten von etwa 10-15 km Ausdehnung. Die Befestigung war ungeachtet kleinerer Umbauten nur einphasig und damit nur wenige Jahrzehnte gebrauchsfähig. Der Innenraum war offensichtlich nie intensiv genutzt und möglicherweise überhaupt nicht dauerhaft bewohnt. Die Burg selbst diente daher wohl nicht als Herrschaftszentrum ihres Einzugsgebietes, zu dem sie auch ausgesprochen randlich lag: Das vom Berg aus einsehbare Hochtal im Norden um Allenbach und der nördlich anschließende Hauptrücken des Hunsrücks (Idarwald) bildeten nicht nur in keitischer Zeit eine rund 6 km breite siediungsfreie Zone. Das Einzugsgebiet des „Ringskopfes" ist vielmehr im südlichen Vorland zu Füßen des Kammes zu suchen, heute von der Höhe aus nicht einsehbar.
      Quelle Text: Dr. Hans Nortmann
      Kirschweiler FestungBei der Kirschweiler Festung, auch Hunschrack oder Silberich genannt, handelt es sich nicht um eine Festung im herkömmlichen Sinn, sondern um eine natürliche Quarzit-Felsformation. Der Name „Festung" liegt wohl in der Anordnung der Felsen begründet, die ein wenig an eine Solche erinnert. Um diesen mystischen Ort ranken sich viele Sagen und Geschichten aus vergangenen Zeiten. Archäologische Funde, die auf eine besondere Bedeutung der Kirschweiler Festung hinweisen, gibt es jedoch nicht. Alte Erzählungen von der Existenz einer keltischen Kultstätte, eines römischen Grenzpostens oder eines Versammlungs bzw. Gerichtsortes in fränkischer Zeit sind somit letztlich nichts als Mythen. Sie zeigen uns, dass Naturdenkmäler wie dieses die Fantasie der Menschen schon seit jeher beflügelt haben.
      (Quelle Text Dr. Sabine Hornung)
      Hochbehälter Silberich Die Errichtung des Hochbehälter Silberich in der Gemarkung Kirschweiler erfolgte von 1991 bis 1992. Er wird gespeist von der Wasseraufbereitung an der Steinbachtalsperre, den Idarwakdquellen und mehrerer kleinerer Quellen im Bereich der Gemeinden Kirschweiler und Hettenrodt. Der Hochbehälter dient als Zwischenspeicher für die unmittelbare Trinkwasserversorgung der Ortsgemeinden Hettenrodt, Mackenrodt und Kirschweiler. Über das weit verzweigte überörtliche Leitungsnetz des Wasserzweckverbandes kann von hier aus Trinkwasser in weite Teile des Landkreises geleitet werden. Der Hochbehälter besteht aus zwei Rundbehältern, auch Brillenbehälter genannt, und weist ein Fassungsvermögen von insgesamt 2.000 Kubikmetern Wasser auf.Forschung im NationalparkDieses Gebiet ist eine Dauerbeobachtungsfläche. Bereits seit 1988 beobachtet die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt die Auswirkungen von Luftverschmutzung und saurem Regen auf den Wald. Zusätzlich wird die Bodenschutzkalkung mit Gesteinsmehl als Gegenmaßnahme wissenschaftlich erforscht. Die gewonnenen Daten helfen, Zusammenhänge im Ökosystem Wald besser zu verstehen.Mit Hilfe der Forschungsdaten können Konzepte entwickelt werden, um die Widerstandsfähigkeit des Walds im Klimawandel und gegenüber Luftschadstoffen zu stärken. Zudem gibt die aktuelle Auswertung von Langzeit-Untersuchungsflächen Aufschluss über die Notwendigkeit, die Wirkungsdauer und die Risiken der Bodenschutzkalkung. Aber auch spezielle Fragen zum Nährstoffhaushalt und zu Biodiversitätsveränderungen kann weiter nachgegangen werden.Die rheinland-pfälzische Waldgebiete sind weiterhin von Luftverschmutzung und saurem Regen betroffen. Zwar sind die Schwefeleinträge durch Luftreinhaltemaßnahmen in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, aber noch sind „Säurealtlasten” im Boden gespeichert. Zusätzlich belasten hohe Stickstoffeinträge und die über Jahrhunderte stattgefundene historische Übernutzung die Waldökosysteme. Als Folge verliert der Boden unter anderem seine Fähigkeit Nährstoffe zu speichern und setzt Aluminium frei, das für viele Pflanzen und Tiere giftig ist. Dies belastet nicht nur die Waldbäume, sondern auch die Lebewesen in den Bächen.

      • July 18, 2021

  10. Tanja Recktenwald and Frank Recktenwald went for a hike.

    July 16, 2021

    02:38
    6.57 mi
    2.5 mph
    975 ft
    1,025 ft
    Volker, Plutonic 🌿 and 46 others like this.
    1. Tanja Recktenwald

      Traumschleife Baybachklamm Die Traumschleife Baybachklamm wurde 2010 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg mit 95 Erlebnispunkten zertifiziert.Start der Traumschleife Portal am Wanderparkplatz bei Heyweiler. Empfohlene Laufrichtung im Uhrzeigersinn.Wegbeschreibungsaarschleifenland.de/Media/Touren/Traumschleife-BaybachklammKurzbeschreibung
      "Die Baybachklamm verspricht Abenteuer zwichen Fels, Wasser und Wald, aber auch stille und entspannte Momente zum Träumen. Denn diese Traumschleife schlängelt sich vom Hunsrückplateau auf urigen Pfaden weit hinunter zum tief eingeschnittenen Baybachtal, der in Jahrmillionen dem Hunsrückschiefer eine atemberaubende schöne Schlucht, die alleine schon wegen ihrer Länge in Deutschlands Mittelgebirge einmalig sein dürfte, abgerungen hat..Mitten drin lädt die Schmausemühle zur Einkehr, was diesen perfekten Wandertag kulinarisch abrundet.Bitte nur entsprechend gut ausgerüstet loslaufen, dann ist die Tour ein phantastisches Erlebnis."
      Anspruch: Mittelschwer bis schwer (3 Sterne) Start/Ziel: Heyweiler Wanderparkplatz
      Länge: 10.5 km
      Gehzeit: 4 Std.
      Steigung/Gefälle: jeweils 413 m
      Stationen der Traumschleife"Schinkaul"In der Grube (im Volksmund "Schinkaul” genannt) wurde bis zum Beginn des vergangenen Jahrhunderts das verendete Vieh der ehemaligen Gemeinde Heyweiler entsorgt. Die Entsorgung der verendeten Tiere weit außerhalb des Dorfes sollte verhindern ,das sich ansteckende Tierkrankheiten im Dorf verbreiteten. Die toten Tiere wurden in diese Grube gelegt und dann mit Kalk abgedeckt. Die Grube ließ sich früher mit einem Deckel aus Eisen verschließen.Weiter ist ein bearbeitetes Bergplateau mit Terrassen auf beiden Seiten sichtbar. Hierbei handelt es sich vermutlich um die Reste einer mittelalterlichen Befestigung, vielleicht sogar römischen Ursprungs, weil in näherer Umgebung römische Münzen aus dem 1. und 2. Jahrhundert gefunden wurden. Nach einer Überlieferung handelt es sich hier um eine Fluchtburg für die Vorfahren der Heyweiler, in früheren Kriegszeiten.Der Steffenshof
      (Auf Hunsrücker Platt: der "Plage")
      Johann Steffens aus Zilshausen war Lehrer in Gondershausen und entdeckte auf seinem Schulweg dieses Stück Land. Er kaufte es von den Grafen Boos von Waldeck und gründete 1832 den Steffenshof mit einem Fachwerkhaus mit Stall und Scheune. Seine Kinder und Enkelkinder rodeten hier für vier weitere Bauernhöfe das nötige Ackerland bis an den Rand der Täler. Um 1850 errichteten die Familien eine Kapelle, die aber in den 1940er Jahren nicht mehr renoviert werden konnte und abgerissen wurde. Wasser für Mensch und Tier musste aus mehreren Brunnen herauf gezogen werden. Erst ab 1945 gab es Elektrizität und 1959 wurde eine Wasserleitung verlegt. Anfang der 1960er Jahre eröffnete Bauer Pies eine Pension für die "Sommerfrischler". Daraus entstand das Gasthaus Thea Pies, wo sich viele Wandervögel zum Singen trafen. Um 1970 errichteten deren Familien aus Städten hier Häuser als Alterssitz. Die Bauern des Steffenshofes stellten im Zuge des Strukturwandels die Landwirtschaft ein und verpachteten ihre Felder an größere Betriebe. Ställe und Scheunen wurden zu Wohnungen und Ferien-Appartements umgebaut. Dabei wurden die Fundamente der alten Kapelle freigelegt. An dieser Stelle wurde 1998 mit Spenden von Nachbarn und Freunden die neue Kapelle errichtet und auf der „Plager Kirmes" eingeweiht.Schieferabbau im Baybachtal Wie an der „Klöckners Kaul“ wurde im gesamten Hunsrück große Mengen Schiefer abgebaut..Inzwischen ist Hunsrücker Schiefer jedoch aufgrund preislich - günstigerer Importe nicht mehr konkurrenzfähig, so dass der Abbau weitgehend eingestellt wurde. Die Schiefergrube „Herrenberg" bei Bundenbach mit Fossilienmuseum und Therapiestollen wurde zum Schaubergwerk umgestaltet. Dort werden im Rahmen von Führungen auch die tradierten Techniken des Schieferbrechens und bearbeitens vorgeführt. Weitere Infos zum Schieferabbau:
      bundenbach.de
      Die Arbeit in den nur von Öl und Karbidlampen beleuchteten Stollen war sehr mühsam und gefahrvoll. Für viele kinderreiche Hunsrücker Familien bot sich aber zum Broterwerb keine andere Alternative. In den letzten Kriegstagen diente die Klöckners Kaul der Bevölkerung als Zuflucht vor Fliegerangriffen. Heute sind alle Stollen wegen Einsturzgefahr mit Gittern verschlossen und dienen.Fledermäusen und anderen Tieren als Rückzugsort..Die Mauerreste der Spalthütte an der Klöckners Kaul laden die Wanderer zur Rast in freier Natur ein.Köhlerstellen im BaybachtalIn den entlegenen und steilen Waldgebieten entlang des Baybachtals war der Brennholzerwerb zu mühsam. Gewichtsminderung bei der Herstellung von Holzkohle machte diese Arbeit erst einträglich.
      Das Aufstellen und Abdichten eines Kohlemeilers unter freiem Himmel ist der.aufwändigste Teil der Arbeit. Er entsteht durch Aufschichten von Scheitholz zu einem etwa vier Meter hohen und acht Meter breiten Haufen. Nach dem Anzünden glimmt der Meiler unter ständiger Überwachung des Köhlers 7-10 Tage vor sich hin. Schließlich erfolgt das kraftraubende und schweißtreibende Herausziehen und Löschen der Kohle. In den Wintermonaten arbeiteten Bauern und Tagelöhner in den Wäldern des Baybachs an der Holzaufbereitung für die Kohlemeiler. Köhlerstellen findet man, wie auch an diesem Standort, heute an verschiedenen Stellen im Baybachtal. Eine ebene , runde Fläche und ; tief schwarze Erde unter dem Laub deutet darauf hin.
      Schiefervorkommen im BaybachtalMitten im wildromantischen Baybachtal bieten die hochaufragenden Schieferfelsen eindrucksvolle Einblicke in die Erdgeschichte. Was man hier sieht, sind tatsächlich die Hinterlassenschaften eines Urzeitmeeres. Denn vor gut 400 Millionen Jahren, im sogenannten Devon, wurde der heutige Hunsrück, genau wie Großteile Europas, von einem Meer bedeckt. Vom angrenzenden Land wurden große Mengen Erdreich ins Meer geschwemmt. Dort lagerten sich über Jahrmillionen dicke Sedimentpakete ab, die sich im Lauf der Zeit durch ihr Eigengewicht verfestigten. Aus Sanden entstanden mittelkörnige Sandsteine, während aus dem deutlich feinkörnigeren Schlamm sogenannter Tonstein wurde. Doch damit war die Gesteinsbildung nicht abgeschlossen: tektonische Prozesse verformten und komprimierten die abgelagerten Sedimente und aus den ursprünglichen Tonsteinen entstand der heutige Schiefer. Im Bereich des Hunsrücks und der Mosel, aber auch m Rheintal erreicht dieser Schiefer teilweise hervorragende Qualität, die ihn schon früh zu einem begehrten Baumaterial (z.B. für Dächer) gemacht hat. Neben kleineren Stollen, ist auch die große Höhle im Baybachtal ein Relikt der bergmännischen Gewinnung des Schiefers. Heute lohnt der Schieferabbau im Hunsrück aufgrund internationaler Konkurrenz nicht mehr.Fledermäuse im Baybachtal Das Baybachtal ist ein wichtiger Rückzugsraum für Fledermäuse. 12 verschiedene Arten sind im Baybachtal  nachgewiesen, darunter die seltenen Arten Mopsfledermaus und Bechsteinfledermaus. Am häufigsten vertreten ist unsere größte einheimische Art, das Mausohr. Im Sommer leben sie in den Dörfern und Wäldern der Umgebung. Dort ziehen sie ihre Jungen in ruhigen Dachböden von Häusern oder in Baumhöhlen auf. Jedes Fledermausweibchen bekommt nur ein Junges im Jahr. Im Winter ziehen sie sich in die alten Schieferstollen zurück. In das Baybachtal kommen jeden Herbst Fledermäuse aus bis zu 100 km Entfernung und suchen die Stollen auf. Hier halten die Fledermäuse von Oktober bis April Winterschlaf. Monatelang leben sie dann von dem im Herbst angefressenen Fettreserven. Alle Körperfunktionen sind reduziert, sie atmen nur noch wenige Male in der Minute und auch das Herz schlägt nur noch 10 mal pro Minute. In der aktiven Zeit kann es über 600 Mal pro Minute schlagen. Einzelne Fledermäuse sind auch im Sommer in den Stollen zu finden. Zum Schutz der Tiere sind viele Stollen verschlossen.Heyweiler Bauernmühle Erbaut wurde die Mühle 1893-94 unter Führung von Nikolaus Fiehl und seiner Ehefrau Maria Margarethe geb. Gewehr und 43 Miteigentümer aus Heyweiler. Die Mühle wurde bis 1945 als Getreidemühle des Ortes genutzt, danach wurde der Betrieb eingestellt und das Gebäude verfiel. Zu Beginn der fünfziger Jahre wurde das verfallene Gebäude erstmalig von 41 der 44 Bauern des Dorfes verkauft.Der zunehmende Verfall der Mühle ließ. eine Renovierung nicht mehr zu. Auf Drängen der Dorfgemeinde entschloss sich der Eigentümer, die Gebäudereste abzureißen und aus Gründen des Bestandschutzes im Landschaftsschutzgebiet einen Neubau unter Verwendung der alten Eichenbalken zu erstellen. Im ursprünglichen Zustand handelte es sich um eine eingeschossige Bauweise mit Keller, beim Wiederaufbau in den sechziger Jahren wurde das trocken geschichtete Fundament teilweise erneuert, eine Betonbodenplatte eingezogen und die Mühle zweigeschossig.1971 wurde die Mühle ein weiteres Mal verkauft. Da drei Bauern beim ersten Verkauf nicht beteiligt waren mußte der neue Besitzer vor einigen Jahren die restlichen Anteile recht umständlich von deren Erben erwerben. Die Mühle befand sich 1971 im Rohbau.Projekt "Weinswiese"Die Wiese gehörte in früheren Zeiten zur Weinsmühle, die etwa 400 m bachaufwärts stand. Die ehemalige Mühle ist verfallen, nur die Grundmauern stehen noch und der Backes wurde als Ferienhaus ausgebaut und wird heute als solches genutzt. Die Wiese wurde bis zum Tode der letzten Eigentümer bewirtschaftet. Auch Heu und Grummet wurden dort geerntet. In den letzten 20 Jahren ist die Wiese immer weiter zu gewuchert und vom einstigen Bewuchs ist nicht mehr viel zu sehen. Anfangs waren es die dornigen Brombeeren die alles bedeckten, in den letzten Jahren gewann das Drüsige Springkraut, auch Indisches Springkraut genannt, die Oberhand. Drüsiges Springkraut ist eine Pflanzenart der Familie der Balsaminengewächse (Balsminaseae). Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt auf dem indischen Subkontinent, als Zierpflanze ist es seit dem 19. Jahrhundert auch in Nordamerika und Europa verbreitet. Es wächst vor allem in feuchten Wäldern, Auen - und Uferlandschaften mit hohem Nährstoffgehalt. In Europa wird das Drüsige Springkraut vielerorts als invasiver Neophyt bekämpft, da es als eine Bedrohung für andere Pflanzenarten in seinem Lebensraum betrachtet wird. Die Bekämpfung des Drüsigen Springkrauts ist verhältnismäßig einfach, da es einjährig ist, und die Verbreitung über den Samen erfoigt. Bis zur Bildung der ersten Blüten verhindert ein tiefer Schnitt (Mahd) eine weitere Verbreitung. Das Springkraut lässt sich auch gut ausreißen. Diese Maßnahme muss vor der Samenreife durchgeführt werden. Da es an den Sprossknoten leicht zur Wiederbewurzelung kommt, sollten ausgerissene oder gemähte Pflanzen abgeräumt und Kompostiert werden. Die bearbeiteten Flächen müssen jedoch weitere vier Jahre kontrolliert werden, denn der Samenvorrat im Boden kann insgesamt fünf Jahre keimfähig bleiben. Die Verfütterung der Pflanzen an Rotwild im Gehege wird ebenso wie die Beweidung von Beständen mit Schafen als unproblematisch angesehen. Ziel des Projektes ist die Rekultivierung und die Pflege der „Weinswiese“ in ihrem ursprünglichen Zustand. Die Umsetzung erfolgt mit Unterstützung der Freunde der Traumschleife Baybachklamm und mit Genehmigung des Eigentümers. HeyweilerOberhalb des romantischen Teiles des Baybaches liegt Heyweiler, ein Ort der Verbandsgemeinde Kastellaun. 1259 erstmals urkundlich erwähnt, weißt das Dorf eine bewegte Geschichte auf..Damals stritten sich Graf Simon I. von Sponheim und Heinrich von Ehrenberg wegen eines Schadens, den letzterer Heyweiler zugefügt hatte. Heinrich von Ehrenberg musste nach der Schlichtung seine “Lehengüter um 40 Mark vermehren”. In der Gemarkung von Heyweiler wurden zwei römische Höfe oder Siedlungen nachgewiesen. Hiervon findet rnan heute noch Ziegelreste, sodass davon ausgegangen werden kann, das der Ort seit dieser Zeit bis heute ständig besiedelt war. Heyweiler wurde während des 30-jährigen Krieges stark in Mitleidenschaft gezogen und danach von sechs Familien wieder aufgebaut. 1698 wurde eine zweite Mühle, eine erste wurde bereits 1330 am gleichen Ort von Friedrich Back erwähnt, nach 1700 ein Rathaus mit Bachhaus und 1733/35 einen eigene lutherisch-evangelische Kirche (Kapelle) errichtet. Die frühere Schreibweise des Ortes Heyweiler waren: Heywilre, Heinwylre, Heinwyler, Henwiller, und Heinweiler. Heyweiler hat heute 196 Einwohner, war bis 1974 selbstständig und wurde nach der Reform in die Gruppengemeinschaft Beltheim eingegliedert. In der Ortsmitte steht die 1914 fertiggestellte evangelische Kirche. Erfreulich für die Bürger von Heyweiler: Im Ort gibt es eine Lebensmittelgemeinschaft, einen Weinhandel und Ferienwohnungen.Aussicht Burg WaldeckDie Burg Waldeck wurde erstmalig 1243 erwähnt, als vier Ritter “von Waldeck” ihre Burg dem Kölner Erzbischof zu Lehnen auftrugen. 1336 beteiligten sich die Waldecker Ritter an der sogenannten “Eltser Fehde” und kämpften gegen Balduin von Trier um ihre Unabhängigkeit. Sie mussten sich 1336 dem Erzbischof unterwerfen. Wegen Unstimmigkeiten mit den Burgherren nahm 1398 der Pfalzgraf und spätere König Ruprecht I. die Burg ein, erwarb käuflich große Teile der Anlage und errichtete einen neuen „Turm auf dem Halse”, die heutige Oberburg. 1689 wurde Burg Waldeck im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. In 18. Jahrhundert ließ der Eigentümer Freiherr von Boos von Waldeck die heutige Ruine größtenteils planieren und daräuf ein Jagdschloss errichten. 1833 wurde dieses Schloss zum Abbruch verkauft, worauf auch das ausgeschlachtete Schlossgebäude verfiel.Heute ist die Anlage zweigeteilt: Die eigentlichen historischen Reste der mittelalterlichen Burg bestehen aus der heutigen Oberburg und der großflächigen Unterburg, zusammen einer der größten Ruinen im Hunsrück. Die Oberburg mit dem davorliegenden Ehrenhain der deutschen Jugendbewegung und die etwas hangabwärts gelegene Ruine gehören dem Nerother Wandervogel e.V. einer der letzten bestehenden Wandervogelbünde, die ihre Wurzeln in der historischen Jugendbewegung haben. Das vor der Oberburg gelegene Gelände mit zahlreichen Gebäuden ist der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck e.V. zugesprochen. Hier fanden die ersten Open-Air-Festivas in Deutschland (1964-1969) statt und bildeten einen entscheidenden Abschnitt in der deutschen Folkgeschichte.

      • July 17, 2021

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